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  1. #11
    Allasdair MacManner
    Allasdair MacManner ist offline
    Alter Hase Avatar von Allasdair MacManner

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    Wenn du Kriegeroptik willst nimm lieber nen Gambeson.

  2. #12
    Tee
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    Alter Hase Avatar von Tee

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    Nochmal lass den Schleier beim Kampf weg -> ist unpraktisch, behindert die Sicht + die Atmung und lässt dich sofort in die Schublade des möchtegerncoolen Anfängers, den man besser ignoriert, rutschen. Wenn Schleier dann denk dir einen anderen kultischen Grund dafür aus. Da deine Vorlage eh kaum jemand kennt sollte das doch kein Thema sein.

    Vielleicht befestigst du vor einem Kampf ein langes dünnes Tuch in leuchtend rot oder blau an deiner Kopfbedeckung das den Lebensfluss symbolisiert. Solange es weht ist alles ok wenn es sich nicht mehr bewegt wird jemand als tot/ entseelt/wasauchimmer angesehen.

    Oder weil die unterschiedliche Clans angesprochen hast: zwei Tücher in unterschiedlichen Farben : Je nach Farbzusammenstellung ein anderer Clan.
    Wenn du dir da was stimmiges einfallen lässt erzeugst du sehr viel mehr Spielspaß als wenn du nur die vermummte Tötungsmaschine darstellst.

    Du könntest z.B. einen Ritter dessen Wappenfarben die eines gegnerischen Clans sind, immerzu verdächtigen Angehöriger des Clans zu sein oder in "beleidigen" in dem du ihm deren Feigheit unterstellst etc.pp. Das ist etwas mit dem du kommunizieren kannst, Teil einer anderen Kultur zu sein. Damit kannst du mit anderen interagieren.
    Geändert von Tee (22.06.2017 um 07:06 Uhr)

  3. #13
    LarpTroll
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    Neuling Avatar von LarpTroll

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    Seit wann ist denn "unpraktisch" ein Killerkriterium für historisch verbürgte Larp-Gewandungsteile? Beim geschlossenen Ritterhelm rät auch keiner wegen schlechter Sicht und Atmung davon ab. Als Hinweis ist das ja ok, aber deshalb davon abraten? Ob er das ertragen will, weiß der Träger vermutlich besser. Die Orientalen haben nunmal Schleier. Der filtert den Wüstensand und die Luftfeuchtigkeit zwischen Mund und Schleier verhindert das Austrocknen der Atemwege und man nahm den Schleier nur selten ab. Man muss die Nutzungshoheit über die Verschleierung ja nicht den Pappnasen überlassen. Gibt es denn IT wirklich so viele Schleiermeuchler, als dass da eine feindliche Einstellung entstehen kann oder beruht die auf dem OT-Wissen über Computerspiele, die der Charakter IT gar nicht kennt?

  4. #14
    Rabe
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    Grünschnabel

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    Es gibt durchaus ein paar Leute, die Aiel im Larp bespielen. Immerhin ist das Rad der Zeit ein sehr bekannter Romanzyklus - zumindest unter Fantasyfans.
    Da die Kultur der Aiel stark von der des im Larp häufig anzutreffenden Grobmitelalters abweicht, rate ich dazu das Konzept mit einer Gruppe anzugehen, oder sich einer bestehenden anzuschließen. Dadurch hat man mehr Raum zur Kulturdarstellung. (Siehe auch http://wot.wikia.com/wiki/Aiel) Leider habe ich keine Kontakte, aber Du könntest es übers Ning versuchen, wo sich auch weitere Vorlagen und alternative Interpretationen zum von Dir verlinkten Bild finden lassen. http://larper.ning.com/photo/sprunga...e?context=user

    Aiel kämpfen mit Wurfspeeren und (kleinen) Rundschilden oder - alternativ - mit Bögen.
    Wenn das zu viel Bewaffnung wäre, dann müsste man die Hälfte des deutschen Larps entwaffnen.
    Das ist nebenbei bemerkt auch weniger als viele historische Kämpfer mit sich herumschleppten. (z.B. römische Legionäre mit scutum, gladius und pila;
    Ritter mit Lanze, Schild und Streitaxt etc.)
    Wenn Du nach einem historischen Vorbild für eine Bewaffnung und Kampfweise ähnlich der der Aiel suchst, wirst Du bei den antiken Peltasten fündig werden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Peltast
    Auch hier habe ich schon erfolgreiche Umsetzung im Larp gesehen.

    Ob und welche Rüstung getragen wird ist in erster Linie kultur- und standesabhängig.
    Viele Kämpfer kommen ohne Rüstung daher: Musketiere, Nordleute auf Kaperfahrt ("Wikinger") oder die erwähnten Peltasten.
    Tatsächlich kann eine Rüstung aber dazu beitragen, den Kämpfereindruck zu verstärken. (Ich selbst bin ein Fan von Jazerant/Kazaghand Rüstung für Orientale - in Stoff vernähtes Kettengeflecht. https://myarmoury.com/images/features/pic_mail14.jpg) Allerdings würde ich immer erst mit der Gewandung anfangen.

