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  1. #1
    Lapislazuli
    Lapislazuli ist offline
    Grünschnabel

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    Tipps um schäbig auszusehen...

    Hallo Leute.

    Vorweg, ich habe larptechnisch noch nie was selber gemacht bzw. überhaupt mit Stoffen gearbeitet... von daher habe ich also bisher gar keinen Plan. Ich würde gerne eine Gewandung erschaffen, die so ähnlich aussieht, wie sie die Beiden hier tragen:



    Sieht an sich gar nicht sooo kompliziert aus, aber ich glaube es ist schon recht kniffelig sowas schön authentisch hinzukriegen... sowas habe ich eigentlich auch nur in Filmen gesehen (jaja, die Beleuchtung ) und kaum bis gar nicht auf Larpveranstaltungen.

    Habt ihr Tipps wie ich sowas hinkriege? Es sieht ein wenig nach Kartoffelsack aus (Jutestoff?) ... was sollte ich beachten damit ich ein ähnliches Ergebnis wie auf dem Bild kriege? Wie und womit verdreckt man das, sodass es nicht einfach danach aussieht das man einen neuen Stoff mit irgendwas bekleckert hat...

    liebe Grüße

  2. #2
    ro'gosh
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    Jute dürfte dafür klappen, aber die ist relativ unangenehm zu tragen, überleg dir das lieber gut.

    Sehr grober Leinen dürftes aber auch tun.

    Zum verdrecken:

    Die Ränder nicht versäubern/umsäumen bzw. nur sehr schlecht, und das ganze einfach für 2-3 Tage im Garten verbuddeln, danach nur ausschütteln vll. noch ausbürsten aber nicht waschen und fertig.

  3. #3
    Kelmon
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    Vereinfacht gesagt:
    1. Richtige Stoffwahl
    2. Verfärbungen an plausiblen Stellen.
    3. Flicken bzw. Risse an plausiblen Stellen.


    zu 1: Der Optik wegen ist hier ein Stoff vorzuziehen, der seine Webstruktur zeigt, und dabei möglichst grob ist. Wolle ist hier - wie bei vermutlich jeder anderen Obergewandung - deutlich vorzuziehen. Bloß nicht mit Jute-Dreck anfangen, das sieht nach nichts aus. Im Bild ist auch ziemlich sicher Wolle zu sehen.

    zu 2: Verfärbungen/Flecken treten dort auf, wo die Kleidung besonders beanspruch ist. Kniet man? Viel durch Dreck unterwegs? Unterer Saum. Verbringt man Zeit damit, auf den Ellenbogen/Knien rumzurutschen? Knie färben. Ist man ein notorisch kleckernder Esser? Brustbereich einsauen. Für Untere Säume an Bodenlanger Kleidung empfiehlt sich ein graduelles einfärben. Kann erreicht werden, in dem man das Kleidungsstück erstmal zu einem Drittel in die Färbebrühe legt, und dann alle paar Minuten ein Stück weiter herauszieht. (Hierbei mit dem Färbemittel eher sparsam sein und notfalls das Ganze wiederholen). Ähnliches bei Ärmeln.

    zu 3: Hier gilt fast das gleiche wie bei 2 - wobei zusätzlich ganz generell Abnutzung belastete Bereiche betrifft, ohne daß man auf dem Boden rumkriechen muß. z.B. gerade an Knien und Ellenbogen, oder unter der Achsel.


    Von "Naturdreck" rate ich übrigens ab, da dieser sich im Laufe der Zeit - oder bei einem Waschgang - verabschieden würde. Dazu wäre dieser bei der Einbuddelmethode überall und ohne erkennbares Muster.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  4. #4
    ro'gosh
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Vereinfacht gesagt:
    1. Richtige Stoffwahl
    2. Verfärbungen an plausiblen Stellen.
    3. Flicken bzw. Risse an plausiblen Stellen.


    zu 1: Der Optik wegen ist hier ein Stoff vorzuziehen, der seine Webstruktur zeigt, und dabei möglichst grob ist. Wolle ist hier - wie bei vermutlich jeder anderen Obergewandung - deutlich vorzuziehen. Bloß nicht mit Jute-Dreck anfangen, das sieht nach nichts aus. Im Bild ist auch ziemlich sicher Wolle zu sehen.

