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  1. #1
    Langer
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    Endzeit - Nahkampfwaffe

    Hallo zusammen,

    In meiner Larpgruppe hat die Schnappsidee um sich gegriffen, doch mal das Endzeit-Genre ausprobieren zu wollen, und diese Idee hat mich mittlerweile auch erfasst.

    Ich bin schon ein wenig dabei, mir eine Grundklamotte zusammen zu suchen und möchte mich hier dem Thema Bewaffnung wittmen.

    Mein erster Charakter soll jedenfalls nicht überbewaffnet werden. Bisher habe ich für 10 Öcken bereits eine optisch gemoddette Nerfpistole (Einzelschuss) bekommen. Da es in diesem Setting wohl gerne etwas rauer zugeht und Ressourcen knapp sind, fände ich eine Möglichkeit ganz praktisch, wie man sich ohne Munitionsverbrauch verteidigen kann. Dazu ist mir folgende Idee gekommen:


    Ich habe zur Zeit einen Latex-Rabenschnabel rumliegen, den ich nicht mehr wirklich benutze und der so aussieht.


    Meine Idee war einfach folgende: Ich könnte den Hammer und den Dorn Seitlich abtrennen, sodass nur eine glatte Stange übrig bleibt. Den Schaft (und den Knauf) umwickle ich dann mit Panzertape.
    IT sollte das dann nicht etwa etwas anderes darstellen, sondern eben das, was man sieht - einen Knüppel mit Tape umwickelt, sowas wie ein improvisierter Schlagstock. Evtl. mit ner Schlaufe unten am Griff, aber das wärs dann auch schon.


    Die Fragen dazu: Wie kommt sowas rüber? Sieht das nach einer glaubwürdig improvisierten Waffe aus?
    Wäre das Innere (IT!) aus Holz, könnte ich mir schon vorstellen, dass man es zur Haltbarkeitssteigerung umtapet.

    Vermutlich möchte meine Gruppe das nächste FATE besuchen, und trotz Endzeit scheinen Feuerwaffen dort nicht sooo rar zu sein (korrigiert mich, wenn ich mich irre), macht da eine Nahkampfwaffe überhaupt Sinn?

    Erinnert so ein Teil nicht merkwürdig an die alten Tapewaffen und schadet damit vllt. der Immersion der anderen Spieler?

    Wird die Waffen vielleicht zu hart, wenn ich sie einwickle?

    Macht der Grundaufbau das mit, oder muss ich damit rechnen, dass sich das Tape löst, das Latex abreißt etc. ?


    Über Meinungen, Rat und Tipps würde ich mich freuen.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  2. #2
    Cartefius
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    Es fällt mir ein bisschen schwer, das einzuschätzen, weil es unter dem Begriff "Endzeit" so viele unterschiedliche Konzepte und Spielauffassungen gibt: Gegenwartsnah oder fern in der Zukunft, realistisch oder comicartic, actionlastig mit dicken Wummen oder eher auf Überleben mit dem kläglichen Resten fokussiert. Das ganze hängt also stark davon ab, in welche Richtung der Con, auf den du mit dem Charakter gehen willst, geht.

    So richtig scheint mir das aktuelle Projekt aber noch nicht irgendwo reinzupassen: Das ganze ist kein hastig improvisiertes Teil wie ein Eisenrohr oder ähnliches, es ist keine zum Töten aus Schrott gefertigte Techno-Tribal-Waffe wie eine Axt aus einem alten Kreissägeblatt, es ist keine futuristische Militärwaffe wie ein Schockschlagstock oder ähnliches.

    Am ehesten würde ich das generelle Konzept, sich eine lange Nahkampfwaffe zu bauen, eher in die zweite Kategorie einordnen, also charaktermäßig für irgendwelche Sipplinge oder neo-primitiven Kulturen. Das kann aber je nach Setting unterschiedlich sein, eventuell sind auf dem Con ja Nakampfwaffen gang und gäbe.

    Dafür könnte man es auch am ehesten nehmen, aber da würde ich dann statt Panzerband eher dekorative Elemente verbauen: Gestreiftes Flatterband, Fellstreifen, Lederbänder, Federn und ähnliches.
    Außerdem würde ich darauf achten, dass solche "Stab"-Waffen ohne Kopf manchmal je nach Bauweise sehr hart und knüppelig werden, weil da ordentliches Gewicht und sparsame Panzerung keine gute Kombination ergeben.

    Ob sich der Umbau deswegen lohnt, oder ob es nicht sinnvoller ist, die Waffe zu verkaufen und sich stattdessen was neues zuzulegen, hängt deswegen davon ab, was du für einen Charakter spielst und wie gut das ganze passen soll.

