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Thema: Politur

  1. #1
    ro'gosh
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    Politur

    Moin, ich wollt demnächst mal wieder anfangen nen paar Rüstungsteile zu polieren und jetzt wollt ich mal fragen ob meine Idee mit folgenden Mitteln umsetzbar ist:

    als 1.: 320er Fächerschleifer

    http://www.polierbock.de/schleifvlie...-320::621.html

    als 2: 600er Fächerschleifer

    http://www.polierbock.de/schleifvlie...-600::622.html

    als 3.: 1500er Fächerschleifer

    http://www.polierbock.de/schleifvlie...1500::625.html

    als 4.: Schabbel + Schleifpaste

    http://www.polierbock.de/hochglanzsc...hine::455.html
    +
    http://www.polierbock.de/pfeifen-pol...gold::794.html

    Funktionert das mit den verlinkten Sachen? also erzielt man damit nen schönes Ergebnis?

  2. #2
    Dutch
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    Eigentlich findest du die Antwort auf deine Fragen ebenfalls auf der Polierbock-Seite. Schau mal bei den Polieranleitungen. Und dann schau dir die fertig zusammengestellten Poliersets an.

    Aus eigener Do-it-yourself-Erfahrung würde ich dir von deinen ausgewählten Produkten abraten. Ich habe meinen Harnischrücken selber auf Spiegelglanz poliert. Werkzeug war eine alte Ständerbohrmaschine und ebenfalls Material vom Polierbock. Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Polierbock verkauft meiner Einschätzung nach gute Materialien. Aber mit deiner Materialauswahl wirst viel Zeit brauchen und voraussichtlich kein anständiges Ergebnis erreichen.


    Spiegelglanz-Politur mit der Maschine selbst gemacht:

    1. Schritt: Das Ergebnis steht und fällt mit dem Vorschliff, denn dieser erzeugt die eigentliche Oberfläche. Alle nachfolgenden Schritte können diese nur noch verfeinern.
    Auf einer Maschine macht man den mit einem 180er Fächerschleifer. Hier nicht an Zeit sparen, denn die Poren der Oberfläche müssen komplett glattgeschliffen werden, wenn am Ende aller Mühen Spiegelglanz entstehen soll.

    2. Schritt: Nach dem Vorschliff kommt der Feinschliff mit 240er Fächerschleifer.

    3. Schritt: Wenn man möchte, kann man optional noch einen Zwischenschliff mit einem 320er Fächerschleifer machen.

    Tipp: Bei starken Rundungen (z.B. Kniebuckel, Helm, o.ä.) kann der Einsatz von Schleifvlies-Fächerschleifern helfen. Hierbei sind im Fächer Schleifpapier und Schleifvlies im Wechsel angeordnet. Diese Schleifer sind sehr flexibel und passen sich auch engen Rundungen gut an. Leider sind sie auch teurer als gewöhnliche Fächerschleifer und vermutlich weniger haltbar.

    Feinere Körnungen als oben genannt sind im Maschinenschliff nicht nötig. Der Rest wird über Sisal- bzw. Stoffscheiben mit entsprechend feiner werdenden Schleifpasten erledigt.
    Also:

    4. Schritt: Optional vorpolieren mit Sisal-Kordelbürste und grober Schleifpaste (z.B. grau). Die Kordelbürste hat den Vorteil, dass sie sich sehr gut Rundungen anpasst und auch kleine Ecken erreicht, wenn richtig geführt.

    5. Schritt: Vorpolieren mit Sisalscheibe (keine Kordeln, sondern Scheiben) und grober Schleifpaste (z.B. grau). Als Ergebnis erhält man eine glatte, aber matte Oberfläche, in der man sogar schon ein leichtes Spiegelbild erkennen kann.

    6. Schritt: Polieren mit Polierscheibe und feiner Schleifpaste für Stahl (z.B. weiß). Ab hier beginnt die polierte Fläche zu spiegeln.