    Für das Binden von Kopftüchern und Schleiern gibt es genug Anleitungen im Netz.
    (Ich würde allerdings ein monofarbenes nehmen und kein Palituch, wie es in diesen oft verwendet und in Läden verkauft wird.)
    Das Mundteil eines Kopftuches kann man nach Bedarf einfach hochziehen und wieder herunterschieben, eben so wie es auch gegenwärtige Wüstenvölker (-> Beduinen) tun.
    Ein zweites Tuch, speziell für den Mund ist dafür nicht unbedingt nötig.

    Und sei beruhigt: Es ist im Fantasylarp durchaus erlaubt und üblich Fantasycaraktere zu spielen, auch ohne das einem gleich der Kopf eingeschlagen wird.
    Das gleiche gilt für orientalische Charaktere (egal ob fantastisch oder gegenwärtig).

  5. #15
    Gerwin
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    Ein Ritterhelm gibt (anders als ein Mundtuch) auch im typischen Larpschlachtfeld Sinn. Er schützt. Während das Mundtuch in der Wüste vielleicht noch Sinn ergeben würde (und bei extremer KÄLTE trägt mein Wikinger etwas ganz ähnliches) tut es dass eben auf dem üblichen Schlachtfeld nicht. Mal ganz davon abgesehen dass es nun einmal DASS Assasinenklischee (auch im Larp) bedient.

    Und jetzt die große Frage: Warum sollte ich so einen Charakter IT leben lassen.

    Mach dir vielleicht erstmal bewusst, dass du einen Charakter wie im Buch nicht spielen kannst. SO verbreitet ist das Buch dann eben doch nicht. Gegen orientalische Charaktere spricht nichts, hier stellt sich aber tatsächlich die Frage einer Verschleierung AUSSERHALB einer Umgebung bei welcher der Schleier Sinn gibt. Sicher kann man jetzt sagen "ist halt Heimatklischee", aber mein Wikinger läuft ja auch nicht bei 40 Grad im Schatten mit dem Fellmantel rum.

    WENN du so etwas darstellen willst (bzw. etwas dass in die Richtung Wüstenvolk geht) und unbedingt den Schleier nutzen, dann rate ich zu etwas dass auch OT funktioniert. Religiöse/Glaubensfragen. Dann aber bitte weitgehend durchgehend. Ein Charakter der sich nur im Kampf sein Tuch vors Gesicht zieht ist und bleibt für mich IT nicht vertrauenswürdig.

    Es geht auch nicht alleine darum mehrere Waffen zu tragen, sondern um die sinnvolle Anordnung. Gegen Wurfsperre spricht zb. aus meiner Sicht, abseits von Sicherheitsproblematiken, nichts. Aber die trägt man nicht in der gezeigten Form auf dem Rücken. Die gezeigte Form (mehrere Wurfsperre auf dem Rücken, Tuch vorm Gesicht, fynsterer Blick) soll eindeutig in die Assasinnenrichtung gehen.

    Es ist im Fantasylarp durchaus erlaubt und üblich Fantasycaraktere zu spielen, auch ohne das einem gleich der Kopf eingeschlagen wird.
    Ich weiß. Gilt auch für Drow, Halborks und Dämonen(paktierer) und ähnliche "yck byn gar boese" Wesen. Weil man eben keine OT Tränen will und keine Lust auf "haha, ich hab Schutz" Ansagen hat. Nicht weil es kluge Konzepte sind.

    Nur noch einmal zur Klarstellung: Ich habe nichts gegen Orientalen. Auch nicht gegen Fantasyorientalen. Oder gegen Kämpfer ohne Rüstung. Im Gegenteil. Letzterer sollte sich eben nur bewusst machen, dass er nicht der fynstere Elitekrieger irgendeines Buches ist, sondern in der Regel schnell zu sterben (bzw. schwer verletzt zu sein) hat. Ich bespiele sowas. Es muss dir nur bewusst sein, dass die 1,5 Stunden Endschlacht mit etwas Pech für dich nach 30 Sekunden endet.

    Gruß

    Gerwin
    Erstmal danke ich für die wirklich tollen Tipps und ich werde mich schon bald an die Arbeit machen trotz der Hinweise keinen Schleier zu verwenden würde ich Ihn gerne dennoch verwenden da er ein sehr wichtiger Teil der Kultur ist es wird bei dem Volk der Aiel nämlich als Frevel angesehen jemand unverschleiert zu töten
    Klassischer Denkfehler. Eine vorgegebene Kultur rechtfertigt gar nichts. In den meisten historischen Kulturen (und ja, auch die "emanzipierten Wikinger") geht man heute beispielsweise davon aus, dass die Frau in irgendeiner Form als Besitz des Mannes galt. Das ist durchaus ein kulturell wichtiger und sinnvoller Bestandteil. Wenn er aber nicht passt, lässt man ihn halt im Larp weg. Da sind wir recht tolerant .


