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  1. #1
    herrnhaag
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    Stichfähige Speere aus Schwimmnudeln

    Hallo, ich hätte gerne mal eure Meinung zu folgendem.

    Ich hab in diesem Frühjahr viel Zeit und dumme Ideen gehabt und mich in eine heftige Waffenproduktion getürtzt. Neben konventionellen Waffen hab ich mich auch mal an ein paar alternavien Baumethoden versucht.

    Neben ein paar anderen Experimentalwaffen wie Dreigliederstock, Peitsche und Kettenpeitsche hab ich dann auch mal versucht, stichfähige Speere zu bauen. Hierbei hatte ich drei Versuche mit jeweiligen Vor - und Nachteilen entwickelt.

    1. Schwimmnudel
    - völlig ohne Kernstab, Schaft besteht aus einer Schwimmnudel, die
    mit mehreren Lagen Klebeband stramm gewickelt wurde.
    Vorteil: sicher, häng kaum durch
    Nachteil: Durch die Stramme Wicklung ist der Schaft recht hart
    geworden, kann bei einem Schlag evtl. zu hart sein,
    Man braucht recht große Hände, da der Schaft ziemlich
    dick ist, die Waffe ist ziemlich schwer geworden

    2. Packbänder
    - Rohrisolierung und als "Kernstab" mehrere Lagen (5 - 6 Schichten)
    Packband (diese harten Bänder, die um Packete gewickelt und dann
    verschweißt werden)
    Vorteil: sehr stabil auf der einen Achse, biegt sich zur anderen Achse
    aber durch, leicht
    Nachteil: wenn einmal durchgebogen, muss man die Waffe perHand
    wieder geradebiegen, bisher nur mit sehr kurzen Speeren
    (maximal 1,2 m) durchführbar, da sich die Waffe sonst zu
    stark durchbiegt

    3. Kabelkanal
    - Rohrisolierung und als "Kernstab" einen Plastik - Kabelkanal
    Vorteil: sehr leicht
    Nachteil: bei längerne Waffen (ab 1,3 m) sehr "laberig", wenn einmal
    ein Knick drinn ist, bekommt man ihn nicht mehr herraus


    Ich hatte bisher noch keine Gelegenheit, die Waffne im (Übungs)kampf zu testen, da ich momentan kaum Kontakt zu anderen Larpern habe, hätte gerne mal ein paar meinungen von euch dazu bzw. Tipps, wie ich die Nachteile ausgleichen oder beseitigen kann.

  2. #2
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    Die Variante "Kabelkanal" - und dann mit einem Kopf der LARP-Pfeilartig aufgebaut ist - verwende ich als Wurfspeer.

    Ich würde diese Variante zwar persönlich als durchaus stichfähig einstufen, glaube aber nicht, daß da viele Orgas meiner Meinung wären.

    Daß die Waffen bei Überbeanspruchung verformt werden sehe ich übrigens als positiv an. Mir ist es noch nie passiert (gut, ist ja nur im Wurf), aber bei den dafür nötigen Kräften macht man dann beim Stich dann auch offensichtlich etwas falsch.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Schwannis
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    Rein Technisch kenn ich mich damit nicht aus, aber die meisten Orgas lassen Stichspeere ungern zu. Meistens ist es ihnen egal wie ungefährlich sie sind, sie sind einfach nicht mit dem gängigen Larpkampfstil konform der keine Stiche kennt. Darin sehen sie wohl ein unnötiges Risiko, da der unvorbereitete Kämpfer evtl völlig verwirrt jmd verletzen könnte wenn jmd auf ihn "einsticht".

    M.f.G
    Schwannis
    Schwannis vult!

  4. #4
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    Was der Schwannis sagt und zudem kann eine Orga nicht einem Spieler der vielleicht einen 100% stichsicheren Speer hat erlauben zu zu stechen und die anderen 99 Spieler die auch Stechen könnten dies verbieten bzw. die ganze Veranstalltung getrennt von einander konntrollieren

  5. #5
    herrnhaag
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    Daß die Waffen bei Überbeanspruchung verformt werden sehe ich übrigens als positiv an. Mir ist es noch nie passiert (gut, ist ja nur im Wurf), aber bei den dafür nötigen Kräften macht man dann beim Stich dann auch offensichtlich etwas falsch.[/quote]