    zu 2: Verfärbungen/Flecken treten dort auf, wo die Kleidung besonders beanspruch ist. Kniet man? Viel durch Dreck unterwegs? Unterer Saum. Verbringt man Zeit damit, auf den Ellenbogen/Knien rumzurutschen? Knie färben. Ist man ein notorisch kleckernder Esser? Brustbereich einsauen. Für Untere Säume an Bodenlanger Kleidung empfiehlt sich ein graduelles einfärben. Kann erreicht werden, in dem man das Kleidungsstück erstmal zu einem Drittel in die Färbebrühe legt, und dann alle paar Minuten ein Stück weiter herauszieht. (Hierbei mit dem Färbemittel eher sparsam sein und notfalls das Ganze wiederholen). Ähnliches bei Ärmeln.

    zu 3: Hier gilt fast das gleiche wie bei 2 - wobei zusätzlich ganz generell Abnutzung belastete Bereiche betrifft, ohne daß man auf dem Boden rumkriechen muß. z.B. gerade an Knien und Ellenbogen, oder unter der Achsel.


    Von "Naturdreck" rate ich übrigens ab, da dieser sich im Laufe der Zeit - oder bei einem Waschgang - verabschieden würde. Dazu wäre dieser bei der Einbuddelmethode überall und ohne erkennbares Muster.
    Ok mein Fehler, bin noch zu viel wegen Orksachen vorbelastet...

  5. #5
    Kelmon
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    Ah, ja, bei Orks ist es sicher was anderes. Man muß glaube ich einfach zwischen "Kultur, die kein Problem mit Dreck hat" und "Kultur, die Dreck vermeidet, aber irgendwo keine andere Wahl hat" unterscheiden.

    Achja, zur Unterwäsche (Bruche/Hemd) noch: Da benutze ich für sowas graues/dunkles Leinen, das ich in sehr leichte Chlorbleiche lege - nach dem Zusammennähen. Das gibt einen netten "Im Laufe der Zeit durch Wäsche und Licht"-ausgebleicht-look, der dickere Stellen, oder den Stoff an einem Knoten in einem Schnürbändel auch dunkler lässt als andere.
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  6. #6
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    Trotzdem ist die Verwendung von "echten Dreck" immer so eine Sache... der kann dann durchaus auchmal anfangen ein "Eigenleben" zu entwickeln...

  7. #7
    Cartefius
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    Was die Schnittmuster angeht: Beide tragen natürlich sehr unterschiedliche Kleidungsstücke, die vor allem durch ihren sehr dreckigen Look zusammengehörig erscheinen. Der Junge trägt wohl eine einfache Tunika im rechteckschnitt und eine schlichte Hose mit Lederriemen um die Unterschenkel, dazu einen Umhang, Vermutlich einen Halbkreisumhang, dazu einen langen Gürtel.

    All das sind Kleidungsstücke, die sich sehr einfach selber machen lassen, für die Hose kann man, da die Tunika Bund und Taschen verdeckt, sogar eine einfache Stoffhose aus dem Klamottenladen nehmen. Für den Umhang bietet sich auf jeden Fall Wolle an, für die Tunika gehe ich davon aus, dass, obwohl Wolle die "historisch richtige" Wahl gewesen wäre, bei der Filmproduktion eher ein Baumwollstoff verwendet wurde. Das Problem bei Wolle ist, dass sie sich nur realtiv schwer "verdrecken" lässt, während Baumwollgewebe Farben und Flecken meist sehr bereitwillig aufnehmen.

  8. #8
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    Hmm...ich weiß nicht. Für mich sieht die Kleidung eher nach Wolle als nach Baumwolle aus, vom Faltenwurf her. Und Dreck ist mit industriellen Färbungen absolut kein Problem.
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  9. #9
    Lapislazuli
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    Grünschnabel

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    Vielen Dank für alle Hinweise und Tipps bisher! Ich kann damit wirklich viel anfangen. Werde mir ein paar Stoffe hier aufschreiben und zu einem Stoffmarkt gehen, mir die Stoffe mal ansehen, anfassen und so weiter.

    Kurz eine Frage zu Wolle:
    Ist eine Kleidung (fast) komplett aus Wolle angenehm zu tragen im Sommer oder eher nicht?

  10. #10
    Gerwin
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    Manche schwören darauf dass die unterste Schicht aus Leinen zu bestehen hat. Als jemand der jahrelang rein Wolle getragen hat und jetzt eine Leinentunika als "Unterkleidung" trägt muss ich sagen dass wirklich ein gewisser Unterschied besteht.

    Aber auch in rein Wolle kann man (sehr) gut überleben.

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