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  1. #1
    Vargsang
    Gast

    Varg'scher Bastelwahn: Die Bastardrüstung

    Hallo an alle Bastelfreaks!


    Willkommen in meiner finster verdrehten Ideenwelt *g*

    So, Gewandungkonzepttechnisch wäge ich mich ja auf der einigermaßen sicheren Seite um damit auch während der Werkelzeit eine Con zu besuchen, also kommt das - wahrscheinlich langdauernde, anstrengende und aufwendige - Bastelfieberzuckerle:


    Die Varg'sche Bastardrüstung (Fantasy).


    Gambi (nach langem Hin und Her ein Lösungskonzept für unter die lange Kette):

    "waschechter" Barbaren-Polsterwams, in dünner, halbwegs körpernaher Ausfertigung.
    Zweilagiger Leinen- oder Nesselstoff und eine Füllung aus 30% Schafwolle und 70% Huskywolle (fragt nicht ... ich hab ne vierbeinige Wollfabrik daheim..).
    Fertigungstechnisch schwebt mir da Mutterns gute alte Maschine vor, die Steppung vertikal vorstechen (mit Einkalkulation der Aufwölbung), partentiell stopfen und nach so 80-10cm eine Horizontalnaht, nächste Parzellenreihe stopfen, etc.
    Wenn Muttern mir zwischenzeitlich nicht den Hals umdreht, mit hochstehendem Kragen (der wird aber einzeln gestopft und oben umgenäht).
    Saum ... hm, mal schauen ob irgendwann dafür noch ein passendes Material anfällt.

    Immerhin ist das Ding nicht nur für LARP, sondern n genialer Unterziehschutz bei der Diensthundeausbildung (und hätte mir früher wahrscheinlich so manchen übelsten "Volltreffer" erspart *grmpf*).


    Helm:

    Mein guter alter BW-Stahlhelm wird dran glauben müssen (immerhin: Rüstschutz hat der mal...).
    Mangels Plasmaschweißgerät bekommt das Ding einen "formverändernden" Überzug aus geformtem Leder, mit untergenieteten Metalllamellen (werden mit einem zusätzlichen Lederband unter dem überhängenden Überzug befestigt und passend über den Helmrand gekloppt) als Nackenschutz und einem Maskenvisier aus geformten, nachgehärteten Lederstreifen. Das soll auch hochschiebbar sein (bin da noch am überlegen, wie das am sinnvollsten lösbar wird).
    Dazu werde ich mir einen Holzkeil mit den entsprechenden Formen anfertigen, die zurechtgeschnittenen Lederstreifen doppelt nehmen, kalt einweichen, in jeweiliger Form über den Holzkeil anordnen, mit Bastelschnur verzurren, antrocknen lassen und danach a la www.lederhaus.de mit kochendem Wasser härten. Optional, mal schauen ob das hinbekomme (ich hab nur ne Mikrowelle mit Heißluftfunktion ) nachträglich wachsen. Innen dann mit über jenen Holzkeil geformten Metallbändern stabilsieren.
    Fellverzierungen (passend zum Wolfsvisier) sind geplant, Metallbeschläge hätte ich gern, weiß aber noch nicht wie das Materialtechnisch realisierbar ist, dass es nich aussieht wie die Pestilenz persönlich.


    Rüstung:

    Bin an den optimalen Formen und Konstellationen noch am planen und vergleichen, die "Überplatten" aus Leder stehen Formmäßig aber schon weitestgehend fest.
    Torso soll aus zwei getrennten Bereichen bestehen: Brust (Herrgott, ich hab zu viel Holz vor der Hütte *heul* das würd ja für ne ausgewachsene Walküre reichen) und ein massiver, tragender Hüftgurt unter dem Beugebereich des Oberkörpers.
    Rücken bin ich ebenfalls noch am überlegen, welche Form da am besten kommt und sich mit der Rückseite des Gurts vereinen lässt.
    Dann getrennt abnehmbar die Schultern, Oberarmschienen, Unterarmschienen und ein einfacher Handschutz.
    Beine in etwa die selbe Form - Oberschenkel (mit "Strapsen" zum Hüftgurt) und geteilte Unterschenkelschienen.

