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  1. #1
    BEDÄÄÄ!!!
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    Wie dick muss Leder sein um wirklich zu schützen?

    Hallo :-)

    weiß jmd. zufällig wie dick Leder sein muss um den Schlag mit einem 'echten' Einhandschwert abzuwehren? Ich gehe davon aus, dass das Leder mit Parafin- und Bienenwachs gehärtet ist. Genügen da 6mm oder sind 9mm nötig?

    Danke

  2. #2
    Gerwin
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    Zu viele Ungenauigkeiten. Definiere abwehren und Einhandschwert. Ausserdem kommt es drauf an mit welcher Kraft dieses geführt wird (Schaukampf mit Abstoppen, Pseudo"freefight", realistisches Zuschlagen ohne Gnade). Ich will es einmal so sagen: Geb mir ein römisches Gladius in die Hand und lass mich so hart ich will zuschlagen. Ich würde dann weder auf 6 mm noch auf 9 mm oder irgendeine andere Größe wirklich vertrauen.

  3. #3
    Schlachtross
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    *schnüffelt* hier richt es so nach Männerschweiß und Testosteron, und ja da ist auch ein Hauch von Machoducht in der Luft.

    Ach so, Gerwin ist wiedermal gut drauf. Na dann ist ja alles klar. :-)


    "Leider" muss ich ihm ja recht geben. Leder, nur gehärtet aber einlagig , möchte ich nicht als einzigen Schutz zwischen mir und einem Schwert wissen.
    9mm klingt allerdings schon recht dick. Wenn nur Leder dann lieber dicker als dünner. Und lieber gehärtet als ungehärtet.
    Gegen Blankwaffen möchte ich nicht nur Leder tragen müssen, im Larpkampf ist es ziemlich wurst. Da liegt man mit 6mm schon deutlich über dem Durchschnitt



    edit: elementar wichtiges "nicht" eingefügt
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  4. #4
    BEDÄÄÄ!!!
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    "realistisches Zuschlagen ohne Gnade" trifft's recht gut. Ich denke mal, dass 9mm gehärtetes Leder den Schlag stoppen würden und ein Eindringen verhindern. Aber wahrscheinlich ist danach ordentlich was geprellt... mh...
    naja, sobald ich die Gelegenheit habe probier ich's mal aus... natürlich nicht an mir sondern 'ner Puppe, oder so....
    danke

  5. #5
    Kelmon
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    Letztendlich läuft es bei allen Rüstungen darauf hinaus, daß es nicht auf "geht durch" oder "geht nicht durch" hinausläuft, sondern vielmehr wieviele Prozent eines Schlages eine Rüstung vom darunterliegenden Körper abhält - sei es durch Polsterwirkung, durch Schnitt- oder Schlagresistenz, oder durch Umlenken der Energie.

    Insofern: Klar, auch dünnes Leder hat eine Schutzwirkung. Von allen möglichen Schlägen, die einen Beteiligten im Kampf treffen können - von Stichen über heftige Schläge bis Abpraller und Beinahe-Treffer wird auch dünnes Leder bei einen paar mehr eine Verwundung verhindern oder reduzieren als es beim nackten Körper der Fall wäre.

    Von da her...
    weiß jmd. zufällig wie dick Leder sein muss um den Schlag mit einem 'echten' Einhandschwert abzuwehren?
    ...ist diese Frage nicht so einfach mit einer konkreten Milimeterangabe beantwortbar.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Gerwin
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    Die Frage die sich mir aufdrängt ist folgende: Willst du wissen wie dick Leder sein muss damit es so AUSSIEHT als könnte es echte Schläge abwehren? Oder hast du vor dich mit deiner gebauten Rüstung TATSÄCHLICH mit echten Stahlwaffen zu kloppen?

    Geht es um ersteres würde ich sagen dass im Larpbereich 6 mm gut ausreichen. Geht es um letzteres stellt sich mir die Frage "wie viel ist dir deine Gesundheit wert?". Selbst eine gehärtete Stahlrüstung kann bei durchgezogenen Schlägen mit echten Waffen keinen 100 prozentigen Schutz geben. Bei Leder sieht das Verhältnis ein wenig anders aus. Lass mich vielleicht ein wenig ausholen:

    Ich besitze ein paar brettharte Beinschienen aus dicken Leder. Leider nicht larptauglich da ich keinen Barbaren oder ähnliches spiele. In der Zeit in der ich noch regelmässiger Schwertkampf trainiert habe trug ich die Teile teilweise als zusätzlichen Schutz..da ich nicht über eine Metallrüstung verfüge. Ich bin froh dass ich sie getragen habe...dennoch kam es (schon mit Holzwaffen) zu einigen größeren blauen Flecken. Und wir knüppeln jetzt nicht unbedingt komplett rücksichtslos rein.

