Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 39
  1. #1
    Numair
    Numair ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Numair

    Ort
    Essen
    Beiträge
    784

    Umsetzung: Tarndecke / Tarnumhang

    Hey!

    Das wird mein erster Beitrag hier im Forum. Yay!

    Ich habe mir in den vergangenen Tagen so einige Beiträge durchgelesen und war über die zahlreichen und meist freundlichen Anleitungen und Hinweise zu Gewandungen und Rüstzeug sehr begeistert. Ich werde nächstes Jahr zum ersten mal an einer Con (Drachenfest, grünes Lager) teilnehmen.

    Mein Charakter soll ein Jäger/Wildhüter sein. Also ein relativ einfacher Naturbursche, der im Rahmen von Plots für Späheinsätze, Beschaffung von Nahrung, Kräutersuche und ähnliches eingesetzt werden soll.

    Neben dem obligatorischen Kurzbogen wird der Char mit einem Jagddolch und einer Einhandaxt bewaffnet sein. Die Axt scheint mir für das Leben im Wald nützlicher zu sein als ein Schwert. Die restliche Kleidung soll aus wetterfester Wolle (verschiedene Grün- und Brauntöne) und einer Lederrüstung bestehen. Bei der Lederrüstung bin ich mir noch nicht sicher, in welchem Umfang sich diese gestalten soll, da ich schwer einschätzen kann, inwiefern die Beweglichkeit eingeschränkt wird und unnötige Geräusche entstehen können. Ich werde mir auf der Spielemesse in Köln mal ein paar Rüstungen ansehen/anprobieren und dann entscheiden, was ich letztendlich nehmen werde.

    So... das erstmal als Einleitung.

    Nun zum eigentlichen Ansinnen. In diversen Foren- und Wiki-Einträgen gibt es immer wieder unterschiedliche Meinungen zum Umhang. Ich berufe mich hier auf die einzelenen Beiträge zu Waldläufern.
    - rechteckig mit einer Fibel (auch als Decke verwendbar)
    - Capa-Umhang bis zu den Kniekehlen
    - Poncho-Schnitt
    - nur Gugel
    - gar kein Umhang
    ... etc.

    Die Variante mit dem rechteckigen Umhang, den man auch als Decke und zur Tarnung verwenden kann finde ich eigentlich am sinnvollsten.

    In wie weit wäre es möglich bzw. besser gesagt authentisch, wenn man diesen Umhang mit farbigen Jutefasern, Stoffetzen oder ähnlichen Applikationen verziert, so dass er eine bessere Tarnung gewährleistet?
    Ich meine das im Stil eines Ghillie-Anzugs, wie ihn z.B. Scharfschützen/Jäger/Naturfilmer verwenden (Bild: http://3.bp.blogspot.com/_cj5Bc8b6ap...illie-suit.jpg)

    Ich hatte mir das so vorgestellt, dass als Basis ein erdfarbener oder grüner Rechteckmantel aus Loden dient, an dem dann wie auf dem Bild die Fasern auf einer Seite angebracht werden.

    Als alternative hatte ich mir eine Art Flickenmantel in verschiedenen Naturtönen überlegt, aber ich denke, damit würde man wohl eher aussehen wie ein Gaukler, oder?

    Würde mich freuen, wenn ihr mir dazu eure Meinung sagen könnten.

    Vielen Dank im Voraus,
    Numair

  2. #2
    Aeshma
    Aeshma ist offline
    Moderator Avatar von Aeshma

    Ort
    Pfälzer Entwicklungshelfer im Saarland
    Beiträge
    6.832
    Generell sehe ich da kein Problem.
    Aber es ist eben die Gefahr, dass es schnell nach dem Armeeteil aussieht...

    Grüße
    Aeshma

  3. #3
    Cartefius
    Cartefius ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Cartefius

    Ort
    Göttingen
    Alter
    39
    Beiträge
    7.369
    In wie weit wäre es möglich bzw. besser gesagt authentisch, wenn man diesen Umhang mit farbigen Jutefasern, Stoffetzen oder ähnlichen Applikationen verziert, so dass er eine bessere Tarnung gewährleistet?
    Möglich ist es sicher, "authentisch" im Sinne von "einem vorneuzeitlichen historischen Vorbild entsprechend" hingegen nicht, denn das Tragen von Tarnmustern kommt meines Wissens nach erst während des ersten Weltkriegs wirklich in Mode.

