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    Kjeldor
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    How to: Axtbau

    So da hier im Forum nix derartiges existiert, bemühe ich mich mal und schreibe ein How to zum Thema Axtbau. Ich denke einige der Arbeitsschritte kann man auf weitere Waffengattungen übertragen und sie auch dort verwenden. Ich werde mal Schauen wenn mir beim Schreiben noch einige Dinge mehr einfallen die ich Fotografieren kann bzw. sollte werde ich sie nachreichen...

    (Habe Heute neben dem aufräumen des Kellers und einigen kleineren Projekten mal ne Axt angefangen, und habe mal Bilder zu jeden Arbeitsschritt gemacht. Ich bin natürlich noch nicht fertig, werde aber im laufe der nächsten Tage alles weiter ergänzen. Hab mich für was unkompliziertes und schnörkelloses entschieden.)

    (Anmerkung: es gibt diverse Bauweisen, die von mir beschriebene ist die, die sich im laufe der letzten Jahre als stabilste herausgestellt hat. Bei sorgfältigem bau und der richtigen Verarbeitung des Klebers, u.ä., hält die Waffe i.d.R. mehrere Jahre jeglicher Art von Belastung stand.
    Hinweis: Ich habe hier kein Nerv auf Diskussionen jeglicher Art bzgl. Bauweisen. Ich baue seit über 10 Jahren aktiv Waffen jeglicher Art. Nur als freundlicher Hinweis gemeint, BEVOR Diskussionen über Bauweisen oder Stabilitätsfragen aufkommen. Die Bauweise habe ich an vielen Äxten seit Jahren im Einsatz, uns sie hat sich einfach bewährt, ansonsten würde ich sie nicht Posten! Also nix für ungut, und danke für euer Verständnis
    Konstruktive Kritik oder sonst was ist natürlich Willkommen... )
    leg ich mal los....



    _____________________________________

    Zeitaufwand:
    Alles in allem dauert der Rohbau ca. 2 Std mit ein wenig Erfahrung. man hat zwischenzeitlich viel Leerlauf, da man auf den Pattex warten muss! Wenn man routiniert ist, schafft man es in ca. 1 Stunde bis alles fertig ist, weil man viele Sachen parallel machen kann...
    Anfänger werden wahrscheinlich etwas länger brauchen. Sollte aber alles leicht von der Hand gehen. Fragen immer raus damit!

    Inhalt
    1. Materialien
    1.1. Benötigte Materialien
    1.2. Optionale Materialien

    2. Durchführung
    2.1. Spitzensicherung
    2.2. Wickeln des Stabes
    2.3. Schleifen des Stabes
    2.4. Das Axtblatt/Mittelstück einsetzten
    2.5. Die Blattsicherung
    2.6. Das Blatt fertigstellen
    2.7. Die Schneide
    2.8. Der Griff
    2.9. Verzierungen ?!
    2.10. Abfönen


    3. Latexen und Coaten
    3.1. Vorbereitung
    3.2. Los geht's!
    3.3. Die Farblichen Grundschichten
    3.4. Der Stiel die Holzmaserung
    3.5. Das Axtblatt und die Schneide
    3.6. Highlights / Schattierungen
    3.7. Coaten


    4. Das Ende
    4.1. Finale Arbeiten
    4.2. Anmerkungen




    1. Materialien

    1.1. Notwendige Materialien
    • - 10x12mm Kernstab (4-Kant, beliebige Länge)
      - Maximal 0,5 qm 10mm Matte (100 x 50 cm)
      - Maximal 150g Kleber (empfohlen: Pattex Classic)
      - 2 kleine rechteckige Stücke weiches unbeschichtetes Leder (5 x 5 cm)
      - 1 Größeres Stück weiches unbeschichtetes Leder (ca. doppelte Axtblattgröße)
      - 2-3 kleine Kabelbinder
      - Maximal 0,5 Liter Latex
      - Farben oder Pigmente (Braun, Hellbraun, Schwarz, Silber)
      - einen mittelgroßen oder großen Kamm
      - einige Pinsel (Die billigen Pinselsets aus der Wühltheke im Baumarkt reichen völlig!)
      - 2 Schaumwalzen (+ Schale und Roller)
      - 1 x 80er und 1 x 120er Schleifpapier (1 Blatt pro Körnung reicht)
      - Cutter, Stift, Zollstock, etc.


    1.2. Optionale Materialien
    • - Kompressor + Sprühpistole mit min. 1,5mm Düse (falls zufällig vorhanden)
      - Bandschleifer, Winkelschleifer ö.ä. (falls vorhanden)
      - mehr Pinsel (fürs Latexen, falls ihr Pinseln müsst)
      - Bleiband (je nach belieben)
      - Kordel mit 6-8 mm Durchmesser (Länge je nach Größe des Griffes)
      - 3mm Matte / Moosgummi
      - Paketklebeband / Kreppklebeband


    2. Durchführung

    2.1. Spitzensicherung
    Da der Kernstab gegen austreten aus der Waffe gesichert werden sollte, empfehle ich euch hier die Methode mit Leder.
    Als erstes schneidet ihr euch aus euer Matte zwei ca. 3cm lange Streifen der 10mm dick ist, und 12mm breit (Kernstabgrösse)
    (achtet darauf das ihr den harten Rand der ggf. an matten dran ist, abschneidet)
    Nun klebt ihr das abgeschnittene Teil, oben bzw. unten, bündig auf den Kernstab. Als nächstes nehmt euch die zwei 5x5 cm großen Leder Stücke, greift euch wieder den Pattex und streicht eine Seite komplett und die andere Seite zur hälfte ein. Beim Kernstab streicht ihr die alle Seiten an den Enden ein (das Komplette Stück angeklebter Matte sowie ca. 3 cm des Kernstabes) Nun lasst ihr alles einige Minuten durchtrocknen, dies kann je nach dicke der Pattexschicht variieren. Natürlich gilt hier: "weniger ist mehr!"
    Nachdem der Pattex angebunden hat, die Oberfläche fühlt sich fast trocken an, klebt ihr den Teil des Leders an dem oben sowie unten Pattex ist auf eine Seite des Kernstabes. Nun wickelt ihr das Lederstück Straff um den Kernstab herum. An der Seite an der ihr angefangen habt, sollte sich das Leder nun überlappen. Nun heißt es auf alles Flächen fest drücken, je höher der Druck desto besser hält der Kleber. Ich schlage euch vor nehmt euch einen Hammer zu Hand und hämmert einmal kurz auf jede Seite wo der Kernstab drunter liegt. Die Klebestelle sollte nun Atomkrieg sicher halten
    Schneidet nun noch die Enden knapp hinter Beginn des Leders ab, damit die Oberseite glatt ist.

