Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    SuR
    SuR ist offline
    Grünschnabel

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    Halbstock möglichst robust

    Hallo erstmal.

    Auch wenn es nicht 100% in dieses Forum passt, wäre ich dankbar, falls mir der eine oder andere mit seinen Erfahrungen weiterhelfen könnte.
    Problem: Ich möchte einen gepolsterten Hanbo (Halbstock Länge 1 m, Durchmesser 3-4cm) zum Kampftrainig bauen, der sehr haltbar sein soll; Optik ist erstmal Nebensache.
    Die ersten Exemplare waren aus einem Kernstab aus Buche 2 cm mit Rohrisolierung (PE-Schaum), aber schon nach 2-3 heftigeren Duellen fängt die Isolierung an, zu reißen etc.
    Jetzt wollte ich versuchen, die Stöcke so wie LARP-Waffen zu bauen, bin aber nicht sicher, ob damit eine wesentlich höhere Haltbarkeit zu erreichen wäre (damit wird halt voll draufgeprügelt); dazu würde ich gerne ein paar Meinungen hören. Geplant ist als Kern ein runder GFK-Stab 1 m lang 1,6 cm dick (gibt es als 2 m-Stück, kann ich den durchsägen?), als Umhüllung Plastazote 45, so ca. 1 cm dick; dabei wüsste ich gerne, welche Dicke zum Umwickeln geeignet ist (1*10mm, 2*6mm oder 3*3mm, als Kleber Kövulfix oder Pattex?). Dann mehrere Schichten Latex aufgerollert und zum Abschluss Isoflex; bestellen wollte ich bei Wyvern.

    Ist der GFK-Stab evtl. zu flexibel? Macht das Ganze so überhaupt Sinn?

    Danke schonmal

  2. #2
    luthien368
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    Hallo und willkommen im Forum

    Die ersten Exemplare waren aus einem Kernstab aus Buche 2 cm mit Rohrisolierung (PE-Schaum), aber schon nach 2-3 heftigeren Duellen fängt die Isolierung an, zu reißen etc.
    Hach, das werd ich mir einrahmen

    Ich schreibe hier aus Erfahrungen vom Waffenbau und der Waffenbenutzung bezogen auf LARP - ich habe keine Vorstellung, wie ihr kämpft und was ihr damit vor habt. Daher übernehme ich keinerlei Haftung, wenn es doch weh tut...

    Zuerst einmal, auch LARP-Waffen haben eine begrenzte Lebensdauer, es kommt darauf an, wie sauber sie hergestellt sind, wie man sie pflegt und wie verwendet. Der SChaumstoff, den wir verwenden, ist zwar besser für solche Dinger geeignet als Rohriso, doch auch hier können Risse auftreten, gerade, wenn damit voll durchgezogen wird.

    Desweiteren ist Latex, wen man so heftig damit schlägt, wie ihr das anscheinend vorhabt, ÄU?ERST unangenehm, weil da eine heftige Reibung entsteht.

    Welche Matten du zum wickeln nimmst ist Geschmacksache und eine Frage des Könnens - je dicker die Matte, umso schwieriger ist es, sie drum zu wickeln. Doch je dünner sie ist, umso schneller kann es passieren, dass Luft eingeschlossen wird und umso mehr Klebestellen gibt es, die reißen können.

    Sowohl Pattex als auch Kövulfix sind gängige Kleber - Pattex ist der für Anfänger und Fortgeschrittene, Kövulfix der für Profis Wo aber die genauen Unterschiede liegen, kann ich dir nicht sagen - verarbeiten lassen sich beide, soweit ich weiß, gleich.

    Wenn du einen 20mm Rundkernstab nimmst ist der bestimmt nicht zu flexibel, außer, du fasst ihn am unteren Ende und wummerst mit der Spitze Die Kantstäbe werden meistens kürzer geliefert, auch da kann nichts wackeln. Es gibt auch noch dünne Rundkernstäbe, die in 2m wabbeln, biegen sich auch, wenn sie nur 1m lang sind. Aber auch hier, je nachdem, wie man sie verwendet.

    Gruß Annika


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  3. #3
    Hana
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    Angeblich ist Kövulfix haltbarer als Pattex (ich habs noch nicht ausprobiert), auf jeden Fall ist es teurer.

    Wenn die Optik Nebensache ist, rate ich, die Waffen nicht zu latexen - das Latex ist das erste, was an einer Larp-Waffe kaputt geht. Stattdessen kann man die Waffen außen mit Gewebe-Klebeband bekleben, das ist deutlich robuster (und günstiger, und weniger aufwändig). Latex nimmt man eigentlich nur, weil man damit eine schönere Optik hinbekommt.

    Man kann übrigens auch um einen rechteckigen Stab wickeln (die gibt es schon in 1m-Länge zu kaufen) - das wird genauso rund wie bei einem runden Stab.

    mfg
    Annkathrin
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
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  4. #4
    Kedrik
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    Wenn ihr mit den Stöcken voll durchzieht, hätte ich Angst, dass das Ganze mit eckigen Kernstäben an deren Kanten dann schneller weh tut als bei runden, ich persönlich würde also zu einem runden tendieren. MMn sollte auch ein 1,6 cm dicker Rundstab bei einem Meter Länge nicht "wabbeln".

    Einen Kernstab durchzusägen ist kein Problem, es entstehen nur manchmal nervige Glasfasersplitter, daher Handschuhe tragen, die Schnittstelle evtl. vorher mit Klebeband umwickeln und danach entgraten.