    Dann so meine dämonischen Einflüsterungen, die das Lederteilchen zur Bastardrüstung werden lässt:
    Ich will die gehärteten Überplatten innen mit Metall ausschlagen und für die flexiblen Bereiche im Torsobereich hätt ich gern Rolllamellen aus Metall.
    Mal schauen, ob sich das verwirklichen lässt.
    Wahrscheinlich für die "Innenauskleidung" schmale, mehrfach überlappende Schuppen (und demzufolge nicht so dicke), die in Form gekloppt ineinander verdrahtet werden. Allerdings nehm ich da kein Birkenpech zum reinkleben, sondern Pattex. *armeverschränk* Hab hier keine offene Flamme.
    Ach ja, die Rolllamellen - ich muss noch Experimente anstellen, wie und ob die sich überhaupt aus Metall herstellen lassen, ansonsten rolle ich Bodenlederstücke über dicken, geflochteten Draht, koch sie hart, hämmer sie zusammen und flechte sie mit Metallbändern zu einem Lamellenpanzer für die Beugestellen am Torso.

    Farben sind dunkles Lederbraun und weiße Fellabsätze (Schnitzset hab ich auch noch daheim).

    Was gibt es eigentlich bei den Ledergeschüben zu beachten? Braucht es da irgendwelche besonderen Konstellationen, oder reicht eine passende Überlappung und flexible Befestigung mittels Riemen?
    Und hat mal jemand ausprobiert, kalt eingeweichtes Leder (3,5-4mm Vollleder) über geformte Metallplatten zu ziehen und dann in dieser Form durch Hitze zu härten?
    Oder doch lieber erst formen, dann härten, dann "beschlagen"?

    Es wird jedenfalls spannend und wahrscheinlich mein Repartoire an kreativen Flüchen ins Bodenlose erweitern.



    Jetzt dürft ihr mich zerhacken :lol:


    Übrigens: Ich bastel gerne. Und gerne auch knifflig. Und fluche dabei gerne. Ist also nicht so schlimm, wenn manches sich hätte "einfacher" lösen lassen, für Anregungen, Kritik und entsetzte Aufschreie hab ich jedoch zwei sperrangelweit offenstehende Ohren.



    Grüße,
    Varg

  2. #2
    Alex
    Alex ist offline
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    Was mir aufgefallen ist bzw. Gedanken dazu:
    Warum Wolle in das Polsterwams? So weit ich weiß mieten mehrere Stofflagen real erheblich mehr Schutz und die Wärmeisolierung sollte dann geringer sein. In Deinem Fall kenne ich die Variante, dass man einfach Stoffstreifen durchzieht:
    - Langes Band mit einem Stock doppelt durch die "Röhre ziehen, so dass man einem Ende eine Schlaufe hat
    - Lange Stoffstreifen ausschneiden, ggf. zusammennähen. Streifen doppelt nehmen und durch die Bandschlaufe legen. Man kann natürlich so viele Lagen wie gewünscht da durchlegen
    - Band durchziehen und damit die Stoffstreifen reinziehen.
    - Band rausziehen
    - Stoffstreifen mit einer Naht oben und unten fixieren
    - Fertig.

    Zum Helm:
    Warum willst Du den Stahlhel als Unterzug nehmen? Wenn Du eh einem kompletten Überzug baust, kannst Du eigentlich gleich einen reinen Lederhelm bauen.

    Rüstung klingt soweit durchdacht, aber ich bin nicht sicher alles überall verstanden zu haben. Eine Skizze würde helfen (Auch wenn Du evtl. keine so gute Zeichnerin bist).