    (Anmerkung zum Leder: es gibt Leder welches auf einer Seite geprägt, oder beschichtet ist. Das ist nicht zu empfehlen , das der Kleber auf der Seite nicht gut Bindet. Falls ihr nichts anderes zur Hand habt, könnt ihr die geprägte/beschichtete Seite mit dem 80er Schleifpapier anrauen, bis die Prägung/Beschichtung weg ist)


    Das Ergebnis sollte nun auf beiden Seiten des Kernstabes so aussehen:



    2.2. Wickeln des Stabes
    Kommen wir nun zum Stiel der Axt. Als erstes schneidet ihr aus der Matte ein Stück was der Länge eures Kernstabes plus 2 mal 3cm entspricht, und ca. 20 cm breit ist, raus. 20 cm sollten erstmal etwas mehr sein als man tatsächlich braucht, aber am Anfang, sollte man eher auf Nummer sicher gehen. Wenn man etwas mehr Erfahrung hat, kann man das benötigte Stück i.d.R. sehr gut abschätzen.
    Schneidet nun auf der einen Seite die Längstkante schräg ab. Danach nehmt ihr euch das Schleifpapier (oder Bandschleifer, o.ä.) und schleift die Kante rund von oben nach unten.

    Das sollte dann so ausschauen:




    Nun bestreicht ihr die komplette Innenseite mit Pattex. An der Außenseite bestreicht ihr die Rundung komplett und noch ein Stück weiter auf der Flachen Seite. Ebenfalls streicht ihr den kompletten Kernstab ein.
    Tipp von mir: stellt den Kernstab auf die untere Seite, und lehnt ihn an eine Tischkante an, nachdem ihr ihn komplett eingeschmiert habt. Das macht nix...
    Nach dem anbinden des Klebers, legt ihr den Kernstab auf die Innenseite der Matte auf die Gegenseite der Rundung in der Matte. Die abgerundete Seite liegt nun genau unter dem Kernstab.
    Der Kernstab muss nun Vollständig (!) auf der Matte liegen. er Darf nirgendwo überliegen.

    Hier ein Bild davon:



    So nun wickelt ihr den Stab ein. Und zwar legt ihr das ganze Konstrukt auf den staubfreien Boden, und lehnt euch gleichmäßig mit sauberen, fett- und staubfreien, trockenen Händen auf den Stab. und zwar so, dass sich der Druck gleichmäßig verteilt.
    (bei einem Meter etwa so verteilt: 25cm - Hand - 50cm - Hand - 25cm)
    Rollt den Stab nun zusammen. Drückt dabei schräg nach vorne, (siehe ild oben) arbeitet mit viel Druck! Wenn einige stellen nicht astrein nachkommen helft nach, also drückt die stellen ran, und rollt danach normal weiter. Rollt solange bis ihr über die gerundete Stelle hinaus seid und ihr dort wo der Kleber endet angelangt seid.
    Achtung: Achtet unbedingt darauf, dass KEINE Löcher entstehen. Dies beeinträchtigt die Lebensdauer der Waffe!
    Nun umgreift Ihr den Stab, und drückt ihn überall fest.
    Tipp: Stellt euch danach noch mal von allen Seiten an allen Stellen auf den Stab, um alles Optimal festzudrücken, das Material muss das Problemlos abkönnen, nicht zimperlich sein!

    Jetzt schneidet ihr die überstehende Kante ab. Versucht ruhig schon mal ein wenig zum nächsten Schritt hinzuarbeiten, indem ihr an dem Rand wo material übersteht schon mal alles abschneidet.
    Aber Achtung, nicht zuviel abschneiden. Lieber etwas weniger, und dafür danach mehr schleifen.
    Ihr solltet nun einen, bis auf an der überlappenden Stelle, perfekt runden Stab haben.

    2.3. Schleifen des Stabes

    (wenn ihr einen Dremel, Bandschleifer, Winkelschleifer zur Hand habt, dann könnt ihr mit diesem schon ein wenig vorsichtig die Rundung vorarbeiten.)

    Nun nehmt ihr das 80er Schleifpapier in die Hand. Meist sind die Blätter rechteckig, schneidet euch einen länglichen handbreiten Streifen heraus.
    Nehmt ihn hochkant in die Hand. (siehe Foto) Biegt Ihn in der Hand nach innen so das eine schöne runde Fläche entsteht. Knickt den oberen und unteren teil nach hinten, so dass die Form in der Hand schön erhalten bleibt.

    So soll's aussehen:






    Nun Schleift ihr in eurer Hand den Stab solange bis er perfekt rund ist.
    Tipp: Wenn ihr den Stab gegen das Licht haltet, seht ihr eventuelle Beulen bzw. Unebenheiten.

    Das Ergebnis sollte dann so aussehen:







    3.4. Das Axtblatt und das Mittelstück einpassen
    Ja ihr habt jetzt einen schönen Stab, aber wir wollten doch ne Axt!?
    Gut, machen wir das doch!
    Also spätestens jetzt solltet ihr wissen wie euer Axtblatt aussehen soll, denn jetzt geht es darum es einzupassen. Zeichnet euch doch euer Axtblatt in der vollen Größe 3 mal auf die Matte die ihr noch habt, und schneidet es aus.
    An dem oberen und unteren Ende seht ihr immer noch im Leder die Richtung des Kernstabes. Wir wollen jetzt auf der 12mm Seite arbeiten. die soll nun oben liegen!
    Nun haltet das Axtblatt an die Stelle des Stabes wo ihr es haben wollt, und macht euch oben und unten ein Strich. Nun geht vom unteren Strich 1 cm weiter nach unten und macht euch dort einen Strich. Nun Nehmt ihr ein Cutter und schneidet bis zum Kernstab. Nun trennt ihr das Stück Heraus, und macht das selbe auf der anderen Seite (Siehe Bild unten).

