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  1. #1
    Hana
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    Amputations-Wundattrappe - endlich, ein Update!

    Huhu!

    Letztes Wochenende war ich mal wieder mit meiner Heilerin unterwegs, habe auch mal wieder Lob für meine Wundattrappen eingeheimst ... aber ich bin noch unzufrieden. Die Situation "Gliedmaße fast/ganz abgetrennt" (und folgende Operation zum wieder annähen) oder auch Amputationen (hatte ich dieses Jahr tatsächlich, bei einer NSC) lassen sich damit nicht zufriedenstellend darstellen. Und gerade bei größeren Operationen braucht man selbst doch was zum Rumfrickeln und die Zuschauer was zum Gucken, damits nicht langweilig wird ...

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Ich will eine Amputations-Wundattrappe basteln, mit der man Amputation oder Annähen von Gliedmaßen darstellen kann!
    (und irgendwann in ferner Zukunft auch mal für den Zauber "Regeneration")

    Diesen Thread benutze ich dann als WIP-Thread (Working In Progress), und vielleicht bekomm ich ja noch den ein oder anderen Tipp mit.

    Die Anforderungen für diese Attrappe haben es in sich:
    - die Attrappe soll universell einsetzbar sein - für Arm oder Bein, für kleine Frauen und kräftige Männer
    - die Attrappe muss in meinen schon recht vollgestopften Rucksack passen, darf also nicht ZU voluminös sein - ich möchte die Attrappe überall hin mitnehmen können; wenn ich mir schon die Arbeit mache, will ich nicht nachher dran scheitern, dass es mal kein Lazarett gibt
    - die Attrappe soll beim Ausspielen nachher mehrere Arbeitsschritte der Operation ermöglichen, z.B. Knochen sägen/zusammenfügen, Muskeln/Sehnen nähen etc., muss also mehrschichtig aufgebaut sein
    - und möglichst echt aussehen soll es natürlich auch noch

    Eine erste Skizze:

    Die Tücher sind natürlich nur auf der Skizze transparent und der recht Attrappenteil würde natürlich auch auf dem Bein aufliegen, ich bin nicht so der große Paint-Künstler
    Die Attrappen sollen aus Schaumstoff, Latex und Topcoat angefertigt werden, mit einer "Haut" aus gelatextem Stoff. Das hat bei meinen bisherigen Wundattrappen gut geklappt und man kann es im Rucksack auch mal etwas quetschen.
    Die Keilform soll dafür sorgen, dass man einen halbwegs harmonischen Übergang zum Körper hinbekommt und die Attrappe nicht mehr als nötig wie "draufgelegt" aussieht - außerdem müsste man es so auch platzsparend zusammenlegen können.

    Noch eine Querschnitts-Skizze:

    In die Mitte kommt ein "Knochen", drumrum Muskel-/Sehnengezuppel. Wahrscheinlich bastel ich zusammen mit einer befreundeten Medizinerin - meine Vorstellung, wie genau so ein abgetrennter/s Arm/Bein von innen aussieht, ist doch recht vage Sollte so aufgebaut sein, dass man ein paar Sehnen, Äderchen oder Muskelstränge einzeln in die Hand nehmen und daran Nähen simulieren kann.
    Jedenfalls wird es nicht einteilig, sondern die Haut drumrum wird wohl nur lose drumgewickelt (kann sich unten ruhig überlappen), damit man das Innere je nach Bedarf und gewünschter Dicke noch mit einer Schicht Muskeln/Zeugs "aufpolstern" kann - wird mehr Aufwand bei der Bastelei (puuuuh ...), dafür würde man das Gliedmaß dann halbwegs dem behandelten Spieler anpassen können. Ich würde so 2-3 Extra-Schichten in unterschiedlicher Dicke anfertigen, damit hätte ich dann schon einiges an Spielraum. Ha!
    Auf der Skizze oben sähe man nun: Innen weiß der Knochen, getupft Muskel/Sehenzeug, drum die drumgewickelte Extraschicht "Muskel", drum die Haut.

    Zum Amputieren könnte ich noch eine Extra-Hautschicht anfertigen ("Haut" geht fix), die man einschneiden und über dem Stumpf vernähen kann ... aber Amputieren kommt ja ohnehin nicht oft vor.