    Was gibt es eigentlich bei den Ledergeschüben zu beachten? Braucht es da irgendwelche besonderen Konstellationen, oder reicht eine passende Überlappung und flexible Befestigung mittels Riemen?
    Hat bei mir immer bestens geklappt.

    Und hat mal jemand ausprobiert, kalt eingeweichtes Leder (3,5-4mm Vollleder) über geformte Metallplatten zu ziehen und dann in dieser Form durch Hitze zu härten?
    Genau so probiert nicht, das kann theorethisch gehen, gebe aber zu bedenken, dass sich das Leder beim backen/Erhitzen gerne mal etwas zusammenzieht, das sollte mibedacht werden.

    Ich bastel gerne. Und gerne auch knifflig. Und fluche dabei gerne. Ist also nicht so schlimm, wenn manches sich hätte "einfacher" lösen lassen, für Anregungen, Kritik und entsetzte Aufschreie hab ich jedoch zwei sperrangelweit offenstehende Ohren.
    Willkommen in der Community :wink:

    Grüße,
    Alex

  3. #3
    Vargsang
    Gast
    Hi Alex,


    Danke für die fixe Antwort!


    Öhhh. *grübel* Erwischt!
    Ich hätte jetzt Wolle genommen, weil zuhause Säckeweise Wolle herumliegen hab und da schon einiges an Unterzeug produziert ... aber du hast recht, in Bezug auf Schutz und wohl auch die "Wärmeproblematik" klingt die Variante mit den Zugbändern wesentlich praktikabler (und weniger aufwendig).

    Legt man da die Stoffstreifen durch die von dem Band/Schnur gebildete Schlinge?
    Damit ließe sich ja verhältnismäßig einfach ne doch recht dicke Schicht erreichen.



    Helm:

    Weil ich unbedingt n Metalldeckel aufm Kopp haben will. Bin da etwas vorgeschädigt *g*
    Das mit dem kompletten Überzug war so eigentlich nicht, ich dachte eher an breite (80-100mm), geformte Lederstreifen, die so angebracht sind, dass sie sowohl den Nackenschutz samt Überhang "schlüssig" tragen als auch das Visier und ansonsten das Metall bis auf die Verzierungen zumindest oben freiliegt.
    Ist sonst irgendwie Materialverschwendung. Kommt jetzt allerdings auch drauf an, wie gut ich das schicke Olivgrün runterkriege oder eventuell eine dunkle Metallfarbe drüber.
    Geil wäre ja ein Zierstreifen aus Metall zwischen den Wolfsohren oben durch, der in weißem Fell a la Helmbusch endet - aber welches mit ner starken Metallzange, n Holzhammer, n kleinerer Werkzeughammer und nem Widerlager bearbeitbare Stahl"blech" könnte da zu einem einigermaßen ansehendlichen Ergebnis führen?


    Rüstung:

    Äh, ja - ich war so dusselig, mein Grafiktablett zuhause vergessen zu haben ... und mit Zeichnen per Mouse steh ich extrem auf dem Kriegsfuß. Dagegen sieht Papier & Abfotografieren immer so verkritzelt und wirr aus, werde mich die Tage aber auf jeden Fall dran versuchen.
    Wahrscheinlich werden da aber mehrere Versionen rauskommen, weil mit der endgültigen Endform bin ich mir noch sehr uneins (und für "optische" Vorschläge ebenfalls sehr offen).


    Yep, genau deswegen war ich mir unsicher, ob das funktioniert. Lederhaus sagt zwar, man soll das Leder nass formen, über einer Form festziehen und dann in der Position mit kochendem Wasser übergießen - aber ob das nicht reißt?
    Aber wahrscheinlich meinten die, nicht so brachial festzurren, dass da keinerlei Spielraum mehr bleibt.
    (Wobei "backen" mit der Metallverstärkung sicherlich in der Form doof ist, dass sich da extreme Hitzebrücken bilden und eventuell das Leder versengen).


