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  1. #1
    Vélgalin
    Vélgalin ist offline
    Grünschnabel Avatar von Vélgalin

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    Verzierung bei Waffen - wie machen?

    Hallo erst mal,
    ich bin noch recht neu beim LARP und hab bis jetzt nur Schwerter mit Gaffa-mantel gebaut und wollt mich jetzt an ein etwas größeres Projekt wagen.
    Es gibt ja genügend sehr schöne und ausführliche Anleitungen zum Waffenbau und zum latexen hier im Forum, aber meine Frage ist wie man Verzierungen in die Waffe einbauen kann ähnlich wie hier:

    http://heirsofdurin.files.wordpress....horins-axe.jpg

    Die Axt ist aus dem noch nicht erschienen Film „The Hobbit“ und ich würd sie gerne versuch möglichst genau nachzubauen. Das Loch werde ich wahrscheinlich nur andeuten aber die Verzierung würd ich gerne einbauen.

    Vélgalin
    Es gibt einen Unterschied zwischen Wahrheit und Fiktion: Fiktion muss einen Sinn ergeben.
    ("The International")

  2. #2
    Sonnenschein
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    Gelegenheitsschreiber Avatar von Sonnenschein

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    Da fallen mir spontan zwei Möglichkeiten ein: entweder in den Schaumstoff reinschmelzen/schnitzen (für etwas gröbere vertiefte Verzierungen, darf nur nicht so fein sein weil sie sonst beim Latexen wieder verdeckt werden), oder eine Form aus irgendwas modellieren, in Gips/Silikon/o.ä. abgießen, dann hast du ne Negativform für ein Latexplättchen was du in der passenden Farbe abgießen kannst und beim Latexen auf die Waffe kleben.
    Wenn alle Menschen gleich wären, würde im Prinzip einer genügen.

  3. #3
    Jocke
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    Alter Hase Avatar von Jocke

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    Am besten im LARPer.ning anmelden, dort den User Captn anschreiben und fragen wie er die Waffe für den Film gebaut hat, dann hoffen das er dir Tipps gibt wie man sie fürs LARP umsetzen kann.

  4. #4
    Kelmon
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    Ich kann nur sagen, wie ich so etwas machen würde.

    Ich würde an der entsprechenden Stelle erstmal eine Lücke stehen lassen, sagen wir 3mm dick. Das kann man natürlich leicht dadurch erreichen, daß man eine 3mm-Matte an den entsprechenden Stellen ausschneidet und aufklebt.

    Dann würde ich in der Größe der Aussparung aus Fimo ein Negativ des Musters modellieren, also zuerst Fimo glatt ausrollen, dann mit einem Cutter zuschneiden, und schließlich die filigranen Muster mit Zahnstochern, Streichhölzern und ähnlichem reinmodellieren. Gegebenenfalls danach nochmal vergewissern, daß sich vom Modellieren das Negativ nicht verbreitert hat, und dann entsprechend nochmal vorsichtig nachschneiden. Dann im Ofen brennen, und man hat eine Latex-Gussform.

    Nun nach dem eigentlichen Latexen der Waffe die Form mit mehreren Lagen Latex bestreichen (wichtig: Bei filigranen Mustern mit einem Zahnstocher, Pinsel oder ähnlichem dafür sorgen, daß keine Luftblasen die Öffnungen verschließen, trocknen lassen, vorsichtig abziehen und mit ein wenig Flüssiglatex als Kleber aufbringen.

    Ich empfehle, die ersten Schichten auf der Gussform bei Metallfarben besonders dünn zu halten, weil die Pigmente oft nach oben zu schwimmen scheinen (und die Aplikation wird ja umgedreht). Dünne Schichten führen auch zu kurzen Trocknungszeiten, da dick aufgetragenes Latex von Außen nach innen trocknet und somit eventuell der Guß innen noch flüssig ist, während er von Außen völlig getrocknet zu sein scheint - nach dem Abziehen darf man dann vermutlich von Neuem anfangen.

    Mit solchen Gußformen, nur in meinem Fall erhaben, nicht vertieft, habe ich z.B. mal sowas gemacht.
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  5. #5
    Hana
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    Ich würd es genau so machen wie von Kelmon beschrieben - aufkleben würde ich aber mit Pattex Repair, das klebt besser bei dicken Applikationen als Latex. Latex würde ich nur bei sehr filigranen oder hauchfeinen Applikationen verwenden, bei dickeren Formen habe ich mäßig gute Erfahrungen gemacht.

    Zitat Zitat von Jocke
    Am besten im LARPer.ning anmelden, dort den User Captn anschreiben und fragen wie er die Waffe für den Film gebaut hat, dann hoffen das er dir Tipps gibt wie man sie fürs LARP umsetzen kann.
    Kein sinnvoller Tipp, da die Bauart des Originalteils für die Latexvariante vollkommen irrelevant ist, gerade was die Verzierungen angeht.

    Aber ich nehme an, das war eh nur ein wenig subtil verpacktes "Ey, ich kenn den Typen, der Requisiteur beim Hobbit-Film ist", oder? :P
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  6. #6
    Kelmon
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    @Hana: Pattex Repair? Klingt ein bisschen widersinnig - mit Latex wird das Ganze zu einer durchgängigen Masse. Besser geht's eigentlich nicht. Da habe ich schon problemlos auch wirklich massige Applikationen mit dem Rest der Waffe "verschweißt".

