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  1. #1
    Nevax
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    Larpwaffe mit wechselbarem Kopf

    Hat jemand Erfahrungen damit, eine Larpwaffe mit auswechselbarem Kopf zu bauen?

    Beispiel für die Anwendung: Stab eines hermetischen Magiers (Charakter A) / Helebarde eine Söldners (Charakter B) / Speer eines Legionärs (Charakter C) / Sense eines Bauern (Charakter D)
    Alternative Möglichkeit: Magische Waffe auf einem Magierstab darstellen (Klinge könnte in dem Fall Energieartig sein, und in einem kleinen Ritual vor dem Kampf auf dem Stab angebracht werden)

    Das Grundkonzept (zu dem ich hier Vorschläge / Ideen /Kritiken suche):

    Der "Stab" wird als geschlossene Waffe gebaut.

    Die "Aufsätze" werden mit einem Loch in Größe des Durchmessers der Waffe und einer Tiefe von X Cm an der Unterseite entworfen.

    Nun kann ein Aufsatz auf den Stab gesteckt werden, und man hat eine Passende Waffe. Neue Charaktere die Stangen nutzen benötigen keine neue Waffe, sondern lediglich einen neuen Aufsatz.

    Probleme:
    1) Befestigung: Nur aufstecken dürfte nicht reichen. Hier hatte ich bisher 2 Ideen:
    • Klettverschluss (an der Spitze des Stabes oder um den Stab herum / invers natürlich auch in den Aufsätzen) - die "weiche" Klett-Seite wäre hierbei am Stab (damit dieser auch ohne Aufsatz waffenfähig bleibt, falls dieser bspw. abfällt), die "harte" klett-seite befindet sich in dem Aufsatz. Der aufsatz geht natürlich ab wenn jemand an diesem zieht.
    • Lederbänder - hierbei werden Löcher durch den Aufsatz und den Stab gezogen, die beim Aufstecken aufeinanderliegen. Durch diese wird eine Lederschnur gezogen und verknotet. Nachteil: Lederschnur/Knoten an der Schlagfläche, Fummelig
    • Alternativen/Meinungen?

    2) Haltbarkeit: Mein Gefühl sagt mir, dass ein solcher Aufsatz nicht so Haltbar wäre wie wenn er komplett an der Waffe angeklebt ist. Die Frage ist, wie Dick müsste der Schaumstoff des Aufsatzes sein, und wieweit müsste er über die Waffe gestülpt werden, um eine hinreichende Stabilität (zumindest einige con's) zu gewährleisten?

    Generell: Was sind eure Meinungen / Erfahrungen zu so einem Konzept? Kann so etwas Stabil realisiert werden? Habt ihr verbesserungsvorschläge?

    Hier ein grobes Konzept, dass ich fix in Google Drawings zusammengeklickt habe: Link
    Geändert von Nevax (20.09.2016 um 15:47 Uhr)

  2. #2
    Cartefius
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    Ich würde sagen, die sinnvollste Umsetzung wäre vermutlich ein langes und solides Schraubgewinde aus Metall und eine entsprechene Hülse, so dass man den Kernstab teilt. Dabei würde ich das ganze so anlegen, dass der Kernstab des Aufsatzes länger ist und der des Schaftes versenkt in einem Loch liegt, welches man im auseinandegenommenen Fall mit einem entsprechend aufgesetzten Schaumstoffdeckel sicher verschließen kann.

  3. #3
    Besserwisserboy
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    Frage: Hast du schon einmal eine Larp-Waffe gebaut?
    Deine Befestigungsmethoden sind aus meiner Sicht nicht tauglich, da der Kopf beim Kämpfen wahrscheinlich abgehen würde, da sich Waffen auch mal verhaken.
    Verschrauben wie es Cartefius vorgeschlagen hat wäre besser. Aber auch da sehe ich Probleme. Ein normaler Waffenkernstab ist jetzt nicht so sonderlich dick. Würde man ein Gewinde reinschrauben, würde dieses wahrscheinlich bei starker Beanspruchung irgendwann ausbrechen, es sei denn es wird mit einer Metallhülse (wie er beschrieben hat) verstärkt. Dies würde ich aus Sicherheitsgründen aber an einem Waffenkopf nicht anbringen. Ich habe von zusammenschraubbaren langen Piken gehört. Da wird diese Technik aber nur im Mittelteil verwendet.
    Also lieber mehrere verschiedene sichere Waffen kaufen als eienn unsicheren Universalkern mit verschiedenen Aufsätzen. Generell sind Larpwaffen ja in den letzten Jahren immer billiger geworden.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  4. #4
    Kamikaze
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    Larpwaffen sind beim Einsatz ertaunlich hohen Belastungen ausgesetzt (man denke da nur an das Hebelgesetz und die Kollisionsmechanik).
    Da wird jeder Klettverschluss sehr schnell versagen.