    Im Rahmen eines Fantasykonzepts kann man natürlich einen "Tarnumhang" basteln, allerdings würde ich den absichtlich nicht wie einen Ghillie-Suit aussehen lassen, weil letzteres einfach für mich ein sehr modernes Konzept ist, ähnlich wie wenn man sich einen Umhang in Bundeswehr-Flecktarn machen lassen würde. Falls du das Konzept aufgreifen möchtest, würde ich eher in geometrischen (Fischgrät, Zickzack, Rauten- oder Schachbrettmuster) oder natürlichen (Tiger- oder Sperberstreifen, dunkle Spitzen auf hellem Grund, Blätter- oder Blumenmuster) Mustern arbeiten, in gedämpften Farben sollten die eigentlich auch schon eine ganz gute Tarnwirkung erzielen.

  4. #4
    Drogoth
    Drogoth ist offline
    Forenjunkie Avatar von Drogoth

    Ort
    Emden
    Alter
    29
    Beiträge
    2.668
    Ich glaube ich würde einfach Filzfetzen in Naturtönen aufnähen. das reicht Meiner Menung nach schon, da du ja sagst:

    Mein Charakter soll ein Jäger/Wildhüter sein. Also ein relativ einfacher Naturbursche, der im Rahmen von Plots für Späheinsätze, Beschaffung von Nahrung, Kräutersuche und ähnliches eingesetzt werden soll.
    gehe ich von einem Char aus, der sich eher auf Distanz hält. So lange du also deine Silhouette auflöst ist das völlig ok.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  5. #5
    Numair
    Numair ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Numair

    Ort
    Essen
    Beiträge
    784
    Ich werd einfach mal mit dem Sperbermuster (http://oebf.m-otion.at/mtranet/wallp.../0/sperber.jpg) und Filzfetzen herum experimentieren und schauen, ob dabei etwas brauchbare herum kommt.

    Der Tarnumhang ist für mich kein Muss. War lediglich ein Gedankengang, weil im Bezug auf Umhänge häufig davon geschrieben wurde, dass diese sich zum Tarnen eignen, was ich beinem unifarbenen Umhang nicht unbedingt als logisch ansehe.

  6. #6
    Leander
    Leander ist offline
    Forenjunkie Avatar von Leander

    Ort
    Berlin
    Beiträge
    4.505
    Umhänge eignen sich prinzipiell zur Tarnung.
    Es geht in erster Linie darum die menschliche Silhouette aufzulösen, da unser Gehirn darauf ausgerichtet ist genau diese Silhouette zu sehen. Darum erkennt man häufig auch Gesichter, Silhouetten oder bekannte Muster wo sie eigentlich nicht sind. Unser Gehirn mag einfach kein Chaos.
    Diese Aufgabe erledigt auch ein einfarbiger Umhang.
    Tarnfarben stellen lediglich eine Steigerung dar.
    Natürlich kann es mal passieren, dass die einfarbige Fläche auffällt, was aber besonders bei schlechtem Licht auf eine gewisse Distanz nicht zu erwarten ist, wenn man sich versteckt und/oder der Kopf auch verfremdet ist (das ist wichtig, da Köpfe und Gesichter genauso auffällig sind).
    Der Umhang mit vielen Flicken oder ähnlichem ist einfach nur die Steigerung zu einem normalen Umhang.
    Eine gewisse Logik steckt also schon dahinter.
    Wenn du jetzt mit Flicken oder so arbeiten willst, solltest du einfach darauf achten, dass es nicht zu modern wirkt. Von Tarnnetzen oder solchen Ghille-Suits als Vorlage sollte man also Abstand nehmen. Das Tierreich ist da schon eine sehr gute Vorlage und deren Tarnung funktioniert ja auch.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  7. #7
    WrinkledEyes Spearmind
    WrinkledEyes Spearmind ist offline
    Erfahrener User

