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  1. #1
    Kamikaze
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    Episch kochen? Ja Bitte!

    Hallo zusammen!

    Ich möchte dieses Jahr meine In-Time-Kochstelle nochmal aufrüsten.
    Dreibeine, Querträger und Co sind kein Problem. ABER an einem ordendlichen Bratenspieß verzweifle ich bisher noch.

    Was muss das Teil können?

    > Ich würde das Teil gerne groß genug dimensionieren, dass ich auch mal ein Ferkelchen (~max 40kg) braten kann.
    > Eine Dreh-Vorrichtung ist Pflicht, da ich sicher keinen Freiwilligen finden werde, der das Schweinchen mehrere Stunden lang von Hand dreht.*
    > Es muss Höhenverstellbar sein, zur Temperaturregelung.**
    > Die Vorrichtung muss ambientig aussehen (nicht stören).
    > Die Vorrichtung sollte nicht all zu schwer (max. 80kg) und halbwegs platzsparend verstaubar bzw. verladbar sein (hierzu sollten möglichst keine Werkzeuge notwendig sein).

    *) Hier dachte ich bisher an einen Elektromotor, der von einer Autobatterie mit Spannungswandler versorgt wird. Das Ganze würde natürlich entsprechend mit Holz, etc. getarnt, dass es hoffentlich nicht zu arg stört. Eine Kurbel ist für den Stil und den Fall, dass der Strom ausgeht natürlich Pflicht. Auch Drehvorrichtungen nach dem Uhrwerks-Prinzip habe ich schon gesucht, aber diese sind nicht nur unfassbar teuer, sondern meist auch sehr schwer.

    **) Hier überlege ich noch, ob ich die Feuerschüssel (die ich vermutlich selber machen werde) oder lieber den Braten bewege... Evtl könnte man die Feuerschale ja an ein Ketten-Konstrukt hängen, das höhenverstellbar ist... Oder doch lieber ein Flaschenzug, der den Spieß samt Motor und Schwein hebt...?

    Würdet ihr den Spieß lieber aus Holz machen (kann vergleichsweise leicht ersetzt werden, und sieht sicher ambientig aus), oder lieber aus Metall (Edelstahl will ich eigentlich vermeiden, blanker Stahl rostet stark; beides ist in entsprechenden Dimensionen ziemlich schwer)?



    Wie würdet ihr an dieses Projekt heran gehen? Habt ihr schon pfiffige Lösungen gesehen, oder sogar Fotos?
    Vielen Dank schon mal!
    Geändert von Kamikaze (09.01.2018 um 15:41 Uhr)
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  2. #2
    oliverp
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    Aloha,

    also 40kg ist echt eine Ansage und 2,5 Tage Daueraufischt auf nem Grill, normalerweise ist bei 20kg eher Schluss für so Mobiles. Vorallem brauchst du auch einen Hitzereflektor ab 10kg Grillgut zusätzlich, bei nem Ferkel schon bei weniger und sowieso (wegen Karkasse und unterschiedlichen dicken Schichten).

    Für 20KG daher (und das dauert schon 18-20 Stunden mit Vorbereitung und co):

    Ganz spontan denke ich an eine Konstruktion ähnlich eines improvisierten Smokers aus einem (unverzinkten) Metall-Faß - nur zu eben mit einem halben Deckel zum klappen (also ein 3/4-Faß, oder besser 4/5).
    "Verstärkungen" für die Optik aus dickem Blech, mit echten oder falchen Nieten. Stehunterbau bin ich mir nicht sicher, ob Holz das aushalten kann und dann würde es ggf schwerer.

    -Höhenverstellbarkeit ist dann kein Problem dank Flex.

    -Motoren dazu gibt es dazu auf jeden Fall, weil selbst schon gesehen, auf welcher Basis mag ich jetzt aber nicht ins Blaue recherchieren.

    -Ambientigkeit: Motor in einen Anbau, alles einbrennen.

    -Spieß definitiv aus Metall und mit festen Kerben für Haltespangen/gabeln. Schon ab 1 Kilo bekommst du immer eine Unwucht bei einem Grillgut, dass du sonst nicht ausgleichen kannst - deshalb futtern die in den Büchern seit HdR auch immer nur magere Kleinsthasen

    Hoffe das hilft oder gibt Anstöße.

    SG
    Oliver
    Geändert von oliverp (10.01.2018 um 06:52 Uhr)
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  3. #3
    Tesla
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    Wir haben mal aus eckigen Metallrohren uns einem an KLetten hängenden halben 100l Faß einen demontierbaren Spanferkelgrill gebaut. Der Spieß war aus Edelstahl, da würde ich auch kein anderes Material haben wollen. Aber auch bei dem Gerät war so bei 25kg Schluss.

  4. #4
    Tee
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    noch ein zwei Anmerkungen:
    zu ** Ich würde aus Sicherheitsgründen immer den Braten und nicht die Feuerschüssel bewegen. Ersten wird das Dingens heiß, zweitens ist die Gefahr des Umkippens umso höher je höher es steht bzw. während des Herumhievens.....
    Den Spies würde ich so lagern dass man ihn mit Manpower höhenverstellen kann, ohne aufwendige Flaschenzugkonstrukte. Max. 40kg + Spies dürften für zwei gestandene Rittersleut doch auch vor dem Essen kein Problem darstellen. Einmal Hauruck und der Braten brutzelt eine Ebene höher....