    Und die Community ist mir doch seeeeehr sympathisch




    Grüße (mit baldigen Skizzen),

    Varg

  4. #4
    Alex
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    Hi,
    ich gebe aber zu bedenken, dass ich nicht empirisch nachgewiesen habe, dass der Wärmestau bei Wolle stärker ist. Das ist hören sagen. Der Rest ist aber so richtig und erprobt
    Legt man da die Stoffstreifen durch die von dem Band/Schnur gebildete Schlinge?
    Damit ließe sich ja verhältnismäßig einfach ne doch recht dicke Schicht erreichen.
    Genau, das ist ja das geniale. Achte nur darauf, dass Du die Streifen nicht zu breit machst, damit die Röhren sich auch schön "aufplustern" können. Statt Streifen kann man auch zu "Würsten" gerollten Stoffstreifen nehmen, das folgt dann der Röhrenform auch noch etwas mehr.

    Zum Helm: Die Farbe wirst Du runterschleifen müssen. Überstreichen dürfte einfacher sein. Beim Metallaufbau denke daran, dass das alles niemanden verletzen darf. Keine scharfen Kanten etc. Du wirst das allem umbörteln (Also das Metall umknicken müssen). So lange das Stahlblech nicht getrieben ist, kannst du es bei 1mm Stärke mit einer Blechschere schneiden und biegen. Anstrengend ist das schon. Wenn du das mit einem Hammer in Rundungen treiben willst, denke daran, dass das Material zwar dünner wird, aber auch verdichtet (Das nennt man treiben). Vorher zurechtschneiden, sonst kann man man komische Überraschungen erleben.

    Lederhaus sagt zwar, man soll das Leder nass formen, über einer Form festziehen und dann in der Position mit kochendem Wasser übergießen - aber ob das nicht reißt?
    Das auf keine Fall. Die Schrumpfung kommt erst beim backen mit Wachs und da rutscht das ganze eher von der Form, als das es reißt.

    (Wobei "backen" mit der Metallverstärkung sicherlich in der Form doof ist, dass sich da extreme Hitzebrücken bilden und eventuell das Leder versengen).
    Vor allem speichert das Metall noch eine Weile die Hitze und "Glüht nach". Was die Sache auch nicht leichter macht.

    Und die Community ist mir doch seeeeehr sympathisch
    Meinen ergebensten Dank, die Dame. Wir tun, was wir können.

    Grüße,
    Alex

  5. #5
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    Klingt erstmal durchaus interessant, auch wenn ich es mir auch ohne Bild schwer vorstellen kann.

    Die Idee, einen Bundeswehrhelm zu verwursten, finde ich allerdings auch nicht so optimal. Erstens sind die Dinger recht ausladend, so dass du wenn du da noch reichlich Extras drannietest Gefahr läufst, am Schluss wie Lord Helmchen auszusehen, und zweitens haben sie doch eine recht auffällig moderne Form, die sich schlecht kaschieren lässt.

    Ich weiß ncht, wie eng dein Budget ist, aber Larphelme, die du als Grundlage für so einen Umbau nehmen könntest, müsstest du eigentlich schon für unter 80 Euro bekommen, gebraucht billiger.

  6. #6
    Vargsang
    Gast
    Hi!


    @Alex

    Naja, logisch wär es eigentlich mit dem Hitzestau ... man merkt, ich bin ein Winterkind *hüstel*
    Sollte mich da mal schleunigst umorientieren.

