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  1. #1
    KeksKatze
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    Beratung für Druckplatten und Spielkarten gesucht

    Hallo,

    ich würde gerne einen Charakter spielen, der Spielkarten druckt und verkauft. Ich bin mir allerdings noch etwas unsicher wie ich die ganze Sache angehen soll.

    Bisher plane ich Linolplatten entsprechend zu schnitzen (für die Motive habe ich schon jemand künstlerisch begabten gefunden, der mir hilft). Ich habe bereits mehrmals mit Linolplatten gearbeitet, weshalb es in dieser Hinsicht keine größeren Probleme geben sollte. Was mir Sorgen macht ist inwiefern die Platten ins Ambiente passen, da ich das Kartendrucken auch sehr gerne In Game ausspielen würde.



    Die Vorderseite ist nach ein paar Drucks vermutlich recht schwarz, selbst wenn man sie abwäscht. Außerdem hat Linol ja auch eine dezente, braune Farbe, die sich leicht mit Holz verwechseln lässt. Ich hoffe also, dass das passt. Aber bei der Rückseite sieht es anders aus. Habt ihr irgendeine Idee wie man das ganze kaschieren könnte? Oder ist der Sackstoff in Ordnung?

    Ein anderes Problem ist das Auftragen von Farbe. Ich nehme mal an, dass Gummi-Roller nicht ganz in ein mittelalterliches Setting passt. Aber was soll man als Alternative nehmen? Ich habe bisher über Pinsel oder eventuell auch einen Schwamm nachgedacht (ich habe alte Naturschwämme, also kein neongelber Spülschwamm). Meint ihr das klappt? Oder hab ihr eine Idee was man da tun könnte?

    Die Karten selbst sollen ja halbwegs fest sein, darum dachte ich an auf alt getrimmtes Tonpapier.

    Nun zu meiner letzten Frage: Meint ihr irgendwer kauft die Karten auch? Mir geht es da jetzt gar nicht ums Geld, ich würde sie auch sofort für real wertlose InGame Währung verkaufen. Mich würde nur interessieren ob ihr meint, dass man damit mit anderen ins Spiel kommen.

    Die Kartenmacherin wäre mein erster Charakter, also habe ich noch ziemlich wenig Ahnung von dem Ganzen und hoffe das ihr mir ein wenig weiterhelfen könnt.

    Danke schonmal im Voraus

  2. #2
    Serk Vastatio
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    Die Konzeptidee finde ich gut.
    Ambientige Karten findet man eher seltener auf Cons in der Taverne, meistes eher Würfel.
    Der Prozess der Herstellung als Spiel finde ich schön.

    Wobei ich mir vorstellen kann, dass durchaus Fragen aufkommen könnten.
    Früher mussten Spielkarten von Siegeln der örtlichen Gilden gestempelt werden (Ass oder Bube im Stapel).
    Außerdem kann es durchaus sein, dass Leute ein eigenes Design anfragen (Aufträge) ;-)

    Mit dem Lino sehe ich kein Problem.
    Farbe aufrollen kann man ambientig verpacken.
    Auch die ersten Buchpressen wurden ja bestrichen -
    vielleicht da mal nach historischen Werkzeugen gucken.

    Denke schon, dass frisch gedruckte Karten sich IT verkaufen lassen.
    Vor der Con gefertigte eher seltener, denn dein Verkaufsargument wäre vor allem das Erlebnis der Herstellung,
    die deine Karten besonders macht.

  3. #3
    Tee
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    Finde ich eine schöne Idee.

