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  1. #1
    luthien368
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    Betreutes Bauen: Waffe gießen

    So, nun möchte ich auch mal ein betreutes Bauen in die Welt schmeissen Es geht um folgendes:

    Vor einiger Zeit habe ich für eine Waffe einen Teil in Latex gegossen und mit Schaumstoff hinterfüttert, um Details zu erlangen, die ich mit Schnitzen und überlatexen nicht hinbekommen hätte.

    Ich fertigte hier die Waffe an, ließ jedoch Gesicht und Arme frei. Diese modellierte ich auf, formte sie in Gips ab und goss es in Latex aus. Diese Hülle füllte ich nun mit kleinen Schaumstoffstücken und Latex auf, ließ es trocknen, passte das ganze an und klebte es, wie eine Applikation, auf die Waffe. Das Resultat ist ein Detailliertes und trotzdem weiches Teil.


    http://api.ning.com/files/8T8jXt9jge...737&height=552

    Lange Einführung, kurzer Sinn - das würde ich gerne mal für eine ganze Waffe, bzw. einen größeren Teil einer waffe versuchen. Der Plan sieht bisher wie folgt aus:

    Schritt 1 - Planung der Waffe, Festlegung der Grenze von Applikation und normal gebautem / geschnitztem Rest. Das rot eingekreiste modelliere ich, der Rest wird mit Schaumstoff angefügt, da es nicht mehr so detailliert ist.


    Schritt 2 - Abformen des Modelles in Gips, Aufsägen der Form der Länge nach (in einem Zickzack, damit die Form sich später nicht verschieben kann). Reinigen und Ausgießen in Latex.


    Schritt 3 - Füllen der Latexform mit kleinen Schaumstoffbrocken und Latex, bis die Form stabil ist und eine überschaubare (möglichst geometrische) Leerform (also das, was noch mit Schaumstoff gefüllt werden muss ) hat.

    Schritt 4 - Entnahme der Latexabformung. Zwischendurch Bau des Stabes wie gewohnt, incl. Kopfsicherung. Schneiden eines Matratzenschaumstoffblockes in Form der Leerform der Applikation. Verbinden von Matratzenblock und Kopfsicherung.

    Schritt 5 - Verbinden der Latexabformung und dem Matratzenstück am Stab (wenn möglich auch eine Verbindung von Latexabformung und Kopfsicherung). Wie? Zur Not mit tubenweise Pattex Repair

    Schritt 6 - Anbringung des Restdesignes (Ziegenbart, Stofffalten).

    Schritt 7 - Latexen und bemalen.

    Sehr ihr darin jetzt schon Probleme? Habt ihr Bedenken? Verbesserungsvorschläge?

    Ich bin auf eure Hilfe gespannt - Gruß Annika


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  2. #2
    Taurec DaWindschief
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    Spontan fällt mir da nur ein, daß es vielleicht praktischer wäre die Form direkt zweiteilig zu gießen. Erst die Ober und dann die Unterseite (ähnlich wie bei http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?M%FCnzenGiessen

    Beim Zersägen fehlt immer das weggesägte, das letzte Stück müßte wohl eh gebrochen werden sonst müßte man die Vorlage auch zersägen, da ist zweiteiliges Gießen vorteilhafter, verrutschen kann man verhindern indem den ersten Guß leicht uneben aussführt oder zweimal mit dem Daumen in den frischen Gips drückt.

    Es gibt dann vielleicht ein Problem mit Vorsprüngen und Hohlräumen in der modellierten Vorlage, wenn die Vorlage nicht elastisch ist oder nicht plastisch bleibt (z.B. Gips, Fimo, oder sonstwas Steinhartes); dann wird man Original und Form nicht mehr auseinanderbekommen, da beide Teile ineinandergreifen.
    Ich habe mal einen Plastik-Kurs belegt bei dem wir einfach frischen Ton für die Vorlage benutzt haben, der bleibt nach dem Härten des Gips auch plastisch und man kann den nach öffnen der Form leicht wieder herauslösen (solange man den Haufen nicht durchtrocknen läßt.

    Zuletzt fällt mir noch spontan dieser Weichschaum hier ein: http://www.swiss-composite.ch/pdf/t-2K-PU-Schaum.pdf

    Ich wollte schon immer mal wissen wie fein man damit Arbeiten kann

  3. #3
    luthien368
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    Ehrlich gesaagt ist mir zweiteilig Gießen einfach zu Aufwändig :P. Diese Art des Abformens habe ich bereits einmal gemacht und es hat sehr gut geklappt - damals habe ich auch ein sehr dünnes Sägeblatt genommen, und selbst wenn ein Milimeter wegfällt ist das nicht weiter tragisch, das macht den Bock nicht fett (eher im Gegenteil ).

    Die Vorlage zu zersägen ist kein Problem, besteht sie ja eh aus Ton

    Das Problem mit Unterstechungen etc. ist ebenfalls nicht weiter tragisch, da ja das Latex in diesem Fall elastisch genug ist. Wenn ich den Kopf in Gips oä. Abformen wöllte, wäre das was anderes. Auch ist das Modell so ausgelegt, dass keine Ringe entstehen, die die Latexabformung an die Form binden würde.

