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  1. #1
    Erethor
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    Antike Gewandung

    Hallo zusammen.

    Ich suche gerade nach einer Inspiration bzw Anregungen zu einer antiken Gewandung für reiche Römer und für eine Sklavin.
    Es soll nicht so nach armer Römerin aussehen, aber auch nicht übertrieben sein. Es muss nicht vollständig authentisch sein, aber schon den antiken Stil behalten.
    Vielleicht fällt einem von euch schon etwas gutes dazu ein?

    Schonmal im vorraus ein Danke für jede Antwort

  2. #2
    EricPoehlsen
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    Männerkleidung
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    Ansonsten, für reiche Römer eher kräftige Farben und sehr helles weiß.
    Toga in Originalgröße ist extrem unpraktisch, Tunika und Pallium sind deutlich larptauglicher. Palla, Toga oder Pallium sollten auf jeden Fall Wolle sein.

  3. #3
    luthien368
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  4. #4
    Tala_Pran
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    Zitat Zitat von EricPoehlsen
    sollten auf jeden Fall Wolle sein.
    beim normalen LARP würde ich das nicht so eng sehen. Historisch korrekt schon eher. Obwohl ich gelesen habe, dass bei der Palla auch Seide verwendet wurde.

    Quelle: http://wwwg.uni-klu.ac.at/archeo/alltag/15kleid1.htm

    Ein offenbar sehr altes Bekleidungsstück des Römers scheint der Hüftschurz (cinctus) gewesen zu sein, der von Mitgliedern traditionsbewußter Adelsfamilien noch bis zur Zeitenwende unter der Toga, sonst von Tieropferdienern sowie Gladiatoren angelegt wurde. Jahrhundertelang blieb der Cinctus auch die Arbeitstracht der Hafenknechte, Schiffer und Fischer.

    Das dem griechischen Chiton entsprechende Hemdkleid für Männer und Frauen war die Tunica aus Wollgewebe. Dieses Gewand von fast quadratischem Schnitt besaß einen Halsausschnitt und Arrnöffnungen und mußte beim Ankleiden über den Kopf gezogen werden. Es wurde im Hause ungegürtet getragen. Den Männern reichte die Tunica bis dicht unter die Knie, sie wurde aber später immer länger und erhielt halbe Armel. Die Tunica des Senators hatte vorn auf der Brust und auf dem Rücken einen breiten, die des Ritters einen schmalen Purpurstreifen (latus bzw. angustus clavus).

    Die Tunica der Frauen fiel länger, weiter und faltenreicher als die der Männer. Die vornehme Römerin der prunkliebenden Kaiserzeit trug über der Tunica aus feinem Leinen noch ein Oberkleid von gleichem, jedoch weiteren Schnitt mit Ärmeln und Schleppe. Dieser an den Säumen manchmal goldbordierte oder mit Purpurstreifen verzierte Überwurf hieß Stola.

    Männer und Frauen legten in der Öffentlichkeit zur Tunica einen Wickelmantel an, den man Toga bzw. Palla nannte. Tunica und Wickelmantel bildeten die von Kunstwerken her bekannte kleidsame und würdevolle Tracht im antiken Rom. Dem erwachsenen Bürger stand die weiße Toga zu (toga virilis), die in Trauerfällen aus dunklen Stoffen gefertigt war.

    Beamte, Priester und freigeborene Knaben hatten ein Anrecht auf die Toga praetexta mit purpurnen Besätzen. Die Toga war ein großes Wolltuch bis zu 5,60 in Länge und 2,20 in Breite und hatte die Form eines Kreissegments. Das Anlegen der Toga und ihre Faltengebung erforderte besonderes Geschick und konnte nicht ohne fremde Hilfe beendet werden. Das riesige Tuch wurde auf die linke Schulter gelegt und unter der rechten Achsel um den Körper gewickelt.

