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  1. #1
    Mau
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    Kernstäbe Lochen??

    Ahoi, für mein Waffenprojekt brauch ich Löcher in einem Kernstab um einen Holzgriff anzunieten.
    Allerdings hab ich nichts bezüglich des Kernstablochens finden können,
    aber ich dachte mir vielleicht haben die "Waffenbauveteranen" da eine Möglichkeit/ Idee?
    Ich wage irgentwie zu bezweifeln dass man einfach eine Bohrmaschine ansetzt und drauflos bohrt...

    Ah, falls wer interessiert ist wofür:
    Dafür: http://i2.guns.ru/forums/icons/forum...44/2444796.jpg

  2. #2
    Kjeldor
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    Geht nicht.
    Die Bohrung macht das Material Spröde und es bricht weg wie nix.
    Habs auch mal probiert.
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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  3. #3
    Cartefius
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    Ich würde die Holzschalen einfach kleben, und die Nieten nur als Zierde daraufsetzen.

  4. #4
    Hubert
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    Ich habs auch mal versucht, für ein langes Messer. Die Eckdaten waren: 8x12mm Kernstab, gelocht wurde die breitere Seite, Bohrlöcher hatten einen 3-4mm großen Durchmesser. Genauer kann ich es leider nicht mehr wiedergeben, ist nun schon 2 Jahre her.

    Dann (in einem Teststück) Schraube reingesteckt und wild darauf herumgehämmert. Passiert ist nichts, die Schraube hat sich zwar verbogen, das GFK aber brach nicht, faserte auch nicht aus.
    Wären die Bohrungen größer, hätte ich ein anderes Ergebnis erwartet, ich tippe stark darauf, daß man da das richtige Verhältnis finden muß. Ich hab das damals btw. so gemacht, weil das Ding für mich einen rein repräsentativen Charakter hat. Gekämpft wird damit nicht, daher kann ich auch keinerlei Aussage über die Haltbarkeit im realen Alltag machen.

    Achja: einfach gebohrt. War nicht mal eine Standbohrmaschine.

  5. #5
    Alex
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    Hab die gleich Erfahrung, wie Hubert gemacht. Reicht sogar ein Bohrer für nen Dremel. Ich kenne ein paar Kettenwaffen, bei denen der Bauer die Ketten gegen ausreißen sichern wollte, in denen er sie mit Nylonband verbunden hat, die er durch ein Loch im Kernstab gefädelt hat. Das das Nylonband dann immer wieder aufgegangen ist, ist eine andere Geschichte :wink:. Beim Glasfaser bohren aber draußen arbeiten und zumindest einen einfachen Atemschutz tragen.

    Grüße,
    Alex

  6. #6
    Mau
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    Also kann ich Löcher für die Nietstifte in meine Kernstäbe bohren, ohne zu riskieren das der Kernstab seinen Dienst quittiert?

  7. #7
    Schwannis
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    Kommt darauf an wie dick die Stifte sind. Wenn sie dünn genug sind sollte es eigentlich halten.
    Schwannis vult!

  8. #8
    Alex
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    Was der Schwannis sagt. Eine Garantie kann Dir keiner geben. Das Material wird in jedem Fall geschwächt. Wie sehr und ob zu sehr hängt von der Anzahl der Löcher, deren Durchmesser, deren Abstände, die Abstände zum Abschluss des Griffes, dem allgemeinen Hebel, der Art, wie es gebohrt wurde, die sonstige Verarbeitung der Waffe... (ich kann das noch lange fortsetzen) ab. Eine ultimative "Wie sollte das sein"-Anleitung können wir Dir auch nicht geben. Ein paar Dinge aber:

    - Je kleiner die Löcher, desto besser (Ach neeee)
    - Je weniger Löcher, desto besser
    - Löcher mit angemessenen Abstand voneinander
    - Löcher mit angemessenem Abstand zum Rand des Griffendes. Sonst sorgen Hebelwirkung, Griffkante als Bruchkante und Materialschwächung durch Bohrung für ein seeeehr ungünstiges Verhältnis
    - Die Nieten sollten passgenau sein und kein Spiel in den Löchern haben

    Dann könnte es gehen. Wir freuen uns auf Deine Erfahrungsberichte.
    Grüße,
    Alex

  9. #9
    Belegond
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    Ich hab´s bei meinem Messer gemacht, wie Cartefius geschrieben hat. Macht optisch keinen Unterschied und ist auf jeden Fall sicherer. ich empfehle also diese Methode.

    Gruß, Peter
    Gewisser Freund, erprobtes Schwert
    ist in Nöten Goldes Wert.

  10. #10
    Kjeldor
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    Das Problem ist nicht das Loch an sich (wenns klein genug ist), sondern auch die Reibungshitze die den Kunststoff porös macht, klar kann das gut gehen, aber wenn das Material belastet wird brichts halt leicht weg, ähnlich wie Holz "entlang der Maserung"
    Der Kernstab wird sich bei hoher Belastung, die in einem Griff einfach herrscht, entlang der Strangrichtung auffasern.
    (Das kann ich gerne weiter ausführen, ich habe da schon unzählige Versuche mit gemacht)

    Was klappen könnte wäre mit einem langsamen Bohrer mit wenig Druck bohren, und das Loch dann mit kunstharz ausstreichen um die direkte Faserkante vorm ausbrechen zu halten.
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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