    An nen "Aufbau" in dem Sinne hatte ich nun nicht gedacht (die Wolfsohren sollen so nach hinten angelegte, geformte Lederstreifen sein, eher angedeutet), allerdings wollte ich ohnehin zuschneiden, börteln und dann im Sinne dessen in die Form treiben, damit erstens die Kanten wirklich plan bleiben und zweitens dieses Doppeltnehmen dem Ganzen ohnehin mehr Stabilität verleiht - die sollen ja ohnehin am Helm anliegen und nicht irgendwie wild in die Weltgeschichte stehen.
    Gut, dass mich da vorwarnst - hätt wahrscheinlich etwas dumm geguggt, falls noch nachträglich etwas schneiden wollt und dann zu Hammer und Meißel greifen müsste ...


    Rutscht von der Form, oder knüllt mir das Blech zusammen
    Das müsste man zumindest unter den einzelnen Platten grad doppelt nehmen, lochen, verdrahten und dann so ineinander kloppen ... dann hat es wenigstens ne angemessene Dicke für ne Rüstung (von der Form mal ganz zu schweigen).


    Also ich bin mit dem Ergebnis dieses Tuns hochzufrieden ;-)
    Grad, was diese Bastelkammer hier betrifft. Geniale Anregungen ... hab die Threads grad bis zum Ende durchgeblättert.


    @Cartefius

    So, hab extra ne Skizze gezaubert.
    Stimmt, das ist ohne Bild wirklich sehr schwer nachzuvollziehen.
    Muss jetzt aber zu meiner hochnotpeinlichen Entschuldigung gestehen, dass das wirklich der allererste und allergröbste Entwurf ist, weil irgendwie verschließt sich meine Muse sich noch davor, die Ideen anständig zu Papier zu bringen.

    Kommt aber noch.


    Hm, ich bin auch nicht allzu glücklich mit dem BW-Helm, allerdings habe ich den nun mal parat und mein Budget ist, sagen wir mal, ziemlich angegriffen.
    Muss noch irgendwie an ein Kettenhemd drankommen, dass mir passt. Gar nicht so einfach, und günstig auch nicht grade. Blöde Sondermaße!
    Denke, ich werd das mal mit Pappe, Alufolie und Pappmache vormodelieren und schauen, ob sich das ohne Überladung realisieren lässt (eventuell lassen sich ja auch ein paar Kanten platt hämmern oder so, damit es eine andere Grundform bekommt, muss ich mal ausprobieren).
    Gibt natürlich vom Freakmodell Fotos, denke, viele Augen sehen mehr als zwei - zudem ziemlich betriebsblinde.



    Sodala.

    Hier mein Schreckensbildnis ...






    Grüße,
    Varg

  7. #7
    Alex
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    Hiho,
    siehste, Winterkind bin ich auch, deswegen denk ich in die Richtung mit. Hitze behindert klares denken und nervt! Jawoll.

    Zu Deiner Skizze:
    Das sieht aus, wie der nächste 08/15 LARP-Leder-Lappen. Mit ein paar Details. Aber keine Bange, das kriegen wir hin. Die Skizee an sich, ist ja schonmal gut und erkennbar. Erstmal eine Frage: Kannst Du mal bitte in der Skizze farbig markieren und erläutern, wo welche Metallunterbauten jetzt hinkommen sollen?

    Dann Anregungen von meiner Seite:
    Mehr ausformen! Die Rüstung kann so etwas werden, wenn Du mehr anatomische Ausformungen machst, die ins Detail gehen. Jede Rundung gibt Stabilität. Wenn Du grob die Struktur von Muskeln in die Formen einbaust, macht das gleich auch noch mehr her. Und dann härten.

    Normalerweise empfehle ich bei Lederrüstung noch immer, die zu Unterfüttern, um mehr realen Schutz einfließen zu lassen, aber mit dem Polsterwams drunter dürfte das ziemlich... seltsam sein. Und ohne Polsterwams ist die Kette unbequem... irgendwie will die Kette auf der anderen Seite aber auch nicht ganz in mein Barbarenbild. Das ist ja schon ziemlich kultivierte Rüstung. Mal in die Runde gefragt: Geht das nur mir so? Und an Dich gefragt: Warum unbedingt Kette? Nur wegen der Schutzpunkte?