    Modische Variationen ergaben sich durch Änderung des Wickelsystems und der Drapierung. Dieses zwar würdevolle, aber ebenso unbequeme wie kostspielige Gewand konnte nur von Männern von Rang und Stand getragen werden, die ihren Körper und seine Bewegungen zu beherrschen gewöhnt waren, dann aber übertraf diese Kleidung jede andere an großartiger Wirkung.

    Männer, denen die Toga auf Reisen zu lästig war, legten einen freihängenden Mantel (pallium) um oder benützten bei Kälte und Nässe den Radmantel mit Kapuze (paenula), den auch die Legionäre, allerdings knapper und kürzer geschnitten (sagum), verwendeten.

    Der viel und gern reisende Römer verfügte über eine größere Auswahl an Schuhzeug als der Grieche. Erwähnt seien u. a. die Solea, eine Sandale, sowie der Calceus, der den Fuß bis über die Knöchel fest umschloß.

    Die Palla der Frauen, ein rechteckiges Tuch, war leichter als die Toga und konnte je nach Lust und Laune verschiedenartig umgelegt werden. Manche Frauen fibelten die Palla auf den Schultern, andere trugen sie gegürtet oder verhüllten sich mit diesem Tuch von Kopf bis Fuß.

    Die zunehmende Verfeinerung der Lebensform der römischen Oberklasse während der Kaiserzeit zeigte sich hauptsächlich in der übertrieben sorgfältigen Körperpflege, in der luxuriöser werdenden Kleidung und im kostbaren Schmuck. Für Tunica, Toga, Stola, Palla oder Schleier wurden nun die feinsten Woll- oder Seidengewebe in den jeweiligen Modefarben verwendet.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_im_Alten_Rom
    Kein Gelb bei Frauen, ausser sie sollen vom Gewerbe sein.
    Die toga, eigentlich ein Kleidungsstück der Männer, wurde zeitweise auch von Frauen getragen, galt jedoch als deklassierendes Merkmal von Dirnen und verurteilten Ehebrecherinnen.

    http://www.remote.org/frederik/proje...au-rom/#alltag
    Was die Farben anbetrifft, so scheinen dunkles Rosa und andere Töne zwischen Rot und Blau (Purpur, Violett) als besonders apart empfunden worden zu sein.

    http://wwwg.uni-klu.ac.at/archeo/alltag/15kleid.htm

  5. #5
    EricPoehlsen
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    Meines Wissens nach war Seide aber lange Zeit als unrömisch verpönt, kam erst deutlich nach der Zeitenwende in Mode.

    Wobei die historische Zuordnung fürs LARP ja eher nicht so wichtig ist, besonders wenn es nur 'antik' sein soll.

    Es ist aber ähnlich wie im Mittelalter - so wie sich die Mode von 800 und 1400 unterscheiden, gibt es auch deutliche Veränderungen in Farbwahl und Schnitt zwischen 200 v.Chr. und 200 n.Chr.

    Und wenn man in die jüngere Vergangenheit schaut - zwischen 1910, 1960 und 2010 gibt es ja dann auch deutliche Modeunterschiede

  6. #6
    Erethor
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    Danke, für den reichen Römer habe ich jetzt schon genug Ideen sammeln können, aber für die Sklavin brauche ich noch ein paar Ideen.

    Ansonsten, für reiche Römer eher kräftige Farben und sehr helles weiß.
    Toga in Originalgröße ist extrem unpraktisch, Tunika und Pallium sind deutlich larptauglicher. Palla, Toga oder Pallium sollten auf jeden Fall Wolle sein.
    wie verhält es sich dort mit anderen Farben? Ich weiß, dass die Senatoren beispielsweise eine lila Farbe dabei hatten. Gab es da vielleicht auch einzelne Farben für die Familien?

    Plant ihr die Rolle als SC oder NSC?
    Teils teils. Die Rolle als reicher Römer soll von einem SC übernommen werden, die Sklavin ist aber ein NSC.

