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Thema: Rapier

  1. #1
    Urival
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    Rapier

    Hallo zusammen,

    vor längerer Zeit habe ich mir einen Rapier nach Oschenheimer-Bauweise gebaut. Allerdings ist die Klinge ziemlich biegsam, was sich z.B. dergestalt äußert, dass sie sich biegt, wenn man einen Schlag führt.

    Mir kam der Gedanke, dass man die Klinge quasi vorspannt, indem man ein GFK-Band verwendet, um die Klinge erst krumm zu biegen und dann wieder gerade (habe ich so z.B. bei Parierstangen schon eingesetzt).

    Mich lässt in letzter Zeit der Gedanke nicht los, ob es nicht möglich wäre aus diesem Kernstab einen Rapier zu fertigen, der dann weniger wabbelt.

    Dummerweise hatte ich noch nie einen "echten" Rapier in der Hand, um beurteilen zu können wie flexibel dieser ist und um welche Achsen er sich biegen lässt.

    Was meint ihr: Könnte dieser Kernstab einen Ansatz bieten oder hab ich schlicht eine ziemlich weiche Gerte erwischt oder funktioniert das Vorspannen oder gehört das bei einem Rapier einfach so?

    Viele Grüße
    Urival

    P.S.: Die Suche hatte mir ein paar Threads ausgespuckt, die aber nicht so recht zu meinem Problem passen wollten und ich außerdem Thread-Nekormantie vermeiden wollte.

  2. #2
    Kelmon
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    Erstmal: Es ist das Rapier, nicht der Rapier.

    Ich besitze 2 nach Oschenheimer Bauweise, und das neue schwabbelt mehr als das andere. D.h. Du könntest einfach einen an der Spitze besonders dünnen GFK-Stab erwischt haben.

    Ich fürchte, was Du da vorhast ist irgendwie vergebens, denn es ist eben die Flexibilität, die das ganze stichsicher macht. Steif und Stichsicher (nach Ansicht deutscher LARPer) geht nicht.


    Ich besitze ebenfalls ein Metall-Rapier und kann Dir darum sagen: Da biegt sich nichts großartig. Das ist nicht mit einem modernen Degen oder Florett zu vergleichen. Eine korrekte Darstellung der Flexibilität eines Rapiers wäre mit einem handelsüblichen Kernstab korrekt zu erzielen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Alex
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    Die Frage ist, was Du willst. Soll es stichtauglich sein oder nicht? Die Reitgerte dient ja dazu, dass das Rapier stichtauglich ist. Dass es sich dann naturgemäß wegbiegt, auch bein schlagen, ist normal. Das wirst Du nie ganz rausbekommen. Mit dem von Dir verlinkten Kernstab wäre das Stück nicht mehr stichtauglich. Und wenn Du nur einen von den dünnen Dingern nehmen würdest, würde das wahrscheinlich auch nicht sehr robust sein.

    Für Stichtauglichkeit hat der Taurec letztens eine Surfsegellatte verbaut, das Ergebnis sieht sehr überzeugend aus. Er hat einen Blog auf dem Ning dazu gemacht (Musst Du Dir evtl einen Account machen, wenn Du noch keinen hast):
    http://larper.ning.com/profiles/blog...e-als-kernstab

    Grüße,
    Alex

  4. #4
    Urival
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    Hups...okay....das Rapier *notiert*
    Von dem Aspekt der Stichfähigkeit hatte ich das Ganze noch nicht betrachtet, da habt ihr allerdings recht. Da es ja meist immer heißt, dass man seitlich schlagen soll, hatte ich diesen Aspekt schlicht verdrängt.

    Ich muss sagen, dass mir das stichfähig nicht so extrem wichtig ist, eben aus dem Grund oben. Allerdings fürchte ich, dass die Optik verloren geht wenn man einen normalen Kernstab verwendet, da dies ja quasi zwangsläufig zu einer nahezu normalen Klinge führen müsste.

    Gibt es eigentlich irgendwelche Werte zum abschätzen, welche Kraft auf einen Kernstab wirkt bei einem "Normschlag"?
    Dann könnte man die Geschichte zumindest mal theoretisch abklopfen, ob so ein flacher Kernstab halten würde.

  5. #5
    Kelmon
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    Wenn es nicht um die Stichfähigkeit geht, hast Du eigentlich die ganze Bandbreite an verschiedenen Dicken von Kernstäben, mit denen Du es versuchen kanst. Mit einem der üblichen dünnen Kernstäbe (glaube 8x10?) solltest Du da schon eine sehr dünne hinbekommen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Urival
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    Ich denke, dass ich mal zu nem Reitsportgeschäft bei mir in der Nähe fahre und mal schau, ob man nicht eine relativ feste Gerte bekommt bzw. ich schau mir die eine eh nicht mehr besonders tolle (zum Reiten) im Stall mal an.
    Liege ich mit einer Klingenbreite von ca. 3 cm richtig (hatten die meisten Ergebnisse aus Stahl, die man kaufen kann)?

  7. #7
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    Äh die Reitgerte ist doch auch nicht dünner als ein Standardkernstab (10x8 bzw. 8 mm rund) oder hab ich was falsch im Kopf?

    Grüße,
    Alex

  8. #8
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    Es gibt verschiedene Arten von Reitgerten. Die Namen kenne ich gerade nicht (eine davon war die Dressurreitgerte, aber sonst...?), jedenfalls sind die, von denen wir reden, sehr lang und deren GFK-Kern verjüngt sich nach vorne hin.

    Was Taurec gemacht hat ist letztendlich nichts anderes als eine solche Reitgerte aus einem GFK-Stab mit rechteckigem Querschnitt nachzubauen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #9
    Urival
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    Dressurgerten sind die langen, die kurzen sind Springgerten. Springerten sind prinzipiell fester, aber von der Länge her (ca. 50 - 80 cm) für einen Rapier eher ungeeignet.
    Ich komme leider noch nicht ins Ning rein. Welchen Querschnitt hat denn diese Surflatte?

  10. #10
    Alex
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    Von den Reitgertenrapieren die ich gesehen habe, scheint sich Taurecs Bau aber wesentlich in zwei Dingen zu unterscheiden:
    1. Es verbiegt sich nur in eine Dimension.
    2. Es biegt sich schlagartig in die komplette Ausgangsposition zurecht.

    Edit: Die Surfsegellatte war eine Variante. Ich sehe gerade, er hat wirklich einen 8x12mm Kernstab genommen und verjüngt geschliffen.

    Grüße,
    Alex

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