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  1. #1
    Nerestor
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    Betreutes Bauen: Zweihandhammer

    Moin Leute, ich bräuchte mal bitte etwas Hilfe.

    Ich plane eine Wuchtwaffe zu bauen, die insgesamt 120-150cm lang werden soll. Ein schlichter Hammer ist mir aber zu langweilig. Ich möchte was ausgefallenes, dass mich mindestens 2-3 Stunden an den Drehmel zwingt.

    Zu allererst möchte ich aber ein paar grundsätzliche Fragen klären:

    - Der Hammer soll einigermaßen realistisch werden. Ich möchte also keinen 20kg Stahlklotz am Stiel haben. Andererseits soll der Hammer vermitteln, dass es sinnig währen zu Boden zu gehen, wenn man getroffen wird. Also schon massig wirken. Ein Rabenschnabel wär mir also zu zierlich. Die gehen im Vergleich zu diesen übertriebenen Larp-Teilen einfach unter. Die Frage ist also, wie groß kann ich den bauen, damit er als "führbar" durchgeht, ohne zu popelig zu wirken?

    - Wie lang ist "zu lang"? Der Stiel soll komplett als Griff genutzt werden. Ich möchte keinen Hammer mit 1m Stiel und 30cm Griff am Ende. Ich dachte an min 1m Stiel mit 90cm Griff. Mit Kopf also 120-130. Macht länger Sinn oder behindere ich mich dann selbst?

    - Ich würde unglaublich gerne mal was "zwergisches" bauen. Ich hatte überlegt in die Richtung DSA-typischer Zwergenschlägel gehe, den ich von nem zwergischen Schmied gekauft habe. Ist das IT machbar oder sitzen Zwerge eher auf ihren Waffen und verkaufen die nicht an andere Völker?

    Wenn das geklärt ist, kommt der schwierige Teil. Ich suche krampfhaft nach Möglichkeiten den Hammerkopf so zu gestalten, dass er wuchtig ist, durch die Form aber offensichtlich an Material und somit an Gewicht spart. Dabei ist mir nur wichtig, dass es eine Schlagfläche gibt. Die andere "Hälfte vom Kopf" darf auch gerne ein Axtblatt oder ein Dorn sein. Ich hab ne Idee, kann die aber zum Einen nicht erklären und zum Anderen weiß ich nicht, wie die Waffe komplett aussehen würde. Die Idee beschränkt sich momentan noch auf eine Kopfhälfte...

    Ich suche also Ideen und Vorlagen für Zweihandhammer, die nicht zuuu Fantasy sind, IT führbar bleiben und dabei vom bastlerischen Anspruch eher hoch sind.

    Ach ja, der Char. OT bin ich 193 mit 90kilo. Also groß und Stumpf, der Typ zur Waffe. IT ein Soldat einer kleinen Grenzburg aus Wenzingen. Low Fantasy ohne Anspruch an historische Korrektheit. Eher bodenständig mit starkem Glauben und ein paar Segen und Gebeten ohne IT Wirkung.

    Ich hoffe auf Ideen :-)

  2. #2
    Klaufi
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    Ich find eigentlich so einen Hammer cool, wo der Kopf wie eine Faust gestaltet ist, die einen dicken Nagel hält. Eine Seite eben als Schlagfläche und die andere wie bei einem Rabenschnabel mit Spitze. Das kann man dann auch beliebig wuchtig gestalten, wenn man mag.

  3. #3
    Cartefius
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    Die klassische Vorlage hierfür wäre vermutlich die Mordaxt:
    http://www.freiesbanner.de/img/09030...1aa.bigpic.jpg
    Die kann man ja auch abwandeln, mit beidseitiger Hammerfläche, Schlagdorn wie bei einem Rabenschnabel oder ähnliches.

    Einen zwergischen Hammer zu bauen und als Nichtzwerg zu verwenden fände ich hingegen nicht sinnvoll, im Larp laufen einfach zu viele Leute aus OT-Gründen mit Waffen herum, die nicht zu ihrem Charakterkonzept passen.