    Kurz gesagt: Wenn du wirklich knallhart kämpfen willst warte bis du 18 bist, überleg dir die Sache noch einmal, und setze dann (meiner Erfahrung nach) zumindest auch auf eine moderne Schutzausrüstung. Was passieren kann wenn man es nicht tut..haben die Jungs im Ruhrpott ja letztens leider gesehen.

  7. #7
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    Naja wirklich "brutal" kämpfen hab ich nicht vor. Nur will ich wenn schon, dann in 'ner Rüstung rumlaufen die was aushält. Und zum trainieren finde ich persönlich Schaukampfwaffen besser, zumindest um ein Gefühl zu bekommen wie es sich mit echten Waffen verhält um das dann auf's LARPen zu übertragen. Das hilft recht gut um fuchteln zu verhindern (bei mir zumindest)

    was verstehst du untter einer mordernen Schutzausrüstung?

    und was war denn im Ruhrpott?

  8. #8
    David
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    Immer wieder die Diskusion ob Lederrüstungen schützen oder eben nicht. Mit der richtigen Unterrüstung und gehärtet tun sie es real. Im Larp braucht man keine 6mm ich habe eine ungehärtetet Lederrüstung von 4-6 mm und spüre mit ihr häufig die Schläge nicht! Derzeit befasse ich mich gerade mit dem Härten von Leder und habe einige Schuppen aus 3-4 mm Blankleder gehärtet:


    und die vertragen so einiges. Natürlich würde ich mich ohne ein gepolstertes Untergewand nicht gegen europäische Stahlwaffen stellen. aber im Larp definitiv kein Problem!
    www.larperlei.de

    Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man sollte ihm nur Nahrung zumuten, die er verdauen kann.

  9. #9
    EricPoehlsen
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    Für das prinzipielle 'Gefühl' ist ein gut ausgewogenes LARP-Schwert mit Bleiband vermutlich besser geeignet als ein Schaukampfschwert. Letztere sind wegen der kräftigen Klingen einfach deutlich schwerer als echte Schwerter.

    Und LARP ist Spiel. Reale Kampftechniken sind vielfach nicht verwendbar, weil bestimmte zentrale Trefferzonen (Kopf, Hals ...) oder Techniken (Stechen) aus Sicherheitsgründen ausfallen.

    Was eine dicke, gehärtete Lederrüstung betrifft. Wie schon erwähnt, sie schützt dich besser als eine Leinentunika und im LARP akzeptieren vermutlich die meisten Spieler mehr als vier Millimeter als ordentliche Rüstung. Die Grenze der Schutzwirkung gegen eine reale, geschliffene Waffe dürfte aber, selbst bei mehr als sechs Millimetern, spätestens bei einem schnellen, durchgeschwungenen Schwerthieb erreicht sein...

    Nachtrag bezüglich Davids Beitrag: Weitere Unterpolsterung mal außen vor gelassen.

  10. #10
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

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    Was soll das eigenartige Glas auf der Lederschuppe beweisen David? Nicht böse gemeint, aber bisher hat sich noch niemand gefunden der sich auch nur einen einzigen Hieb mit einen Gladius auf eine getragene Lederrüstung geben ließ. Ich bin ja kurz davor nen Preis auszuschreiben...wer das ohne Verletzung übersteht. Da wirken eben andere Kräfte als so ein Gläschen..und spätestens bei einen Stich ist gänzlich Schluß.

    Leder fast jeglicher Art schützt weniger gegen Waffen als ein stabiler Gambeson..und würde sich hier irgendjemand nur in einen Gambeson verprügeln lassen?

    Dortmund:

    http://www.inlarp.de/larp-forum/wtf-...ich-t6668.html

    schau da mal.

    Es ist durchaus sinnvoll mal mit einer Metallwaffe zu trainieren. Das geht aber auch ohne direkten Partnerkontakt. Eine gute Fechtschule trainiert eh meist recht lange Huten und Hiebe vor dem Spiegel OHNE Partner.[/quote]

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