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  1. #1
    Ayrianira
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    Grünschnabel Avatar von Ayrianira

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    Bücher über Alchemie in Samt einschlagen?

    Hallöchen,

    Ich wollte mal fragen, ob es unpassend wäre, Alchemie- und Kräuterbücher ein Samt einzuschlagen?

    Als Contra-Argument fiel mir ein, dass Samt sehr schnell schmutzig würde und schlecht zu reinigen ist, oder dass der eventuell auftretende Kontakt mit den Edukten oder Produkten sich negativer auf Samt als zum Beispiel auf Glattleder auswirken würde.

    Außerdem bin ich mir unsicher, ob Samt für Alchemistenbücher generell unpassend ist, weil sich Alchemisten Samt nicht leisten können/wollen? Ich habe nämlich fast gar keine Vorstellung wie so der "Stand" eines Alchemisten ist [also mehr wie Bauer oder Handwerker oder Gelehrter?] und LarpWiki hat mir diesbezüglich nicht viel weiter geholfen.

    Andererseits finde ich Samt sehr schön, es fühlt sich toll an und ich stelle mir das Ganze sehr schön vor, wenn man das Buch zusätzlich bestickt oder mit Perlen verziert.

    Außerdem dachte ich, dies würde den Büchern eine (ich mag mich irren, ich kenne mich mit der Standartoptik von Larpbüchern nicht aus) außergewöhnlichere Note verleihen, da ich einen Elfencharakter spielen wollte und ich mir dachte, dass diese ihre Bücher vielleicht anders verzieren als Menschen.
    (wenn Samt & Perlen & Anderes für Menschen üblich ist, verzichte ich halt auf das Ganze)

    MfG,
    Julia

  2. #2
    Kelmon
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    Ein Alchemist (vor allem wenn er auch eine Art "Apothekerfunktion" erfüllt) kann wohl getrost zu den Edelhandwerkern gezählt werden - auf einer Stufe mit Goldschmieden, Uhrmachern oder Kanonenbauern.

    Arbeitet mit teuern Materialien, stellt teure Produkte her.

    Ich würde es nicht für unpassend halten, daß ein Meister seines Berufs mehr Geld zur Verfügung hat und edler gekleidet auftritt als so mancher Ritter auf seiner kleinen Turmhügelburg auf dem Land.

    Rein praktisch mag Samt als Bucheinband im LARP-Alltag eine schlechte Wahl sein, wobei es natürlich auch wieder verwundert, warum ein Alchemist seine kostbaren Bücher überhaupt in die Nähe von potentiell für sie gefährlichen Mitteln bringen sollte.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Besserwisserboy
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    Da Bücher auch als recht teuer gelten, sieht ein Samtumschlag meiner bescheidenen Meinung nach nicht übertrieben aus.
    Ich selbst habe auch schon LARP-Bücher gebastelt und diese im äußeren Deckel oder dem Innenteil des Deckels mit Samt ausgeschlagen.
    Wobei ich echten Samt und keinnen Pannesamt nehmen würde.
    Für die Ecken kann man auch sehr gut Ziernieten oder Edelsteinimitate zum Aufpeppen nehmen.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  4. #4
    Nerestor
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    Ich glaube, dass der Samt und damit das Buch nach sehr kurzer Zeit extrem schmuddelig aussehen dürfte. Allein schon, weil man das Buch herumträgt und Schweiß, Staub und was sonst so an den Händen klebt, auf den Samt überträgt. Mit Lederrand im Regal stelle ich mir das super vor. Aber zum rumtragen und benutzen dürfte es unpraktisch sein.

  5. #5
    Llewellian
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    Es stellt sich doch die Frage:

    Warum haben in der Realität Leute ihre Bücher nie in Samt eingeschlagen, sondern immer in Leder?

    Und wenn sie zeigen wollten, das sie richtig Geld haben, haben sie das Leder noch beschlagen lassen, mit Gold und Edelsteinen verziert?