    Zu dem einen Zentimeter kommen wir später...

    Nun klebt ihr sowohl oben und unten einen flaches Stück Matte plan auf die Seite. Schneidet dann das in Stabform rund, und schleift es auch gleichmäßig wie den Stab rund.

    Jetzt seid ihr so weit:




    Jetzt entscheidet ihr euch, ob euer Axtblatt am Stab bündig hinten abschließen soll, oder noch ein wenig nach hinten überlappen soll.
    Tipp: Legt dazu den Stab auf dem Boden und schiebt dahinter eins eurer ausgeschnittenen Teile hin und her bis es euch gefällt.
    Nun legt ihr en 2tes Teil darüber, und schneidet es an dem Anfang vom Stab ab. (siehe Bild unten)
    Klebt das Stück nun auf das vordere Ende des Stabes. Es ist das Mittelstück ihr könnt euch denken wo genau es hin soll...
    Lasst den einen Zentimeter unten frei. Oben soll es bündig sein.

    Das Bild erklärt denke ich mal besser was ich meine...:





    Seid ihr soweit? Dann ab zur...

    3.5. Blattsicherung
    Nun greift ihr zu eurem größeren stück Leder. Schneidet es nun in etwa in die Form eures Blattes lasst nach vorne ca. 3 cm zur Schneide frei.
    Anmerkung: Leder neigt dazu härter zu werden, wenn es eingeklebt ist, das tut beim schlagen weh, und das wollen wir ja nicht.

    Da das Leder auf beide Seiten soll, müsst ihr natürlich das stück in einem schneiden. D.h. es soll ca. doppelt so groß sein wie eines eurer Axtblätter.


    Das Stück sieht dann in etwa so aus:





    Ja nun beides einkleben, beide Seiten des Axtblattes plus die Rückseite, und eine Seite des Lederstückes. Anziehen lassen und mittig hinten aufkleben und zu beiden Seiten gleichmäßig umklappen.
    Tipp: Wieder auf den Boden legen, und festtreten von beiden Seiten


    so nun wollen wir auch sicherstellen, dass die wirkende Kraft optimal auf den Kernstab abgeleitet wird, und zudem das Axtblatt nicht ausbrechen kann. (also sich nicht irgendwann auf dem Stab drehen lässt)

    Dazu fixieren wir das ganze Leder nun mit 2-3 kleinen Kabelbindern (je nach Axtblattgröße) Nehmt ein kleinen Cutter und schneidet direkt rechts und links neben dem Leder einen kleinen Spalt rein. Das auf beiden Seiten, jeweils oben und unten. Dort schiebt ihr nun den Kabelbinder durch, und zieht sie so fest es geht.
    Tipp: investiert ruhig 1-2 Euro mehr für die Kabelbinder, die günstigen sind oft so schlecht verarbeitet, dass sie sich selbst bei leichter Belastung wieder lösen können.

    So soll's ausschauen:





    SOOO, damit wäre das Blatt auch perfekt gesichert...
    kommen wir nun zum...



    3.6. Fertigstellen des Blattes

    Als nächstes klebt ihr über die komplette Breite des Blattes an der Rückseite das Rückenstück





    Nun könnt ihr die Seitenteile aufkleben. Lasst den unteren Zentimeter noch frei.





    Jetzt kommen wir zu dem ominösen Zentimeter. wir wollen ja eine möglichst robuste Axt bauen, die es auch aushält wenn sich Waffen verhaken. Ja dazu verlegen wir an der Unterseite der Axt noch mal eine 10er Matte. wir schneiden also ein 3cm breiten und Axtblatt langen Streifen aus. Leg das Teil vor dir auf den Tisch, nimm dir ein Stift zur Hand und zeichne dir genau in der Mitte eine 10mm Aussparung an die du vorher, wie Oben zu sehen, ausgemessen hast. :P

    Jetzt sollte das Stück so aussehen:





    Dieses Stück klebst du noch an die untere Seite der Axt, mit der Auspaarung in das untere Ende der Axt, und die Beinchen jeweils rechts und links in die noch offenen Spalten.
    Am einfachsten wenn du mit 2 Fingern die Stelle am Rand eindrückst, dadurch weitet sich der Zwischenraum ein wenig.





    Denk dran alles wirklich festzudrücken!
    Nun schaut so aus:





    Das Stück unten dran bewirkt das sich die Kräfte besser auf das ganze Axtblatt und das darinliegende Leder verteilen!

    Wie du nun merken wirst, hast du nun eine schicke Axt vor dir!
    Naja... fast... das ganze muss ja noch glatt geschliffen werden...
    Alle Kanten und Ecken solltest du noch rundschleifen, und alle Flächen glatt schleifen. Das sieht einfach besser aus...

    So sollte alles aussehen:






    2.7. Die Schneide

    Nun eine Axt wird ja nach vorne hin etwas Schmaler. Nehmt euch euer Schleifpapier und schleift das Blatt vom Stiel her zur Schneide flacher.

    Siehe hier:




    (Anmerkung: Ich habe zur Demonstration einfach mal das Leder obenauf bis zum Rand geklebt. Normalerweise sollte so was vermieden werden! Allerdings ist das an dieser Stelle nicht weiter Tragisch, da dort eine wenig frontal belastete Stelle liegt, und wenn man mit der Waffe dennoch mal zustecht (Strengstens Verboten!) hat das gegenüber gewiss andere Probleme. Klebt einfach 3er matte obendrauf. Ich verzichte zu Demonstrationszwecken einfach mal drauf, (nur weil ich weiß das es zu 100% unbedenklich ist!) und zeige euch dann beim Latexen, das dort eine unschöne Stelle entstehen könnte!)