    7. Schritt: Hochglanzpolieren mit feiner Flanellscheibe und Hochglanzpaste (z.B. blau). Dieser Schritt ist nur das Tüpfelchen auf dem i. Ganz ohne Druck wird das Werkstück noch einmal locker überpoliert. Der eigentliche Glanz entsteht bei den vorhergehenden 6 Arbeitsschritten. Wenn es nicht schon im 6. Schritt spiegelt, wird der Glanz beim Hochglanzpolieren auch nicht mehr grundsätzlich besser.

    Mit meiner Bohrmaschine hat das ungezählte Stunden gedauert. Es hat den Balkon ziemlich verdreckt. Und speziell das Schleifen ist so laut, dass man auf die Nachbarn ein wenig Rücksicht nehmen sollte, wenn man unter freiem Himmel arbeiten muss/will.


    Polieren lassen beim Profi:

    Es geht aber auch anders: In den Gelben Seiten / Branchenbuch unter "Metallschleifereien" oder "Metallpolierereien" nachschauen. Geeignete Werkstätten auswählen (ggf. anrufen und deine Wünsche schildern). Dann mit den Teilen zu den ausgewählten Werktstätten fahren und dir einen Kostenvoranschlag geben lassen.
    Ob du dann allein nach dem Preis deine Werkstatt wählst, oder noch Faktoren wie "Der hat ganz genau verstanden, was ich will, und noch ein paar gute Ergänzungsvorschläge gemacht" berücksichtigen willst, ist dann eine persönliche Entscheidung.

    Auf diese Weise habe ich meine Schaller polieren lassen (geplattnert von Rabe), und das Ergebnis ist 100% Rasierspiegel. Als Richtschnur für eine solche Helmpolitur sollte man allerdings mit 130-180 EUR rechnen.

    Der Preis relativiert sich wenn man bedenkt, dass gute Poliermaterialien auch rund 100 EUR kosten, der Zeitbedarf hoch und die Arbeit schmutzig, stupide und langweilig ist. In der Zeit mache ich persönlich lieber etwas Produktiveres, z.B. ein neues Rüstwams nähen.

    Tschüs
    Michael
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  3. #3
    ro'gosh
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    http://www.polierbock.de/poliersets/...00mm::653.html

    Eher so nen Set nemen oder die von dir oben genannten Sachen einzeln kaufen?

    Machen lassen fällt für mich flach, nen Helm + armzeug + Torso + Beinzeug polieren zu lassen wird einfach zu teuer, da arbeite ich lieber selbst.

  4. #4
    Dutch
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    Das Set halte ich für eine gute Auswahl. Richtig angewendet - eine gut verständliche Anleitung gibt es vom Polierbock dazu - kannst du damit eine Menge erreichen.

    Eventuell kannst du - gegen kleinen Aufpreis - die 16mm dicke Sisalscheibe gegen eine 25mm dicke austauschen. Bei großen Flächen macht die breitere Scheibe Sinn.

    Wenn du noch etwas Geld übrig hast, kannst du nach Fächerschleifern mit größerem Durchmesser fragen. Ich habe mir die 100x30mm Fächerschleifer gekauft. Vielleicht kannst du gegen Aufpreis beim Set die größeren statt der 50x30mm bekommen.
    Hintergrund: Je größer der Durchmesser, desto größer ist bei gleicher Drehzahl auch die Abtragleistung des Schleifers. Anders gesagt schleift er schneller und du sparst Zeit.

    Viel Spaß und Erfolg.
    Michael

    PS:
    Machen lassen ist bei einer solchen Menge an Teilen definitiv teuer. Allerdings hatte ich beim Polierer ein echtes Aha-Erlebnis. Er hat zum Kennenlernen des Materials ein Stück vom Gesäßgeschübe meines Harnischrückens anpoliert. In 20 Sekunden hatte er ein zigarettenschachtelgroßes Stück schon ziemlich auf Hochglanz gebracht. Dafür hätte ich mit meinen Mitteln eine Viertelstunde gebraucht.
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