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  1. #11
    Cartefius
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    Ich glaube, die Prägefolie ist nicht so geeigenet für Teile, die auch mal einen Larpwaffentreffer aushalten sollen. Außerdem sieht die meiner Meinung nach auch nicht optimal aus, die fehlende "Massivität" sieht man schon irgendwie.
    Hier ist ein Link zu einem Projekt, das damit umgesetzt wurde, da kannst du ja überlegen, ob dir die Optik gefällt:
    http://larper.ning.com/profiles/blog...-das-leben-des

    Echtes Kupfer ist halt heutzutage nicht gerade billig. Der Quadrameter 0,6mm-Kupferblech kostet derzeit über 60€.
    Naja, aber für einen Quadratmeter kann man sich ja halb einkleiden. Ich würde mal bei Ebay gucken, da bekommt man A4-große Tafeln, mit denen man schon ziemlich weit kommt, meist für unter 10 Euro. Altenativ kann man auch beim lokalen Dachdecker mal nach Reststücken fragen, die geben auch häufig billig was ab.

  2. #12
    Rufus
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    Zur Kupferfolie:
    Ich würde ja vermuten, dass sich das mit der fehlenden Massivität gibt, wenn man sie erstmal auf 3-4mm dickes Plastik aufklebt. Auch von der Stabilität dürfte das dann vermutlich hinkommen.
    Nur ob sich da Falten und Wellen bilden wenn man es etwas biegt wär halt die Frage. Und auf dem Buch-Beispiel sieht es schon etwas danach aus.

    Zum Kupferblech:
    Wenn man größere Teile aus solchen 30cm x 20cm-Stücken zusammensetzt stellt sich halt auch die Frage, wie man die Übergänge stabil, sicher und schön hinbekommt. Da hätte ich noch nicht so die Idee...

    Zur Sprühfarbe:
    In dem Buchbeispiel sieht die ja besser aus als die Kupferfolie...

  3. #13
    substanz
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    Mach dein Anliegen bitte noch mal etwas klarer: Geht es um EINE Rolle oder geht es um VIELE Rollen? Kultisten klingt nach etwas, wo man 15 Stück brauchen kann. Dann lohnt es sich bestimmt über Formenbau und Epoxydharz nachzudenken. Wenn man das Harz selber bereits mit Pigmenten einfärbt sollte das vernünftige Ergebnisse bringen.

    Die Folie wird vor allem eins nicht mitbrigen: Authentisches Material. Kupfer altert wie Kupfer. Alufolie in Rot nicht. Wenn du irgendwie an sehr dünnes Kupferblech kommst (0,3mm oder so) wäre das eine Überlegung wert. Ansonsten sieht's halt aus wie Karneval. Am besten durchsuchst du aber natürlich erstmal deinen lokalen Schrotthändler nach verwertbaren Kupferstücken.

    lg
    sub
    Elfen haben spitze Zungen.

  4. #14
    Rufus
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    In dem Thread geht es mir erstmal um die technische Seite.

    Persönlich geht es mir um Einzelstücke - wenn die zu mehreren Rollen passen: umso besser. (Ich bastel derzeit an einem Kultisten, und wenn Teile davon auch für andere Rollen verwendet weden können wäre das sicherlich nicht schade.)

    Von daher wäre ein Formenbau-Ansatz wohl Overkill. Davon ab bin ich mir auch nicht sicher, ob er hier generell eine gute Wahl ist. Die großen, geschwungenen Formen sind nicht gerade ideal für Gußformen. (Tatsächlich lassen sie sich recht gut durch das Biegen entsprechend flexibler Platten erreichen.) Auch bin ich mir nicht sicher, ob Plastikguß wirklich stoßfest und flexibel genug ist, oder nicht dazu neigt zu brechen.

    (Gerade für die Massenproduktion von Kleinkram aber durchaus interessant. Die HCC Easterlings sind da ja ein gutes Beispiel.)


    Insgesamt wäre natürlich ein Ansatz, der gut skaliert und auch für 'ne NSC-Truppe taugt durchaus interessant.
    Aber wenn man mal realistisch ist: Außer für den kupfernen Drachen ist die Kupferfarbe wohl eher ein stylisher Gimmick als wirklich wichtig für die Rolle. Würde man wirklich 15 Kultisten ausrüsten wollen, dann finge man wohl auch nicht bei den Kupfergürteln an.

  5. #15
    substanz
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    Ich würde auf jeden Fall bei den Kupfergürteln anfangen. Deswegen werde ich wohl auch niemals einen Kon auf die Beine stellen können.

    Gussformen hätte ich auch nicht vorgeschlagen, sondern eben Formen, in die man Epoxidharz reinlaminiert. Das sollte stabil genug sein um auch bei geringer Dicke Rüstung darzustellen. Vergleich: Kajaks. Aber für ne Einzelanfertigung wohl echt Overkill.