    Danke für eure Antworten. Die Planung für den Römer steht nun bereits, für die Sklavin brauche ich jedoch noch ein paar Einfälle.
    Sie soll als Sklavin erkennbar sein, aber schon im römischen Stil bleiben. Ich möchte sie nicht so ähnlich wie eine arme Römerin kleiden, vielleicht habt ihr ja da auch noch ein paar Ideen ?

  7. #7
    luthien368
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    Solang es keine Sexsklavin sein sollte, würd ich sie dem reichen Römer angemeessen kleiden. Ein Reicher will auch keine schlampig gekleideten Sklaven rumlaufen haben Statt dessen würd ich ihren Rang deutlich kennbar machen durch z.B. Choker oder Gelenk-/Fußfesseln aus Megall, Kartuschen mit dem Namen des Besitzers z.B. am Ohr oder am Choker, ... Muss ja nicht so kitschig sein wie mit ketten oder so

    Ich wette übrigens trotzdem, dass die Sklavin nach ner Viertelstunde befreit ist *g*


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  8. #8
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    Zitat Zitat von Erethor
    Ich möchte sie nicht so ähnlich wie eine arme Römerin kleiden, vielleicht habt ihr ja da auch noch ein paar Ideen ?
    Warum denn nicht?
    Ich weiß nicht, ob ihr wirklich Rom bespielt oder ein daran angelehntes Land, aber wenn die Sklavin keine Römerin (oder Fantasyäquivalent) ist, sondern aus dem Ausland stammt, könnte sie entsprechende Kleidung tragen. Dann würde ich aber unbedingt welche aus dem gleichen Zeitraum nehmen. Was Germanisches, Griechisches oder was auch immer.

    Wenn sie aber seit ihrer Geburt in Rom (oder Fantasy-Rom, blabla) lebt, wird sie sich halt wie eine arme Römerin kleiden.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  9. #9
    Tala_Pran
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    Ich glaub, dass Sklave eine falsch Vorstellung vermittelt.
    Es waren im weitersten Sinne Hausangestelle, aber eben ohne Rechte.

    Sklaven spiegelten den Haushalt wieder, wären sie schäbig würfe das ein schlechte Bild auf die ganze Familie. Sie waren nicht schmutzig, in Leder und Eisen gebunden und vegetierten auch nicht nur vor sich hin.

    Wie Nount schon sagte, waren sie entsprechend ihrer Herkunft oder umgebenden Gesellschaft gekleidet. Möglicherweise trugen die Frauen abgetragene Kleidung der Dame des Hauses.
    Die Männer mussten körperlich hart arbeiten und waren daher mit Sicherheit funktionell gekleidet.

    A. eine hochgezogene Tunika für Arbeiter
    B. Eine Tunika und ein pallium.
    C. Eine Tunika und eine Toga
    D. Eine paenula (Kapuzenmantel)
    E. Eine beschlagene Sandale, für Soldaten und Arbeiter
    F. Ein beschlagener Stiefel
    http://www.markaurel.de/kleidung/maennerkleidung.JPG

  10. #10
    Gerwin
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    Ahhhhh genau mein Thema *mit den Fingern knackt*

    Mit Sklaven im Fantasyrom ist es halt immer so eine Sache. Die erste Frage die sich da stellt ist "woher kommt die Sklavin ursprünglich"? Kommt sie aus Rom selbst wird die Kleidung tatsächlich an die einer Römerin erinnern. Kommt sie nicht aus Rom sondern aus einer besetzten Provinz wird sich die Kleidung im Regelfall auch an dem Still dieser Provinz orientieren. Mein Sklavenfänger/Händler zumindest "hält" sich an diesen Punkt seine Opfer ein wenig wie exotische Raubtiere? Warum sollte man die "stolze Germanenfürstentochter" in die Kleidung einer Römerin stecken? Völlig unwirtschaftlich, ausserdem fällt sie somit sogar weniger auf. Und als Sklavenhalter will ich ja gerade auch mit meinen Besitz "angeben".

