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  1. #1
    Burito
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    Zink Entfernen

    Da ich für einige stahl teile nur verzinktes material zu Verfügung habe, hätte ich da mal eine frage:

    Weiß jemand ne einfachere Lösung um die Zink Schicht zu entfernen,
    als die, die ich bis jetzt nutze?

    Momentan ätze ich die Zink Schicht mit verdünnter Salzsäure runter bzw. weg.

    Es geht ganz gut, nur es stinkt, ist nicht grad sicher und Salzsäure ist flüchtig d.H. die Dosierung ist immer anders, zudem nimmt die Wirkkraft der Säure duch Neutralisierung auch stark ab.

    (Suchfunktion genutzt und nichts gefunden)

    mf-"und fragende"-g Burito
    *Ich bin König von Rom und stehe über der Grammatik!* - Sigismund von Luxemburg (1368 - 1437), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

  2. #2
    Belegond
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    Hallo Burito,

    ich plättnere gern und viel, und manchmal bin auch ich gezwungen, verzinktes Material zu entzinken (wenn ich dünnes Blech für Fingerplatten brauche z.B.). Ich mach das immer so: ich lege die Teile in eine Mischung aus Essigessenz und Wasser (ca. 1 Teil Essenz zu 2-3 Teilen Wasser, ausprobieren) und lasse sie dort für 2 bis 3 Tage. Die Teile müssen natürlich komplett bedeckt sein, viel mehr braucht´s aber nicht. Wenn man dafür ein verschließbares Plastikgefäß (am Besten durchsichtig) benutzt, stinkt´s nicht ganz so sehr.
    Man kann wohl auch normalen Essig nehmen, aber dann kann man die Konzentration natürlich nur nach unten regulieren.

    Gruß, Peter
    Gewisser Freund, erprobtes Schwert
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  3. #3
    Burito
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    Danke für die zügige Antwort.

    Es kling auf jeden Fall angenehmer.
    Aber die Dauer ist ja extrem höher, mit der Salzsäure geht es ja je nach Schicht stärke und Konzentration in 2 - 15 min

    Werde Morgen aber gleich mal was zum probieren "einlegen".
    *Ich bin König von Rom und stehe über der Grammatik!* - Sigismund von Luxemburg (1368 - 1437), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

  4. #4
    Llewellian
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    Natürlich nimmt die Wirkkraft der Säure ganz fix ab. Ist bei jeder Säure so.

    Schliesslich findet ja auch eine chemische Umwandlung statt bei der der Donator verbraucht wird.

    Aber ich gebe dir einen Tipp, wie das ganze noch schneller geht und sogar der Stahl weniger angegriffen wird.

    Plastikwanne. Verdünnte Säure rein (Säure wirkt besser bei niedrigeren Konzentrationen. 90% Säure ist nicht so schnell wie 15%ige. Braucht auch noch Wasser für die H3O und Zink-Hydroniumkomplexbildung.

    Und jetzt - ein Tip aus dem Schiffsbau:

    Damit Bronze und sonstige höherwertige Schiffsteile nicht verrosten, wird eine sogenannte Opferanode am Schiff angebracht, die sogenannte Zinkmaus.

    Damit sich das Zink also noch schneller auflöst, braucht es ein noch höherwertiges Metall (das dabei dann auch nicht verbraucht wird) auf dem sich das Zink niederschlagen kann (keine Angst, keine feste Verbindung, ist nur Zinkschlamm).

    Tu die Stahlplatte in die Wanne, verbinde sie mit einem Draht mit Krokoklemme und noch ein Stück Kupferblech irgendwo dazu mit ein bischen Abstand und verbinde das auch mit dem Draht. So das eine leitende Verbindung zwischen beiden Blechen ist.

    Das Zink geht sofort in Lösung. Viel schneller noch als einfach so Stahlplatte in Säure.
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  5. #5
    Burito
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    Noch so eine schnelle antwort ich glaub ich poste mal öfter

    Benutze ja verdünte Säure, aber das prinzip mit der opferanode
    hab ich ja garnich bedacht.

