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  1. #1
    Lederer
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    Pfeilbau , so mache ich meine Turnierpfeile

    Ich will hier mal beschreiben wie ich meine Pfeile baue. Es
    sind keine Mittelalterpfeile sondern Turnierpfeile. Ich leg einfach mal los.

    Auswahl

    Alles beginnt mit der Auswahl. Ich kaufe immer Zedernschäfte 5/16 mit einer Spinne von 40/45
    diese suche ich nach zwei Kräterien aus.

    Erstens sollte die Masserung durchlaufend sein wenn es geht. Zweitens rolle ich sie , sehr zum vernügen der
    Verkäufer , immer über die Ladentheke um zu sehen wie grade sie sind.

    Dazu kaufe ich Bulletspitzen 70 und Schildblatt ( länge 4 )
    und Nocken. ( Von allem immer etwas mehr )

    Bezahlen nicht vergessen

    Zuhause angekommen juckt es mich schon in den Fingern.

    Schaft vorbereiten

    Alle schäfte werden nun auf eine Länge zugesägt. Dafür habe ich ein Musterschaft. Die Spitze soll im gespannten Zustand nicht mehr als 5 cm über die Pfeilauflage rausstehen. Siehe hierzu auch Pfeillänge zum Bogen
    Die Spitzen schraube ich drauf , einen Tropfen Kleber mache ich immer mit rein. Mit einer Zange schraube ich nun die Spitzen fest auf den Schaft. Bin ich mit allen durch
    kommen die Nocken ( Kleben aber mit normalen Kleber (Uhu Hart ) drauf ( auf die Holzmaserung achten )
    Nun trocknen lassen.

    Nun mache ich noch einen letzten Test. Alle Pfeile werden auf 18 Meter nur mit der Nocke und der Spitze geschossen. Ein Pfeil sollte auch so fliegen auf die
    Entfernung, tut er es nicht.....Ausschuss

    Ok und weiter geht es

    Befiederung

    Ich habe hier keine Ruhe Stunden zu warten bis ein Kleber
    für Federn trocken ist. Deshalb benutze ich Sekundenkleber und das geht gut. Ich habe seit dem noch nicht eine Feder verlohren.

    Tja wie soll man das beschreiben, ich habe ein Befiederungsgeräht. Der Schaft kommt rein und
    die Federn werden mittels einer Klemme und eines
    Magneten und dem Kleber festgemacht. Mein
    Befierderungsgerät ist so eingestellt das ich die
    Federn mit ein wenig drall drauf kommen. Das stabiliesiert den Pfeil ( nach meiner Meinung nach ) auf längeren Flugsträcken.


    Federkiel abwickeln ( wichtig )

    Sind alle Federn drauf werden die
    Federnspitzen mit Bogensehne abgewickelt , Das ist sehr wichtig für Bogenschützen die wie ich über den handrücken schiessen. So ein Federkiel im Handgelenk
    ist sehr unangenem.

    Ölen des Schaftes.

    Ja ich mache es erst nach dem allen . Eigendlich macht man es vorher und schleift dann dort wo die Federn drauf kommen noch mal drüber , damit der Kleber hält. Ich umgehe das und mache es nach allem als letztes. Ich benutze dazu Leinsamenöl das ich mit einem ( in der Küche geklautem ) Glitzischwamm auftrage ( nicht an meine Frau petzten


    Fertig , das war es.

    PS : Vor jedem Turnier kontoliere ich den Pfeil und zwar alle ob die Schäfte keinen Schaden haben , und öle sie erneut ein. Es brauch nicht viel Öl drauf eben nur so das man merkt , es ist da.

    Die Pfeile werden wunderschön glatt.......

    Fragen ?




    Meine ersten Pfeile ( heute mache ich sie anders )

  2. #2
    Lederer
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    Erweiterung

    Pfeilbau mit Naturfedern

    Gut wie ein Pfeil gebaut wird steht ja im anderen Thread , hier nun mal Bilder mit
    Kurzbeschreibung von Naturfedern. In dem Fall Grauganz. Die Befiederung ist ca 15 cm lang und
    wirken einfach klasse am Pfeil.

    Es wird die volle Feder aufgeklebt , also noch nichts schneiden , ausser natürlich der Länge.


    pfeilbau1.jpg (39.25 KB)

    Nachdem wir drei Federn drauf haben beginnen wir mit dem schneiden der Federn , ganz wichtig
    man schneidet immer von hinten nach vorn. Wenn ihr die Feder anschaut könnt ihr die untere Schicht gut erkennen.
    Dort ist die Feder gut gefettet. Da gehe ich dran entlang.

    pfeilbau4.jpg (17.74 KB)

    So zu guter letzt wickel ich die Pfeile auch noch vorn am Kiel ab. Der Pfeil ist fertig. Ich habe davon 10 Stück gemacht
    mit Grauganz und 10 Stück mit Truthahn. Dafür habe ich drei Abende gebraucht.