  4. #4
    Gerwin
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    Ach ja, der Char. OT bin ich 193 mit 90kilo
    Halbes Hemd...ich empfehle ein Rapier *konnte nicht anders*

    Die Frage ist also, wie groß kann ich den bauen, damit er als "führbar" durchgeht, ohne zu popelig zu wirken?
    Indem du dich an historischen Vorgaben orientierst und diese in keiner Weise überschreitest. Dass deine Mitspieler teilweise das Gewicht eines Kleinwagens als Hammerkopf mit rumtragen ist ein Problem...klar. Nur dass andere hässliche Waffen führen ist aber keine Begründung es auch zu tun.

    Es gibt aber ja durchaus führbare Waffen mit guter Schlagfläche

    Grüße

    Gerwin

  5. #5
    Hana
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    Als Nicht-Zwerg einen zwergischen Hammer zu führen, fände ich nicht schön - erstens ist das ein typisches "unpassendes Detail durch Hintergrundgeschichte erklärt" und zweitens haben Zwergenspieler dadurch eine Möglichkeit weniger, zwergisch zu wirken, wenn Menschen Zwergenkram nutzen.

    Anders als Gerwin finde ich "etwas größer" okay. Bei vielen Waffenarten hauen die Originalgrößen nicht hin, weil die Proportionen wegen der Dicke dann komisch aussehen - da dürfen auch wuchtige Hämmer etwas größer sein.
    Um passende Proportionen rauszufinden, probier's halt aus - entweder auf Zeichnungen (Waffe in der Hand einer Figur mit deiner Größe+Statur) oder live per Pappmodel (2D oder 3D je nach Motivation).
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  6. #6
    Nerestor
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    @Klaufi: War auch mein erster Gedanke. Dann hab ich nach ein paar Vorlagen gesucht und viel zu viele gefunden. Gibts schon viel zu oft und lässt sich nur schlecht individualisieren. Fällt also leider leider weg...

    @Gerwin: Alter! Sowas nennt man Idealgewicht ...glaub ich. Der Spruch war trotzdem gut.
    Originalmaße funktionieren wie Hana sagte nicht gut. Bei nem 4-5cm starken Stiel kann kein Kopf von 12x4x4 da dran.

    @Cartefius: Ohne die Spitze, mit größerem Kopf und kleinerem Axtblatt. Vor allem die Schlagfläche selbst gefällt mir. Einziger Nachteil: Der Anspruch ist gleich Null. :-(

    Das Zwergenthema hat sich erledigt. Mit Cartefius Einwand hab ich ja gerechnet. Darum hab ich ja gefragt. Hanas Anmerkung mit den anderen Zwergenspielern hab ich überhaupt nicht bedacht, überzeugt aber komplett. Muss ich wohl mal in nem anderen Projekt ne Zwergenaxt bauen.

  7. #7
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    Einziger Nachteil: Der Anspruch ist gleich Null.
    Ich weiß nicht, ich finde die Form trotz ihrer Schlichtheit relativ komplex, das bekommen viele Waffenbauer schon nicht hin, von einer realitätsnahen Holzmaserung ganz zu chweigen.

    Falls dir der Wunsch nach mehr Verschnörkelung steht, kann man da aber sicherlich auch die prunkvollen Motive aus der Renaissance aufgreifen:
    http://bilddatenbank.khm.at/images/5..._387_47516.jpg
    Wenn man da sucht findet man bestimmt auch Mordäxte und Streithämmer.

  8. #8
    Alex
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    Hach, endlich mal wieder ein betreuter Waffenbauthread. Aaaaaalso:

    Die Frage ist also, wie groß kann ich den bauen, damit er als "führbar" durchgeht, ohne zu popelig zu wirken?
    Darauf gibt es leider keine Antwort mit Maßen. Das hängt von so vielen Faktoren ab:
    - Gesamtgröße
    - Proportionen
    - führende Person
    - Design
    - Ja sogar Farbgebung

    Die Wirkung ist da völlig subjektiv.

    Ich dachte an min 1m Stiel mit 90cm Griff. Mit Kopf also 120-130. Macht länger Sinn oder behindere ich mich dann selbst?
    Das ist vollkommen OK. Aus Sicherheitsgründen wäre es aber geschickt, den oberen Teil des Griffes als Weichgriff zu konstruieren.