    Gruß Annika


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  4. #4
    Alex
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    Meine Bedenken eines gegossenen Hohllayers, der nur locker mit Schaumstoff hinterlegt ist, in einer Hauptknautschzone (Spitze einer Keuel) habe ich Dir ja schon gesagt. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du um den Kernstab ein paar fest geklebte Lagen Schaumstoff machst, wie bei einer normalen Waffe. Und dann erst die Schaumstoffschnipsel unter dem Hohllayer kommen. Sonst wäre es sicherheitstechnisch nicht akzeptabel.

    Ich denke das es funktionieren dürfte, aber nicht so haltbar, wie eine herkömmliche Waffe ist.

    Was mir aber gerade aufgefallen ist, die Idee von Taurec mit dem PU-Schaum ist eigentlich super. Erst ein paar Lagen normalen Schaumstoff um den Kernstab, bis man quasi einen glatten Stab hat. Die Form schäumen und einen Teil für den "Stab" herausschneiden und dann aufkleben. Der weiche PU sollte keinem weh tun und die Schockabsorption findet auf jeden Fall durch die inneren Lagen Plastazote statt. Die Frage wäre nur der mögliche Detailgrad und die Robustheit des PU-Schaums. Müsste man testen.

    Grüße,
    Alex

  5. #5
    luthien368
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    Zitat Zitat von Alex
    Meine Bedenken eines gegossenen Hohllayers, der nur locker mit Schaumstoff hinterlegt ist, in einer Hauptknautschzone (Spitze einer Keuel)
    Warum locker hinterlegt? Der Schaumstoff ist doch mit dem Latex verbunden? Oder hab ich was falsch verstanden?

    Um das mal zu verdeutlichen:


    Was mir aber gerade aufgefallen ist, die Idee von Taurec mit dem PU-Schaum ist eigentlich super.
    Aber wie reagiert der Schaum auf Latex? Dieses Zeug wäre für mich nur interessant, wenn ich den Abdruck zuerst mit Latex ausgieße und dann mit Schaumstoff fülle. Wenn ich eine saubere Schaumstoffform will, kann ich mir das auch schnitzen


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  6. #6
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    Und was machst du, wenn das Teil mal neu gelatext werden muss? Dann würde ja die ganze Detailform verloren gehen und müsste neu gegossen werden...
    Ist das denn so schwer zu schnitzen?

  7. #7
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    @ Klaufi
    Es geht ihr nicht um "schwer", sondern es ist unmöglich einen so hohen Detailgrad hinzubekommen, wenn man etwas erst schnitzt und dann latext. HAtte ich erst auch nicht verstanden. Der Latex macht scharfe Kanten rund und "frisst" kleinere Details.

    @ Luthien
    Hm, könnte so funktionieren, wenn der Teil mit dem Schaumstoff-/Latexgemisch erheblich dünner ist, als auf der Zeichnung.

    Grüße,
    Alex

  8. #8
    luthien368
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    *yawn* guten Morgen

    Also, Alex hat das richtig verstanden, Latex vernichtet mMn einfach zu viele schöne Details und scharfe Kanten. Mein Streitkolben wird wohl nicht so viele Details enthalten, jedoch möchte ich einfach mal diese Machart austesten, da sie mir schon länger im Kopf rumspukt. An Neulatexen will ich allerdings momentan gar nicht denken =(

    @ Alex: Ich werde die Latex/Schaumstoff-Schicht nur so dick machen, wie ich brauche, um der Außenhaut Stabilität zu verleihen. Wenn man von innen auf die SChicht drückt, sollte man noch eine gute Übersicht haben, ob die Schicht zu dick und hart wird oder nicht.


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  9. #9
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    So, hier habe ich mal den Kopf modelliert. Wie gefällt er euch? Meint ihr, ich sollte noch Knauben von Vergangenen Kämpfen hinzu fügen? Ich überlege, ob ich die Oberfläche wie geschnitzt aussehen lasse, das wird aber eine Meeega Arbeit und ich weiß nicht, ob ich das hin bekomme. Lieber mache ich eine schöne Latex-Oberfläche *grübel*...

    http://api.ning.com/files/PIseXuLPu0...450&height=600

    http://api.ning.com/files/PIseXuLPu0...737&height=552

    http://api.ning.com/files/PIseXuLPu0...737&height=552

    http://api.ning.com/files/PIseXuLPu0...450&height=600

    http://api.ning.com/files/PIseXuLPu0...450&height=600

    http://api.ning.com/files/PIseXuLPu0...737&height=552

    Und hier für die Ning-User: http://larper.ning.com/photo/album/s...A433710&page=2

    Ich fürchte, ich werde kot***, aber die Hörner ohne Riffeln gefallen mir nicht =(. Werd ich wohl noch machen *Ächtz*...

    Gruß Annika


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  10. #10
    Alex
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    Oh Gott, ich werde nie wieder ein Stück Ton anfassen können,ohne das Gefühl zu haben, es zu entweihen.... wow... aber wir sind ja gar nichts anderes von Dir gewohnt. :wink: Schade, dass Du den Mund der männlichen Ziege nicht offen hinbekommen hast, wie auf der Zeichnung, aber das hatte ich mir schon gedacht. Hat mir dort nur sehr gut gefallen.

    Die Hörner ohne Riffelung sehen wirklich etwas seltsam aus. Schnitzoptik würde ich lassen, da hättest Du das wirklich aus Schaumstoff schnitzen können.

    Ich bin ja immer noch gespannt, wie Du das ganze auf den Stab bringen wirst.

    Grüße,
    Alex

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