  3. #3
    Gerwin
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    Das kommt doch am Ende darauf an was für einen Charakter du spielen willst. Generell wäre der Umbau so ziemlich dass einfachste vom einfachsten. Selbst Dinge wie Baseballschläger sind wesentlich effektiver. Wenn du einen Charakter mit einer gewissen Kampferfahrung spielen willst halte ich diese (!) Nahkampfwaffe für kaum tauglich. Dass ist eben etwas was man halt mal bei einer improvisierten Schlägerei benutzt (siehe Aschenbecher, Stuhlbein und Co) aber nichts was man in einer bedrohlichen Welt als bewaffneter mit sich herumträgt.

    Einen Trainingstonfa bekommst du schon für kleines Geld (ich meine die Vollmattenteile, kein Holz), und die sehen am Gürtel getragen dann auch eher nach Waffe aus als ein Knüppel mit Panzertape. Anders würde sich das nur darstellen wenn derartige improvisierte Waffen im Setting verbreitet wären.

    Und nein, ich denke nicht dass eine Nahkampfwaffe das "Ambiente stört". Wenn sie passt. Nahkampfwaffen sind eben für andere Dinge einsetzbar als Pistolen.

  4. #4
    Langer
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    Valide Punkte. Danke für eure Ansicht, ich denke, ich überlege mir da was anderes. Genau deswegen frage ich ja vorher

    Für weitere Ideen bin ich offen! Problematisch ist, dass noch so viele Unklarheiten im Raum stehen. Es steht noch gar kein richtiges Charakterkonzept, das wird erst mit der Gruppe erarbeitet. Ich würde halt gerne einen Durchschnittsmenschen spielen, also keinen Mutanten und auch keinen frischen Bunkerbewohner, sondern eben jemand, der sich schon länger durch die endzeitliche Oberwelt schlägt, also dementsprechend abgenutzte und zusammengesuchte Ausrüstung trägt. Nicht wehrlos, aber keinen schwerbewaffneten Söldner.

    Vermutlich wird meine Gruppe beim FATE auflaufen, ich bin da noch nicht so gut eingelesen aber was Bilder betrifft scheint das Techniklevel nicht so niedrig zu sein, Funkrucksäcke und Autos gibts da offenbar und auch einiges an Feuerwaffen. Wer schon mal dort gewesen ist möge mich bitte ein wenig aufklären! Es macht - ins besondere am Anfang - wenig Sinn, mir eine Nahkampfwaffe zu bauen, wenn jeder wenigstens einen Revolver mit 30 Schuss mit sich rumträgt, oder?

    Das ganze soll zudem überschaubar bleiben, schließlich will ich das Genre nur mal ausprobieren.

    Evtl. ist es auch noch zu früh und ich muss mal abwarten bis der Charakter weiter vertieft worden ist bevor ich mich um sowas kümmere. Besten Dank aber schon einmal!
    Dummheit wird mein Henker sein.

  5. #5
    Cartefius
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    Ich war selber noch nicht auf dem Fate, nach allem was man so hört ist das aber sehr viel waffenlastiger als z.B. Degenesis, ich denke, da wird der Großteil aller Charaktere irgendeine mehrschüssige Feuerwaffe mit sich herumtragen.

    Vor so einem Hintergrund machen Nahkampfwaffen für mich auch eher weniger Sinn, es sei denn, sie sind sehr einfach zu transportieren (Messer), dienen einem weiteren Zweck (Spaten, Wanderstock) oder haben representative oder rituelle Bedeutung (Offiziersschwert, Schamanenkeule).
    Bei ganz armen Charakteren, die sich keine Feuerwaffen leisten könne, würden eventuell Knüppel, Speere, Rohre oder ähnliches gut passen, ich weiß aber nicht, in welchem Umfang die auf dem Fate gespielt werden, und das passt eigentlich nicht so sehr zum erfahrenen Reisenden.

  6. #6
    Gerwin
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    Noch einmal die Nachfrage: Warum sollte eine Fernkampfwaffe eine sinnvolle Nahkampfwaffe (=! der geplante Knüppel) ausschließen? Ein Tonfa beispielsweise erfüllt sinnvoll eingesetzt Voraussetzungen die eine Fernkampfwaffe nicht erfüllt. Er ist (relativ) lautlos. Er kann auch zur Abwehr von Angriffen eingesetzt werden. Er ist gut geeignet versteckt getragen zu werden (Stichwort: Metalldetektor). Und er ist günstig (keine Munitionskosten).

    Ausserdem muss ja nicht jeder Angriff denklogisch tödlich ausgelegt sein. Will man Gefangene nehmen um sie zu befragen ist eine sinnvolle Nahkampfwaffe eigentlich Pflicht.