    Samt sieht auf Büchern nicht aus. Vorallem wenn dann der Kleber sich von unten durcharbeitet mit dem der Samt auf das Buch geklebt wurde...
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  6. #6
    Cartefius
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    Ich halte Samt auch nicht als besonders geeignet als Bucheinbindematerial. Gerade über harte Kanten und Ecken gespannt reibt sich Samt sehr schnell ab und wird schäbig, so dass der edle Eindruck schnell dahin ist, außerdem wirkt ein in Samt gebundenes Buch auf mich vermutlich weniger wie ein alter Wälzer, sondern eher wie eins von diesen modernen plüschig eingeschlagenen Poesialben.

    Was den Stand und Wohlstand der Profession des Alchemisten angeht, so würde ich entsprechende Charaktere erstmal grundsätzlich zumindest in das wohlhabende Bürgertum einordnen. Schließlich kostet eine Laboreinrichtung mit Glasgeräten, Öfen, und vor allem exotischen und seltenen Materialien eigentlich ein kleines Vermögen, und liegt damit deutlich außerhalb der Reichweite von jemandem, der sich nicht mal Samt für einen Bucheinband leisten kann.

    Bei Elfen mag die Sache wiederum ganz anders aussehen, in meiner Vorstellung ist allerdings auch Alchemie eher ein Handwerk für Menschen, Zwerge und Gnome, während für mich Elfen deutlich mehr zur magischen Forschung tendieren würden. Selbstverständlich gibt es da Überscheidungen, aber den Elb in Seidenrobe, der rußverschmiert aus seinem nach Schwefel stinkenden Retortenkeller wankt, kann ich mir eigentlich eher nicht vorstellen.

    Rein praktisch mag Samt als Bucheinband im LARP-Alltag eine schlechte Wahl sein, wobei es natürlich auch wieder verwundert, warum ein Alchemist seine kostbaren Bücher überhaupt in die Nähe von potentiell für sie gefährlichen Mitteln bringen sollte.
    Für mich wäre das Klischee des Alchemisten schon immer auch das des zerstreuten Forschers, der zwar grundsätzlich eher Labor und Bibliothek getrennt halten würde, aber auch mal im Rausch des spannenden Experiments die Ecke seines Folianten ankokelt. Grundsätzlich ist aber sicherlich das "außer Reichweite legen" die bessere Alternative als der Versuch, Bücher vom Einband her säure- und feuerfest zu machen.

    Was für einer Kultur soll der Elf denn überhaupt angehören? Das wäre für mich der wichtigste Punkt, um zu überlegen, wie man dazu passend einen Bucheinband gestaltet.

  7. #7
    Justav
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    Hat man das große literarische Nachschlagewerk nicht offen aufgeschlagen, während man die diversen Ingredenzien in den leicht versifften Kessel schüttet? Oder weiß jeder Alchimist auswendig, wieviele Molchschwänze in ein Stärkungselixier gehören, und wieviel Nachtigallaugen in einen Liebestrank? In meiner Vorstellung gehört das Stehpult mit aufgeschlagenem Buch zum Laboratorium dazu, sei es nun das eines Magiers oder das eines Alchimisten.

    Samt halte ich aus mehreren Gründen für einen nicht idealen Einband; erstens lässt sich ein Bucheinband kaum säubern, geschweige denn waschen, was prinzipiel gegen Textilien spricht. Zweitens wirkt Samt mE sehr schnell abgenutzt und dreckig. Drittens würde ich vermuten, dass Samt schnell feucht wird bzw sich Nässe daran sammelt, und gerade das wäre eher schädlich.

    Zitat Zitat von Cartefius
    Selbstverständlich gibt es da Überscheidungen, aber den Elb in Seidenrobe, der rußverschmiert aus seinem nach Schwefel stinkenden Retortenkeller wankt, kann ich mir eigentlich eher nicht vorstellen.
    Naja, gleiches ließe sich über den Schmied sagen, eigentlich über alle Handwerke, die auch mit Schmutz und Dreck zu tun haben. Davon würde ich mich nicht abhalten lassen; vielleicht parfümieren die auch nur ihre Arbeitskeller besser, und sind vorsichtiger beim Salzsäure verschütten...

