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  1. #1
    SerVarroVonBredor
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    Das Leidige Thema Plattenrüstung selbst brünieren -.-

    So meine Lieben,

    Nachdem ich mir munter mit herumgoogeln zum Thema "selbst brünieren" die Zeit tot geschlagen haben. Frage ich euch jetzt trotzdem nochmal, auf welche Methode schwört ihr, oder was habt ihr zum Thema "brünieren" selbst schon versucht :

    1. Von Altöl und nem Bunsenbrenner hab ich schon gehört ( Da gings um ne Ork Rüstung )

    2. dann von irgendwas mit Kaffee.. k.A

    3. Andere meinen man sollte es von Speziallisten (Firmen) machen lassen ( da wäre mir eine konkrete Nennung wichtig und nicht nur sowas wie ja da gibts welche die das machen .. )

    4. Und dann noch die Kaltbrünierung...

    Es würde mir sehr helfen den Produktnamen zu erfahren, eure Erfahrungen damit oder bei welcher Firma.. und ob die Rüstung bis heute noch lebt oder danach rasant durchgerostet ist.

    und was noch wichtiger ist : Wie ihr vorgegangen seid =)

    Lg Varro
    -> Der schwarze Ritter gewinnt immer <-

  2. #2
    Kelmon
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    Von Rüstung kann ich nicht reden, aber etwas kleinere Teile habe ich schon mit eingebranntem Öl vor Korrosion geschützt. War dann Leinöl, nicht "Altöl".
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  3. #3
    Harald Ösgard
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    Historisches Brünieren --> wie der Kelmon sagt. Wird allerdings bei größeren Flächen sicher nicht so ganz gleichmäßig werden.

    industrielles Brünieren:
    Wird in heißen Laugenbädern gemacht. Die Temperaturen sind so, daß das Metall noch keine wärmebehandlung erfährt, also schonender als das Einbrennen mit ner offenen Flamme. Die Schicht ist max.ein paar µm dick - leidlich fest, relativ abriebfest. In Geschüben würde das aber vermutlich nach einer Weile trotzdem abnutzen.

    Kaltbrünieren ist was, was man gerne mal bei Schußwaffen zur reinen Zierde macht. soweit mir bekannt, ist diese Schicht noch weniger belastbar als die im Brünierbad.

    Siehe auch hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCnieren

    Öl muss übrigens trotzdem für den eigentlichen Rostschutz benutzt werden! Brünieren ist KEIN Korrosionsschutz. Durch die Porösität der Eisenoxidschicht kann das Öl aber besser haften, ohne nervig rumzuschmieren.

    Eine mehrfach eingebrannte Leinölschicht ist deutlich dicker und dann auch wirklich ein guter Rostschutz. (Weil ein Teil des Öls polymerisiert, jedenfalls wenn man es nicht total heiß wegbrennt) Die Abriebfestigkeit ist dann allerdings nicht unendlich hoch, Metall auf Metall sollte da besser nicht reiben.

  4. #4
    Harald Ösgard
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    Noch ein paar Links: (für tiefergehendes Interesse)

    http://www.sucherforum.de/smf/index.php?topic=8562.0

    http://www.gisin-galvanik.ch/downloads/bruenieren.pdf

    http://www.galvaswiss.ch/korropedia/...Bruenieren.pdf


    Natronlauge würde man als Hobbyist (mit Rohrreiniger) noch selber hinbekommen, bei der Beschaffung von Natriumnitrit wird spätestens dann aber schwierig. Das kommt zwar im Pökelsalz vor, als starkes Oxidationsmittel bekommt man das aber garantiert nicht einfach mal so im Onlinshop zu kaufen... :wink:
    *einfache Grundregel: alles was mit Salpeter zu tun hat, kann böse BUMM machen...und ist deshalb nicht frei verkäuflich.

  5. #5
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Harald Ösgard
    Eine mehrfach eingebrannte Leinölschicht ist deutlich dicker und dann auch wirklich ein guter Rostschutz. (Weil ein Teil des Öls polymerisiert, jedenfalls wenn man es nicht total heiß wegbrennt) Die Abriebfestigkeit ist dann allerdings nicht unendlich hoch, Metall auf Metall sollte da besser nicht reiben.
    Japp, genau das. Ich habe meine Metallteile sogar einfach im Backofen eingebrannt.
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  6. #6
    Harald Ösgard
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Japp, genau das. Ich habe meine Metallteile sogar einfach im Backofen eingebrannt.
    (ich weiß - ) Welche Farbe hatte das eigentlich dann zum Schluß?

    Ich habe letztens einfach den Grill (direkt in die Glut) dazu benutzt... wird dann wunderschön tiefschwarz, weil noch zusätzlich Ruß dazu kommt. Allerdings auch ein klein bischen "pockig-warzig" weil sich kleine Krümmel (Aschereste) mit einbetten.

  7. #7
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    Also ich habe nem Freund letzten Sommer beim brünieren von seinem Schuppenpanzer geholfen, das war iwie so eine blaue Paste die man auf die Rüstung geschmiert hat, einwirken lässt und dann abspült. Das ging damit auch ganz einfach, nur den Namen weiß ich gerade leider nicht mehr.

  8. #8
    Harald Ösgard
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    Kaltbrünierung.

  9. #9
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    Also, ich hab das mit dem Leinöl gestern schon mal an einem Topfhelm ausprobiert den ich doppelt hatte, sieht ganz okay aus, is für meinen Charakter auch okay wenns etwas abgeratzt aussieht, die kaltbrünierung hab ich mir jetzt trotzdem auch mal bestellt, das probier ich dann nächste Woche aus wenns da ist. Werde dann auch mal vergleichs Fotos hochladen..

    Hoffentlich klappt das mit der kaltbrünierung genauso gut =) wäre nämlich nice. Problem ist einfach wegen den lederriemen an den verschiedenen Teilen erhitzte ich das ganze nur ungern, und die Nieten aufzumachen und später nochmal alles zu vernieten is mir doch zuviel aufwand xD
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  10. #10
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Harald Ösgard
    (ich weiß - ) Welche Farbe hatte das eigentlich dann zum Schluß?
    Das war (fast) durchgängig tiefschwarz, und etwas glänzend. Tatsächlich sieht's ein bisschen so aus, als wäre es einfach lackiert.
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