    Aber welche säure meinst du? Oder is das egal?
    Möchte ja von der scharfen Salzsäure weg.

    Aber auch das werd ich mal testen wenn ich den geeignetes Kupfer auftreiben kann.

    Vielen Dank auch an dich.
    *Ich bin König von Rom und stehe über der Grammatik!* - Sigismund von Luxemburg (1368 - 1437), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

  6. #6
    Belegond
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    @Llewellian: die Verbindung hab ich nicht ganz verstanden, wie soll man das aufbauen? Den Stahl mittels Draht und Klemme mit dem Kupfer verbinden? Zwei Drähte, damit ein Kreislauf entsteht? Oder wie? Kannst du das bitte nochmal genauer erklären?
    Und was macht man, wenn man nicht ein großes, sondern viele kleine Stahlteile hat?
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  7. #7
    Harald Ösgard
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    Es geht nur darum, den Kreis zu schließen. Denn durch die dissozierte Säure ist die Flüsigkeit bereits leitend geworden. (Es würde auch mit ordinärem Salz gehen --> Schiffe!)

    Damit die elektrochem. Spannungsreihe aber wirksam werden kann, muss der Stahl noch mit dem edleren Metall (Kupfer, Messing, Niro...) elektrisch leitend verbunden werden. also entweder zusammenschrauben, oder aber eben mit einem Draht und Klemmmen verbinden.

    Bei mehreren Teilen dann eben alle Teile verbinden. (Parallelschaltung)

    Und wer es garnicht abwarten kann, der kann auch eine externe Spannung (Autobatterie) anlegen... dann brodels nur so im becken und das Zink ist in Null-komma nichts weg. Aber je nach Säure entstehen dann natürlich giftige/ explosive Gase an der Anode / Kathode.

    Abbrennen ist übrigens extrem ungesund!!!

  8. #8
    Leander
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    @Burito: Die Salzsäure sollte sich eigentlich nicht einfach so "verziehen". Bei Benutzung ja, aber ansonsten sollte man eine stabile Konzentration haben.

    Bei Llewellians Methode musst du nur darauf aufpassen, dass das Metall nicht zu lange in der Lösung badet, da dann auch das Eisen angegriffen wird (Eisen und Zink sind unedler als der Wasserstoff der Säure). Der Unterschied ist eben, dass sich das Wasserstoffgas an der Kupfer-Kathode bildet, wodurch der Prozess in der Tat beschleunigt wird. Zink dürfte sich aber nicht am Kupferblech abscheiden, da der Zink in Form von Zink-Ionen in Lösung geht, eine Abscheidung ist dabei unerwünscht.
    Der Effekt stimmt zwar, aber der Grund ist etwas anders. Es schlägt sich also kein Zink nieder, es entsteht lediglich ein Gas an der Kathode.

    Wenn du günstig an einen Stoff herankommst, der Chrom-Ionen enthält, brauchst du keine Säure mehr verwenden und kannst das ganze auch über Nacht stehen lassen, ohne das dem Eisen etwas passiert.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  9. #9
    Llewellian
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    Leander, das wäre dann Natriumdichromat. Gibts beinahe überall leicht zu kaufen (und ist - auch wenns giftig, mutagen, krebserzeugend und brandfördernd ist - auch in jedem Chemiebaukasten enthalten).
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  10. #10
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    Zitat Zitat von Llewellian
    Leander, das wäre dann Natriumdichromat. Gibts beinahe überall leicht zu kaufen (und ist - auch wenns giftig, mutagen, krebserzeugend und brandfördernd ist - auch in jedem Chemiebaukasten enthalten).
    Übrigens:

    Das mit dem Zink von Stahl runterkriegen mit einem edleren Metall geht übrigens nicht nur mit Säure.

    Besser ist sogar noch die Verwendung von Natronlauge (und billiger ist es auch). Auf etwa 50-70 Grad erhitzen, 15-30%, da geht was.

    Und das beste: Stahl wird von Lauge nicht so schnell korrodiert wie von Säure.
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

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