    Ich wollte sagen, die Waffe biegt sich bis zu einem bestimmten Punkt durch, dann knickt! sie um und hängt dann an der Knickstelle durch, dann kann man die Stelle nur noch durchschneiden, de offnen Enden mit einer Spitzensicherung und neuer Verleidung versehen und hat dann einen kurzen Speer und einen Schaft.
    Das Problem tritt aber weniger beim Stich auf sondern eher, wenn man mit der Waffe mal schlägt (die Kabelkanalvariante habe ich eigentlich schon zu 70% als unpraktisch verworfen - sie erschiem mir nur anfangs als gute Idee, um längere Speere zu bauen)

    Was Wurfspeere angeht - ich hab ganz Gute Erfahrungen damit gemacht, die Wurfspeere komplett Kernlos zu Bauen - einfach eine Rohriso als Schlauch, etwas (mit Schaumstoff gepolstertes ) Blei in den Schaft und als Spitze eine einfache Spitzenförmige Lage Schaumstoff 8ähnlich wie Kernlosen Dolch). Fliegt ganz gut, so etwa 10 m weit.

  6. #6
    herrnhaag
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    Zitat Zitat von Schwannis
    Rein Technisch kenn ich mich damit nicht aus, aber die meisten Orgas lassen Stichspeere ungern zu. Meistens ist es ihnen egal wie ungefährlich sie sind, sie sind einfach nicht mit dem gängigen Larpkampfstil konform der keine Stiche kennt. Darin sehen sie wohl ein unnötiges Risiko, da der unvorbereitete Kämpfer evtl völlig verwirrt jmd verletzen könnte wenn jmd auf ihn "einsticht".

    M.f.G
    Schwannis
    Sehe ich absolut ein, keine Frage, ich hatte nur gehofft, eine Truppe mit dem Kampfstil Schild - Speer aufstellen zu können.
    Ich persönlich fnde ja, wenn Speere (oder Degen) des Gegenüber hin- und her schlackern, kann man sich denken, das damit gestochen werden wird. Außerdem sind bei eingen der geschriebenen Bauweisen meines Erachtens Hiebe deutlich gefährlicher als Stiche.
    Im Endeffekt liegt es natürlich im Ermessen der Orga, ob sies Zuläßt oder nicht.

  7. #7
    herrnhaag
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    Oh sorry, Tippfehler

    Wollte noch sagen, ich hab auch schon mit Orgas gesprochen, die "aus rechtlichen Gründen" keinen Waffencheck mehr macht und somit die Verantwortung für Waffen und ausrüstung bei den Spielern/Nscs, de sie benutzen beläßt, was denkt ihr dazu?

  8. #8
    Gerwin
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    Wollte noch sagen, ich hab auch schon mit Orgas gesprochen, die "aus rechtlichen Gründen" keinen Waffencheck mehr macht und somit die Verantwortung für Waffen und ausrüstung bei den Spielern/Nscs, de sie benutzen beläßt, was denkt ihr dazu?
    Hier hauen sich die Herren Juristen die Köpfe drüber ein. Es wurde noch nicht zu entschieden. Ich persönlich halte dass für Unfug.

    1. Waffencheck hin oder hier, verantwortlich ist (fast) immer der Spieler

    Der Waffencheck bestätigt lediglich dass eine Waffe zu einen bestimmten Zeitpunkt unter normaler Verwendung und aus Sicht eines Orgamitglieds kampffähig ist. Nach 5 Minuten kann das ganz anders aussehen. Viel wichtiger noch...hält sich jeder an die vorgeschriebenen Sicherheitsregeln im Kampf...wir könnten problemlos mit Metallschwertern kämpfen. Wenn es zu einer Verletzung kommt geht dieser so gut wie immer ein Regelbruch voraus. Und der Regelbruch lässt den Sinn des Waffenchecks sofort entfallen.

    2. Dass ganze hat für mich was von "Augen zu und durch".

    Wenn ich eine Diskothek betreibe und keine Taschen kontrolliere..und jemand schmuggelt was mit rein was jemand anderen verletzt...bin ich (tendenziell) dran. Die Taschenkontrolle dient (unter anderen) dazu mich zu "entlasten" . Bei Larps dürfte dass nicht anders sein.

    Wie gesagt...Kollegen sehen dass anders.

    Stichwaffen:

    Das Problem für jede Orga..man steckt halt nicht drin. Was weiß ich ob du in deiner Waffe nicht doch etwas unsicheres verbaut hast. Theoretisch müsste ich mindestens eine Waffe gleicher Bauart aufschneiden und (wie manchmal bei Selbstbaupfeilen gemacht) so prüfen. Der Waffenbauer wird nicht begeistert sein.