    - Du könntest die Linolplatten auf ein Brett kleben dann ist der Rücken verdeckt.
    - zum Auftragen wurden früher eine Art "Stempel" verwendet (sieht man hier diese Dinger die der Mann rechts an der Presse in der Hand hält). Wikipedia schreibt dazu dass man hierfür Rosshaarballen mit Kalbs- oder Hundeleder umwickelte. Sowas könntest du dir auch selber bauen: Ich würde mir hierfür so einen Stopfpilz aus Holz besorgen für den Griff, dann mit etwas Füllmaterial (Duschschwamm, Schafwolle oder ähnliches) den Kopf etwas aufpolstern/ verbreitern und das ganze am Schluss in einen Lederrest einschlagen und die Enden am Stiel mit etwas Schnur oder Lederband festwickeln.
    - nur Tonpapier ist zu labberig für Spielkarten. Hierfür solltest du eher zwei-bis drei Lagen Papier (je nach Größe deiner Karten) nach dem Druck zusammenkleben. Vielleicht ist hierfür auch eine kleine Pflanzenpresse schön ambientig. Und du kannst auch gleich eine schöne Rückseite drucken.
    - Das kannst du auch gut für Aufträge nutzen: Da es ja sehr aufwendig ist die Platten für die Vorderseite herzustellen, könntest du dir für die Rückseite ein Motiv z.B. mit einem Rahmen in der Mitte ausdenken. Die Standardausführung kann dann leer bleiben und für individuelle Wünsche kannst du in diesen Rahmen noch ein Motiv, ein Wappen etc. einfügen. ggf. mit einem kleineren Stempel den du dir ja auch mit Linolschnitt zurechtschneiden kannst.
    - ich denke schöne handgemachte Karten finden durchaus Käufer, das kommt halt immer auch ein bischen auf die Größe und Klientel der Con an.
    - Überleg dir vielleicht ein Format dass ein klein wenig vom handelsüblichen Spielkartenformat oder von irgendwelchen DIn Formaten abweicht - sieht dann gleich weniger industriell aus.
    - und evt kannst du noch kleinepassende Schächtelchen bauen, in denen die Karten dann verstaut werden können

    Ich bin gespannt wie sich deine Idee entwickelt und würde mich freuen wenn du uns da auf dem laufenden hältst
    Geändert von Tee (24.01.2018 um 09:57 Uhr)

  4. #4
    KeksKatze
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    Freut mich das euch meine Idee soweit gefällt. Und wie viele tolle Anregungen ihr mir in der kurzen Zeit gegeben habt 0.o

    Das mit den Siegeln wusste ich gar nicht. Wenn mich jemand drauf anspricht, kann ich ihm ja mit einem Augenzwinkern erklären, dass die Wachen ja nicht alles erfahren müssen oder so.

    Das mit dem Stempel ist eine gute Idee. Ich hatte das auf Wikipedia auch gelesen, konnte mir aber irgendwie nichts darunter vorstellen, bis du mir das Bild gezeigt hast. Das klingt aber durchaus machbar, wie du es vorschlägst. Vielen Dank also schonmal dafür.

    Zum Zusammenkleben: Wer hätte gedacht, dass die Blumenpresse, die ich in Grundschule gebastelt habe, nochmal zum Einsatz kommt . Dann kann ich außerdem noch mit Kleber alles groß beschmieren, was da ganze nochmal eindrucksvoller macht (und mich vermutlich etwas klebriger).
    Eine Rückseite war sowieso geplant. Da gibt es ja immer irgendwelche Muster. Ich glaube damit man Karten nicht so leicht anhand von Flecken erkennt.

    Was individuelle Aufträge angeht... da hatte ich ehrlich gesagt gar nicht dran gedacht. Ich finde die Idee einen Rahmen zu machen und dann das Motiv in der Mitte je nach Kundenwunsch einzufügen sehr gut, ich fürchte aber, dass ich da höchstens eine kleine Auswahl erstellen kann, zwischen denen der Kunde dann wählen kann. Spontan neue Druckplatten anzufertigen übersteigt aller Wahrscheinlichkeit nach mein Talent. Ich kann nur mittelmäßig zeichnen und man muss so etwas ja vorzeichnen. Aber ich glaube schon wenn ich nur eine Auswahl an Motiven habe wird es sehr viel persönlicher. Vielleicht auch für die Zahlenkarten feste Motive (da bei ihnen ja normal die entsprechende Menge an Dingen abgebildet ist) und für die Bildkarten kann man sich dann etwas aussuchen.

    Farblich wollte ich mich übrigens auf rot und schwarz beschränken, wie beim klassischen französischen Blatt. Ich überlege aber gerade ob es nötig ist wirklich 52 Karten zu drucken oder ob ein 32 Set wie beim Schafkopf reicht. Die meisten Spiele die ich persönlich kenne brauchen ohnehin nur 32 Karten. Was sagt ihr dazu?

    Das mit dem Format klingt gut. Da muss ich aber wohl erstmal ein bisschen rumprobieren. Es soll ja am Ende noch praktisch sein damit zu spielen.