    Ist das IT machbar oder sitzen Zwerge eher auf ihren Waffen und verkaufen die nicht an andere Völker?
    Die Zwergenwaffenfrage ist ja zu genüge erläutert worden :wink:

    Ich suche krampfhaft nach Möglichkeiten den Hammerkopf so zu gestalten, dass er wuchtig ist, durch die Form aber offensichtlich an Material und somit an Gewicht spart
    Darf ich hier zunächst fragen, warum? Geht es Dir um gefühlt realistisches Gewicht, aber wuchtige Optik? Wenn ja, kenn ich drei Methoden, um das zumindest gefühlt hinzubekommen:

    1. Du nimmst einfach eine unrealistisch große Hammerform und beginnst dann, in den groben Klotz so lange fantastische Durchbrüche (vielleicht sogar auf mehreren Ebenen) einzuarbeiten, bis das wieder "möglich" aussieht. Das Ergebnis wirkt dann wuchtig gesamten durch die Größe, aber nicht übermäßig schwer, weil es eben Einzelteile sind. Man sollte nur aufpassen, dass das ganze dann nicht zu filigran wirkt. Der Nachteil ist natürlich, das sowas praktisch immer highfantasy aussieht.
    2. Du macht den Hammerkopf im ganzen sehr gedrungen. Also keine länglich-schlanke Form, wie bei Rabenschnabel und co. sondern ein kompakter Klotz. Damit das realistisch vom Gewicht wirkt, machst Du den Klotz entsprechend klein. Das wirkt immer noch wuchtig. Beispiel:
    http://www.amazingadventures.com.au/item.mibiznez?id=16
    3. Du machst eine möglichst große Aufschlagsfläche, verjüngst den Kopf aber zum Stiel hin. Das wirkt immer irgendwie wuchtig, aber durch die Verjüngung leichter, als es in der Realität wäre. Am besten funktioniert das mit runden Aufschlagflächen. Beispiele, die in die Richtung gehen (Vielleicht anders verziert und nicht ganz so groß):
    http://www.met-kultur.de/shop/artikelBilder/1548.0.jpg
    http://www.andracor.com/Larp-Waffen/...-Soeldner.html

    Das Problem dabei ist nur, dass Hämmer dann eher sinnvoll sind, wenn sie verjüngte Aufschlagsflächen haben, weil sie dann eben den Impuls auf eine kleine Fläche konzentrieren. Wuchtig wirkt es aber eben, wenn man es genau anders herum macht.

    Die Kombination Hammerkopf und Axt oder ähnliches ist schwierig. In realistischen Größen wirkt die nur bedingt wuchtig. Das fängt dann bei solchen Größen an (Ob da dann glaubhaft ist, ist Geschmackssache):
    Jockes Thorhammer von Kjeldor
    http://media.photobucket.com/image/l...P/hammer18.jpg

    Über das Ziel hinausschießen tut man dann hier :wink: :
    http://weapons.shopneroswv.com/image...rIF-402603.jpg

    Was dann aufwendige Verzierungen angeht, kann man die ja in alle die massiven Formen reinfräsen. Dadurch geht aber "optisches Gewicht" und "Wuchteinschätzung" gleichermaßen verloren.

    Wenn Du eine "Figur" als Hammerkopf haben willst, könnte ich mir so einen Fausthammer (Hab ich so im LARP noch nicht gesehen) vorstellen, wobei vor den Fäusten dann noch mal runde Zuschlagflächen angebracht sind, die etwas größer als die Fäuste sind:
    http://www.worldsstrangest.com/neatorama/fist-hammer/

    Soweit meine Ideen dazu.

    Grüße,
    Alex

  9. #9
    Nerestor
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    Zitat Zitat von Alex
    Ich suche krampfhaft nach Möglichkeiten den Hammerkopf so zu gestalten, dass er wuchtig ist, durch die Form aber offensichtlich an Material und somit an Gewicht spart
    Darf ich hier zunächst fragen, warum? Geht es Dir um gefühlt realistisches Gewicht, aber wuchtige Optik?
    Klares JA. Genau das ist der gedanke dahinter.

    Zitat:
    Ich dachte an min 1m Stiel mit 90cm Griff. Mit Kopf also 120-130. Macht länger Sinn oder behindere ich mich dann selbst?

