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  1. #1
    Jonas
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    Schaumstoffhärte bei Kaufwaffen

    Hallo Forengemeinde

    Ich bin mir momentan etwas unsicher was die härte meiner Polsterwaffen angeht.

    Wie einige evtl. noch wissen nenne ich ein Ars-Sica Schwert mein eigen. (ist inzwischen übrigens ziemlich unansehlich)
    Allgemein bekannt ist ja dass Ars-Sica keinen Weichen Schaumstoff verwendet sondern den harten (Plastazote)

    Während der vielen Kämpfe die ich mit diesem Schwert bezwungen habe kam es mir schon ab und zu unter dass so manch einer eine Beschwerde aufgrund des harten Schwertes vorbrachte. Das kam allerdings nicht allzu häufig vor, da ich eher zu den sehr vorsichtigen und abbremsenden Kämpfern gehöre.

    Nun jetzt dachte ich mir vor kurzem dass mir die Waffen vom Rabenbanner optisch eigentlich sehr gut gefallen. (Und die beiden Waffen von dort schienen mir qualitativ voll in Ordnung) Ein LARP-Kollege hat für mich ein Elben-Langschwert und einen Elbendolch mitbestellt und beim LARPi am Sonntag mitgebracht. Nunja die Dinger sehen genauso gut aus wie im Webshop. Aber sie sind HART. Sehr Hart, und aufgrund des Bleibandes auch nicht gerade leicht.

    Nungut ... jetzt habe ich schon mit dem Gedanken gespielt die Waffen zurückzuschicken (Habe auf dem LARPi mein altes Schwert geführt), aber als ich dann bei der SL, welche mich fürs NSC-Dasein auf Ostercon begeistern wollte, die NSC-Waffendeal Schwerter von Silberwald zeigte durfte ich feststellen dass die mindestens genauso hart sind. Silberwald verwendet PZ45 ...

    Alle Angaben der Härte subjektiv

    Der Punkt ist dass ich mir nicht ganz schlüssig bin wie ich das einzuordnen habe. Im Vergleich zu FD- oder Mythos Area-Schwertern ist bereits das von Ars-Sica ein ziemlich harter Knüppel. (subjektiv)

    Ich weis auch um die Vorteile von harten Schwertern (Kernstab kann sich nicht durchdrücken und "richtige" Verletzungen verursachen)

    Trotzdem würde ich mich über einige Einschätzungen freuen ...

    Mir ist übrigens durchaus bewusst dass die Evazote/Plastazote Frage schon ab und zu mal diskutiert wurde (*g*), aber wie sieht das bei gekauften Waffen aus, die ja nicht gerade von den für furchtbare Waffen berüchtigten Herstellern kommen.

    *unsicher bin*

    gruß Jonas

  2. #2
    Arthy
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    Also ich kann dir nur meine Erfahrungswerte mitteilen:

    Ich hab hier zuhause einige Waffen. Von FDD, Ars Sica, Palnatoke und Hammerkunst.

    Hammerkunst ist mit abstand das härteste von allen. Die geschaumten Waffen zünden richtig auf der Haut. Zwischen dem weichen Palnatoke Schwert (Evazote) und dem "harten" Ars Sica Schwert aus Plastazote spüre ich bei gleicher Schlagkraft und Hebelwirkung (beides Eineinhalbhänder) keinen "Schmerz"unterschied. Wenn man natürlich mit der Waffe nur streichelt kann es durchaus möglich sein das sich das Evazoteschwert weicher anfühlt, weil der Kernstab nicht trifft.
    Es ist eine Sache, uns kommen zu sehen - und eine andere, etwas dagegen zu tun.

  3. #3
    Kjeldor
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    neue waffen sind immer so ne sache... Waffen generell prügeln sich üblicherweise nach einiger Zeit weicher.

    Es gibt etliche Schaumstoffvarianten die die Händler nehmen:

    - Selbst geschäumt
    Halt ich persöhnlich für ganz grossen mist, weil dort gerne mal nen Kernstab krum sitzt, einige dinger wehtun, einige butterweich andere wiederum knüppelhart.
    Im endeffekt kann man das nicht pauschalisieren, denn jeder Hersteller verwendet "sein eigenes Schaumstoffrezept"

    - Plastazote (30 - 70 kg/m³ Raumgewicht)
    Der bei Händlern und selbstbauern verbreiteste Schaumstoff ist PLZ45. Vorteil von diesem Werkstoff ist sicherlich das es genormte Messungen zur härte und allen wesentlichen Kriterien des Schaumstoffs gibt.
    Manche nehmen auch weicheren und leichteren oder härteren und schwereren Schaumstoff zum Bauen. Der Weichere bietet sich zum Bau von Knüppeln oder Hämmern an, der Härterte ist gut für Schilde, besonders Kernlose.
    Einstufen kann man den Schaumstoff als recht Weich bis Mittelhart. Materialbasis ist XLPE.