    Vielleicht noch mal zur Klarstellung:

    AUSSCHLIESSEN will ich das Konzept nicht. Eingegliedert in eine sinnvolle Familien/Sippenstruktur die eben über "ick bin kewl und kämpfe mit Mundtuch" hinausgeht, KANN sowas gut funktionieren.
    Geändert von Gerwin (22.06.2017 um 12:00 Uhr)

  6. #16
    Dalamon
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    was ich ja gerne sehen oder selber machen würde, wäre die im Roman beschriebene Kampfweise der Aiel: ein Köcher voll Wurf-/Stoßspeere und ein Buckler. Ich kann mir nur nicht vorstellen, wie sich das im LARP realisieren lässt...
    statt dessen ein (normal)langer Speer in zwei Händen ist - gerade für leicht- bis nicht-gerüstete Krieger - sicher praktikabler.
    Zum Schleier: ich hatte als NSC mal so'n Tuch vor'm Gesicht in der Endschlacht. Spätestens, als es von der Atemfeuchtigkeit durchnässt war, war das eine echte Atemsperre. War aber auch das Halstuch, das ich sonst aufm Moppet trage. Daher würde ich Dir ein sehr leichtes, luftiges Tuch als Schleier empfehlen.

    liebe Grüße,
    Dalamon

  7. #17
    Cartefius
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    Ich finde das Konzept nicht besonders problematisch. Ein "Kill on Sight" für vermummte oder zwielichtig aussehende Charaktere habe ich in bald zwanzig Jahren Larp noch nie erlebt. In der Praxis erlebe ich eher das umgekehrte Extrem, dass sich auch um offensichtliche Finsterlinge niemand schert (obwohl es eigentlich unlogisch ist), ganz einfach weil das so ein unglaublich beliebter Anfängercharaktertypus ist. Bei dem Kostüm ist meiner Ansicht nach auch der Finsterling-Eindruck nicht so stark, immerhin ist es nicht rotschwarz mt Nietenleder und Wurfdolchen.

    Nachteilig ist höchtens: Wer wie ich den Hintergrund kennt weiß, dass dort die Aiel als mordsgefährliche Super-Krieger, die Härtesten der Harten etc. beschrieben werden, das ist ein Anspruch, den man im Larp nur schwer umsetzen kann und der bei mir doch ein bisschen Augenrollen auslöst.

    Zur Darstellung: Wenn ich mich richtig erinnere, haben Aiel in der Vorlage immer rote Haare, hast du rote Haare bzw. hast du vor, die Haare zu färben? Was die Klamotten angeht würde ich, anders als auf dem Bild, keine aufwändigen Renaissance-Schnitte, Knöpfe und ähnliches verwenden. Ich erinnere mich an die Aiel als stark rationierte, nüchterne Mangel-Gesellschaft, deswegen würde ich das auch in der Klamotte umzusetzen versuchen: Wenig Metall, wenig Schnickschnack, alles sehr rational und reduziert. Als Verschlüsse würde ich dann vielleicht einfache Stoffbänder nehmen, auch gerne aus dem Bekleidungsstoff genäht, entweder auf beiden Seiten befestigt und miteinander verknotet oder auf der einen Seite durch ein Knopfloch geführt und dann zu einem Knoten gemacht. Auch Flechtmuster könnte man gut als dekoratives Element einsetzen.
    Für die Stoffe würde ich welche mit interessanter Textur nehmen, also z.B. mit eingewebten einfarbigen Mustern, z.B. Leinen, Wolle, Baumwolle, aber nichts allzu feines. Eine gute Methode könnte da sein, weiße Stoffe aus der orientalischen Richtung zu nehmen, und diese selber in verschiedenen Sand- und Grautönen einzufärben. Ich fände es reizvoll, hier viel mit unterschiedlichen Materialien und übereinander gewickelten Stoffschichten, aber dabei Ton-in-Ton zu arbeiten, so dass die unterschiedlichen Texturen gut zur Geltung kommen. Ein Beispiel in der Richtung, wobei ich die Schnitte etwas einfacher und die Farbe etwas blasser halten würde:
    https://4.bp.blogspot.com/-GGGDpCGrR...%2Bcostume.jpg

    Das mit dem schwarzen Tuch ist etwas vorbelastet, aber meiner Ansicht nach machbar. Gerade wenn das restliche Kostüm hochwertig und frei von Schwarz ist, könnte das als besonderes Feature klappen. Ich würde dann das Tuch aus besonders hochwertigem Stoff, z.B. dünner Seide, machen, damit man sieht das das nicht das Standard-Piratentuch der Billig-Larp-Meuchler ist.

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