    Eine richtige Schneide hätte die Axt auch noch gerne. Schneide dazu in einem Winkel von ca 45° bis zur Mitte an der Schneide entlang das machst du auf beiden Seiten. Nun schleifst du mit deinem Schleifutensil die klinge ab das sie schön glatt wird. Dabei kannst du auch noch den Winkel verändern. Je nach dem wies am besten an deiner Axt ausschaut.
    Tipp: ein ca. 30° Winkel sieht am besten aus.





    Tip: Auf dem Bild seht ihr, dass ich die Schneide nicht 100%ig rund gemacht habe. Nachher sieht es eher so aus als wäre die Axt benutzt, weil es so ausschaut, als wäre sie schon öfter mal nachgeschliffen wurde.



    2.8. Der Griff

    Kommen wir nun zum Griff.
    Wenn euch ein roher Axtstiel genügt, könnt ihr nun in ruhe zum nächsten Punkt springen. Alle die gerne einen festen oder beschwerten Axtgriff haben wollen, weiter lesen...
    Überlegt euch wie lang euer Griff werden soll. Zeichnet euch das ein und schneidet grob die Matte runter. Allerdings könnt ihr 3-5mm drauflassen, also nicht bis zum Kernstab!
    Anmerkung: Wenn ihr vorher schon die Größe wisst, könnt ihr die Stelle bei wickeln weglassen, und später ein wenig 3 oder 5/6mm Matte Drumherum wickeln. Der Einfacheit halber habe ich euch mal die "rauschneide" Methode gezeigt.
    Wenn ihr Blei zum beschweren verwendet wickelt es nun um den Griff. Schön auf Spannung, damit alles ordentlich fest wird, und der Griff später nicht schwammig wirkt. Festmachen könnt ihr das Blei mit ein paar Streifen Paketklebeband.





    Nun nehmt ihr dünne Paketschnur/Kordel zur Hand und Wickelt sie über die gesamte Länge des Griffes. Schön festziehen, dadurch wird auch das unförmige Blei in eine schöne runde Form gedrückt...





    Ich persönlich wickele zur Stabilisierung des ganzen Kreppklebeband. Gaffa (Panzertape bzw. Gewebeklebeand) eignet sich nur bedingt, da dieses sehr aggressive Klebstoffe enthält, und zum Späteren ankleben des Griffbandes eine zu glatte Oberfläche hat


    Ohne Blei nehmt einfach eure Kordel zur Hand wickelt sie über die gesamte Länge des Griffes, und arretiert das ganze, wie beschrieben, mit Kreppklebeband.



    2.9. Verziehrungen !?

    Im Prinzip ist eure Axt bautechnisch jetzt fertig. Aber sieht doch noch ein wenig langweilig aus?! Am Übergang vom Stiel zum Axtblatt ist ja normalerweise im Stahl eine Auswuchtung durch die das Axtblatt mit dem Stiel befestigt wird.
    Schneidet dazu 2x 3cm breite Streifen aus 3mm Matte aus. Die Länge sollte die eures Axtblattes sein. Klebt sie wie auf dem Bild zu sehen auf, und schleift sie dann zu beiden seiten hin rund ab.

    P.s.: JA, meine 3mm Matte ist Rot! Ist dennoch die selbe Matte wie die andere auch Beim Schaumstoffhersteller kann man fast alle Farben nach Wahl bestellen, das nutze ich immer gern.

    So sieht's aus:





    Soweit so gut...
    Soweit sollte eure Axt nun so in etwa ausschauen:






    Verziehrungen und Details sind natürlich auch immer ganz schön, denn schließlich will man ja auch keine 08/15 Axt wie jeder andere haben, sondern sein universelles Unikat!


    Hier habe ich aus 1,5mm dickem Moosgummi ein Keltisches Muster verwendet. Im Endeffekt ist das aber eure Entscheidung!
    [Tipp: Dicker wie 3mm würde ich die Verziehrungen nicht machen, denn diese wirken dann zu klobig]


    2.10. Abföhnen!

    Jetzt zu einem Punkt der wichtig für das Latex bzw. dessen Optik ist.
    Nehmt einen Heissluftföhn zur Hand, und föhnt vorsichtig über die gesamte Oberfläche um die Schleifspuren und die Poren zu verschließen. Geht vorsichtig vor, denn sonnst verbrennt die Matte. Tastet euch lieber vorsichtig an den richtigen abstand heran! Idealerweise sind das 15-25 cm. Wenn ihr mit der Hand fix hinter dem Föhn herstreicht wird die Oberfläche besonders glatt. Wenn es für die Hand zu heiß ist, solltet ihr mehr abstand mit dem Föhn nehmen/ schneller föhnen. Wenn die gesamte Waffe geföhnt ist, könnt ihr relativ leicht überprüfen ob ihr alle Stellen erwischt hab. Und zwar "glänzt" die Oberfläche leicht wenn ihr die Waffe gegen das Licht haltet. Zudem wird sie bei Schwarzer Matte z.B. leicht grau. Matte stellen solltet ihr nochmals überföhnen und Glattstreichen.

    [Achtung: Nie den Föhn auf eine stelle hallten, immer in Bewegung bleiben!]

    [Anmerkung: Einige Leute sagen, das man nach dem Abföhnen die Oberfläche wieder mit 200er Schleifpapier anrauhen sollte, damit das Latex besser hält. Das halte ich für quatsch, da die leicht unebene Oberfläche erhalten bleibt! Lediglich für das Auge wirkt das ganze glatt. In den 10 Jahren in denen ich Waffen baue hat sich noch nie das Latex gelöst. Im Gegenteil, ich muss eine Waffe nach dem Restaurieren wieder neu föhnen, da die oberste Schicht vom Latex wieder gerissen wird.]