    Ort
    Lüneburger Heide
    Beiträge
    415
    Die Idee mit dem Tarnumhang ist gar nicht schlecht.
    Der Ghillie ist auch nichts modernes, den haben schottische Wilderer im 18. Jht. erfunden.
    Benannt ist das Ding nach...Ghillie! Einem Kobold, der in den Highlands lebt(e) und der Sage nach Blätter, Äste etc. in sein wirres, langes Haar flocht. So unsichtbar narrte er die Menschen und raubte Vieh.
    Ein gut gemachter, historischer Ghillie...klar.
    Um das Interesse der Leute zu wecken muss man einfach mal was machen, und nicht nur immer Hintergrund schreiben.
    (Cartefius)
    LARP im Orient? http://www.heimat-des-windes.de

  8. #8
    Numair
    Numair ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Numair

    Ort
    Essen
    Beiträge
    784
    Ich hab mir mal ein wenig Gedanken zu eurem Feedback gemacht. Für einen Jäger wäre es naheliegend, dass er sich bei seinen Ideen zur Tarnung an heimischen Tieren orientiert.

    Möglich wären da zum Beispiel:
    - Smaragdeidechse
    - Ringelnatter
    - Kreuzotter
    - Unken / Kröten
    - Wild- bzw. Waldkatzen
    - Waschbär / Marderhund
    - Waldschnepfe
    - Uhu / Eule

    Bei den Tieren mit Fell bzw. Federn wäre wohl eine Umsetzung mit gefärbten Fasern oder verschiedenfarbigen Fellen möglich. Die Fasern könnte man entsprechend etwas kürzer halten als beim klassischen Ghillie-Suit, um so eine Fell- / Federoptik zu erzeugen.

    Für die Tarnmuster der Reptilien bieten sich dann wohl eher Schuppen aus Filz an. Vielleicht so angeordnet wie hier http://www.thebeargallery.de/PictsKurse/Scaling200.jpg . Ein Umhang aus Lederschuppen wäre a) zu schwer und b) wahrscheinlich auch wesentlich auffälliger.

    Ich werd wohl einfach mal testweise mit ca 50x50cm großen Stücken anfangen um zu gucken, ob die Optik was hermacht und das ganze in der Praxis tragbar ist oder ich mich zum Narren mache.

  9. #9
    WrinkledEyes Spearmind
    WrinkledEyes Spearmind ist offline
    Erfahrener User

    Ort
    Lüneburger Heide
    Beiträge
    415
    Wenn Du ernsthaft Tarnwirkung erziehlen möchtest musst Du großflächig tarnen. Tarnung findet im Gehirn statt, nicht im Auge!
    Der Körperumriss muss aufgelöst werden. Das klappt mit dem Ghillie gut.
    Farben für Tarnkleidung kann man ruhig an Waldtiere anlehnen. Braun, grau, beige, schwarz. Kein Grün. Grüne Tarnung klappt selten wirklich gut.
    Hier mal ein Denison Smock.
    http://forum.valka.cz/files/denison_2p._1.jpg
    Fügst Du schwarze Fransen hinzu fügt der Umhang sich an alles schwarz an, und schwarz ist quasi überall.
    Um das Interesse der Leute zu wecken muss man einfach mal was machen, und nicht nur immer Hintergrund schreiben.
    (Cartefius)
    LARP im Orient? http://www.heimat-des-windes.de

  10. #10
    Leander
    Leander ist offline
    Forenjunkie Avatar von Leander

    Ort
    Berlin
    Beiträge
    4.505
    Dem muss ich widersprechen: Schwarz ist mitunter die schlechteste Farbe für großflächigere Tarnung. Als kleiner Teil in Ordnung, aber ansonsten eher schlecht. Grau funktioniert wesentlich besser. Auch mit Grün sehe ich nur ein geringes Problem. Nicht umsonst sind die meisten militärischen Uniformen nicht zu geringem Anteil grün.
    Das 18. Jahrhundert ist schon recht modern fürs Larp und Ghillie-Suits dürften damals anders ausgesehen haben. Die Teile wirken einfach verdammt modern, egal wie alt sie jetzt sind.
    Und "Ghillie" ist übrigens das schottische Wort für einen Wildhüter. Von einem Kobold wüsste ich nichts.
    Und die Auflösung der Umrisse funktioniert mit einem Umhang ebenso gut.

    Für eine finale Version dürften 5ßcm*50cm ziemlich groß sein. Die Idee sich an einheimischen Tieren zu orientieren halte ich aber für gut.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Hilfe bei der Umsetzung des Ersteinstieges
    Von Deboir im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 26.05.2012, 13:22

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de