    Ich war nun noch nicht auf einen Fatecon, und es kann gut sein dass dort nur geballert wird (man hört ja vieles). Aber hier würde ich eher die Orga mal fragen. Generell erschließen tut sich mir die Sinnlosigkeit einer Nahkampfwaffe aber nicht. Und einen Tonfa kann (denklogisch) jeder Mensch selbst herstellen. Noch dazu ist die Verwendung selbsterklärend.

    Von daher: Pro Tonfa, contra eigenartiger Knüppel.

  7. #7
    Langer
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    Die Nahkampfwaffe ist noch nicht vom Tisch, der "merkwürdige Knüppel" aber vermutlich schon. Das war eher eine Prioritätsfrage: Wenn ich mich dem Setting nach auch sehr gut mit Feuerwaffen verteidigen kann brauche ich zu Anfang vielleicht eben keine Nahwaffe. Aber das kann ja noch kommen, "sinnlos" ist es deswegen ja eben nicht, wie Gerwin sagt.


    Bei Degenesis hätte ich mir das anders vorgestellt, da wollte ich als Neuling nicht mit ner Knarre auflaufen und hätte mich eher um eine Nahwaffe bemüht - also weiter oben auf die Liste gesetzt.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  8. #8
    Cartefius
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    Naja, ein Tonfa ist im Grunde genommen ein eigenartiger Knüppel, und dabei relativ einfach zu transportieren (meine erste Kategorie).
    Allerdings wäre das eine Waffe, die in einem Endzeitszenario nicht unbedingt meine erste Wahl wäre, weil sie doch ein sehr eingeschränktes Verwendungsfeld hat:
    Es erfordert besonderes Training (so selbsterklärend ist die Verwendung nämlich nicht), ist (im Gegensatz zu einem einfachen Knüppel oder Rohrende) relativ schwierig herzustellen, nicht so transportabel wie ein Messer oder ein Schlagring, und nicht so tödlich wie eine Axt, ein Schwert oder sonstige "lange" Waffen. Als alltägliches naheliegendes Selbstverteidigungsinstrument würde ich das also auch nicht unbedingt mehr sehen, als den ursprünglich vorgeschlagenen Knüppel.

  9. #9
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    So, ich war schon auf zwei Fates und anderen Endzeitscons.

    Auf dem Fate tragen die meisten Leute Schusswaffen, ich würde sagen mindestens 2/3. Oft sind dies aber nur Einschüsser wie bei dir und werden eher selten benutzt, schon allein, weil das ziehen und Laden meist zu lange dauert. Ich habe als Händlerin auch einen Einschüsser, renne aber lieber weg.

    Auch Nahkampfwaffen sind sehr verbreitet, vor allem Messer und verschiedene Arten von Knüppeln, aber auch Schwerter aus Metallstücken, Kreissägenäxte oder Straßenschilder als Schilde. Ich persönlich habe zum Beispiel (für verschiedene Charaktere) ein Heizungsrohr, ein Stuhlbein, eine Rohrzange und ein Messer.

    Der Rabenschnabel eigenet sich in meinen Augen nicht unbedingt für den Umbau, einfach wegen der dünnen Polsterung am Stiel und ein durchgängiger Tape-Look ist auch eher unüblich. Viele Larpshops bieten ansonsten auch schon vergleichsweise günstig Endzeit-Polsterwaffen an. Meine Rohrzange habe ich z.B. vom Maskworld und auch bei anderen Shops wird man fündig.

    Ich hoffe das hilft erst einmal weiter.

  10. #10
    Gerwin
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    Es erfordert besonderes Training (so selbsterklärend ist die Verwendung nämlich nicht)
    Sehe ich jetzt ein wenig anders. Hältst du das ganze am "langen Ende" hast du eine Art Hammer (gut gegen Helme, Glas und Co). Hältst du es richtig herum hast du einen zusätzlichen Handschutz, und kannst (im Gegensatz zum Knüppel) durch den relativ dünnen Kopf auch zustoßen. Was gerade im Rippenbereich sehr schmerzhaft sein kann. Man braucht jetzt wirklich keinen schwarzen Gürtel in Karate um das zu verstehen sondern kommt (mit ein wenig überlegen) selbst drauf.

    Welche Nahkampfwaffe du allerdings vorziehst, Langer, ist glaube ich Geschmack. Ich würde aber tendenziell eher den Rabenschnabel zu Geld machen und dafür was neues kaufen/bauen. Ob nun improvisierter Knüppel, Tonfa oder Baseballschläger musst du dann entscheiden.

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