    [Tipp: Wenn ihr viele glatte und gerade Flächen habt, empfiehlt sich auch ein Bügeleisen. Maximaltemperatur wählen, und ohne druck auf die Waffe aufsetzen, und recht flott drüberziehen. Evtl. 2-3 mal wiederholen, bis die schicht glänzt.]

    [Tipp 2: Wenn ihr den Schaft, bzw. allgemein, Holzteile nicht zu 100% glatt föhnt entsteht später ein schöner rauer Holzlook!]

    Nun sollte alles so ausschauen:


    3. Latexen und Coaten


    Latexen ist eine Wissenschaft für sich... erwartet nicht, dass ihr beim ersten mal latexen Profi Optik erreicht, das wäre schlicht übertrieben. Latexen in guter Qualität erfordert viel Übung und Erfahrung!
    Übung macht den Meister! Lasst euch nie entmutigen!


    3.1. Vorbereitung

    So nachdem ihr euch nun denkt: "Cool, ich kann nun latexen" muss ich euch erstmal unterbrechen. Legt die Waffe erstmal einige Tage beiseite und lasst den Kleber ausdünsten. Tut ihr das nicht, und latext die Waffe direkt nach dem bauen, können sich unter der Latexschicht blasen bilden.

    Nehmt euch die Zeit, und richtet euch einen Raum ordentlich her. Entfernt alles was kein Latex abbekommen soll aus der Umgebung. Legt euch beispielsweise Zeitung auf dem Boden, von glatten Oberflächen lassen sich einzelne Tropfen nachher recht gut wieder abreiben.
    Wenn ihr sprühen könnt/wollt nehmt einen Raum den ihr nie wieder komplett sauber machen müsst, und entfernt alles aus der Umgebung des Raumes was nicht dreckig werden soll!

    Legt euch alle Materialien die ihr brauchen könntet zurecht, suchen kann in der (eventuellen) Eile echt Nerven kosten!

    Hängt eure Waffe am besten an 2 Bändern (links und rechts) in den Raum an die Decke. Achtet darauf das die Waffe frei schwingen kann und ein wenig Spielraum hat, denn wenn man mit noch feuchtem Latex an die Wand stößt, sieht man das hinterher ganz deutlich.

    Nehmt euch auch evtl. die Zeit an einem Matterest ein wenig die unten genannten Schritte zu üben!

    Nun da ihr euch nun Vorbereitet habt, könnt ihr nun loslegen!


    3.2. Los geht's!

    Wascht euch ordentlich die Hände, damit sie fettfrei sind! Fettige Finger sind der Todfeind eines jeden der latexen will, denn es verhindert das sich das Latex an der darunter liegenden Schicht bindet.

    Nehmt euch euer Latex zur Hand, und gießt es in eine Schüssel. Nehmt einen sauberen Pinsel und klopft diesen an eurer Hand nochmals ab, damit evtl. staub und lose Borsten herausfallen, das will nämlich Niemand in der Waffe haben.
    Nun streicht ihr das unverdünnte und farblose Latex auf die Waffe. achtet darauf, dass ihr alle stellen gleichmäßig einpinselt. Nehmt nicht zuviel Latex, da es ansonsten läuft, und unschöne Läufer entwickelt. Nehmt aber auch nicht zuwenig Latex, da dadurch die Pinselstriche zu sehen bleiben, da das Latex nicht ineinander läuft. Die richtige Menge auf dem Pinsel und später auf der Waffe ergibt sich aus Übung.
    Achtet immer stets darauf das nichts verläuft, oder sich zuviel Latex in Ecken und Kanten sammelt, und hinterher herausläuft.!

    Streicht immer Abschnitte der Länge nach. Nie kreuz und quer, das sieht schrecklich aus...

    Solltet ihr doch mal einen Läufer haben, und bemerkt ihn zu spät könnt ihr diesen, sollte er noch nicht angetrocknet sein, mit einem flachen, fixen, drucklosen strich über die Stelle abstreifen.

    [ACHTUNG: Niemals über leicht angetrocknetes Latex drüberpinseln oder streichen, glaubt mir ihr macht alles nur noch schlimmer! Nehmt den Fehler lieber in kauf... Zudem bilden sich dadurch hässliche Knubbel auf der Waffe.]



    Jetzt sollte das etwa so ausschauen:




    Auf dem Bild seht ihr einige schwarze Stellen. Daran seht ihr, das das Latex nach dem trocknen durchsichtig wird. Diese Schwarzen Stellen sind bereits angetrocknetes Latex.

    Jetzt wartet ihr bis das ganze Latex durchgetrocknet ist, also wenn keine weißen stellen mehr zu sehen sind ist's trocken.

    3.3. Die farblichen Grundschichten

    Nun geht's zu den farblichen Grundschichten. Ich empfehle euch Schwarz. damit lässt sich später wunderbar weiterarbeiten.

    Rührt dazu in das Latex Schwarze Farbe (ich benutze immer Acrylfarbe mit der "Reinacrylatdispersion" in den Inhaltstoffen. Farben auf der Basis haben sich bei mir bisher immer Problemlos verwenden lassen.)

    Auf 500ml Latex nehme ich immer einen guten Schluck, also etwa 70 ml Farbe. Dazu gebe ich noch mal die gleiche menge Destilliertes Wasser, das verhindert das dicker werden der Farbe, wodurch sich das Latex etwas schlechter Dosieren lässt.

    Rührt alles mit einem Stab oder Schraubenzieher oder so zu einer Homogenen Masse. Diese sollte dann in etwa so ausschauen:




    Denkt dran, durch die weiße Grundfarbe des Latexes wird die ganze Flüssigkeit grau. das ist nicht weiter schlimm, es wird nach dem trocknen Schwarz. (Wir erinnern uns: Latex wird durchsichtig nach dem trocknen!)