    Das ist vollkommen OK. Aus Sicherheitsgründen wäre es aber geschickt, den oberen Teil des Griffes als Weichgriff zu konstruieren.
    Ich brauche ja eh ne Möglichkeit den Kopf IT sinnvol am Stiel zu befestigen. Da hab ich locker 10-15cm Matte bis zur Griffwicklung. Mit Spitzensicherung am Ende bleiben also 20-25cm des Stiels ohne Griffwicklung.

    Die Versionen 1 und 2 sagen mir nicht so zu. Version 3 schon. Wobei ich den hammer18.jpg schon zu massig finde. Die 3 von Met-Kultur, Andracor und Jens entsprechen eher meiner Größenvorstellung.

    Den fist-hammer finde ich vom Anspruch her gut. Die Idee finde ich auch witzig. Ich stelle mir aber grade vor, dass die Fäuste nicht ganz geschlossen sind und man die Teile mit ner Tube Gleitcreme im Sexshop kaufen kann. Die Tatsache, dass ich die Latexen würde, machen die Vorstellung noch plastischer. Ich möchte lieber keine Waffe, die solche Assoziationen in mir hervorruft

    Ich hab ja im ersten Post schon geschrieben , dass ich ne Idee habe, die ich aber nicht "zu Ende gedacht" kriege. Als ich am Wochenende beim Frühstück saß, betrachtete ich eine Käseverpackung. http://www.kaeseweb.de/DATA/KAESE/513.jpg Die äußere Form ergibt sich ja, wenn man 6 Kreise um einen Mittelkreis anordnet. Das wäre die Schlagfläche. Wenn man jetzt die Version 3 von Alex nimmt, also von einer größeren Käsepackung auf eine kleinere Käsepackung verjüngt, erhält man eine Art Gugelhupf. Auf die 6 äußeren Kreise könnte man noch flache Kegel setzen. Damit hätte man eine ähnliche Schlagfläche, wie die Mordaxt von Cartefius.

    Ist das einigermaßen klar geworden? Und wenn ja, wie könnte dann der Rest aussehen? Mache ich beide Seiten gleich oder wirklich nen Dorn oder ein Axtblatt auf die andere Seite? Wie befestige ich das IT sinnvoll am Stiel usw. Oder ist die Idee wertlos und es sieht hinterher viel besch... aus, als ich es mir grade vorstelle? Alles noch nicht ausgereift...

  10. #10
    Alex
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    Zitat Zitat von Nerestor
    Ich brauche ja eh ne Möglichkeit den Kopf IT sinnvol am Stiel zu befestigen. Da hab ich locker 10-15cm Matte bis zur Griffwicklung. Mit Spitzensicherung am Ende bleiben also 20-25cm des Stiels ohne Griffwicklung.
    Das ist schon klar. Der Punkt ist folgender: Wenn der weiche Teil ca. 10 cm vor der oberen Führungshand beginnt, sagt keiner was. Bei 30 cm sieht das schon anders aus. Und ich denke, Du willst den Hammer auch mal unten anfassen bzw. mit einer Hand mal kurz loslassen etc. pp. Von daher wäre es klug, wenn der so konstruiert ist, dass der weiche Teil ca 10 cm vor der oberen Führungshand beginnt, wenn Du den Hammer so tief wie möglich greifst. Das bedeutet nicht (!), das die Griffwicklung vor dem weichen Teil enden muss. Mann kann auch eine Ledergriffwicklung oder anderes auf den Schaumstoff machen, dann bleibt das da dennoch weich und flexibel, ist aber angenehm zu fassen, wenn man mal mit einer Hand weiter oben fast. Ich bin ja kein Freund von Weichgriffen. Aber wenn man eine Waffe mit zwei Händen fast, hab ich die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich nur wichtig ist, dass die untere Hand einen harten Griff hat. Vor allem, wenn man die Waffe nicht "lang" (Also ganz unten) fasst.

