Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Ascan
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    Geschöpftes Papier beschreiben

    Hey Leute,

    ich hab einfach keinen Thread und nur wenig Infos dazu gefunden.
    Ich hab mir ein Buch zugelegt, schön aus Leder und mit geschöpftem Papier. Da rein sollten eigentlich Zeichnungen mit Bleistift und Schrift mit... ja... Tinte wäre schön, aber ich musste feststellen, dass die ziemlich verläuft und es nicht schön aussieht, zudem muss man mit dem Bleistift aufpassen, das man die relativ raue Oberfläche nicht kaputt macht (Ist aber bei entsprechend weichen Stiften kein Problem).

    Meine Frage also: Was kann ich nutzen um einerseits das Graphit vor abrieb auf den rauen Seiten zu schützen?
    Und wie kann ich die Seiten behandeln, damit Schrift nicht verläuft?

    LG Ascan

  2. #2
    Primrose
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    Also damit Kohle/Bleistift/Kreide und dergleichen nicht verwischt und abreibt, sprühen Zeichner/Künstler (Profis nicht mit eingeschlossen) die Seiten nach Fertigstellen des Werkes mit Haarspray ein..

    Wie das auf geschöpftem Papier funktioniert kann ich dir nicht sagen, aber zumindest Kreide auf normalem Tonpapier hält damit ohne den geringsten Abrieb.
    Ich bin Künstler ich darf psychopathologische Abweichungen haben.

    Finden Analphabeten Buchstabensuppe genau so lustig wie wir?

    Unfreundlich? Ich nenne das ehrlich und direkt.

  3. #3
    Ascan
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    Kann man denn auf fixiertem Papier noch mit Tinte schreiben? Oder vllt sogar besser, als auf unbehandeltem?

  4. #4
    Tailorn
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    wo ich mir grad garnet sicher bin : versuchs doch mal mit ner dünnen feder +tusche
    LG von mir

  5. #5
    Primrose
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    Ich habe es nie versucht, Ascan. Aber ich denke nicht, dass die Tinte dann hält, sondern gegebenenfalls abperlen könnte.
    Auf fertiger Leinwand hält ja leider Tinte auch ganz und gar nicht gut bis gar nicht.

    Plakafarben könnten halten, also auf fixiertem Untergrund. Aber die kannst du nicht mit einer Feder auftragen, da müsstest du die Spitze eines Schaschlikspießes benutzen oder eben einen Pinsel Stärke 1 maximal.
    Das mit der dünnen Holzspitze ist furchtbar anstrengend, aber es funktioniert sehr gut bei feinen Arbeiten (schon ausprobiert).

    Edit: Plakafarben sehen übrigens nicht nach Tusche aus. Hauchdünn aufgetragen könnten sie als Tinte durchgehen.

    Weitere Möglichkeit, die aber versucht werden müsste, wäre Skryptol. Achtung, das geht aber sauschwer von Untergründen ab und so gut wie gar nicht aus Geweben.
    Ich bin Künstler ich darf psychopathologische Abweichungen haben.

    Finden Analphabeten Buchstabensuppe genau so lustig wie wir?

    Unfreundlich? Ich nenne das ehrlich und direkt.

  6. #6
    Irian
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    Also meine Holde benutzt aus genau dem Grund kein geschöpftes Papier: Durch den fehlenden Leim "blutet" die Tinte förmlich raus.

    Eine Möglichkeit wäre, die Seiten nachträglich zu leimen, z.B. mit Knochen- oder Fischleim oder auch Gummi Arabicum (letzteres ist allerdings wasserlöslich) sehr dünnflüssig - das ist aber tricky und kann sehr leicht die Seiten des Buchs verkleben. Das würde man mit nem breiten Pinsel vorsichtig einschmieren - gut trocknen lassen.

    Sie würde evtl. auch einfach eine andere Tinte (korrekterweise nennt man das wohl Tusche, aber hier kommen wir zu Feinheiten, die irgendwelche Schreiber gerne bis zum Langeweile-Tod diskutieren dürfen) empfehlen: Aquarell-Farbe (oder auch Guache) mit Gummi Arabicum andicken (bis zur Konsistenz von süßer Sahne), dann kann man auch mit der Feder schreiben (verklebt aber furchtbar die Feder, also regelmäßig sauber machen und eine entsprechend gut zu reinigende Feder suchen). Man kommt halt nicht soweit mit einem Federstrich.
    Wenn du selbst Tinte anrührst, z.B. aus Russ, dann geht die auch, einfach mehr Gummi Arabicum (oder Knochen- bzw. Fischleim) nehmen. Aber ich glaube, da ist meine Holde eine von nicht sooo vielen Leuten, die das machen :-) Falls doch, sags, dann frage ich sie weiter...

    Wichtig ist es bei geschöpftem Papier auch, die Feder ordentlich abzuschleifen (z.B. Arkansas-Stein, SEHR feinkörnig - Sandpapier dürfte zu grob sein), denn sonst "hakt" sie sehr leicht (weils eben nicht so glatt gebügelt ist wie modernes Papier).

  7. #7
    Minka
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    Zitat Zitat von Primrose
    Also damit Kohle/Bleistift/Kreide und dergleichen nicht verwischt und abreibt, sprühen Zeichner/Künstler (Profis nicht mit eingeschlossen) die Seiten nach Fertigstellen des Werkes mit Haarspray ein..

    Wie das auf geschöpftem Papier funktioniert kann ich dir nicht sagen, aber zumindest Kreide auf normalem Tonpapier hält damit ohne den geringsten Abrieb.
    Kann man machen, sollte man aber nicht. Die Gefahr, dass da was verklebt ist viel zu groß.

    Kauf dir lieber im Kunsthandel eine Dose Fixierspray dafür.
    Das kostet nicht die Welt ist aber praktisch.

  8. #8
    luthien368
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    Handgeschöpftes Papier ist eklig bis garnicht mit Feder zu beschreiben, weil die Ovberfläche viel zu rau ist. Ich würde dir eine Feder mit rundem Kopf empfehlen (z.B. sogar einen normalen Füller), das ist natürlich nicht so fein wie eine spitze oder so schön wie eine Breitbandspitze - aber es schont die Seite. Verwende außerdem Tusche, die ist dickflüssiger.

    Du kannst im Basteltgeschäft mal nach Calligraphy-Pens fragen, das sind schwarze Filzstifte mit breiter spitze, die wie Breitbandfedern schreiben, sehr schön. Oder du nimmst gute Fineliner.

    Graphit verwischt, dick aufgetragen, sowohl mit Fixierspray als auch mit Haarspray. letzteres verklebt nicht, wenn man es gut trocknen lässt, kann aber, wenn es zu dick aufgetragen wird, zu gllänzenden stellen führen :/ Nimm also lieber einen mittelharten Bleistift oder besser, zeichne mit Schraffuren oder verdünnter Tusche.


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