    Eine Metallhülse, die stabil genug wäre, um eine entsprechende Gewindestange auf zu nehmen bringt jedoch ein deutliches Mehrgewicht mit, was die auftretenden Kräfte drastische erhöht, obgleich man diese ja (für den Spielpartner und dessen Equipment) üblicherweise eher so gering wie möglich halten will.

    Dazu kommt, dass LARP-Waffen bei halbwegs regelmäßigem Gebrauch schnell Verschleißspuren entwickeln.
    Kombinierst du also einen "alten" Stab mit einem im Vergleich neuwertigen "Kopf", sieht das schnell unglaubwürdig aus - zumal LARP-Stangenwaffen häufig gerade am "Fuß" (also da, wo die Waffe auf dem Boden aufgesetzt wird) am schnellsten verschleißen.

    Insofern bin ich bei Besserwisserboy: Mehrere Waffen schaffen dir die meisten Probleme vom Hals und sind sicher automatisch und stabil.
    Falls du selber LARP-Waffen basteln willst: schau dir auf jeden Fall die aktuelle Bauweise in Sachen Spitzensicherung und Schaumstoffstärken (und -Typen) an, damit die Waffen später nicht für Frust oder Verletzungen verantwortlich sind!
    Geändert von Kamikaze (22.09.2016 um 05:07 Uhr)
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  5. #5
    Kelmon
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    Ich hatte einmal Wurfspeere mit abnehmbaren Köpfen gebaut, mit dem Gedanken, daß diese schneller verschleißen als der Schaft. Befestigung war eine einfache Steckverbindung (Elektroinstallationsrohr und herausragende Heißkleberstange), die nur leicht mit Tape gesichert war - aufgrund der Einsatzart war keine festere Verbindung nötig. Letztendlich mußte ich aber erkennen, daß es unöntig war. Beides nutze sich gleich ab, ich habe nie einen Kopf ersetzt, die Verbindung machte doch hier und da Probleme durch herausfallende Köpfe - und den nächsten Satz habe ich darum gleich in einem Stück angefertigt.

    Ob es sich darum lohnt, solche Aufsätze zu bauen, bezweifle ich etwas - der Aufwand für eine solche Befestigung (in "gut und sicher") könnte durchaus über dem liegen, was es Dich an Zeit kostet, mehrere Stäbe zu formen und zu latexen, gerade wenn Du es in Serie tust. Dazu kommt eben, daß Du bei komplett individuellen Waffen z.B. den Magierstab hübscher gestalten könntest als den Stab der Bauernsense.

    Was die Befestigung angeht würde ich von Klett komplett abraten - das wird nie und nimmer lange halten. Den Aufsatz anbinden würde evtl. gehen, wenn die Überlaappung der Teile groß genug ist und sauber gearbeitet wurde, und vor allem an beiden Teilen gute Befestigungspunkte vorliegen. Also idealerweise Bänder, die aus beiden Teilen herausragen und mit dem Kernstab selbst verbunden sind. Auch hier aber die Gefahr, daß sich bei häufigem Kampfeinsatz die Befestigung löst oder gleich ausreißt (d.h. bei Magierstab und Sense ist das vielleicht noch drin, wenn diese Gegenstände mehr als Deko als zum Kampf getragen werden, bei Hellebarde und Speer eher weniger).

    Cartefius' Befestigungsmethode halte ich für am vielversprechendsten, muß aber genau gearbeitet werden, und hat eben auch das Problem des möglichen Ausreißens der Gewinde im Worst Case. Ich kenne diese Methode wie Besserwisseboy auch eher aus dem Mittelteil als dem Endteil der Waffe.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Hubert
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    Freyhand verkauft Stangenwaffen mit wechselbarem "Oberteil", vermutlich mittels dem von Cartefius genannten Konzept: https://www.freyhand.com/de/stangenwaffen/

  7. #7
    Langer
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    Ich habe einige der Freyhand-Stangenwaffen schon erlebt, aber leider das Gewinde nicht näher in Augenschein genommen. Ich glaube, ein großer Knackpunkt bei denen ist, dass die Verbindung in der Mitte der Stange und nicht unterhalb des Kopfes sitzt. Somit ist das Gewinde schon mal nicht da an der Waffe, wo man typischerweise den Mitspieler trifft, und außerdem bewirkt extra Gewicht in der Mitte der Waffe keine so hohe Steigerung der Schlagwucht wie Gewicht am Waffenkopf.
    Geändert von Langer (24.09.2016 um 18:03 Uhr)
    Dummheit wird mein Henker sein.

  8. #8
    Naramag
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    Dunkelart verkauft auch einige solcher Waffen, speziell Magierstäbe oder so. Ich glaube, auf deren Blog wird auch erläutert, wie das funktioniert.

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