    Willst du das Einzeldingen denn schnell, perfekt oder günstig haben? Dementsprechend kann man besser zu etwas raten. Alleycatscratch behauptet man könne sich zwei dieser Möglichkeiten aussuchen, ich halte den Schwerpunkt auf nur einer Option für sinnvoller.
    Elfen haben spitze Zungen.

  6. #16
    Rufus
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    Die Motivation ist eine ähnliche wie im Thread NSC-Rundumausstattung: Auf die klassischen NSC-Rollen vorbereitet sein.
    Auch von daher wäre die Gewichtung günstig > schnell > perfekt.

    Letztlich besteht aber auch die Hoffnung, einfach auf bereits gemachte Erfahrungswerte zurückgreifen zu kommen. Nicht jedes Material ist geeignet, nicht jeder Arbeitsschritt notwendig, und manchmal hätte man mit XYZ einiges an Zeit und Frust sparen können.

    Am oberen Ende gibt es die Option es "echt" umzusetzen.
    Da ergeben sich dann schon ein paar Fragen und Probleme:
    - Was wäre eine geeignete Dicke? Reicht 0,6mm da aus damit, damit es halbwegs hält (nicht zuleicht knickt oder einreißt)?
    - Entsprechend kann dann vor allem der Preis und die Bezugsquelle ein Problem sein.
    - Gerade Details wären für den Laien wohl eher schwerer anzubringen
    - Bei mir käme noch hinzu, dass im Mietshaus das Kupfer hämmern wohl nicht sooo gut käme.


    Am unteren Ende sieht es nur bedingt besser aus:
    Man geht in den Baumarkt, kauft billiges Bauplastik das man mit der Haushaltsschere zurechtschneidet, und sprüht es mit kupferfarbenem Sprühlack an.
    - Wahrscheinlich wird das Bauplastik nicht lange halten
    - Damit die Farbe gut hält wären ein paar Zusatzschritte wohl nicht schlecht (anschleifen, grundieren)
    - Gerade dünnes Plastik hätte das Problem scharfer Kanten.


    Die Frage wäre halt, was es an tauglichen Optionen dazwischen gibt, und was man dabei beachten muss.

    Mein "Favorit" wäre derzeit nicht ganz billige wärmeformbare Kunststoffplatten von etwa 4mm zu verwenden (PVC-Schaumplatten oder vielleicht Polycarbonat), weil die eine gewisse Haltbarkeit gewährleisten und im Preis immer noch deutlich unter echtem Kupfer liegen. Außerdem sind sie oft in geeigneten Größen im Baumarkt erhältlich.

    Was mir persönlich an dem Ansatz noch gefällt ist, dass er sich vergleichsweise leicht um Verzierungen erweitern läßt, etwa durch gebohrte Löcher für Gebamsel (evtl. verstärkt durch aufgeklebte Unterlegscheiben), oder durch das Aufkleben von Verzierungen, etwa aus Plastikplatten ausgeschnitten oder mit Modelliermasse aufgebracht. Oder gar das Aufbringen von Magnetfolie, um die Symbole leicht auf Con und Rolle abstimmen zu können. Da eh drüberlackiert wird wäre das Material hier nicht sooo wichtig.

    Ob sich Verzierungen auch so einfach erreichen ließen wenn man mit aufgeklebter Kupferfolie arbeitet wär halt wieder so eine offene Frage.

    Aber selbst der Ansatz mit dem besprühten Plastik ist nicht wirklich perfekt:
    - PVC-Schaumplatten ließen sich zwar mit dem Teppichmesser schneiden, und wohl auch mit dem Fön biegen, aber wie haltbar sind die wirklich?
    - Und Polycarbonat auf der anderen Seite ist fast unkaputtbar, aber wie gut läßt sich das tatsächlich zurechtsägen? Kann man das noch ohne großen Aufwand thermoformen?
    - Und wie gut hält die Sprühfarbe auf den Materialien, wie flexibel darf das Material sein ohne dass sie abblättert?

    Wie gesagt, die Hoffnung ist einfach, dass hier jemand mit ähnlichen Projekten bereits Erfahrung sammeln konnte.

  7. #17
    Harald Ösgard
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    Zitat Zitat von Rufus

    Aber selbst der Ansatz mit dem besprühten Plastik ist nicht wirklich perfekt:
    - PVC-Schaumplatten ließen sich zwar mit dem Teppichmesser schneiden, und wohl auch mit dem Fön biegen, aber wie haltbar sind die wirklich?
    - Und Polycarbonat auf der anderen Seite ist fast unkaputtbar, aber wie gut läßt sich das tatsächlich zurechtsägen? Kann man das noch ohne großen Aufwand thermoformen?
    - Und wie gut hält die Sprühfarbe auf den Materialien, wie flexibel darf das Material sein ohne dass sie abblättert?

    Wie gesagt, die Hoffnung ist einfach, dass hier jemand mit ähnlichen Projekten bereits Erfahrung sammeln konnte.
    Cartefius (?) hat doch diese genialen Rabenschnabel Masken in Massen für die NSCs gebaut aus eben diesen PVC Schaumplatten!

    Was ich bisher aus dem Zeugs gebaut habe, ist alles noch heil.