    Natürlich wenn man es vor dem Auftragen des Finishs macht, wovon ich jetzt ausgegangen bin. Was das Anbringen von Applikationen auf schon fertigen Waffen angeht - keine Ahnung.
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  7. #7
    Vélgalin
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    vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten. hab mir gleich mal ne Packung FIMO gekauft und werd das ganze in Kleinformat mal ausprobieren.
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  8. #8
    Rabensang
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    Ich nutze gleich mal den bestehenden Thread hier. Und zwar hab ich inzwischen auch 3 Waffen komplett selber gebaut und bei einer weiteren geholfen. Bei der Arbeit mit dem Schaumstoff ist alles wunderbar, doch viele Verzierungen und Details, die ich im Rohling super umsetzen konnte, wurden durch das Latexen wieder schwer in mitleidenschaft gezogen. Da Das bisher alles Waffen für barbarische Charaktere waren, war das nicht schlimm und hatte auch nen gewissen Reiz. Aber für die Zukunft muss ich mir da was einfallen lassen. Aber der Tipp mit den Latexapplikationen ist schonmal sehr geil, werd ich mal versuchen.

    Konkret zu meinem Problem: Die bisherigen Verzierungen bestanden hauptsächlich aus Kerben in Form von Schnitzereien in Holzwaffen. Diese Kerben sind beim Latexen scher frei zu halten, aber besonders bei den Farbschichten trocknet das Latex sehr schnell und besonders schmalere Kerben sind schnell kaum noch zu sehen. Aber auch, wenn die Kerbe an sich noch da ist, ist alles recht abgerundet, sieht dann nicht mehr wirklich nach Schnitzerei aus. Im Prinzip das gleiche ist es dann, wenn ich aus dünnem schaumstoff eine erhabene Firgur drauf mache, wie ein Hochrelief. An den Kanten sammelt sich auch das Latex und rundet das ganze doll ab.

    Und nochwas, hat jemand nen Tipp, wie man Verzierungen am besten kleinflächig mit unterschiedlichen Farben bemalen kann und dabei die Farbränder auch noch klar abgegrenzt bleiben? Abtapen geht ja schlecht, wenn drübergepinseltes Latex trotzdem eine Schicht bildet.
    Geändert von Rabensang (08.05.2014 um 23:22 Uhr)

  9. #9
    Dudovitz
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    Zum Thema reinschmelzen würde ich noch dazu raten einen billigen Lötkolben zu nehmen. Damit kann man ganz gut verziehren wie z.B. Runen hinzufügen.

    Das Problem was du ansprichst Rabensang, habe/hatte ich auch schon oft genug. Ich latexe grundsätzlich nicht mit Pinsel sondern mit Lackierwalzen. Wenn diese nicht frisch mit Latex getrenkt ist sondern quasi "trocken" kann man damit nochmal gut über die Kanten fahren um so Anhäufungen von Latexmilch nochmal aufzusaugen. Klappt sicherlich nicht perfekt, aber schon.

    Wenn ich scharfe Übergänge zwischen Farben haben will, tape ich tatsächlich auch ab. Das geht allerdings nicht so ganz immer. Kurven abkleben ist z.B. schwierig. Wichtig ist an dieser Stelle das Tape. Meiner Meinung nach ist das einzige was geht Thesa Film (muss jetzt nicht von Thesa sein..). Malerband reißt ab und haftet zu stark am Pattex. Probierts blos nicht aus! Ich habe die Erfahrung schon für euch gemacht und durfte nochmal neu latexen Thesafilm geht aber super. Muss halt abgezogen werden, solange das Latex noch nass ist.

    Wer seine Waffe haben will wie ganz oben im Bilde, sollte anfangen sich damit selbstständig zu machen und ein Airbrush System zuzulegen. Damit kann man enorm präziese arbeiten und kann sich so nen Quatsch wie Abkleben spahren. So detailliert ohne Air Brush System zu arbeiten halte ich für unmöglich. Freue mich aber natürlich über jede Korrektur

  10. #10
    Rabensang
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    Na ichvwerds versuchen. Da ich in meiner Gruppe inzwischen so ne Art Waffenbauer vom Dienst geworden bin, nach dem meine allerersten 2 Waffen nen großen Anklang gefunden haben. Deswegen muss ich mir natürlich noch Techniken anlernen, um mich noch zu steigern und den Perfektionisten in mir ruhig zu stellen. Also für Tipps bin ich enorm dankbar.

    Ich hab jetzt mal irgendwo gelesen, man könne Salmiakgeist zum Verdünnen von Latex nehmen. Verdünnt sollte es sich ja nicht so arg festsetzen. Und kann man so auch Verzierungen direkt so bepinseln? Mit unverdünntem Latex und dünnem Haarpnsel hab ich jedenfalls schlechte Erfahrung gemacht. Hab damit versucht, die Schnitzereien in meiner Keule von überschüssigem Latex zu befreien, aber zum einen war der Pinsel dafür zu weich und zum 2. war der nach der ersten Runde schon hinüber, weil man das Latex dort gar nicht mehr heraus bekam.

    @Sprühen: Hmm, werd ich mir in absehbarer Zukunft schlicht nicht leisten können. Und ob ich damit zurechtkäme, ist die nächste Frage. Bisher hab ich mit Pinsel gearbeitet und dabei die Riefen der Pinselstriche zu meinem Vorteil genutzt, indem ich sie konsequent in ne bestimmte Richtung gezogen hab. Längs an nerm Waffenstiel erhält man so gleich die Holzmaserung gratis dazu und bei Klingen im 90° Winkel zur Schneide sehen sie wie Riefen vom Schleifen aus. Dazu noch ne dunkle Lasur drüber und es sieht schonmal sehr gut aus. Ist zwar jetzt keine Verzierung im eigentlichen Sinne, gibt der Waffe aber schon enorme optische Tiefe und Realismus.

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