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  1. #1
    Dalerin (Archiv)
    Dalerin (Archiv) ist offline
    Grünschnabel

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    Stimme, Flöte, Lautenspiel - von den Barden und Spielleuten

    Ein Thema mit viel Streitpotential scheint mir die Musik auf Cons zu sein.

    Ich habe da schon so ziemlich alles erlebt, von der Original MA -Kapelle bis hin zum Kassettenrekoreder und dazwischen natürlich jede Menge Wanderklampfen.

    Meine Meinung dazu ist:

    wer einen Charakter spielt, der davon lebt, zu musizieren, dann sollte der Spieler das auch können. Die Lider die er spielt mindestens fehlerfrei spielen können.

    Interpretation und Ausdruck sind Geschmackssache, aber das Handwerk sollte man beherrschen.


    Das wahre Streitpotential scheint die Musikrichtung zu sein.

    Mir begegneten unter Zuhörern bisher folgende Stereotypen:

    Puristen - Meist Spieler die ebenso auf MA-Märkten aktiv sind und Rollenspiel als Historienspiel betreiben. Diese Puristen haben den Standpunkt, das Musik auf Cons nur von der Art sein sollte wie sie in einer vergleichbaren irdischen epoche gespielt wurde.

    Pseudo-Puristen - Diese unterscheiden sich von den Puristen vor allem dadurch, daß sie Irish Folk aus dem 19.Jahrhundert als Mittelalterlich bezeichnen und ausser dieser Musik und der Musik der Puristen alles anderen Stile ächten.

    Larprocker - Hören auch beider Musik der beiden Puristenarten gerne zu, aber lieber hören sie "Heart of Steal" oder "Nothing else matters" während sie ihren Met schlürfen. Diese achten in der Regel aber auf die intime-verträglichkeit der Texte.

    Alleshörer - Jenen ist es völlig gleichgültig, was es für eine Musik ist, solange es Laune macht. Da dürfen auch schon mal falsche Töne drin sein und der Musiker mit steigendem Alkoholpegel den Text vergessen, denn das Publikum kennt ihn meist auswendig und ist eh lauter als der Barde.


    Ist jetzt nur ein grober Abriss, wahrscheinlich unvollständig.

    Was hört ihr gerne auf Cons und was ist für euch tabu ?


    Was meine Person anbetrifft, so denke ich, ist jede Musik vertretbar, solange sie Intime begründet ist und den Spielern ein gutes Gefühl vermittelt, das sie dann in ihre Charaktere übertragen können.

    Dale
    Imbecile
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  2. #2
    Encanto (Archiv)
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    Tabu sind für mich diejendigen die meinen das non + Ultra zu sein, und dabei keinen Ton gerade halten können.

    Um eines klarzustellen - ich bin absolut Talentfrei was Musik angeht. Aber auf einem Nöggenschwiel gabs eine Bardin, welche dermassen danebenjaulte, dass sogar ich das feststellen konnte.
    Leider war sie von ihren Fähigkeiten dermassen überzeugt, dass ich die Taverne verlassen musste.

    Was die Musik ansich angeht:
    Ich höre auch sehr gerne Manowar, aber auf einem Con hat das nix zu suchen, genauso wie ein CD-Player nix zu suchen hat.

    Ich würde mich zu den Pseudo-Puristen zählen,
    da der Übergang vom Mittelalter zu Irish-Folk eher fließend für mich ist.
    - Hier steht demnächste eine ganz-ganz tolle Signatur -

  3. #3
    Schneemann (Archiv)
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    Naja .... heikles Thema !

    Ich gehöre zu den Leuten, die in Ihrer Jugend eine komplette klassische Musikausbildug erfahren durfte. (Ich habe sogar die D-Lehrgänge gemacht *g*)

    Außerdem war ich über 10 Jahre lang im BWLV (Badenwürttembergischen Blsmusik Verband) und habe davon knapp 6 Jahre in einer höchstufen Kapelle gespielt.

    Ich behaupt jetzt nicht ein super Musiker zu sein (zumal ich das Hobby aus Zeitgründen aufgegeben habe), aber diese Zeit hat geprägt.

    Mit der Zeit entwickelt man ein gehör für Töne und ein Gespür für Musik. Und für ich gibt es nichts schlimmeres als wenn ich auf eine CON komme, und sich dort irgendwelche "Pseudo-Musiker" verdingen.