    Soweit der Plan ... fertig sein soll es zum ersten September-Wochenende. Die Bastelei fang ich wohl erst im Juli/August an, weil besagte Medizinerin im Moment wenig Zeit hat.
    Ich bin gespannt, was draus wird ...

    mfg
    Annkathrin
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  2. #2
    Alex
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    Wow... super Idee. Machst Du dieses Mal auch Fotos von den Bauschritten? Tips kann ich da gerade wenig geben, im Prinzip hast Du schon eine ziemlich genaue Vorstellung von der Attrappe, wie auch von der Bauweise. Wüßte da gerade nichts zu verbessern. Du bist in dem Bereich halt Pionier. :wink:

    Aber ich freue mich auf das Ergebnis.

    Ich würde nur die Haut nur nicht zu lose drum rum wickeln, man könnte die unten aber auch mit einem Klettverschluss versehen.

    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
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  4. #4
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    Ein (Klett)Verschluss unten an der Hautschicht wäre wohl nicht schlecht, stimmt.

    Und ich werde bestimmt Fotos machen ... ich hab auch schon eine ganze Fotoserie vom "zertrümmerten Brustkorb", den ich mir jetzt neu gemacht habe, nur habe ich das Kamerakabel verschlampt und muss erst ein neues kaufen :wink:
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  5. #5
    Hana
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    Mir kam gerade der Gedanke, den zusätzlichen Umfang bei stärkeren Gliedmaßen durch einen Keil herzustellen:



    Ob das funktionieren würde?
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  6. #6
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    Ein sehr interessantes Projekt, das stelle ich mir durchaus vielversprechend vor.Was ich mir noch vorstellen könnte wären einerseits für die Amputatiuonen ein austauschbarer "harter Kern" aus Kunststoff oder einem Holzrundstab, den du mit der Knochensäge durchsägen könntest (die Verwendung einer kleinen echten Holzsäge würde ich auch als recht ungefährlich in der Nähe eines echten Patienten sehen), und irgendeine Kunstblutzufuhr, z.B. ein Loch für den Schlauch eines Kathederbeutels, den du unter dem Tuch versteckst und auf den du dich im richtigen Moment mit dem Ellenbogen oder ähnlichem lehnst, so dass ein ordentlicher Schwall Blut aus der Wunde spritzt.

    Bei der Methode mit dem Keil hätte ich Bedenken, ob das so gut funktioniert, schließlich würde dabei die oberen Hälfte recht stark gestaucht. Vielleicht ginge es auch nach dem Zwiebelprinzip, mit einer "Erweiterungsröhre", die du auf die kleine Innenröhre steckst, und die "Haut" so weit, dass sie auf den großen und nur mit Raffen oder Feststecken auf den kleinen Durchmesser passt?

  7. #7
    Elana
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    Ich habe schon einmal einen Übungsamputationsarm für eine Heilkunde Vorlesung gebaut. Allerdings war das Ding damals mit der flinken Hand gemacht, weil ich nicht all zu viel Zeit fürs Bauen und die Materialbeschaffung hatte.

    Das Prinzip war recht einfach:
    ein knochenfarbig an gemalter Holzstab mit Rohriso umgeben, dann mit hautfarbener Acrylfarbe bemalter Stoffschlauch, der als Haut diente.
    Zwischen dem Knochen und der Rohriso war noch ein Infusionsschlauch mit Pumpsystem einbaut, der Blut spritzen konnte.

    Ich wollte erreichen, dass man komplett alles simulieren kann: vom Haut mit Skapell aufschneiden, Muskel auftrennen, Blutungen stillen, Knochen durchsägen und Stumpf vernähen.

    Es gibt sorgar Fotos dazu:

    Bild 1

    Bild 2

    Das war damals eigentlich mehr oder weniger ein Schnellversuch und es gibt einige Dinge, die ich heute verändern würde:

    1) Die Schaumstofflage nicht nur rot anmalen sondern richtiges Unterhautgewebe entsprechend den anatomischen Formen in den Schaumstoff ritzen und farbig latexen (die rote Acrylfarbe lösste sich leider vom Schaumstoff in Kombination mit dem Kunstblut)

    2) mehr Schläuche für das Pumpsystem und einen größeren Reservoirbeutel, damit man den Blutfluss besser und länger steuern kann.

    3) besserer Übergang Hand/Arm Haut

    4) für den Unterarm nicht nur einen Knochen (war ja anatomisch inkorrekt)

    PS: das mit dem Keil hatte ich auch erst probiert, weil ich eigentlich zwei Knochen unterbringen wollte, aber das hat wie im Post zuvor erwähnt sehr seltsam ausgesehen. Ich halte die Idee einfach eine Lage drüber zu ziehen auch für wahrscheinlich sinnvoller.

    Edit: Bilder in Links umgewandelt.