    Streicht das ganze mit einem NEUEN PINSEL auf die Waffe wieder genauso wie bei der ersten Schicht. Wenn die Schicht Schwarz geworden ist, ist die Schicht trocken. Niemals über graue Stellen drüberpinseln! Wiederholt das ca. 5 mal. nach einiger Zeit entwickelt sich ein gutes Gefühl dafür, dann könnt ihr sehr gut abschätzen wie viele Schichten ihr auftragen müsst. Benutzt für jede Schicht einen neuen Pinsel, denn in diesem bilden sich nach dem auftragen einer Schicht recht schnell Knubbel die ihr dann bei der 2ten oder 3ten Schicht auf der Waffe wieder findet.

    Nachtrag...
    [Hinweis: Wie angemerkt noch mal ein Hinweis zur Zeit in der Latex nach dem anmischen verwendet werden kann.
    Grundsätzlich hängt das antrocknen von Latex von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Je wärmer und je trockener desto schneller geht's.
    Das selbe gilt allerdings auch für das noch unbenutzte Latex in euer Schale
    nach durchschnittlich ca. 15 Minuten bildet sich auf dem Latex in eurer Schale eine dünne Haut. Wenn ihr nun das nächste mal mit dem Pinsel in die Schale tunkt zum auftragen der nächsten Schicht, nehmt ihr die Haut auf, und Verteilt sie in Form kleiner Knubbel auf der Waffe. Deckt nach jeder Schicht eure Schüssel einfach mit Klarsichtfolie ab. das hindert das Latex daran all zu schnell eine Haut zu bilden. Alternativ könnt ihr natürlich auch ein altes Marmeladenglas oder Wurstglas mit Deckel nehmen, und es nach jeder Schicht zuschrauben. So Luftdicht verschlossen hält sich das Latex auch noch ein paar Wochen. vor dem nächsten benutzen sollte das Latex allerdings noch mal gut durchgerührt werden, da sich das Destilliertes Wasser, die Farbe und Pigmente und das Latex voneinander absetzen können.]


    Danach ist die Waffe komplett Schwarz, in etwa so:





    Nach den ganzen Grundschichten lasse ich das Ganze etwas länger, meist über Nacht, durchtrocknen bevor ich mich um die Farben kümmere.


    3.4. Der Stiel und die Holzmaserung


    Nun Streicht ihr den Stiel braun.... Geht dabei wie bisher bei den anderen Schichten vor!

    [Info: Wenn die Latexschicht am Stiel etwas rau ist, ist es, wie oben beschrieben, nicht weiter schlimm. Das macht, wie ich finde, das Holz etwas realistischer bzw. die Waffe lebendiger, wie ihr sehen werdet wenn die Maserung drauf ist. Allerdings macht es einen enormen Unterschied, wenn die Unebenheiten gewollt sind, man sieht einfach ob es gewollt ist oder ein Unfall!]

    [Tipp: wie ihr seht habe ich nicht haargenau bis zum Übergang zum Axtblatt gearbeitet. Da später an den stellen noch eine Schattierung drüber kommt ist das "bis auf die Kante arbeiten" nicht nötig. Zudem gelingt das auch nicht jedem immer. Kümmert euch bis später nicht weiter drum!]

    so wird das ganze danach ausschauen:





    Nun die Schicht durchtrocknen lassen, muss nicht die ganze Nacht sein, aber schon etwas länger.

    [Tipp: Man kann, wenn man routiniert ist, zum nächsten Punkt springen und sich schon mal um das Axtblatt kümmern während der Stiel durchtrocknet! Ich arbeit hier mal der vollständigkeitshalber Schritt für Schritt.]

    Wenn die Schicht trocken ist, mischt ihr einen helleren Braunton an. Ich mische immer etwas weiss, etwas rot oder etwas gelb unter die verbliebende Farbe, je nach dem in welche Richtung die Holzfarbe später gehen soll... Aber auf jeden Fall soviel, dass sich die Farbe deutlich von der vorherigen unterscheidet.
    Tragt diese nun in bahnen von oben nach unten der Länge nach auf. macht rechts und links von der Pinselbahn etwas mehr als ihr mit einem zug des Kammes über die Rundung erwischen könnt. Achtet darauf, dass ihr eine recht dünne schicht Latex macht, denn ansonsten kann die Schicht nachher wieder zusammenlaufen, und versaut euch euere arbeit!!!


    Nun setzt ihr den Kamm an einem Ende an. (Ich gehe immer von oben nach unten) Wählt einen spitzen Winkel zu der Richtung hin wo ihr lang ziehen wollt!



    Zieht den Kamm nun von oben bis unten in einem Stück durch! Wenn ihr nun ein bisschen mit dem Kamm nach rechts und links schwankt beim durchziehen lässt es die Maserung echter wirken.
    [Achtung: NICHT ABSETZEN!]

    Macht nun die nächste Bahn und setzt exakt neben der vorherigen Bahn mit dem Kamm an, und wiederholt den Vorgang.
    Wiederholt diesen Schritt solange bis ihr einmal rum seid.

    [Tipp: Wenn ihr mit dem Kamm auf der einen Bahn einen Starken Schwenker nach rechts macht, und dann auf der nebenliegenden Bahn nach links, entstehen später schöne "Holznüsse"]

    Jetzt sollte alles so ausschauen:



    Nun wiederum alles trocknen lassen.
    Wie euch dann auffällt heben sich die Schichten noch recht stark voneinander ab, und die Rillen sind noch recht eckig in dem Latex.

    So würde das ganze etwa von der Seite betrachtet ausschauen:




    Da wollen wir uns nun ranmachen.
    Nehmt euch eine kleine Schüssel zur Hand, und gebt ein wenig (10ml) braune Farbe herein. Wählt einen Farbton der, wenn überhaupt, etwas heller ist als die unterste braune Schicht. Gebt nun noch ein ebensogrossen Schluck Latex hinzu. Jetzt nehmt ca. 80-100 ml Destilliertes Wasser, gebt es hinzu, und verrührt es ordentlich. Nicht zu schnell rühren, denn sonst entstehen Blasen die nachher auf der Waffe sind. Das Gemisch sollte nun etwa so flüssig wie Wasser sein. nehmt einen Pinsel, und streicht das ganze auf den Holzstiel. Dadurch setzt sich jetzt einiges des Gemisches in die rillen und füllt diese ein wenig auf. Gleichzeitig gleicht es die beiden Farben aneinander an indem es sich ein wenig auf die obere Schicht setzt und zwischen den beiden Farbtönen einen schönen Farbübergang schafft.