    Ich habe prinzipiell nichts dagegen, daß jemand seinem Hobby "Musik" nachgeht, und das auch auf CONS betreibt. Aber dann soll derjenige das bitte in einer Art tun, die die anderen nicht beläßtigt. (Also icht direkt in der Taverne sondern irgendwo da, wo man sich verkrümeln kann, wenn man es nicht aushält)


    Was ich auszudrücken versuche : Für Leute wie mich mit geschultem klassischem Gehör ist es GRAUSAMST zu hören wenn in der Taveren jemand vor sich hinjault. Wenn er das dann auch noch mit Nachdruck und Hingabe tut, und sich trotz vermehrtem Hinweis "Du singst gerne ??? Warum lernst Du es dann nicht ?" nicht davon abbringen läßt, dann ist es für mich schon fast eine Nötigung.

    Ich habe auf CONS schon viel erlebt. Von wirklich grotten schlechten Leuten bis hin zum potenziellen Profimusiker.


    Aber nichts desto trotz habe ich einen heiden Respekt vor Leuten, die das Selbstbewußtsein haben sich vor vielen leuten hinzustellen und zu singen ... ich kann nämlich nicht singen. Nicht einmal die Bundeswehr oder die Barbarenbande hat es geschaft mich zum Singen zu bewegen .. und das ist gut so.

    Und ichbitte alle Leute, die Singen können mri auf CONS ein liedchen vorzusingen ... aber auch eine Bitte an dei leute, die prinzipiell immer eine ganze Septime daneben singen ... LASST ES SEIN ! ... BITTE ! ! ! !


    Zum Thema Musik : Naja ... für mich ist auf CONS prinzipiell die Zerstreuung und nicht der Literare Anspruch der Musik wichtig. Für mich ist es also prinzipiell egal, ob es sich um reinrassiges barockes Liedgut, oder Irische Volklore handelt. Es sollte sich halbwegs Intime anhören und für etwas Unterhaltung sorgen.


    Gruppen von denen ich nach wie vor Begeister bin und auf die ich mich bei CONS immer freue sind :

    Katzenjammer und die Barbardenbande ...
    Hier kann ich nur sagen. Beide Daumen hoch !
    Immer lustig und vergnügt, bis der *A*R*S*C*H* im Sarge liegt
    Und vergesst nie : Spass ist was Ihr drauß macht !!!

  4. #4
    Encanto (Archiv)
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    @Steffen - weisst du wen ich meine? Du warst auf dem gleichen Con...

    Katzenjammer hat sich ja leider aufgelöst...
    - Hier steht demnächste eine ganz-ganz tolle Signatur -

  5. #5
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    Musik aus der Konserve will ich auf keinem Fall auf einem LARP hören. Da muss schon selbstgemachte Musik her. Heavy Metal ist finde ich auch fehl am Platz. Ob jetzt MA-Musik, Irish Folk oder andere Volkswaisen ist mir egal. Ich würde mich jetzt auch nicht nur auf Europäische Musik festlegen, für mich ist auch orientalische oder afrikanische Musik in Ordnung. Ist schließlich Fantasy und kein historisch getreues MA-Treffen. Wenn also Reisende aus fernen Landen oder Primitive aus irgendwelchen Naturstämmen da sind, warum sollten die also nicht auch andere Musik machen?


    @Encanto: Eigentlich kann man nicht wirklich danebenjaulen, wenn es keinen Referenzton (also irgend ein Instument, das einen Ton oder Akkorde spielt) gibt, sondern nur diverse Trommeln als Bekleitung. Zudem hat diese Bardin keine bestimmte Melodie gesungen sondern einfach vor sich hinimproviesiert, und da sie ein Sopran ist und sehr hoch gesungen hat, mag das beim unbedarften Zuhörer vermutlich auch noch zu zusätzlichen Iritationen geführt haben. Ich würde z.B. auch nicht sagen, dass Operngesang Jedermanns Sache ist.
    Wenn "zivilisiert sein" heißt, dass man geldgierig ist, kein Mitgefühl hat und die Augen für die Schönheit der Natur verschließt, dann bin ich froh, dass ich ein "Barbar" bin.

    >>Zumbis Steckbrief<<

  6. #6
    Ashen (Archiv)
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    Ach ist doch egal, hauptsache nicht aus der Konserve. Im Suff hört sich alle wieder gut an, das ist da mit der Musik so wie mit den Weibern (ihr wisst schon...Nachts sind alle Katzen grau )

    Und wenn es sich mal nicht so toll anhört, dann kann es immer noch zu allegemeinen Belustigung beitragen.