    (Ich denke gerade an die Schmiedeszenen aus dem HdR-Verfilmung; fand oich hübsch, auch wenn rußverschmierten Typen mit Hämmern und Zangen an sich wenig elbisches Klischee aufkommen lassen).

  8. #8
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Justav
    Hat man das große literarische Nachschlagewerk nicht offen aufgeschlagen, während man die diversen Ingredenzien in den leicht versifften Kessel schüttet? Oder weiß jeder Alchimist auswendig, wieviele Molchschwänze in ein Stärkungselixier gehören, und wieviel Nachtigallaugen in einen Liebestrank? In meiner Vorstellung gehört das Stehpult mit aufgeschlagenem Buch zum Laboratorium dazu, sei es nun das eines Magiers oder das eines Alchimisten.
    Ehrlichgesagt - das halte ich für absolut nicht notwendig. Der sollte sowas auswendig wissen. Ein moderner Arzt kann ja auch vieles Diagnostizieren ohne seine Nase in die zweifellos reichlich vorhandenen Nachschlagewerke zu stecken. Natürlich tritt da der Fall, daß man nachforschen muß, auch ein, aber ein Alchemist, der seine Standardtränke nach Anleitung brauen muß...der wäre mir so suspekt wie ein Arzt, der "das große Buch der Frakturen" neben sich liegen hat während er mir den Arm schient.

    Daß man jeden Schritt von sowas irgendwo nachlesen muß (und kann!) halte ich für eine eher moderne Denkweise.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #9
    Cartefius
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    In meiner Vorstellung gehört das Stehpult mit aufgeschlagenem Buch zum Laboratorium dazu, sei es nun das eines Magiers oder das eines Alchimisten.
    Das stimmt schon, allerdings ist ein an erhabener Stelle plazierter Bücherständer natürlich etwas anderes, als den Wälzer zwischen zerdrückten Molchaugen und rauchendem Vitriol an die Destille zu lehnen. Zumindest aus meinen Laborerfahrungen weiß ich: Je nach persönlichem Naturell, Enge der Arbeitsumgebung und Hektik, die herrscht, kommt beides durchaus vor, und aus meinem Skript zum organisch-chemischen Praktikum hätte man nachher eine leckere Suppe kochen können. Schön fände ich aber z.B., wenn man einen großen und kostbaren Wälzer etwas abseits auf einem Bücherpult stehen hat, Notizen und direkte Arbeitsanweisungen aber eher auf lose Zettel oder einer Wachstafel notiert auf dem Labortisch liegen hat.

    Aber all das ist mehr oder weniger ein Luxusproblem, zumindest denke ich nicht, dass der Threadersteller gerade über die Einrichtung eines kompletten Laboratoriums mit Schreibpult und Bibliothek nachdenkt.

    Für meinen Alchemistencharakter hatte ich damals ein kleines handliches "Reisebrevier" etwa im Taschenbuchformat mit Ledereinband, das man auch gut am Gürtel mit sich herumtragen und in dem man auch mal schnell nachschlagen konnte.
    Das mag zwar nicht so "professionell" erscheinen, wie wenn man alles aus dem Kopf weiß, auf der anderen Seite ist ein hübsch aufgemachtes Buch einfach ein sehr schönes Requisit, und das zerstreute Blättern in Büchern passt meiner Meinung nach gut zum Forscherklischee.

  10. #10
    Ayrianira
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    erstmal dankeschön für eure Tipps zu dem Bucheinschlagen

    Zur Elfenkultur dachte ich eher an Hochelfen, da ich mir Waldelfen zu naturverbunden vorstelle, als dass diese mit etwas Anderem als Kräutern arbeiten würden.

    An sich wollte ich kein ganzes Labor mit mir herumschleppen, da mein Charakter noch eher am Anfang seiner "Laufbahn" als Alchemist(enlehrling) steht, bzw. es die Motivation des Charakters ist durch seine Reisen andere Alchemisten zu treffen und zu hoffen, dass er dadurch Neues lernt, dementsprechend wollte ich auch die Ausrüstung ersteinmal etwas kleiner halten.

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