    - XAC (30 - 70 kg/m³ Raumgewicht)
    Ebenfalls von etlichen Händlern und Selbstbauern verwendet, wenn auch nicht so häufig wie PLZ45, ist XAC 45. Viele verwenden auch XAC 50. Wie bei Plastazote gibt es bei dieser Schaumstoffart ebenfalls genormte Tests zu allen wesentlichen Kriterien. Der Schaumstoff bietet eine Höhere Schlagabsorbtion (nach ISO 3386) und Höhere Bruchdehnung (nach ISO 179 als PLZ45 eignet sich meiner Meinung nach am besten für Polsterwaffen. (Aber das nur am Rande...) Nicht zu Verwechseln ist der Schaumstoff mit Varianten des Schaumstoffes, wie zB. XAC .. FR /.. AS /..CD oder XEC
    Einstufen Kann man den Schaumsoff als Mittelhart. Materialbasis ist XLPE

    - EV (35 - 50 kg/m³)
    Evazote verwenden Generell die wenigsten, da dieser Schaumstoff recht teuer ist. Dennoch findet er bei einigen Bauern und Selbstbauern verwendung. Ist von der Bruchdehnung zwischen XAC und PLZ einzuordnen. Zusätzlich hat der Schaumstoff eine hohe Rückprallelastizität, weswegen er viel bei großen wuchtigen Waffen verwendet wird.
    Einstufen Kann man den Schaumstoff als weich. Material: Ethylen-Vinyl-Acetat, vernetzt


    Im allgemeinen kann man also vorraussagen wie hart in etwa eine (nicht geschäumte) Waffe nach kauf sein wird. mit der zeit verändert sich der Schaumstoff natürlich, er wird weicher.
    Generell gilt, dass man nicht 100%ig vorraussagen kann wie hart eine Waffe ist, denn durch den Einsatz von verschiedenen Klebern oder auch der dicke der Latexschicht, verändert sich die härte der Waffe. immerhin hat man aber eine Richtlinie.

    gruss
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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  4. #4
    Jonas
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    Erstmal ist mir aufgefallen dass das hier das leicht falsche Unterforum für Kaufwaffen ist, sorry ...

    Harte Waffen sind also letztlich np?

    Darf ich das mal als bisherigen Räson bezeichnen?

    Gruß Jonas

  5. #5
    Alex
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    Es kommt immer auf den Waffenführenden an. Spätesten wenn man beim schlagen gelernt hat, das Handgelenk ordentlich einzuklappen, kann man sogar mit einem Holzschwert nahezu schmerzfrei gerade zu durchziehen.

    Zu den härten von Waffen: Das muss nicht am Schaumstoff liegen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einem Schwert in Sandwichbauweise fast jede Härte geben kann, ist alles eine Frage der Menge des Kleber und des Zeitpunktes des Zusammenpressens der Matten. Je mehr Kleber benutzt wird und je früher die zusammengepresst werden, desto Härter ist die Waffe. Das geht sogar so weit dass ich wohl ein Schwert anscheinen gebaut habe, mit dem der Träger nicht kämpfen kann, weil es zu hart ist. Zumindest so lange es nicht eingeprügelt ist.

    Grüße,
    Alex

  6. #6
    Nerestor
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    Zitat Zitat von Alex
    ...wenn man beim schlagen gelernt hat, das Handgelenk ordentlich einzuklappen, ...
    Auch wenns nicht zum Thema gehört, würdest du das bitte erklären? Danke

  7. #7
    Arthy
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    Ich denke er meint, wenn du mit dem Schwert schlägst, genau beim Treffer das Handgelenk etwas "lockerst" das die Waffe nicht so hart aufschlägt und danach auch leichter "zurückfedern" kann. Zumindest könnte ich mir das vorstellen.
    Es ist eine Sache, uns kommen zu sehen - und eine andere, etwas dagegen zu tun.

  8. #8
    Alex
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    So ähnlich. Es gibt mehrere Techniken, so zuzuschlagen, dass Dein Gegenüber keinen Schmerz verspürt. Einmal ist es das harte abbremsen. Kann man übrigens mit einer vollen 1,5 Literflasche gute üben. Einfach von beiden Seiten auf die Flasche schlagen. Die sollte dabei nicht umfallen. Das ist dann aber echt der Kuschelmodus.

    Eine andere Technik ist, das Handgelenk, wie Arthy schon sagt, beim Aufprall locker zu lassen und den Schlag aus dem Arm durchzuziehen. Dann "klappen" Handgelenk und Schwert ein und man führ eine Schneidebewegung über die front des Gegners aus. Hat auch den Vorteil, dass man sich abgewöhnt aus dem Handgelenk zuzuschlagen, das geht hier nämlich nicht.

    Grüße,
    Alex

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