    @Encanto und Schneemann: Ich möchte nur mal an den Pax erinnern. Ich sage nur "Okohhh! Lehle!!!" das war doch ein riesen Spaß.
    Nur ein Soldat der das Blut seines Feindes trinkt ist ein guter Soldat!

    Die verstoßenen Wölfe werden das Rudel wieder vereinen....

  7. #7
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    @Cacador: Die Stimme hat sich überschlagen, ausserdem hats geeiert.... :mecker:
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  8. #8
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    Ich denke, wir sind nicht hier, um über die Gesangskünste der unbekannten Dame herzuziehen, oder jungens? Dem einen mags gefallen, dem anderen nicht.

    Ich für meinen Teil finde, der Spass steht vorn. Wenn ich singen möchte, sing ich eben, ob ich gut singe oder nich (ich singe erwiesener massen nicht gut). Bei manchen Rollen betrachte ich "Falsch-Singen" als zugehörig. Wer nicht mag soll eben wo anders hin gehen.
    Ich kam, sah und rannte weg.

  9. #9
    Dalerin (Archiv)
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    Also zu Thema falsch singen:

    Es ist das eine zu improvisieren - es ist aber etwas anderes, wenn man dabei quer durch alle Tonarten moduliert.

    Mit einer Septime daneben liegen, kann, wenn man das wirklich kann mehrstimmig einen heiden Spaß machen (aber das nur am Rande für den Schneemann und andere Kollegen - Schon mal Distler gehört ? )


    Zum Thema Metal auf Cons....


    "Echter Metal" mit verzerrter Gitarre und so ist natürlich ganz großer Mist auf Cons - egal wie teuer die Orga Q'antal oder In Extremo eingekauft haben.

    Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, sich dieses Liedgutes zu bedienen und in einem anderen Stil zu machen, so habe ich in meinem Repertoire z.B. "Imbecile" von Mike Batt, das von der Unterhaltung der Tarotkarten "der Narr" und "der Magier" erzählt, oder auch "Heart of Steel" beide singe ich als ruhige Balladen in einer Weise wie es bspw. Reinhard Mey oder Don Mc Lean vielleicht getan hätten.


    Es gibt im Aventurischen Hintergrund eine Begründung für Rockige Töne, so zum Beispiel die Zwerge, die die sogenannte "Fels-" oder "Erzmusik" ersfunden haben, deren hämmernde Rhythmen und unsaubere "schmutzige" Klänge das Gefühl des Pickels vermitteln sollen, der im Stollen auf das Gestein trifft.

    Ich will auf gar keinen Fall sagen "das ist Fähntäsieh" und damit das sinnlose Totschlägerargument bringen. Aber wenn es im Hintergrund von weit verbreiteten Rollenspielwelten existert, was ist dann noch dagegen zu sagen ?

    Der Charakter darf es natürlich weiterhin nicht mögen Kunst bleibt ja Geschmackssache.
    Imbecile
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  10. #10
    Cacador (Archiv)
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    Ich will noch ein paar Worte zu der Bardin vom Nögge 04 verlieren, die wie ich finde zu unrecht so schlecht geredet wird.
    Die Stimme hat sich nicht überschlagen und geeiert hat sie auch nicht, das ist Quatsch! Es ist auch nicht so, wie Dalerin vermutet hat, dass sie durch alle Tonarten moduliert hat. Was natürlich noch sein kann ist, dass die Tonart, da sie ja eine Bauchtanzvorführung begleitet hat, mixolydisch oder harmonisch moll war, und das mag für europäische Ohren etwas befremdlich klingen.
    Aber mehr will ich dazu auch garnicht sagen und weitere Diskussionen führen da glaub ich auch auf keinen grünen Zweig. Von daher werde ich es dabei bewenden lassen.


    Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, sich dieses Liedgutes zu bedienen und in einem anderen Stil zu machen, so habe ich in meinem Repertoire z.B. "Imbecile" von Mike Batt, das von der Unterhaltung der Tarotkarten "der Narr" und "der Magier" erzählt, oder auch "Heart of Steel" beide singe ich als ruhige Balladen in einer Weise wie es bspw. Reinhard Mey oder Don Mc Lean vielleicht getan hätten.
    Dann ist das ja auch kein Metal mehr, wenn man nur die Texte nimmt und von der Art her völlig anders spielt. Von daher ist das für mich völlig ok.
    Wenn "zivilisiert sein" heißt, dass man geldgierig ist, kein Mitgefühl hat und die Augen für die Schönheit der Natur verschließt, dann bin ich froh, dass ich ein "Barbar" bin.

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