    Generell bin ich zwar für die Erlaubnis von stichfähigen Waffen im Larp. Die einzige Möglichkeit die ich konkret sehe wäre aber lediglich Waffen EINES kommerziellen Herstellers zuzulassen, welche dann auch sicher gebaut sind.

  9. #9
    Cartefius
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    Wollte noch sagen, ich hab auch schon mit Orgas gesprochen, die "aus rechtlichen Gründen" keinen Waffencheck mehr macht und somit die Verantwortung für Waffen und ausrüstung bei den Spielern/Nscs, de sie benutzen beläßt, was denkt ihr dazu?
    Die rechtliche Lage ist, wie Gerwin schon richtig sagt, da unklar.
    Vom praktischen Aspekt her finde ich das eigentlich nicht schlecht, weil Waffenchecks meiner Ansicht nach häufig wenig effektiv sind: Erstens ist auf den meisten Veranstaltungen ein umfassender Waffencheck der zuverlässig alles in Spiel gebrachten Waffen erfasst nicht möglich, weil sehr viele Spieler ihre Waffen nicht zum Waffencheck bringen. Die Gründe sind vielfältig: Manchmal vielleicht tatsächlich das Wissen, dass die geliebte Waffe nicht durch den Check kommt, in den meisten Fällen aber vermutlich das Vergessen einer Waffe im Gepäck, eine späte Anreise in der keine Waffencheck-SL mehr anwesend ist und so weiter.

    Außerdem fehlen bei Waffenchecks häufig klare Kriterien und sachkundige SLs. Der eine lässt Bögen bis 20lb zu, der andere bis 30, und der dritte zieht halt mal nach Gefühl aus. Der eine reißt und dreht an Waffenspitzen, bis sie kaputtgehen, der andere weiß überhaupt nicht was eine Spitzensicherung ist und winkt alles durch. Dazu werden Rüstungen, die häufig ein viel größeres Gefährdungspotential darstellen, oft überhaupt nicht geprüft.

    Wir haben das auf unseren letzten Cons nur noch als freiwilligen Service angeboten, und hatten keine Probleme mit unsicheren Waffen oder Kampfverletzungen, das ist aber natürlich keine statistisch relevante Aussage.

  10. #10
    herrnhaag
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    Sinnvoll sind Waffenchecks meiner Ansicht nach besonders für Anfänger. Denn die wissen oft nicht, was sicher ist und was nicht, besonders bei Rüstungen ist das meiner Ansicht nach ein Problem. Ich kann mich erinnern, dass wir auf dem Drachefest die SL nötigne mußten, damit sie uns die Waffen abnimmt, was in Anbetracht des dortigen Publikums eigentlich ziemlich heftig ist. Auf der gleichen Veranstalltung gab es dann bei der Endschlacht den Fall, das irgend ein Depp mit einer nicht entgrateten Rüstung mit dem Klingenbrecher vorran in eine Heilerin gecharged ist und dem Mädel eine extrem üble Schnittverletzung am Schlüsselbein beigebracht hat (wobei ich es für einen 1,80 Kerl in Vollplatte sowieso ziemlich Banane finde, ein zierliches Mädel umzuchargen).

    Bei solchen Veranstalltungen mit vielen unerfahrenem (nichts gegen Einsteiger) und ausländischen (soweit ich weis, herrschen etwa in England und in Italen deutlich lockerere Sicherheitsstandarts) Larpern sollte so ein Check meiner Ansicht nach schon drin sein, nur um den Leuten zu sagen,dass sie das abgetapte Eisenrohr leider nicht benutzen dürfen.

    Was das Vergessen von Waffen im Auto/Zelt angeht - dann hole ich mir die Waffe eben später raus und frag eine SL später, ob ich sie benutzen darf - so lange bleibt das Ding im Zelt. Und wenn ich weiß, dass ich eine Waffe nicht durch dne Check bekomme, dann lasse ich sie entwder im Zelt liegne oder dierekt zu Hause. Wenn mir ein Spieler eine Waffe mit dem Hintergrund vorenthällt, dass er sie bei mir ncht durchbekommen hätte, würde ich den Burschen auf meinen Cons nicht mehr zulassen.
    Larp ist auch in gewisser Hinsicht eine Vertrauenssache.

    Ich hab auch einige Waffen gebaut, die ich persönlich in ordnung finde, die einige Freunde aber in Bezug etwa auf die Härte zu heftig finden. Die Dinger benutze ich dann eben nur bei Übungskämpfen mit Freunden (von denen ich weiß, dass sie auch gerne mal härter getroffen werden) oder ich setze sie nur gegen Dosen ein.

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