    Bei den Schächtelchen hätte ich einmal eine vermutlich dumme Frage: Gab es im Mittelalter Pappe? Weil Papieretuis erscheinen mir etwas instabil und Holz etwas zu aufwendig.

  5. #5
    Tee
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    ja, sowas wie Buchbinderpappe gab es schon "damals"

  6. #6
    Kamikaze
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    Auch da ließe sich der individuelle Charakter noch herausstellen: Pappe für den "einfachen" Kunden, und dünnes Holz (z.B. dickes Furnier um 2mm+ entsprechend zusammengeklebt) für "gehobene" Kundschaft. Ggf. dann auch mit entsprechendem Stempel oder Bild auf der Verpackung.

    Btw: ich melde hiermit schon mal Interesse an. Sucher schon länger nach einen schönen Satz Karten zum Boltan-Spielen.
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  7. #7
    KeksKatze
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    Ich habe gerade gegoogelt und festgestellt, dass man zum Boltan spielen 72 Karten braucht. Das wäre auch eine Idee. Dann wäre es etwas fantasymäßiger. Allerdings auch mehr Aufwand

  8. #8
    Serk Vastatio
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    Wegen "Mythos der Spielkarten" gibt es eine kleine Lese Empfehlung:
    Markus Heitz - Des Teufels Gebetsbuch
    Geht dort um historische Spielkarten und Geschichten über die Herstellung / deren Schauergeschichten.

  9. #9
    Kamikaze
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    Jaein... Boltan wird zwar in den Quellen mit 72 Karten gespielt - das kann aber praktisch niemand. Insofern wird meist einfach gepokert (Hold'em) und das Ganze einfach "Boltan" genannt. Entsprechend würden 32 Karten reichen.
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  10. #10
    KeksKatze
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    Ach so, das ist natürlich auch eine Möglichkeit Boltan zu spielen.

    Ich bin jetzt gerade dabei die Motive auszuarbeiten. Bei den Symbolen würde ich gerne von den klassischen (Herz, Piek, Schelle, etc.) absehen und stattdessen eigene verwenden. Im Moment hatte ich Apfel, Blume, Schild und Totenschädel angedacht. Außerdem bin ich mir etwas unsicher was den Aufbau der Karte angeht. In normalen Kartenspielen steht in den Ecken ja Zahl und Symbol und in der Mitte wird alles nochmal gemalt. Ich weiß jetzt aber nicht wie das aussah, als die Alphabetisierung und vermutlich auch das schreiben von Zahlen noch nicht so verbreitet war. Da würde es ja durchaus Sinn machen nur die Symbole auszumalen. Ich hab dafür auch eine Vorlage:


    Allerdings macht es ja durchaus Sinn alle Informationen nochmal klein in die Ecke zu schreiben, da man dann wenn man die Karten aufgefächert in der Hand hält alles sieht. Ich bin mir also unsicher ob ich lieber beim bekannten bleibe um ein einfacheres Spielerlebnis zu fördern oder das ganze lieber altmodisch aufziehe und dann vermutlich etwas mittelalterlicher wirke. Vielleicht auch statt Zahlen und Buchstaben Punkte und Symbole in der Ecke. Also drei Punkte für eine drei oder eine kleine Krone für den König. Was meint ihr denn dazu?

    Eine andere Frage stellt sich bei der Farbgebung. Auf dem Beispiel ist ja alles im Grunde schwarz und die Bildkarten haben farbige Akzente. Die andere Variante wäre zwei der Symbole rot zu drucken. Im Moment tendiere ich zur ersten Variante, da rot vermutlich teuer war.

    Zuletzt wollte ich mal fragen ob ihr lieber mit Bube und Dame oder mit Ober und Unter spielt. Macht ja vom Spielablauf her keinen Unterschied, aber ich kenne viele die bei einem Set mit 32 Karten gerade beim Schafkopfen oder so lieber Ober und Unter haben. Ich bin mir aber nicht ganz sicher wie ich Ober und Unter im Bild deutlich unterscheidbar machen kann.

    Also das waren mal ein paar Gedanken und Fragen von mir. Vielleicht könnt ihr mir ja ein bisschen weiterhelfen
    Geändert von KeksKatze (30.01.2018 um 06:18 Uhr)

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