Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Nerestor
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    Ungeeignete Sicherung

    Moin Leute,
    nachdem ich immer auf Glasfaserband als Spitzensicherung geschworen habe, kam neulich eine ernüchternde Erkenntniss.

    Ich habe bei meinen Schwertern immer die Pommessicherung mit dem Band umwickelt. Das Zeug ist robust und trotzdem dünn. Trägt also nicht so auf wie Lederband.

    Neulich kam mein Bruder an und zeigte mir die Schwerter, die ich für seine Kinder gebaut habe. Beide Spitzen waren auf Höhe der Pommes abgeschert. Kurze Zeit später ging ein weiteres Schwert an gleicher Stelle kaputt.

    Keine Ahnung, wie genau die Krafteinwirkung war. Ich bin sicher, dass die Kids die Schwerte gegen keine harten Gegenstände geschlagen haben. Unsere Theorie ist, dass sie sich beim Sterben auf den Spitzen "abgestützt" haben. Das können wir aber nicht genau sagen.

    Fakt ist, dass die Oberkannte des Kernstabes genug Scherkräften ausgesetzt war, dass es das Gewebeband zerissen hat. Traurige Folge daraus ist, dass ich alle meine Waffen aus dem Verkehr ziehen werde oder sie in Einzelfällen weiter nutze und genau im Auge behalte. Rausgeben und bauen werde ich keine Waffen mit dieser Sicherung mehr.

    Falls jemand von euch auch Gewebeband benutzt haben sollte, behaltet die Spitze im Auge.

  2. #2
    Klaufi
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    Ohje, ich kann mir ganz gut vorstellen, was passieren muss, damit Glasfaser zerreißt. Hätte nicht erwartet, dass das so schnell geht. Dann wohl doch lieber wieder festes dünnes Leder. Obwohl, was war das denn für Glasfasergewebe? gibt ja dickes/dünnes mit unterschiedlichsten Webarten.

  3. #3
    Hubert
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    Zitat Zitat von Klaufi
    Dann wohl doch lieber wieder festes dünnes Leder.
    Besser einen Schritt vorwärts und Aramidfasern, z.B. Kevlar nutzen. Oder gibt es damit auch schon schlechte Erfahrungen?

  4. #4
    Taurec DaWindschief
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    Was hast Du denn genau für ein "Glasfaserband" verbaut ?
    Glasfasern können ja tatsächlich brechen, vor allem dickere Fasern brechen gerne bei häufiger Knickbelastung. Bei dünnen Glasfilamenten ist mir das Problem bis jetzt aber noch nicht aufgefallen....

    Na sei es drum ich nehme eh Aramid.

    Das kostet pro Schwert auch nur ein paar Cent mehr als Leder.
    Ich kann garnicht verstehen wie man sich stundenlang hinsetzten kann um irgendetwas zu basteln und dabei an so einem Punkt spart.

    Gerissene Ledersicherungen habe ich übrigens auch schon mal gesehen, Leder hat eine viel zu hohe Qualitätsvarianz als dass ich das irgendwem empfehlen würde, dann doch lieber ein Stück Synthetikstoff oder gar ein streifen T-Shirt

    Einmal in den sauren Apfel beißen und einen halben m² Aramid kaufen, dann ist man für lange Zeit versorgt und man hat wirklich das Optimum verbaut.

  5. #5
    Alex
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    Auf jeden Fall erst einmal herzlichen Dank dafür, diese Erfahrung mit uns zu teilen. Negativbeispiele sind ja auch hilfreich. Ich habe mir auch mal eine Rolle Glasfaserband gekauft, weil man mir davon als Sicherung so vorgeschwärmt hat. Seit dem liegt es hier, weil ich dem Zeug dann nicht ganz trauen wollte, nachdem ich es in Händen gehalten habe. Aber ich hatte mit den Gedanken gespielt, es als Verstärkung kernloser Schilde zu nutzen. In dem Sinne auf jeden Fall vielen Dank, das werde ich nun sein lassen.

