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  1. #1
    Klaufi
    Klaufi ist offline
    Alter Hase Avatar von Klaufi

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    Gambesonfüllung Bezugsquellen

    Hallo

    Ich wollte mir irgendwann mal nen richtig schnieken Gambeson nähen, wenn mein jetziger den Geist aufgeben sollte (selbstgenäht aus Segeltuch und Umzugsdecken als Füllung). Die Löcher unter den Achseln werden einfach immer größer und auch so hätt ich dann wieder nen Grund zum Basteln
    Nun hatte ich gelesen, dass auch Rohwolle als Füllmaterial verwendet werden kann. Ich wollte wohl Längssteppung machen, würde mann da dann erst die nächste Kammer nähen und dann mit Wolle vollstopfen oder schon vorher was reinmachen? Und wo bekomm ich solche Wolle her bzw. wo soll ich danach suchen? Wirds doch bestimmt auch so zu kaufen geben ohne im Internet bestellen zu müssen, oder doch nicht?

  2. #2
    Kelmon
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    Hallo,

    - Die Wolle wird natürlich am Ende reingestopft, nicht schon vorher Es kann aber gerade bei engen Röhren helfen, diese Stückweise von unten nach oben zu nähen. Also z.B. von Knie bis Hüfte nähen, stopfen, von Hüfte bis Brust nähen, stopfen, etc.

    - Keine Ahnung, wo Du Wolle herbekommen kannst, aber falls Du auf dem Land wohnst wäre ein Schäfer für mich eine logische erste Anlaufstelle Die Wolle müßtest Du dann aber ggf. erstmal aufwendig von einer Menge Dreck und Unrat befreien...
    Die Wolle einfach auf ebay zu bestellen dürfte tatsächlich am einfachsten sein. Hierbei keine kardierte Wolle nehmen, denn kardiert brauchst Du zum stopfen nicht, und der zusätzliche Arbeitsschritt verteuert das Ganze natürlich.

    Bedenke allerdings, daß ein solcher Gambeson, alleine getragen wenig Schutz gegen Waffeneinwirkung bietet. Waffen können sehr leicht die Nähte durchdringen (die ja aus nicht mehr als 2 Lagen Segeltuch bestehen), hinzu kommt, daß die lose Wolle mangels Struktur einer Klinge wohl weniger Widerstand bietet als Lagen von verwebtem Tuch.
    Solch ein Gambeson wäre also am ehesten als Polsterung unter einer anderen Rüstung zu empfehlen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    bastelfreak
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    Grünschnabel

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    zum filzen bestell ich immer dort:

    www.wollknoll.de
    wer nicht schneiden kann muss schleifen, wer das auch nich kann soll die finger lassen vom basteln... das arme material was hat es euch getan

    ahhhhhhhhhh

  4. #4
    Bobel
    Bobel ist offline
    Grünschnabel

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    Hi,

    Zitat Zitat von Kelmon
    - Die Wolle wird natürlich am Ende reingestopft, nicht schon vorher Es kann aber gerade bei engen Röhren helfen, diese Stückweise von unten nach oben zu nähen. Also z.B. von Knie bis Hüfte nähen, stopfen, von Hüfte bis Brust nähen, stopfen,
    so klar finde ich das nicht. Ich hab mal irgendwo gelesen, das man die Rohwolle (oder auch andere Fuellungen wie Pferdehaar) genauso wie zusaetzliche Stofflagen einfach vor dem abnaehen gleichmaessig verteilt. (sollte es eine Wuchsrichtung geben, dann quer zueinander geschichtet) und dann durch alles durch die Roehren (oder Rauten) absteppt, damit umgeht man naemlich das Problem das man nur zwei Schichten Stoff an den Naehten hat sehr gut. Da die Wolle ja aneinander haftet sollte das auch nicht zuviele Probleme beim auslegen machen

    Gruesse Martin

  5. #5
    Hana
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    Wenn man stopft, kann man die Füllung dicker machen und fester, allerdings ergibt sich dann das Problem mit den Nähten als Schwachstellen, und ein weiteres Problem kann auftreten: Thilo Trapp hat mal einen gestopften Gambeson gemacht, und die Füllung neigte dazu, beim Tragen des Gambesons immer mehr runterzurutschen, d.h. nachstopfen.