    Ich würde des weiteren 3mm oder 5mm Matte zum Wickeln verwenden, wenn man da sauber arbeitet ist es so denke ich am besten. MMn sind auch die zahlreicheren (oder eigentlich die eine, größere) Klebestelle(n) bei guter Verarbeitung nicht so viel anfälliger als die bei der Verwendung von 10mm Matte (die ordentlich herumzuwickeln und gut zu verkleben ist nebenbei recht schwer).

    Was das Latexen angeht, schließe ich mich Hana an, tapen wäre wahrscheinlich in diesem Fall sinnvoller.

    Auch wenn die Teile bei dieser Verwendung nicht ewig halten werden, sollten sie doch zumindest wesentlich robuster sein als Stöcke mit Rohriso, da der Schaumstoff zumindest zur Schockabsorption gedacht ist.

    Evtl. solltest du auch eine Spitzensicherung (hierzu steht schon einiges in anderen Threads) verbauen, diese ist hier wahrscheinlich sogar noch nötiger als bei Larp-Waffen.


    Grüße,
    der Kedrik

  5. #5
    Ma-x-ster
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    Als Tape würde ich (und wahrscheinlich die meisten andern auch) sog. Panzertape nehmen, das gibts im Baumarkt unter dem Namen Mehrzweckgewebeband.
    Max

  6. #6
    SuR
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    Grünschnabel

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    Vielen Dank für die ganzen Antworten und Tipps!

    Zur genaueren Vorstellung, wie die Stöcke benutzt werden: Man denke sich 2 Bekloppte, die versuchen, den jeweils anderen mit dem Stock irgendwo am Körper zu treffen. Wir hauen jetzt nicht wie die Berserker drauf, aber manchmal wird halt durchgezogen. Ich hatte als Experiment mal einen Stab mit Akkuschrumpfschlauch (PVC) umhüllt, hier das Resultat:

    Nicht geeignet, weil viel zu starr. Deshalb dachte ich, dass Latex mit Isoflex besser sein könnte; da das aber scheinbar nicht so belastbar ist, sollte ich mir wohl diese relativ teure Variante erstmal sparen oder?

    Wenn du einen 20mm Rundkernstab nimmst ist der bestimmt nicht zu flexibel, außer, du fasst ihn am unteren Ende und wummerst mit der Spitze
    Hm also wir halten den Stab ziemlich weit unten wegen der Reichweite, und ich wollte ja eigentlich einen 1,6 cm GFK-Rundstab nehmen. Lohnt es sich das zu versuchen oder sollte ich mich direkt auf die Suche nach 2 cm Durchmesser begeben?
    Bei rechteckigen hätte ich ähnliche Bedenken wie Kedrik.

    Beim Schaumstoff werde ich dann wohl die 3 mm-Matte nehmen, da ich Anfänger bin und so auch einfach verschiedene Dicken der Schaumstoffschicht ausprobieren kann.

    Spitzensicherung war bis jetzt noch nicht nötig, werde ich mir aber mal anschauen.

    Panzertape habe ich da, werde ich auch mal ausprobieren, aber ich hätte lieber eine möglichst durchgehende Schutzschicht über dem Schaumstoff (durch Stiche und aneinander Vorbeischrammen der Stöcke würden sich die Kanten des Tapes evtl. bald lösen).
    Ich teste auch Möbel-Dekofolie, die macht sich gar nicht so schlecht, hat aber auch eine Klebenaht. Die robusteste Variante ist bis jetzt Schrumpfschlauch aus gummiartigem Material (Polyolefin), der ist aber recht schwer und deshalb wollte ich auch die GFK-Stäbe versuchen.
    Falls jemand noch irgendwelche Ideen hat, was ich noch versuchen könnte, bitte immer her damit!

    Grüße
    Tobi

  7. #7
    Alex
    Alex ist offline
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    Ich würde da gleich zu 20 mm Rundkernstäben tendieren. Zu Spitzensicherungen habe ich mich mal hier ausgelassen:
    http://www.larpbau.de/larpwaffen-und...tzensicherung/

    Eigentlich hält das Tape bei sowas ziemlich gut. Was Du machen kannst ist Leder: Einen Lederschlauch der Länge nach ordentlich mit Sattlergarn nähen, eine Seite zunähen und dann den Schlauf auf rechts stülpen. Über den Stab ziehen. Das ist nur nicht einfach die richtige Größe hinzubekommen. Etwas zu klein und man bekommt den Stab nicht rein, zu groß und es liegt zu locker drum herum. Nach dem einziehen des Stabes das andere Ende zunähen.

    Konstruktive Grüße,
    Alex

  8. #8
    SuR
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    Grünschnabel

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    Danke für die Tipps und den Link!

    Wo könnte ich denn solche 20 mm Gfk-Rundstäbe finden? Bei den üblichen LARP-Händlern scheint es nur die in 15 mm zu geben bzw. ich finde die anderen nicht.

    Wenn ich das mit dem Leder versuche, sollte ich dann eher echtes Leder nehmen oder reicht Kunstleder, und gibt es empfohlene Bezugsquellen?

    Grüße
    Tobi

  9. #9
    Alex
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    Echtes Leder, Kunstleder hat nicht die entsprechenden Eigenschaften. Ich hole Leder für sowas immer in Resteposten von Alfatex. Aber die gibt es nicht immer und nicht jeder hat einen Alfatex bei sich in der Nähe.

    Grüße,
    Alex

  10. #10
    Ma-x-ster
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    Aber die gibt es nicht immer und nicht jeder hat einen Alfatex bei sich in der Nähe.
    Ich schon .


    Kunstleder geht maximal bei Wurfdolchen oder so, für größere Waffen mit Kernstab reicht es nicht.
    Max

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