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Thema: Tragenbau?

  1. #1
    Rufus
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    Tragenbau?

    Wollte fragen, ob irgendwer eine Bastelanleitung zum Bau einer Trage hat?
    Auch nach einiger Suche konnte ich zu dem Thema nichts finden...

    Insbesondere geht es um die Punkte:
    - Welche Maße nimmt man?
    - Welche Materialien sind am besten geeignet? (Und wo kriegt man die her?)
    - Wie setzt man die Nähte, damit möglichst nichts einreißt?
    - Was sollte man sonst noch beachten, um Patientenkomfort und Zerlegbarkeit der Trage möglichst unter einen Hut zu kriegen?


    Die bisherigen "Planungen" gehen von einer Tragefläche von etwa 190cmx70cm aus. Angedachtes Material wäre etwas dickeres Segeltuch in Körperbindung. Dieses wird umgeschlagen um die "Schlaufe" für die Stäbe zu bilden, und dann mit zwei Nähten festgenäht. Denkbar wäre den Rand in der Mitte der Trage einzuschneiden, damit hier noch jemand die Stange halten kann.
    Als Stangen wären 240cm-Holzstangen angedacht, grob in der Dicke eines Besen- oder Schaufelstiels. (Wo kriegt man sowas her?)

    Nur taugt das was? Wie sind da so die Erfahrungen? Was sollte man beachten oder gleich anders machen?

  2. #2
    Tala_Pran
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    beim gutsortierten Baumarkt bekommst du Rundhölzer verschiedener Stärke, gehobelt oder roh.
    Alternativ könntest du auch einen Holzhandlauf nehmen, wie sie für Treppen angeboten werden. Die hätten den Vorteil, dass du daran nichts mehr ändern musst.

    Ich bin in Physik nicht so ganz bewandert, aber ich vermute man kann die Bruchfestigkeit berechnen oder auf Nummer Sicher gehen und einfach die Stange nehmen, die gut in der Hand liegt und umfasst werden kann. Ein Besenstil kommt mir ein wenig zu dünn vor.

    Segeltuch/Zeltplanenstoff oder jegliche Stoffreste mit Köpperbindung erscheinen mir sehr geeignet.

    Ich würde ein Rechteck zuschneiden. Die langen Seiten verstärkt säumen, so dass grosse Ösen gut Halt finden. Die ganze Länge alle Handbreit Ösen einschlagen und die Stangen durch umwickeln mit einem Seil umwickelt fixieren.
    So verteilt sich die Kraft mehr. Bei Laschen hätte ich die Sorge, dass sie mit der Zeit an den Näten ausreissen.

    Vielleicht gibt das Militär alte Feldtragen her. Metall raus, Holz rein und schon ist die Trage fertig

  3. #3
    Rufus
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    An der Stelle dann auch gleich die Frage: Wieviel "besser" sind Tragen eigentlich im vergleich zu Bergetüchern?

    Die sollen halt für den Patienten deutlich weniger bequem sein, und ich würde vermuten, dass die auch für die Tragekräfte anstrengender sind. Aber gibt es hier jemanden, der zu diesem Vergleich was sagen könnte?
    Tragetücher hätten halt den Vorteil, dass sie deutlich transportabler wären. Und es gäbe die auch aus Baumwolle für um 50€. Da müßte man sich dann auch keine Gedanken machen, dass das hält...




  4. #4
    Tala_Pran
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    reine Vermutung:

    beim Tragetuch bekommt der Patient jeden der 6 Tragepunkte zu spüren. Die Liegefläche verdreht sich insich z.b. bei 6 ungleichgrossen Trägern.

    Ausserdem schneiden die Bänder sicher mehr in die Hände der Träger als die Stange.

  5. #5
    luthien368
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    Auf so einer hab ich mal gelegen, es ist verdammt holperig.
    - das Gewicht des Liegenden drückt dieSeiten nach innen, wenn die Träger nicht nach außen Ziehen (plus heben plus Fortbewegung ist das ganz schön anstrengend) hat man die Seiten immer an den schultern
    - man braucht min. 3 Personen zum Tragen, bei einer Trage reichen 2.
    - Je weniger Personen daran beteiligt sind, desto einfacher können die Schritte aufeinander angestimmt werden um Schwanken zu verhindern.

    Könnte man nicht so ein Tragetuch umbauen? Die Seitennähte sind stabil, das Material ebenfalls, die Trageschlaufen müsste man mit einem weiteren stabilen Schlauch an zwei Stangen befestigen können.


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  6. #6
    Rufus
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    Zitat Zitat von luthien368
    Könnte man nicht so ein Tragetuch umbauen? Die Seitennähte sind stabil, das Material ebenfalls, die Trageschlaufen müsste man mit einem weiteren stabilen Schlauch an zwei Stangen befestigen können.
    Das oben abgebildete Modell käme sogar mit "Hohlsaum zum Durchschieben einer Tragestange".


    Gerade gesehen dass es noch ein weiteres Modell mit Hohlsaum gibt, für 16 Euro. Das ist dann irgendwo der Punkt, wo ich nicht mehr glaube, dass es durch Selberbasteln billiger wird. Nachteil wäre hier, dass es aus Kunstfaser besteht (eine Seite PP-Vlies, die andere womöglich PE beschichtet). Dafür würde es aber auch 150 kg aushalten...



    Scheint fast so, als bliebe als offene Frage vor allem die Tragestangen. Hat da jemand Erfahrung, mit welchen Faustregeln man "auf der sicheren Seite" ist?

  7. #7
    Klaufi
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    Ich glaube kaum, dass die Tragestangen viel Schaden nehmen würden, da sich das Gewicht ja gut über die Länge verteilen kann. Grob geschätzt würde ich 40-50mm Durchmesser annehmen. Den Hohlsaum würde ich auf jeden Fall mehrreihig und nicht zu Knapp an der Kante nähen, am Besten mit schön stabilem Garn.

  8. #8
    luthien368
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    Na ja, man sollte schon vom Worst-Case ausgehen: man transportiert einen Vollgerüsteten, der sich irgendwie ungeschickt bewegt, zB. versucht aufzusetzen o.ä., die Transporteure rennen, ... da kann die Belastung natürlich schon ziemlich ungünstig werden. Und das wär schon arg ärgerlich (und gefährlich denk ich), wenn die Stangen (oder nur eine) brechen, während da grad einer draufliegt x_x.


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  9. #9
    Klaufi
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    Am Besten wären wohl die Stangen von einem Reck
    Kommt halt auch aufs Holz an, Buche oder Eiche würde ich schonmal viel mehr zutrauen als Fichte. Und 50mm ist dann schon ein ordentlicher Klopper. Fraglich ist nur, das in 2,40m zu bekommen. Welches Maß haben eigentlich die Teile im Baumarkt, 2m oder länger? Weiß ich gerade nicht ausm Kopf...

  10. #10
    Tala_Pran
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    bei uns gibt es sie bis zu 3 m - aber Wien hilft dir wohl nicht viel

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