    Bei einem durchgenähten Gambeson kann das natürlich nicht passieren, dafür kann der nur begrenzt dick werden, wenn man ihn mit der Maschine nähen möchte (per Hand gehts dicker, allerdings wird man da wohl auch ab einer gewissen Dicke zu fluchen anfangen beim Nähen ...)

    viele Grüße,
    Annkathrin
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  6. #6
    Domi
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    Ich arbeite grad an nem Gambesson den ich auch für leicht/mittelschweres Kontakttraining hernehmen will. Zum Stopfen nehme ich sog. Baumwollwatte, das ist zerrupfter Baumwollstoff und wird zum Polstern von Teddys oder Kissen genommen. Ich wollte eigentlich erst fertig sein damit bevor ich meine Meinung dazu geben kann, aber ich habe schon einen Testbereich gestopft, 2 cm dick.
    Vorläufig kann ich sagen: waschbar, das Kissen das ich mir beim ersten Inlineskatingversuch untern Hintern gewünscht hab hätte aus dem Material zu sein gehabt, und ich schaffe es nicht(!) mit einem Finger eine Nähnadel auch nur 5 mm weit reinzuschieben. Mit entsprechend grosser Schwertspitze tut man sich bestimmt schwer. Zumal der Schutz wohl eher gegen Stiche/Häue war, die man nicht voll pariert hat, also schnittähnliche Abrutscher, da einen richtigen Treffer ziemlich wenig hält. (Habe mal einen Schnitttest gemacht und wage das zu behaupten).
    Nebenbei bemerkt, angeblich war eine wichtige Standardnahkampfwaffe der Schlacht der Knüppel ...
    Zur Naht: ich denke eher nicht füttern, da:
    Ein guter Stich, ob auf die Naht oder sonstwo, kommt sowieso durch.
    Ein weniger guter Stich ist vielleicht schon wieder ein halber Schnitt (und kommt nicht senkrecht auf die Naht sondern rutscht schräg rein), ausserdem ist die Spitze eines Schwertes doch so breit dass das Futter neben der Naht auch getroffen wird, und umso dicker das Futter umso weniger fällt die Naht ins Gewicht.
    Allerdings braucht man die Naht als Kältebrücke. Die Beweglichkeit und den Komfort den mir die Stoffrüstung gibt nutze ich so konsequent aus.

    Aber: mehr Erkenntnisse nach Fertigstellung und Test. Wenn ich Material übrig hab und dran denke mach ich vielleicht in nem guten Jahr mal nen Schnitttest mit einer Gambessontatami, aber versprechen tu ich lieber nix

  7. #7
    Aeshma
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    Danke dass du uns allen mal sagst wofür ein Gambesson da ist

    Grüße
    Aeshma

  8. #8
    Nerestor
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    Zitat Zitat von Aeshma
    Danke dass du uns allen mal sagst wofür ein Gambesson da ist
    Hmm, so hab ich den Beitrag nicht gewertet. Domi bezieht sich damit ja direkt auf Hanas vorhergehenden Beitrag. Die grundlegenden Informationen zur Nutzung eines Gambis kam bei mir nicht als Klugscheisserei an, sondern als Veranschaulichung des Schnittest.

    Somit empfinde ich deine Reaktion auf Domis ersten! Beitrag als unpassend. Fühle dich gerügt!

  9. #9
    Kelmon
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    Ein guter Stich, ob auf die Naht oder sonstwo, kommt sowieso durch.
    Es gibt nicht nur "geht durch" und "geht nicht durch". Denken in Absoluten ist hier fehl am Platze. Eine Naht bietet weniger Widerstand als der gestopfte Teil, und damit ist sie eine Schwachstelle.

    Nebenbei bemerkt, angeblich war eine wichtige Standardnahkampfwaffe der Schlacht der Knüppel ...
    Wie kommst Du darauf?

    ausserdem ist die Spitze eines Schwertes doch so breit dass das Futter neben der Naht auch getroffen wird, und umso dicker das Futter umso weniger fällt die Naht ins Gewicht.
    Es gibt nicht nur das Schwert. Abgesehen davon entzieht sich mir da generell der Sinn - wenn ich mit einem Schwert zusteche, und dabei Parier und Klinge vertikal halte, ist es egal wie breit das Schwert ist.

    Allerdings braucht man die Naht als Kältebrücke.
    Es dürfte dem mittelalterlichen Kämpfer, der sich den bestmöglichen Schutz "für's Geld" wünscht, herzlich egal sein, ob mit seiner vermutlich sichereren Bauweise moderne Hobbykrieger 5% mehr schwitzen...
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
    Aeshma
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    Fühle dich gerügt! Very Happy
    *Fühlt sich gerügt und trotzdem gut

    Naja ich wollte jetzt eben nicht sagen, dass das was er da schreibt auf ziemlich wackeligen Beinen steht...

    Danke an Kelmon

    Grüße
    Aeshma

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