    Grüße,
    Alex

  8. #8
    Vargsang
    Gast
    Hi Alex!


    *lach* Das hatte ich schon befürchtet - wie gesagt, ich kann es irgendwie im Moment sauschlecht zeichnerisch wiedergeben, weil nicht mal nen verdammten Bleistift da habe (kommt davon, wenn man zu lange nur am Tablett gezeichnet hat).

    Aber versuche gerne, das irgendwie durch Einfärben grafischer zu bekommen *inphotoshopflitz*


    Also, diese Skizze kommt eigentlich nur den "Grundformen" nahe, an die gedacht habe.
    Ich wollte eigentlich die einzelnen Lederplatten jeweils in eine Form bringen (und natürlich härten), die zum einen das ganze Untergerödel und zum anderen grade so an den Schulter/Ellbogenetc-Gelenken eine einigermaßen natürliche Bewegung erlaubt. Das heißt, schüsselförmig (ob sich das wohl mit einer massiven Müslischüssel anformen lässt? *grübel) oder halbrunde Formen.
    Nur mit der zeichnerischen Darstellung haperts, so soll dieses hässliche Bruststück eigentlich eine "weibliche Ausbeulung" darstellen, wo ich mir noch nicht einig bin, ob das ein großes Stück (wie dargestellt) sein soll oder zwei Seitenteile mit einem überlappenden Mittelstück, die in der Mitte unter diesem Stück geschübemäßig von Riemen am auseinanderrutschen gehindert werden (würde zumindest mal tiefes Luftholen ermöglichen).

    Äh: ich werde die einzelnen Lederplatten unterfüttern - und zwar mit mehrlagigem, in die selbe Form geklopftem Blech. Für die Polsterung an sich ist das Polsterwams zuständig, weil das ist auf die Fläche einfach ein wesentlich besserer Druckverteiler als einzelne Filz- oder Stofflagen, zumalen es da immer an Geschüben oder Gelenken Schwachstellen gibt.



    Ja, mit der Kette ist so:
    Ich komme mit einer Söldnergruppe zusammen, in der Gambi+Kette eigentlich die "Minimalausstattung" ist und habe das komplette Erscheinungsbild eher an dem normannischen Typus orientiert (Hintergrundmäßig kommt das daher, weil mein "Barbarenvölkchen" quasi die unliebsame nordöstliche Nachbarschaft derselbigen darstellt und durch regelmäßige Raubzüge und kriegerischen Auseinandersetzungen von der einen zur anderen Seite viele Attribute übernommen hat - dazu gehören auch Beutestücke wie - hoffe ja immer noch, einigemaßen erschwinglich ein passendes aufzutreiben, soll da ja auch Unterscheidungen wie "normannische Webart" geben? - Kettenhemden, Rund- bzw Kiteschild oder Sax).
    Außerdem:
    Leder ohne Kette = Nackig.
    Es ist einfach der einzig vernünftige Schnittschutz, wenn man schon zu den "Lederfetischisten" gehört *g*

    Kette ohne Polsterwams unbequem? Ha! Nicht nur, ich hab mangels deselbigem von letztem Training todschicke, schwarzblaue "Flechtmuster" auf den Oberarmen ...

    Ich weiß, ist jetzt kein allzu typisches Konzept.



    Sodala, hier meine "Malversuche":



    hattest du das so gemeint oder hab ich dich jetzt völlig falsch verstanden?




    Grüße,
    Varg

  9. #9
    Vargsang
    Gast
    *anfüg*


    Versuch nummero duo via besseres Werkzeug.