    Lasst das ganze antrocknen, und wiederholt das draufpinseln solange, bis der Farbton beider Brauntöne schön zueinander passt, und der Farbverlauf stimmig ist eurer Meinung nach.

    [Anmerkung: Wenn beim aufpinseln Blasen entstehen, könnt ihr sie wegbekommen indem ihr auf die noch feuchte Farbe pustet. Das bringt die Blasen leicht zum platzen!]

    Jetzt sollte das so aussehen von der Seite betrachtet. Die weissen Zwischenräume sollten nun recht gleichmäßig rund zugelaufen sein, so dass man die Struktur nichtmehr wirklich sieht, aber noch fühlen kann.




    Und hier das Ergebnis auf der Waffe:






    3.4. Das Axtblatt und die Schneide

    Kommen wir nun zum nächsten Teil, und zwar dem Axtblatt, der Schneide und ggf. den Verzierungen...






    ... mehr kommt noch ist also in arbeit alles... Morgen Abend denke ich .










    gruss
    Jens
    _____________________
    p.s. muss noch mal drüberlesen, und natürlich die restlichen Punkte machen... wenn ich mal wieder etwas Zeit habe
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  2. #2
    Tim Buktu
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    Guten Morgen!

    Hui! Da hst du dir aber Mühe gemacht! Ich finde die Anleitung bis hierhin wirklich gelungen, auch wenn ich einige Dinge zweimal lesen musste bis sich sie verstanden hatte :teeth:

    Und da ich gerade in den eigenen Vorbereitungen zum Axtbau bin, kommt mir diese Anleitung doch sehr gelegen, auch wenn ich ne andere Bauweise probiere. Nein, nein, keine Sorge, ich will jetzt nicht über die Vor-/Nachteile diskutieren

    Also, Danke für die Anleitung!

    Gruß,

    Rudi
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  3. #3
    Alex
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    Nice, dass Du Dir die Mühe machst. Bis hierhin scheint zumindest mir das ganze nicht unsicher, von daher würde ich daran auch nicht diskutieren würden.

    Alles andere hast Du ja leider abgeblockt, von daher, bin ich mal so frech ein paar gute Ideen in meinen Bauweisen auszuprobieren und es dabei zu belassen :wink:

    Grüße,
    Alex

  4. #4
    Ma-x-ster
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    Ok, dann sag ich einfach mal: Vielen Dank, eine für mich ziemlich gut scheinende, ausführliche Anleitung, die beim Axtbau sicher sehr hilfreich ist. :-)
    Max

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  5. #5
    Kjeldor
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    danke leute

    @ rudi
    ja es sollten sich ja wie am Anfang beschrieben etliche Elemente auch auf andere Bauweisen übertragen lassen. wenns dir hier und da mal ein wenig hilft, hats ja schon seinen zweck erfüllt

    @ alex
    es geht darum, das ich keine dämlichen Komentare, von wegen ich hätts aber anders gemacht, oder sowas lese. Wenn du jetzt an irgend nem Punkt sagst, da hätt ich ne Alternative, bzw so baue ich das immer, oä. hast, kannst du natürlich gerne was dazu schreiben, bzw. eine Alternative beschreiben, die man oben noch einfügen kann. wiegesagt, ich habe nur kein bock über schwachsinnige Kommentare zu reden (ist ja von dir normalerweise nicht zu erwarten ) , dafür ist das einfach zuviel arbeit...
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  6. #6
    luthien368
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    Zitat Zitat von Kjeldor
    es geht darum, das ich keine dämlichen Komentare...
    Als ob es sowas bei uns gäbe


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  7. #7
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    neiiiin niemals , sowas wie pappnasen gibbet nicht... nönö...
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  8. #8
    Alex
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    @ Kjeldor
    OK, selber Schuld. :wink: Also, ich habe zuallererst eine Frage: Warum, wenn Du Dir die Mühe machst, den gerollten Schaumstoff links und rechts für das Axtblatt zu entfernen, warum nicht auch hinten. Korrigiere mich bitte, aber würde das Lederinlay dann nicht direkt am Kernstab liegen (auch hinten) und die Kabelbinder, die hinten außen rum laufen, das ganze im gesamten andrücken? Erscheint mir stabiler.

    Na ja, ansonsten bin ich kein Freund von der "Pommes-Sicherung" (Müsste ich der Vollständigkeit halber mal auf LARPbau nachfügen), ich halte die für grenzwertig. Aber das ist schon wieder Geschmackssache. Die Gegenargumentation läuft dabei immer "Die ist bei mir noch nie ausgebrochen", wo ich dann immer sagen muss "Ich hatte ein paar gekaufte Waffen ohne Spitzensicherung, die auch nie ausgebrochen sind. Gemerkt habe ich das erst, als ich die beim restaurieren auseinander genommen habe". Bin dann immer froh, dass nie der Worstcase aufgetreten ist. Erst dann braucht man eine Spitzensicherung. Da mir empirische Nachforschungen mit der "Pommessicherung" (Annika nennt die so, weil da eine "Schaumstoffpommes" den Kernstab verlängert. Wenn jemand einen Namen hat, der nicht so abwertend klingt, gerne her damit) allerdings nicht vorliegen, möchte ich jetzt aber nicht sagen, dass die unsicher ist, ich privat würde ihr oben einfach nicht vertrauen. Für unten kann ich ganz klar sagen, dass sie für etwas schwerere Waffen ungeeignet ist. Bzw. Besitzer, die die Waffe öfter auf den Knauf stellen und das Armgewicht drauf ruhen lassen. Dann ist die Geschichte nämlich nach ca. 1,5 Jahren durch. Irgendwann formt sich da der Schaumstoff nicht mehr zurück, hatte da ein paar Waffen von. Ich privat würde hier eine Wickelsicherung bevorzugen. Man sagt mir allerdings auch nach, dass ich in Sachen Sicherheit etwas genauer hinschaue. Ich sage immer nur, ich baue Waffen, die ich in 10 Jahren nur mal immer wieder nachlatexen muss... nicht nachbauen.