    Ansonsten kann ich Dir Leder (Natürlich nur geeignetes), Gewebeschlauch (Schlauchspitze ist bekannt?) oder eben auch Aramid nur Nahelegen.

    Grüße,
    Alex

  6. #6
    Nerestor
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    @ Taurec: dieses
    Seit wann ist denn bitte Aramid im Gespräch? Als ich 2008 oder so angefangen habe Waffen zu bauen, war Leder das einzig wahre. Da habe ich mehr investiert, um ein Sicherungsmaterial zu testen, das mir geeignet schien. Das jetzt so hinzustellen, als wär ich nur zu geizig gewesen was richtiges zu nehmen ist gleichermaßen dreist und dämlich...

    Kann man Aramid mit ner herkommlichen Schere schneiden? Reißen oder brechen kann ich das Glasfaserband nämlich nicht. Schneiden schon. Das Problem scheint ja zu sein, dass die Kante des Kernstabes das Band abgeschert (also geschnitten) hat. Wenn man also die Pommes mit Aramid sichert und nach dem trocknen mit Kraftaufwand seitlich abreißen kann, dann ist es ähnlich "unsicher".

  7. #7
    Tiron
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    Hm, kommt wohl auf die Art an.
    Mein Glaserfaserband-Prototyp von 2003( und ein weiterer von 09 ) sind immer noch im Einsatz.
    Die Verstärkung zeigt immer noch keine Ermüdungerscheinungen, ebenso die Pariere ( aber ich bin auch nicht der typische Polsterwaffensportler ).

    Die Spitze ist aber keine "Pommesspitze" sondern eine H-Spitze, da mir das statisch sinnvoller erschien.

  8. #8
    Taurec DaWindschief
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    Komisch das Zeug sieht nicht nach diesen dicken Glasrovings aus, das sollte schon recht gut halten und nicht besonders schnell brechen.

    Nicht so persönlich nehmen. Hatte früher ja auch anderes Material benutzt, war keinesfalls vorwurfsvoll gemeint sondern nur um zu unterstreichen dass es ganz vernünftig wäre beim nächsten mal das optimum einzubauen.
    Im Gespräch ist Kevlar wohl schon seit der letzten Jahrtausendwende http://www.dreamlands.de/larp-waffen.htm#waf4.


    Aramid kann man schon mit einer normalen etwas besseren Schere schneiden wenn man immer schön nachschleift. So nach jedem meter Schnittlänge bei einem 36gr Gewebe nachgeschliffen kann man noch recht komfortabel schneiden - mit einer 5Euro Nirosta-Schere -

    Die Spitze des Kernstabes ein wenig anzufasen hilft um die Belastung an der Stelle ein wenig abzuschwächen, sollte bei Aramid aber nicht nötig sein.

    Ein Stück Gewebeschlauch um die gerne im Querschitt verringerte Kernstabspitze zwischen einer Lagensicherung aus reißfestem Gewebe halte ich persönlich für die stabilste Lösung.
    Zuätzlich kann man bei extrem filigranen Spitzen noch eine Lage dünnes Aramidgelege außen um die Spitze legen; ein 36gr. Gewebe ist so dünn dass es unter dem Latex gänzlich unsichtbar wird.

    Aramid gibts bei Ebay oder wenns ganz dünn sein soll bei http://shop.r-g.de/Aramid/Aramidgewe...be-36-g/m.html mehr als 36gr/m² braucht man eigtl. nicht.

  9. #9
    Klaufi
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    Ich würde sowieso immer dazu raten, die Kernstäbe an den Enden abzurunden. Hatte letzten Freitag ein paar komerzielle Billigkurzschwerter (Hersteller konnte der Besitzer mir nicht nennen) in der Hand und hab spaßeshalber mal an der Spitze gefühlt. Fühlte sich an, als ob da keinerlei Sicherung drin gewesen wäre. Man konnte die Sägekante des Kernstabes deutlich durch den Schaumstoff spüren und dieser war um diese Stelle herum auch schon deutlich faltig. Zum Glück wurden die Waffen nur zum Bespaßen von Club-Besuchern verwendet.

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