    Das sieht jetzt etwas chaotisch aus.
    Plan der Sache ist:
    Unter die leicht hochstehenden, überlappenden Platten soll jeweils ein Streifen weißes, sehr langhaariges (ca. 15cm lange Zotteln) Fell genäht werden, genauso wie über die sich überlappenden Beintaschen eine Art "Fellrock" aus weißgrauem, kurzem Fell an den Hüftgurt kommt.
    Der Helm wird ja auch mit dem selben weißen Zottelfell "verbrämt".
    Sinn der Sache ist, dass in meinem Völkchen diese Pelzapplikationen in der jeweiligen Farbe eine Art Statussymbol darstellen, wie im "zivilisierten" Heer diverse Schärpen oder Farben.

    Hoffe, es ist jetzt etwas anschaulicher. Wenn ich das hinkrieg bzw irgendwo an sehr dünnes Blech dran komme, würd ich versuchen die Ränder der Platten komplett mit Streifen denselbigen (natürlich möglichst rundgeschliffen) umzukloppen, damit man optisch auch sieht, dass da nicht nur Leder verarbeitet wurde.
    Und letztendlich in die Lederoberfläche Muster ritzen und mit Silberfarbe dünn nachziehen. Aber das wäre dann der ultimative Feinschliff.



    Grüße,
    Varg

  10. #10
    Alex
    Alex ist offline
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    Hi Varg,
    argh, Dein vorletztes Posting ist mir irgendwie entgangen. Wenn das nur die grobe Grundform ist, einfach nächstes Mal dazu schreiben (Oder hatte ich das irgendwo überlesen?). Dafür denke ich, ist es OK.

    Mit unterfüttern meinte ich allerdings das aufpolstern. Metall sehe ich nicht als Unterfütterung im Sinne meiner Aussage an. Nur damit wir nicht aneinander vorbei reden :wink:

    Wie gesagt, bei einem Gambeson/Polsterwams fällt es mir etwas schwer das ganze noch an Barbarisch zu sehen. Das zeugt, wie Kettenhemden auch, schon von hohem Verständnis, Erkenntnissen und Handwerk. Deswegen war mein Gedanke Kette und Gambeson zugunsten einer integrierten Polsterung wegzulassen.

    Deine Erklärung für die Ausrüstung mag schlüssig sein, aber wer kennt sie? Dein Problem ist folgendes: Auf LARP sieht man Dich. Mit Sachs etc. wirst Du entweder wie ein LARPer wirken, der ohne Ahnung die Sachen zusammengewürfelt hat, je nach weiterer Kleidung und Ausrüstung wie ein (Etwas verunglückt dargestellter) Nordmann. Ich weiß nicht, wie Du den Barbaren Deinen Mitspielern näher bringst, aber im ungünstigsten Fall kommt jetzt noch eine gestammelte Sprache als alleiniges Merkmal hinzu und das würde ein völlig inhomogenes Bild geben und unter Umständen dazu führen, dass Dir mancher aus dem Weg geht, weil er einfach nichts mit Die anzufangen weiß. Undefinierbare Gestalten spielt man eben ungern an, wenn daneben ein paar Charaktere stehen, die vom Aussehen her genau das zu sein scheinen, womit der eigene Charakter gerne interagieren würde. Das ist nicht böse gemeint. Und wer Dich nicht anspielt bzw. versucht, von Dir nicht angespielt zu werden, erfährt nie den Hintergrund für Deine Ausstattung. Verstehst Du das Problem, dass Du bekommen könntest?

    Es ist einfach der einzig vernünftige Schnittschutz, wenn man schon zu den "Lederfetischisten" gehört *g*
    Jetzt bin ich verwirrt. Deine weiterführenden Zeichnungen habe ich so verstanden, dass unter fast jeden Lederbereich Metall kommt. Das schützt doch vor Schnitten.

    Aufgrund Deiner beiden ergänzenden Zeichnungen glaube ich, ein sehr gutes Bild des Aufbaus und des letztendlichen Aussehens zu haben und kann nur sagen: Daumen hoch. Unterstreicht etwas barbarisches und sieht noch cool aus.

    Grüße,
    Alex

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