Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Druzil1
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    Ablösen von Latex und Haltbarkeit von Top Coat

    Hallo zusammen,

    da sich leider die Waffe, welche ich im letzten Jahr für einen Freund gebaut habe, aufgrund von Latexkrebs zersetzt hat, mußte ich mich nun wieder an die Schnitzerei setzen und für eben jenen eine neue Waffe bauen. Hierzu habe ich nun 2 Fragen um nicht wieder eine Waffe zu bauen, welche gerade mal ein paar Monate hält.

    1. Wie verhindert ihr das Ablösen der Latexschicht vom Grundkörper. Ich habe bisher immer die Aussenseite der Waffe komplett mit Pattex eingestrichen. Dies macht die Waffe allerdings recht hart und man zerstört sich auch ein wenig die glatte Oberfläche. Gibt es andere Wege oder hält das Latex auch so?

    2. Ich habe bisher meine Waffen immer mit Coetrans versiegelt. Das ist letztes Jahr leider aufgebraucht gewesen und deshalb habe ich mal etwas Neues probiert und mir "Latex-Top-Coat" gekauft. Ich bin nicht mehr so sicher wo ich das her hatte, muß aber irgendwo im Rheinland gewesen sein (Schatzkammer?). Auf der Flasche steht "zügig aufbrauchen". Gibt es Erfahrungen, ob man das Zeug auch noch ein Jahr später auftragen kann?


    Vielen Dank im voraus.

    Gruß
    Christian

  2. #2
    Ma-x-ster
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    Ich habe zwar noch keine Erfahrungen dazu, aber bei meinem Schutzlack vom Marketender ist als Richtwert 6 Wochen Haltbarkeit angegeben.
    Max

  3. #3
    Alex
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    Moin Christian,
    die Pattexgrundierung ist eigentlich nur notwendig, wenn Du den Latex sprühen willst. Und dann sollte man die Grundierung mit verdünntem Latex auftragen (Das Malerfachgeschäft bzw der Baumarkt können Dir da sicher mit dem entsprechenden Lösungsmittel weiter helfen).

    Ansonsten: Trage die erste evtl auch die zweite Schicht den Latex ungefärbt auf. Ohne Farbstoffe ist der Latex am dünnflüssigsten und kommt auch in die winzigen Poren des Waffenschaumstoffes besser. Apropos: Wie behandelst Du die Oberfläche des Schaumstoffes? Flämmst Du ab? Wenn ja musst Du die Oberfläche danach mit ganz feinem Schmiergelpapier nochmal bearbeiten, sonst hast Du gar keine Poren zum halten.

    Zum Top Coat: Das dürftest Du von der LARP Armory oder einem Reseller haben. 1 Jahr? Äh, wenn die Flasche noch nicht angebrochen war, kannst Du Glück haben, aber in der Regel wird das Zeug schnell zähflüssig und lässt sich dann nicht mehr so angenehm verarbeiten.

    Hilft Dir das weiter?

    Grüße,
    Alex

  4. #4
    Druzil1
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    Hmm, ich habe nur gefärbtes Latex. Ich habe jetzt testweise bei einem Wurfdolch mit einer wasserverdünnten Schicht, schwarzem Latex angefangen. Ich meine das hier irgendwo mal gelesen zu haben.
    Den Schaumstoff flämme ich ab, habe allerdings bisher danach nicht wieder angeschliefen. Wird die Oberfläche dann nicht wieder rau und uneben?

    Die Top-Coat Flasche ist angebrochen, der Inhalt allerdings noch zähflüssig. Um die Verarbeitung aufgrund der Konsistenz mache ich mir keine Sorgen, ich dachte nur, dass das Zeug möglicherweise "umkippt" und dann nicht mehr trocknet, oder den Latex angreift o.ä.

  5. #5
    Alex
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    Äh.. Latex mit Wasser? Mit destilliertem kann man das wohl bis ca. 4% machen, ohne die Vorvulkanisierung zu zerstören. Alles darüber benutze ich zumindest nur für Abschlußschichten, um eine Patina darzustellen. Da ist die Vorvulkanisierung allerdings auch nicht wichtig, weil das keine "tragenden Schichten" sind. Ich hoffe, Du kannst mir folgen, sonst frag nochmal nach, dann versuche ich das besser zu erklären. Wobei ich dazu sagen muss, dass das auf Hörensagen eines anderen Waffenbauers beruht und ich keine Möglichkeit habe, festzustellen, ob eine Vorvulkanisierung noch intakt ist. Ich bin kein Chemiker.

    Den Schaumstoff flämme ich ab, habe allerdings bisher danach nicht wieder angeschliefen. Wird die Oberfläche dann nicht wieder rau und uneben?
    Deswegen gaaaaanz feines Schleifpapier und von Hand, nicht maschinell, schleifen. Und auch nur so 2-4 Mal drüber, das reicht. Soll ja nicht wieder rau werden.

    Ob Top Coat kippen kann, darüber ist mir nichts bekannt. Da es sich um einen Flüssigkunststoff handelt, bezweifle ich das aber erstmal. Ob der noch trocknet, kannst Du allerdings erstmal ausprobieren. Musst das Zeug ja nicht auf Latex testen :wink:

    Grüße,
    Alex

  6. #6
    Druzil1
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    Ups, naja, scheint bisher nicht weiter schlimm gewesen zu sein, dass ich das mit Wasser gemischt habe. Ich werde mal morgen das Ergebnis begutachten wenn alles trocken ist. Gut das ich noch nicht mit dem Schwert angefangen habe.

    Danke erstmal.

  7. #7
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    Ups, naja, scheint bisher nicht weiter schlimm gewesen zu sein, dass ich das mit Wasser gemischt habe.
    Ich dachte die krebsen relativ schnell bei Dir. Das kann daran liegen. Latex altert, da es ein Naturprodukt ist. Das kann man nicht verhindern, nur hinauszögern. Eine Vorvulkanisierung macht den Latex letztendlich haltbarer und zögert den Prozess weiter hinaus. Wenn Du die Vorvulkanisierung aufhebst, kann das durchaus damit zu tun haben.

    Grüße,
    Alex

  8. #8
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    Der jetzige Wurfdolch ist die erste Waffe bei der ich das Latex mit Wasser verdünnt habe (Werde die ersten Schichten aber wohl nochmal, aus den genannten Gründen, abmachen).
    Ein generelles Problem mit Latexkrebs habe ich eigentlich nicht. Der Latexkrebs der letzten Waffe ist durch eine Bronzefarbe entstanden, die wohl die falschen Partikel enthalten hat. Hätte ich dieses Forum früher gelesen, wäre mir das wohl nicht passiert.

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