    Grüße,
    Alex - Hofft, dass das Konstruktiv genug war...

  9. #9
    Kjeldor
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    Ne war Konstruktiv...
    zur ersten Frage:
    Ich dachte das auch erst. Nach dem zerlegen einiger so gebauten Waffen habe ich allerdings das gegenteil gesehn... Ich habe ja die Tage mal über Axtblattsicherungen sinniert, das setzte ich jetzt mal vorraus... ich zeig erstmal nen bild und schreib dann weiter:



    Rot ist die Bewegung des Axtblattes
    Weiss der Kernstab
    Gelb das Polster
    Blau die kritische Stelle

    Nun Bewegt sich das Axtblatt nach oben beim einhaken. Die meiste Belastung herrscht in dem blauen Kreis. Die Stelle versucht sich also auseinander zu ziehen. Ein teil der energie geht an der verankerung durch die Kabelbinder verloren, bzw wird richtigerweise abgeleitet. Nun haben wir einen Teil der Energie schonmal weg. Wenn das Leder nun direkt an dem Kernstab liegt, bleibt der Rest an der "blauen Stelle" hängen. mit der Zeit dehnt sich das weiche Leder aus, bzw leiert ein wenig auseinander. Das passiert nicht wenn der untere Teil des Leders ein wenig nachziehen kann, eben durch den Spielraum (gelbe Stelle).


    zum zwoten Einwurf:
    Bei Waffen bis ich schätze mal 700-800g hält die Sicherung im Knauf problemlos dem Druck stand, auch nach Jahren noch. Ich konnte bisher beim auseinanderbauen von Waffen noch nix gegenteiliges feststellen, sah halt aus wie nach dem bauen.... über das Gewicht hinaus natürlich nicht, keine Frage, aber das ist hier ja auch nicht das Thema bei einer einhändigen Axt... Das war noch Konstruktiv...
    Oben an der Spitze. Ja klar, kann ich sagen ist noch nie ausgerissen, und natürlich kann auch ohne Sicherung nix passieren, aber das ist glückssache, was ein Punkt ist, den man Konsequent ausschliessen sollte! Darüber sind wir uns ja einig, denke ich.
    Du hättest schreiben sollen, was du denkst was daran unsicher ist, oder nicht nach 10 jahren immernoch 1A hält. Das war keine Konstruktive Kritik, sondern nur ein "Ich mache es anders / mein Prinzip ist besser" Kommentar ohne jegliche argumentative Untermauerung. Ich diskutiere ja gern angeregt, und lass mich auch gerne eines besseren belehren aber dann bitte Konstruktiv! (ohne Kritik und Verbesserungsvorschlägen wäre wohl keiner so gut wie er jetzt ist, gelle )
    Die Sicherung mit einem Schlauch, die du ja verwendest, gehe ich mal von aus, bzw die angesprochene Wickelsicherung, ist vom Grundprinzip her die gleiche. Du füllst den Schlauch ja auch irgendwie auf, mit Silikon, Kleber, oder was auch immer. Ich gehe mal von Silikon aus. Das ist deine Kernstabverlängerung bei einer Wickelsicherung ists das zusammengerollte Leder. Wobei korrekterweise bei allen Arten der Kernstab "verlängert" wird um der Sicherung eine flexible Stabilität zu geben. Vor dem Überdehnen schützen alle Sicherungsarten genau gleichermaßen. Faktisch besteht ja der einzige Unterschied das die Sicherung mit einem Schlauch das dieser mehr Energie aufnimmt, wohingegen die Sicherung mit Leder die Energie im umliegenden Material verteilt. Die Wickelsicherung nimmt gleichermaßen Energie auf und verteilt sie. Ist also quasi das Mitteldingen zwischen den beiden anderen. Die Schutzwirkung ist im Resultat die gleiche! Was nun wirklich besser ist, könnten denke ich mal nur Labortest ergeben... dazu wirds ja leider nie kommen
    (dann würds keine Diskussionen mehr geben )

    Wickelsicherung habe ich in der praxis erst 3 mal verwendet, testweise quasi.
    (zB.) Habe einmal jeweils 2 gleiche Äxte aufgebaut, und jeweils eine mit der "Pommestechnik" (das wort ist echt gut ) und einmal mit der Wickelsicherung. nach ca 3 Jahren habe ich die Äxte wieder zerlegt, zwecks Überarbeitung, und konnte keinen Unterschied, weder am Knauf, noch am Kopfstück, feststellen.

    Wie gesagt, ich habe eigentlich alles (mir) bekannte bereits mehrfache male gebaut, und getestet und verglichen. Du brauchst dir keine Sorgen machen, dass ich hier zweifelhafte oder gar unsichere Techniken Poste! Ebenso schliesse ich mich öffters mit freundeten Waffen-Bauern kurz, und wir sprechen über die verschiedenen Techniken. (bzw, wenn mal was unerwartet kaputtgeht, oder wo Fehler auftreten können, Materialien, Händler, etc.)

    gruss
    Jens


    EDIT:
    Zu der Anleitung sind wieder einige Punkte hinzugekommen...
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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  10. #10
    Alex
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    Äh, ob das jetzt konstruktiv ist oder nicht, ist eine Ansichtssache. Gib eine Waffe mit Pommessicherung dem Garren und ich gebe ihr ein halbes Jahr Lebenserwartung. Ist so... bei dem lösen sich noch ganz andere Sachen auf. Und seit dem das so ist und ich das weiß, baue ich alle Waffen so, dass sie auch bei Garren 2 Jahre überleben können.

    Ich hatte aber geschrieben, dass das ein persönliches Steckenpferd von mir ist und Deine Arbeit in keinster Weise schmälern soll.

    Ich danke Dir für Deine Ausführungen.

    Grüße,
    Alex

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