    Meine Historischen Satz 15 Pfeile habe ich nun alles da , dazu gibts einen extra Thread. Dort kommen dann auch Selfnoks drauf.

    pfeilbau7.jpg (20.25 KB)

  3. #3
    Lederer
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    Ok das oben sind die normalen Pfeile die ich gerne für Turniere verwende.
    Ich mache aber auch Pfeile mit echten Spitzen die geschmiedet sind und die ich noch modifiziere.

    Erst mal das Bild wie ich sie teilweise habe. Es sind eher historische Pfeile
    also nichts um damit auf Menschen zu schiessen oder sowas in der Art.


    pfeilspitzen.jpg (81.11 KB)

    so ich habe aus der unteren Reihe links , Pfeilspitzen die ich zu Jagtspitzen umgebaut habe. Das sieht dann so aus.

    pfeilspitze3.jpg (10.53 KB)

    Die werden nun gewogen bis ich auf ca 8 Gramm komme werden sie bearbeitet. Das hat den Grund das ich sie sonnst nicht schiessen kann.
    Die Pfeile werden sonnst zu schwer und kopflastig. Die Spitzen mache ich dann mit Spezialkleber auf dem Schaftende fest und binde den Schaft vor der Spitze mit Leinengarn oder auch Bogensehne ab.


    Einige änderungen seit dem Bau der Pfeile.

    Ich mache nur noch Grauganz und vor allem Schwanenfedern auf den Schaft. Ich mache nur noch selfnocks. Ich öle die Pfeile immer noch aber schleife sie ab und zu noch mal leicht an.

  4. #4
    Alex
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    Alles gut und schön. Du weißt aber, dass beim LARP andere "Pfeilspitzen" zum Einsatz kommen, ja? Ansonsten vielen Dank für diese doch sehr detaillierte Anleitung.

    Grüße,
    Alex

  5. #5
    lokten
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    So damit ich nun auch mal wieder was schrieben kann hier:
    Der leichte Drill der Fletchen(Federn) erzeugt das der Pfeil sich anfängt zudrehen und er fliegt so genauer, jedoch wird der Pfeil auch gebremst und verliert so an Schußweite.
    Kommt eben immer drauf an was für Entfernungen man schießt und wie viel Zugkraft man hat.
    Ich denke bei Larp-Pfeilen kann man drauf verzichten das es wesentlich einfacher ist, die Fletchen ohne Drall zuverkleben.

    Eine alternative die es gibt wären die Spinwings oder Quikspins die wir beim Sportbogenschießen (was ich mache) benutzen sie sind einfahcer anzubringen als gerade FLetchen.

    Aber im Prinzip ist es ja jeden selber überlassen was für Aufwand und Nutzen er für seine Pfeile will.

    grüße. Till

  6. #6
    Lederer
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    Alex

    Ja richtig , deshalb darf ich da ja nie mitspielen , sonnst were ich am Ende immer allein :eek:

    Aber so kann man seine >Pfeile auch selber bauen und die Spitze durch
    eine Larpmögliche ersetzten.

    lokten

    Ja , das ist richtig , ich schiesse den Hessenpokal und habe es diesmal auf den zweiten geschafft. Dort sind weiten bis zu 70 Meter möglich
    da ist so ein leichter Drall sehr gut weil er den Pfeil stabilisiert. Ich schiesse einen Ballweg mit 45 Lips und einen mit 42 den ich dort selber gemacht habe.

  7. #7
    lokten
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    Jop bei genau sowas is es auch Praktisch ein wenig drehung drine zuhaben.
    Muss jetzt auch 70 meter schießen -.-
    Baer naja bis zu denn 90 hab ich noch n bissl Zeit

  8. #8
    Alex
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    Ich habe das ganze mal Wunschgemäß gesplittet, der neue Thread findet sich hier:
    http://www.inlarp.de/larp-forum/dril...t1543-s15.html

    Grüße,
    Alex

  9. #9
    Rumsdidums
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    Ich hab da mal ne frage, wenn ich die FLetches ohne Gerät aufklebe werden die ja sicher so stehen, das die eine den Pfeil nach links, die andere den Pfeil nach rechts drehen würde, sprich der Pfeil wird gebremst, is das im LARP ein Problem?

    bzw wie kann ich eins selber bauen das mir hilft das gaanz grob richtig zumachen?
    Habe mir schon Gedanken über nen Rohr gemacht, das ich einsäge, aber ich habe schon die Nocken am Pfeil und vorne den Deckel(Alex Druckverteiler)
    Horidoh!

  10. #10
    Kedrik
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    Warum sollten die den Pfeil dann unbedingt bremsen? Klar wären "maschinell" aufgeklebte Fletches besser, aber du kannst ihnen doch auch per Hand eine bestimmte Richtung geben. Ich hab das auch mal mit einem selbstgebauten Pfeil gemacht. Da ich es mit der Krümmung der Fletches übertrieben hab, hat er sich sehr stark gedreht und flog ziemlich langsam, dafür aber äußerst stabil.

    Also am besten nur eine sehr leichte Krümmung anpeilen.

    Grüße,
    der Kedrik

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