    Von daher gesehen übertreibt es mein persönlicher "Halter" auch ab und zu mit Klischees...und zwar IT. Der Nordmann würde als Sklave zum Beispiel einen Fellschurz tragen denn er als freier Mann im Norden nie tragen würde...der Südländer vielleicht eine Art "Wickelrock" und einen blanken, im besten Fall braungebrannten Körper.

    Die konkrete Kleidung hängt aber nicht zuletzt davon ab was man genau mit ihm oder ihr (in deinen Fall ihr) vorhat. Handelt es sich eher um eine Haus oder Lustsklavin kann die Kleidung (in Absprache) natürlich entsprechend aufreizend gestaltet werden, vielleicht kann man mit IT-billigen Schmuck sogar gewisse Reize betonen (eine lange Kette mit Glasperlen die gerade bis zum Ausschnitt reicht usw). Das hängt aber vor allen von den Vorlieben des Besitzers (und dem OT-Schamgefühl der "Sklavin" sowie der Conumgebung ab).

    Ist sie eher eine Arbeitssklavin wird sie wohl die entsprechende zu ihrer Arbeit passende Kleidung tragen (Klischeehaft eine Art "Schürze" wenn sie zum Beispiel primär in der Küche eingesetzt wird) *und nein...ich meine NICHT nur eine Schürze*

    Eine Sklavin/einen Sklaven so zu kennzeichnen dass er für jeden völlig eindeutig als Sklave zu erkennen ist ist ziemlich schwierig und ergibt sich im Regelfall erst aus einen Zusammenspiel von Sklavin und Herrn. Sind die Charaktere auf Dauer angelegt und eine gewisse Vertrauensbasis OT vorhanden kann man natürlich über Halsfesseln (eventuell mit der Inschrift: Eigentum von XYZ) Handfesseln und ähnlichen arbeiten. Erfahrungsgemäß haben sich an diesen Punkt Knöchelfesseln für mich als die zunächst einfachste Alternative herausgestellt. Der Grund ist einfach. Hat man gerade OT keine Lust darauf jeden das Sklavenspiel unter die Nase zu reiben trägt sie eben ein etwas längeres Gewand oder höhere Schuhe. Dadurch werden die Knöchelfesseln (am besten würde ich zwei Reiffesseln aus Messing verwenden) perfekt verdeckt, und man hat erstmal seine Ruhe. Will man ein wenig das Sklavenspiel forcieren wird der Rock eben etwas kürzer...oder man lässt sie nur eine Tunika tragen. Schon sieht jeder der sie sehen will die Fesseln.

    Will man das Sklavenspiel nun gänzlich forcieren gibt es noch die Möglichkeit einer Kette zwischen den Ringfesseln. Hier ist natürlich vorsicht geboten (Stolpergefahr...aber wir sind ja alles erwachsene Menschen und wissen da letzten Endes bescheid). Das Zusammenspiel zwischen Sklavin und Herrn kann aber erfahrungsgemäß von "gemein-sadistisch" bis hin zu "romantisiert-liebevoll-behütend" reichen..und sich auch in der entsprechenden Kleidung niederschlagen.

    Auch bei einer fremdländischen Sklavin die bereits in "Rom" geboren und aufgewachsen ist würde ich übrigens fremdländische Kleidung nicht ausschließen. Der Herr will ja gerade eine gewisse Exotik präsentieren.

    Gruß

    Gerwin

    *wird demnächst auch mal seinen Sklavenhändler/Jäger/Halter eventuell sogar mit Begleitung vorstellen...wiel langsam bekomm ich wirklich wieder Lust auf solche Spielinhalte.

    Edit: Ein reicher Römer kann übrigens auch seine Sklavin (in meinen Augen) durchaus mit kostbaren Stoffen und kostspieligen Schmuck ausstatten. Die kann ja nicht zuletzt auch ein Statussymbol sein...und als Anwalt will ich später auch keinen C1 fahren.

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