    Für Familienfeiern haben wir auch schon einfache Kammbraten ( so ca. 4 Stück) auf einen Vierkantpfosten genagelt und überm Feuer gedreht - geht auch Holz macht die Sache halt noch schwerer. Das Ferkel sieht halt epischer aus, braucht aber ewig bis es durch ist und man hat einen Haufen Knochen und Zeugs das keiner mag....

    Im Grill+ und Metzgerbedarf gibt es aber schon fertige Spieß+ Motorlösungen für unterschiedlichstes Geld und Ansprüche - hat dich da nichts angesprochen?
    Sowas für kleinere Sachen (ja ist häßlich) aber man kann sich die Dimensionen abgucken oder den Spieß ersetzen... und dieser Motor schafft sogar bis 40 kg
    Hier noch ein schönes Bild zur Inspiration. Den freundlichen Herren kannst du ja noch durch den getarnten Motor ersetzen

    Ich bin gespannt was ihr euch austüftelt und will Bilders sehen

  5. #5
    Tee
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    absolut episch wäre natürlich eine mannshohe Tretmühle neben der Küche nach dem Motto: "brate + arbeite"
    Hält den Troß fit und den Braten saftig
    (ist natürlich nicht ganz ernst gemeint )

  6. #6
    Kamikaze
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    Einen Smoker (oder ein ähnliches, Tonnenförmiges Konstrukt) ist mir zu Platzraubend. Da ginge ja fast 1/3 des Anhänger-Volumens nur für die Tonne drauf...
    Ich dachte an dieses Brat-Prinzip: https://www.grillsportverein.de/foru...h-angst.89153/
    Wenig Technik, wenig "umbauter Raum" und zerlegt (hoffentlich) halbwegs platzsparend.
    Hitzereflektor ist natürlich ein Punkt, aber da muss ich noch in mich gehen, ob mir da eine Idee für eine klappbare Variante aus Alu kommt, die wenig Platz braucht beim Transport.

    Der Motor ist natürlich ein Spitzentipp, Tee! Danke dafür!
    Bisher habe ich Motoren in dieser Leistungsklasse nur für 230V gefunden. Ohne den Wandler wird hoffentlich auch der Energiehunger geringer, und eine handelsübliche Autobatterie hält dann den ganzen Brat-Tag durch.

    Für den Spieß plane ich für den Anfang mal "Zweigleisig": Zum Einen werde ich einen Edelstahl-Spieß für Kleinzeug (z.B. Hühnchen oder so), und einen für etwas größere Stücke (z.B. Haxen, kleine Spanferkel) machen. Für die große Sau favorisiere ich momentan einen Holzspieß, weil man da das Tierchen bzw. dessen Extremitäten einfach "annageln" kann - also mit den Befestigungen flexibel ist.
    Evtl packt mich auch die Schmiede-Wut, und ich haue mir selbst ein paar Spieße zusammen. Diese müsste ich dann halt hitzebeständig und lebensmittelecht lackieren oder einbrennen...

    Manpower für die Höhenverstellung ist natürlich immer eine Lösung. Vermutlich wird es auch darauf hinaus laufen, aber evtl fällt ja noch jemandem eine elaboriertere (epischere und trotzdem praktikable) Lösung ein.

    @Oliverp: Höhenverstellung mit der Flex klingt interessant, aber ich glaube dafür gewinne ich keinen Ambiente-Preis...

    @Tee: Tretmühle wäre mega! Leder auch ein Teil, das zu viel Stauraum frisst. Ich brauche doch noch mal nen LKW...

    Danke soweit mal für eure Tipps! Dann kann das Bastel-Jahr ja kommen.
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  7. #7
    oliverp
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    Ja, meine Meinung dazu ist wirklich "es kann gut werden oder ambientig". Einfach über ne Kohlegrube, wird auch irgendwann innen gar, nur was dann mit Außen ist... mußt du für dich entscheiden und kaum jemand meckert über geschenktes Essen. Spaß werden die Leute so oder so dabei haben.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  8. #8
    Eddie
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    Beim Verwandtenbesuch habe ich viele selbstgebaute Stände gesehen, auf denen Ferkelchen gebraten wurden. Auch mit Motor - das man trotzdem dran bleibt, ist ja klar. Das Bild von Tee finde ich so schon ganz klasse - die einzelnen Holzteile kann man super auf- und abbauen.

    Wenn jemand neben dem Ferkel sitzt und drauf aufpasst, muss man auch nicht wirklich die Höhe verstellen, man kann auch die Kohlen flacher ausfächern. Allerdings erfordert das ein gutes Auge. Mein Onkel hat das Schwein selbst nie direkt über den Kohlen gebraten, sondern links und rechts zwei flache Haufen gehabt, die er nach belieben etwas mittiger oder etwas weiter weg verschob. Das braucht dann aber auch eine entsprechend größere Schale.

    Es gibt spezielle Metallgabeln (so nenne ich sie mal), mit denen man das Ferkel schön spreizt, um es schneller und gleichmäßiger zu braten. Leider sehen die immer sehr modern aus, und man kann es nicht mehr befüllen.

    Mehr weiß ich nun auch nicht. Ich wünsch dir aber viel Erfolg dabei! Lechon (Ganzes Ferkel) ist einer meiner Leibspeisen. Und wenn du später eine super Anleitung hast *hust hust* würd ich gern einen Blick draufwerfen *winkt mit dem Kochlöffel*
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

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