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Thema: Kernstäbe

  1. #1
    Rabensang
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    Kernstäbe

    Hi Leute. Ich bräucht mal paar Meinungen zum Thema Kernstäbe. Ich will demnächst ein Rapier und einen Anderthalbhänder bauen und möchte dabei die Klingen möglichst dünn haben. Deshalb wollte ich das ganze mit dünneren Kernstäben machen, das Rapier mit 5 mm-Kernstab und den Anderthalbhänder entweder mit 5 mm oder 8 mm Kernstab, da bin ich mir noch nicht sicher.

    Von der Steifheit sollte das vollkommen in Ordnung gehen, der "Standard-1 cm-Kernstab" ist bei nem anderen Anderthalbhänder eigentlich steifer als notwendig, ein Stahlschwert ist da sogar flexibler. Was ich mich jetzt frage ist, ob bei nem Anderthalbhänder 5 mm auch stabil genug ist, sprich, dass der Kernstab nicht bricht.

    Was meint ihr dazu? Habt ihr schon Erfahrungen mit dünneren Kernstäben gemacht oder verwendet ihr nur die Standardstäbe?

  2. #2
    Kamikaze
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    Mit dünneren Kernstäben nimmst du auch einen gewissen Peitscheneffekt der Waffe in Kauf. Zudem sind Stahlwaffen zwar in Querrichtung flexibel, aber in Schlagrichtung sehr steif und stabil. Daher würde ich an deiner Stelle einen ovalen, bzw. rechteckigen Kernstab wählen, damit die Waffe zwar in Querrichtung flexibel bleibt/wird, jedoch im Schlagrichtung gut kontrollierbar bleibt. Soweit ich weiß gab es auch mal Versuche flexible, rechteckige Kernstäbe (ich meine das waren Surf-Latten) für Rapiere zu benutzen, die diese Waffen einerseits stichfähig (weil flexibel) machen sollten, andererseits in Schlagrichtung auch steif genug waren, um damit Schläge abblocken zu können. Wer diese Versuche allerdings gestartet hat und wie sie verlaufen sind kann ich leider nicht mehr sagen.
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  3. #3
    Mario
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    Zitat Zitat von Kamikaze Beitrag anzeigen
    flexible, rechteckige Kernstäbe (ich meine das waren Surf-Latten)
    Fast! Segel-Latte wäre das Stichwort
    Ich würd's auch damit versuchen.

  4. #4
    Rabensang
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    Achso, da hab ich mich vielleicht unglücklich ausgedrückt. Ich spreche von rechteckigen Kernstäben, die 1 cm breit sind, aber sich in der Dicke unterscheiden. Die Schmalseite wird dann in Schlagrichtung eingebaut, so dass der Stab in Schlagrichtung normal steif ist. Nur in Querrichtung wird die Waffe flexibler. Diese Stäbe mein ich: http://www.marketender.de/Webshop/Ma...10x1000mm.html

  5. #5
    Mario
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    Gut, dann sprechen wir ja schon von der selben Idee.
    Wenn ich mich recht entsinne habe ich in meiner ersten Waffe (ein Falchion) einen 8x10er Stab verbaut, da bewegt sich auf geschätze 70-80cm Länge nix seitwärts.
    Ich würd mir einfach beide Stäbe kaufen, als Griff Kreppband drumwickeln und ein bisschen damit rumprobieren. Kosten ja nicht die Welt.
    Übrigens: Du hast ne PN bzgl. Kevlar
    Geändert von Mario (29.10.2014 um 11:31 Uhr) Grund: kevlar

  6. #6
    Rabensang
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    Naja, dass es zu wabbelig werden könnte, darum mach ich mir keine Sorgen. Aber ich hab mal gehört, dass man eine gewisse Mindestdicke nehmen sollte, da irgendwann die Gefahr des Brechens besteht. Ist also die Frage, ob ich für meinen Anderthalbhänder 5mm (sähe besser aus weil flachere Klinge) oder 8 mm (Kompromiss zwischen flacher Klinge und Sicherheit?) nehmen soll.

  7. #7
    Dutch
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    Wenn ich mir beim Kampftraining anschaue, was für Verwindungen und Schockbelastungen unsere Langen Schwerter im Kampf erdulden, dann haben die Kernstäbe darin einiges auszuhalten. Das Beschleunigen zum Schlag lässt die Schwerter im Extremfall krumm werden wie die Halbmonde. Beim Abbremsen und/oder Blocken kommt die gleiche Krümmung in umgekehrter Richtung.

    Bei einer langen und zugleich eher wuchtigen Waffe wie einem Langen Schwert würde ich daher eine kleine Sicherheitsreserve für den Kern einplanen und nicht auf maximale Minimierung gehen.
    Bei einer eher kurzen und schlanken Waffe wie einen Rapier halte ich dünne Kernstäbe für unkritisch. Findige Bastler haben für stichfähige Rapiere auch Reitgerten eingesetzt. Damit ist dann aber wirklich nur noch Fechten und Stechen möglich.

    Tschüs
    Michael
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  8. #8
    Rabensang
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    Naja, als wuchtig seh ich das lange Schwert nun echt nicht an. XD Es ist ja eine ziemlich schnelle, flexible Waffe. Das soll aber auch ein Renaissance-Anderthalbhänder werden, der eher schlank wird.

  9. #9
    Dutch
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    Eine Google-Suche nach "Renaissance-Anderthalbhänder" liefert Ergebnisse, die meiner Ansicht nach jenes Lange Schwert zeigen, welches tendenziell zum Stechen verwendet wird und eine entsprechend lange, schlanke Spitze besitzt.

    Bei LARP-Nachbildungen solcher Waffen wird aus der an sich recht schlanken Schwertklinge durch die Schaumstoffpolsterung immer ein etwas wuchtigeres Ding. Probier einfach aus, ob du mit einem besonders schlanken Kernstab die Klinge deutlich schlanker gestalten kannst. Es kann klappen und dauerhaft stabil sein. Es kann aber auch 'knack' machen, und dann war die Mühe eben für die Katz.

    Um eine mögliche Alternative aufzuzeigen: Die Gebrüder Goldhammer bieten z.B. Rapiere mit sehr schlanken, langen Klingen an. Du kannst z.B. anfragen, ob sie ein Schwert nach deinen Vorstellungen gestalten können, dessen Klinge im vorderen Teil so schlank ausläuft, wie die Rapierklinge. Damit bist du schon sehr nah ein der gewünschten schlanken Form dran.

    Tschüs
    Michael
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  10. #10
    Rabensang
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    Nee, Bauen lassen kommt nicht in Frage. Das ist mir zu teuer und ich will daraus vor allem auch selbst Erfahrung sammeln.

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