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  1. #1
    Tuana
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    Mantel mit Ärmeln und Kapuze

    Hallo zusammen =)
    nachdem wir auf meinem letzten LARP-Wochenende ziemlich ins Wasser gefallen sind, bin ich auf die Wichtigkeit eines guten Mantels aufmerksam geworden.
    Ich würde gerne einen Mantel mit Ärmeln und Kapuze selber nähen (habe so mittelmäßig viel Übung, für meinen letzten Char hab ich zwei Pluderhosen und eine Weste genäht). Idealerweise einen, den man wenden kann (also zweifarbig).
    Hat irgendjemand von euch eine Ahnung, wo ich ein kostenloses Schnittmuster finden könnte? Oder sogar eines an der Hand?
    Liebe Grüße,
    Tuana

  2. #2
    Nount
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    Bei Natron&Soda gibts ein kostenloses Schnittmuster dafür: Robe

    Die ist allerdings nicht gefüttert.
    Ich würde das in diesem Fall so machen: Außenmantel und Innenmantel komplett zusammennähen. Einen auf links drehen und über den anderen stülpen, sodass beide Mäntel mit den rechten Seiten zueinander gewandt ineinander stecken. Dann am unteren Saum, vorne und am Halsausschnitt mit Kapuze zusammennähen, durch einen Ärmel wenden (ich hab bei sowas immer nen Denkstau und bin grad nicht sicher, ob man das durch einen Ärmel wenden kann - wenns nicht geht, zurückwenden und irgendwo eine Wendeöffnung machen ), alles zurechtzupfen und die Ärmelsäume per Hand zusammennähen oder nach innen klappen und mit der Maschine nähen.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  3. #3
    Dutch
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    Stichwort "Durch den Ärmel wenden":
    Ich kenne es so, dass man Torso und Ärmel separat anfertigt. Ist der Torso fertiggestellt (also schon gewendet), dreht man ihn auf links. Man steckt den Ärmel ("rechte" Seite außen) durch sein Ärmelloch und näht fest. Wenn man den Torso wieder auf rechts dreht, ist der Ärmel korrekt vernäht. Man muss dann "nur" noch das Torso-Futter so im Ärmelloch festnähen (Blindstich), dass die Ärmelnaht innen verdeckt ist und ein sauberer Übergang vom Torso in den Ärmel entsteht.

    Stichwort "Wendemantel":
    Einen Mantel, der Wind und Wetter abhalten soll, wirst du außen aus einem entsprechend kräftigen Wollstoff nähen. Innen bietet sich ein leichter Wollstoff als Futter an. Leinen ginge theoretisch auch, hat aber bei einem Wettermantel den Nachteil, zu kühlen statt zu wärmen, und sich schnell mit Feuchtigkeit vollzusaugen.
    Wenn du einen solchen Mantel wendest, hättest du den dicken Wollstoff innen, was sich voraussichtlich nicht allzu komfortabel trägt. Den leichten Wollstoff, der das Wetter eher schlechter abhält, hättest du nach dem Wenden außen. Nach einem Regenguss wäre er durchnässt.

    Ich denke, du wirst bei diesem Nähprojekt an irgendeiner Stelle einen Kompromiss machen müssen:

    Enweder du bekommst zwei Mäntel zum Preis von einem (Wendemantel). Um möglichst viel Tragekomfort auf beiden Seiten zu haben, wirst du dabei etwas weniger kräftige Wollstoffe verarbeiten, was den Wetterschutz des Mantels senkt.

    Oder du machst dir einen kompromisslos guten Wettermantel, der dich auch bei Starkregen und Sturm trocken und warm hält und dir unbeschwertes Spielen auch bei schlechtem Wetter ermöglicht. Hierbei fällt die Idee des Wendemantels flach, weil die dicke Mantelwolle oder Loden der Außenseite nach dem Wenden kein angenehm zu tragendes Futter ist. Die Konstruktion könnte wegen der Materialmenge beim Wenden auch die eine oder andere unangenehme oder nicht gut aussehende Falte werfen.

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  4. #4
    Nount
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    Super Anregungen, danke

    Eine Anmerkung möchte ich noch machen:
    Zitat Zitat von Dutch Beitrag anzeigen
    Stichwort "Durch den Ärmel wenden":
    Ich kenne es so, dass man Torso und Ärmel separat anfertigt. Ist der Torso fertiggestellt (also schon gewendet), dreht man ihn auf links. Man steckt den Ärmel ("rechte" Seite außen) durch sein Ärmelloch und näht fest. Wenn man den Torso wieder auf rechts dreht, ist der Ärmel korrekt vernäht. Man muss dann "nur" noch das Torso-Futter so im Ärmelloch festnähen (Blindstich), dass die Ärmelnaht innen verdeckt ist und ein sauberer Übergang vom Torso in den Ärmel entsteht.
    Jaa, eigentlich hast du Recht.
    Normalerweise mache ich es auch so. Bzw. wenn es kein Wendemantel sein soll, bin ich i.d.R. ganz faul, nähe erst sowohl Ärmel als auch Torso komplett fertig und setze die Ärmel einfach so ein, d.h. man sieht dann die Nahtzugabe.
    Aber: Ich finde es nicht ganz trivial, die Nahtzugabe des Futters so festzunähen, dass es wirklich perfekt aussieht, wenn man das Futter außen trägt - ich mache den Ärmelansatz gerundet, und das muss man dann erstmal faltenfrei hinkriegen beim Umschlagen. Einfacher ist es, Futter und Außenstoff an einer geraden Außenkante (wie eben dem Ärmelende) zusammenzunähen.

    Ist aber einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks.
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  5. #5
    Tuana
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    Jetzt bin ich ein ganzes Stück weiter, danke euch!

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