  8. #8
    Alex
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    @ Annkathrin
    Hm, bei Deiner Verkleinerungsmethode würdest Du den Schaumstoff sehr stauchen, wie Cartefius schon bemerkte. Könnte aber dennoch gut aussehen, müsste man ausprobieren

    @ Elana
    Die Bilder funktionieren bei mir leider nicht

    Grüße,
    Alex

  9. #9
    Hana
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    Na, habt ihr mein Projekt schon vergessen? Hab ja ne Weile nichts davon hören lassen ... Zeit hatte ich zwar, Material auch, aber schlicht keine Lust :P

    Heute früh hat's mich gepackt und ich hab endlich angefangen. Und Fotos hab ich auch gemacht - solang das Latex trocknet, poste ich die ersten schonmal hier.

    Das Material:

    Roter Stoff, hautfarbener Stoff - für die "Haut"
    Roter Wollstoff - gibt die "Muskeln"
    Rundholz und Gartenschlauch - gibt den Knochen
    Rote Plastikwäscheleine, Kunstsehne - für Gezuppel
    außerdem Latex, Topcoat, rote und weiße Acrylfarbe, Schwämmchen, schmale Farbrolle, Pattex (aus der Tube, bei Kleinkram macht das weniger Sauerei), Cutter, Pinsel, Säge, Gefäß fürs Latex - und im Nachhinein ist mir eingefallen, dass eine Schere für den Stoff auch nicht schlecht wäre

    Als erstes hab ich den Schlauch zerteilt, klappt gut mit dem Cutter. Den halben Meter Schlauch hab ich gedrittelt, falls ich was total falsch mache, hab ich also ein Ersatzteil An den Schlauch kleb ich die Muskeln, reingesteckt wird das Rundholz, wenn ich tatsächlich mal zum "amputieren" komme, kann ich dann tatsächlich war durchsägen. Ursprünglich wollt ich ja Schaumstoff nehmen - aber ein Sägegeräusch beim Amputieren wäre sicher ganz schön, und die Haptik ist auch besser.
    Schlauch auf Stöckchen

    Für die Muskeln hab ich ja geplant, Stoffstücke zusammenzuknüllen und zu latexen. Erstes Knüllstück am Schlauch mit Stöckchen drin - etwa so! Mit Pattex hält das prima. Davon hab ich eine Schicht rundherum gemacht.

    Latex drauf ... ein bisschen rot gefärbt, mehr Rot schadet nie. Gelatexte Stoffknuddel um Schlauch

    Das trocknet jetzt erstmal, gleich gibts neue Fotos und dann mach ich weiter.
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  10. #10
    Hana
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    Ich warne euch vor, die nächsten Bilder werden ein bisschen langweilig
    Jetzt gibts nämlich erstmal ein paar mehr Stoffknüllfotos.

    Knüllstoff 1 - erste Schicht getrocknet
    Knüllstoff 2 - andere Perspektive Hier erkennt man mehr. Z.B., dass ich den Stoff vorn noch etwas mehr zusammendrücken/-kleben muss, Muskeln haben schließlich keine Hohlräume. Ansonsten bin ich ganz zufrieden, mit Kunstblut drüber könnte das hinterher ganz gut aussehen.
    Knüllstoff 3 - nächste Schicht! Frisch gelatext. Steht noch ein bisschen ab alles, aber das lässt sich zusammenknüllen, wenn es trocken ist, mit Latex ist es ja ein bisschen klebrig. Wie man sieht, hab ich schonmal ein paar Stückchen Wäscheleine und Kunstsehne reingesteckt - aber das sollte etwas mehr Konzept haben, denke ich, ich informiere mich mal gleich ein wenig im Netz, wo genau Sehnen und Adern so sitzen :wink:
    Knüllstoff 4 - andere Seite Mir ist grad aufgegangen, dass es ökonomischer ist, beide Hälften gleichzeitig zu machen, um die Trockenzeit ausnutzen zu können. Das Bändchen ist nur drum, weil es allzusehr auseinander gegangen ist

    Mir drei Schichten dürfte ich es auf Armdicke bringen, das ist okay. Für die Extra-Schichten wickel ich Schaumstoff in den Stoff - sonst geht der mir nachher noch aus. Und Nount nimmt es mir sicher übel, wenn ich ihre Schamlatzhosenschnittteile benutze - obwohl, eigentlich liegen die eh nur in der Ecke und harren seit Jahren aufs Zusammennähen ...

    Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Stöckchen mache, äh, den Knochen. Weißlich anmalen und nur durch Kunstblut nachher "färben"? Oder gleich rot anmalen? Nur Kunstblut könnte zu transparent-rosa aussehen ... :eek:

    viele Grüße erstmal,
    Annkathrin
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