    Zu Deiner Formidee:
    Generell fände ich die nicht schlecht, würde die aber abwandeln. Wen Du wirklich eine Form nimmst, die sich ergibt, wenn man 6 Kreise um einem Mittelkreis anordnet, ist die Grundform die einer stilistischen Blume. Das passt vielleicht zu unserem Chevalier mit seinem Herzchenwappen :wink:, aber nicht unbedingt zu jedem Charakter. Ich würde die etwas verändern, in so fern, dass die an dem äußersten Punkt der äußeren Kreise eine Ecke hinmachen würde und die Kreisform dahin logischerweise begradigen würde. Nicht zwangsläufig ganz gerade. Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

    Wenn das ganze wuchtig aussehen soll, würde ich es auf beide Seiten machen. Keinen Dorn.

    Zur Befestigung: Ich würde es so gestalten, dass es optisch aussieht, als wären die beiden Hammerkopfseiten und das Mittelsegment aus einem Stück und der Stiel da hinein oder durchgesteckt und dann verkeilt bzw. mit einem Querbolzen befestigt.

    OT würde ich eine Schlauchspitze auf beiden Seiten des Kernstabes anbringen. Und unten noch eine Wickelsicherung. Auf der Kopfseite würde ich den Schlauch der Schlauchspitze so lang wählen, dass der ganze Hammerkopf hinterher auf der befestigt wird (Also kein Stück des Hammerkopfes auf dem nackten Kernstab ist). Das hat einfach den Vorteil, dass Du eine größere Klebefläche erzeugst und damit die Wahrscheinlichkeit verringerst, dass sich der Kopf irgendwann mal löst (Was sehr bitter ist). Das macht aber nur Sinn, wenn:
    - Du den Schlauch in einem Durchmesser wählst, dass er Stab darin kaum Spiel hat
    - Du den Schlauch mit einem Hochleistungskleber wie Pattex Repair anklebst
    - Und Du den Schlauch mit einer Schleifmaschine anraust

    Den eigentlichen Kopf würde ich dann in einer Sandwichbausweise machen und Leder/Kevlar/dickes Leinen/etc zwischen die inneren drei Schichten. in die Schichten mit einkleben. Das hat den Vorteil, dass Du durchgehende Schaumstofflagen in vorderem und hinterem Hammerkopf hast und dazwischen noch Leder whatever zur Verstärkung hast (Das praktischerweise noch eine Schichtensicherung bildet). Dadurch ist der Kopf am Ende sehr stabil, kann nicht abreißen. Wenn Du jetzt noch ganz sicher gehen willst, verklebst Du die Matten und das Leder am Schlauch auch mit Pattex Repair Extreme.

    Die meisten Hammerbauer finden bei ihrem ersten Hammerbau raus, dass so ein Hammerkopf aus kompakter PZ45 doch irgendwie ziemlich hart ist, vor allem, wenn da noch Leder etc. drin ist. Deshalb lässt Du die Schichtbauweise nicht bis zum Ende der Hammerköpfe gehen, sondern die letzten 2-4 cm klebst Du Quer zur Schichtbauweise ein paar lagen EZ45, PZ mit geringerer Raumdichte etc. pp. Deine Opfer werden es Dir danken. Mancher klebt da auch 2 cm EZ45 und dann noch 2 cm Matratzenschaumstoff vor. Kann man machen. Bei offenporigem Matratzenschaumstoff macht das aber nur Sinn, wenn Du die Latexschicht später etwas perforierst, damit der Kopf atmen kann. Sonst kann man den Schaumstoff nicht wirklich toll zusammendrücken, weil die Luft nirgends hin kann.

    Disclaimer: Das ist meine Bauweise. Sie hat keinen Anspruch darauf die (richtige) Lösung (TM) zu sein. Manchmal sind andere Waffenbauer der Meinung, dass ich es in Sachen Sicherheit/Robustheit übertreibe. Das mag sogar sein. Ich hab mir nur angewöhnt, die Waffen so zu bauen, dass die auch halten, die jemand nutzt, der da ziemlich grob mit umgeht bzw. dem "Dinge passieren" (Lorac kann da ein Liedchen von singen). Einfach weil ich Waffen teilweise auch für diese Leute gebaut habe (Gell, Lorac?). Außerdem verzeiht diese Bauweise auch ein paar Klebefehler und unsauber angefügte Teile. Hab mir sagen lassen, dass passiert manchen nicht so routinierten Bastlern gelegentlich :wink:

    Grüße,
    Alex

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