    Polycarbonat läßt sich gut sägen (wenn auch nicht gerade schnell) Thermoformen ist ebenfalls recht einfach. Nur das Lackieren wird ohne Anschleifen ganz schlecht werden und mit Anschleifen sollte man ggf. doch noch einen Kusntstoffprimer drunter machen (?)

    Mal was anderes, Realismus bedeutet ja auch Gewicht. Ein Kragen aus 4mm dickem reinen Kupfer würde in echt schon verdammt was wiegen... Kupfer ist noch schwerer als Stahl!

    In Zeiten wo Kinder-Plastik Pistolen zu total geilen "Knarren" gemoddet werden, würde ich mir über Kupferfarbe auf Kunststoff nicht so viele negative Gedanken machen... :-)

  8. #18
    Rufus
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    Ok, das macht die PVC-Schaumplatten schonmal ziemlich interessant.
    (Nebenbei: Gerade gesehen, dass es auf eBay den halben Quadratmeter auch schon in schwarz gibt, 3mm Dicke für 8€.)

    Zitat Zitat von Harald Ösgard
    Mal was anderes, Realismus bedeutet ja auch Gewicht. Ein Kragen aus 4mm dickem reinen Kupfer würde in echt schon verdammt was wiegen... Kupfer ist noch schwerer als Stahl!
    Naja, ob die Platten massiv sind, oder nur an den Kanten dick gebörtelt, das läßt sich für einen Betrachter kaum abschätzen.

    Ganz davon abgesehen, dass Schaumstoffrüstungen noch dicker wären, ohne dass dort das "IT-Gewicht" bemängelt würde. Ich muss zugeben, das ist jetzt wirklich kein Punkt über den ich mir den Kopf zerbreche. Ausschlaggebender ist da eher die OT-Haltbarkeit.


    In Zeiten wo Kinder-Plastik Pistolen zu total geilen "Knarren" gemoddet werden, würde ich mir über Kupferfarbe auf Kunststoff nicht so viele negative Gedanken machen... :-)
    Wobei es da a) gute Gründe gibt diese Spielzeuge zu verwenden, und b) einige Leute meinen, dass diese Optik sie stört und sie lieber drauf verzichten würden.

    Das wäre an dann auch so ungefähr das Schönheits-Kriterium für gefakte Kupferteile: Dass das Gros der Leute der Ansicht ist, dass die Rolle mit diesen Teilen besser aussieht als ohne.

  9. #19
    substanz
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    Deine Priorität lautet: Günstig ist größer als schnell ist größer als perfekt, und größer bedeutet wichtiger, richtig?

    Meine Erfahrung mit Polycarbonat war auch, das sich das gut sägen lässt (Laubsäge mit Holzsägeblatt). Beim Lackieren hätte ich lediglich vermutet, dass das schwer geht. Erfahrungen hab ich da keine. Aber Harald ja scheinbar. Außerdem täte es mir in der Seele weh, wenn jemand mit einem Harnisch aus PC den kupfern ansprüht und nicht mit LEDs von innen beleuchtet (jaja Kragen... Harnisch... kennste einen kennste alle).

    Die "Forex" PVC Hartschaumplatte, die ich hier rumliegen habe würde ich eher nicht zu sowas wie Rüstung verbauen wollen. Dafür wirken die mir zu spröde und porös. Ausprobiert bis aufs Letzte hab ich das aber noch nicht.

    Kupfer würde ich in 0,3mm Dicke oder vielleicht sogar dünner nehmen, zurechtdrücken (nein, Hämmern sollte eigentlich nicht nötig sein) und auf ein Trägermaterial kleben. Dabei die Hohlräume hinter den Verzierungen mit Harz (PU) oder Wattestücken und Harz (Epoxid) auffüllen. Bei der Gürteltasche für Ithorion hatte ich arge Bedenken (0,3mm Messingblech, eher gedrückt als getrieben), weil ich die enstandenen Hohlräume nicht hinterfüllt habe.

    Die Magnetfolie solltest du auch hinter Kupferplatten kleben können. Kupfer selber ist ja nicht magnetisch. Oder Neodymmagnete.

    Hast du ein Bild davon wie du dir in etwa den Kragen vorstellst? Sowas wie Mimin gemacht hat?
    Elfen haben spitze Zungen.

  10. #20
    Rufus
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    Hier dann doch mal ein kleines Update, auch wenn die Schultern nicht in Kupfern umgesetzt wurden:

    Kultisten-Schultern.jpg (64 KB)


    Als "Trägermaterial" wurde dabei eine Platte guttagliss hobbycolor verwendet.
    Kann ich sehr empfehlen: Mit dem Cutter zu schneiden, mit dem Reisefön zurechtzubiegen, schmiegelbar, schlagzäh. Und die 50cm x 50xm x 3mm -Platte kostete im Hornbach keine 6€. Die angestrebte Form ließ sich damit gut umsetzen.

    (Obermaterial ist aufgeklebter Taft mit Glas-Nuggets als Verzierung.)

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