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  1. #1
    longbow
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    Heißdraht-Schneider?

    Hallo meine Lieben,
    hat hier schonmal jemand versucht Plastazote mit einem Heißdraht-Schneider zu bearbeiten?

    Bei harten Schaumstoffen wie Styropor is das im ambitionierten Modellbau Standard und wir fuhrwerken noch mit Cutter-Messern rum

    Ich meine so ein Gerät:
    https://www.youtube.com/watch?v=aIudObMO13w

    oder im "russischen" Selbstbau:
    https://www.youtube.com/watch?v=kQb_SJvSuLg

    lg
    LB

  2. #2
    Kelmon
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    Habe ich versucht, und die Ergebnisse empfand ich als nicht sonderlich zufriedenstellend. Es ist nunmal ein Unterschied, ob da eine extrem feine Klinge durch das Material tritt, oder ob sich da ein vergleichsweise dicker Draht sich seinen Weg durchbrennt.

    Insofern empfinde ich es nicht unbedingt gerechtfertigt, zu sagen, daß wir "noch" Cutterklingen benutzen. Bloß weil irgendwas mit Elektrizität funktioniert muß es noch lange nicht besser geeignet sein.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    longbow
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Habe ich versucht, und die Ergebnisse empfand ich nicht gerade als zufriedenstellend.
    Would you like to tell us more?

    Wars ausgefranzt? geschmolzen? ging gar nicht gut? Gerne auch mit Link zum entspr. thread

    €dit:
    zumindest mit "normalem" Kaltschaum scheint es zu funktionieren
    https://www.youtube.com/watch?v=M4_tbh0Dd2Q

  4. #4
    Kelmon
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    https://www.youtube.com/watch?v=GrLXPbOZo9w

    Schau Dir die Schnittkante am Ende an. Solch ein Verfahren mag sich auszahlen, wnen man irgendwelche großen Blöcke halbwegs genau schneiden muß, für Präzisionsarbeiten ist es aber nix. Und LARPWaffenbau ist Präzisionsarbeit.

    Davon ab sieht man in den Videos, wie ein flach auf einer Oberfläche liegender Block senkrecht zur Oberfläche geschnitten wird. LARP-Waffenbau besteht aber auch aus ein bisschen komplexeren Schnitten als sowas.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  5. #5
    longbow
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    Zitat Zitat von Kelmon
    https://www.youtube.com/watch?v=GrLXPbOZo9w

    Schau Dir die Schnittkante am Ende an. Solch ein Verfahren mag sich auszahlen, wnen man irgendwelche großen Blöcke halbwegs genau schneiden muß, für Präzisionsarbeiten ist es aber nix. Und LARPWaffenbau ist Präzisionsarbeit.

    Davon ab sieht man in den Videos, wie ein flach auf einer Oberfläche liegender Block senkrecht zur Oberfläche geschnitten wird. LARP-Waffenbau besteht aber auch aus ein bisschen komplexeren Schnitten als sowas.
    Naja wenn du jetzt an aufwendige Verzierungen und ähnliches denkst, stimme ich dir zu aber gerade für die Klinge finde ich könnte eine maschinelle Technik bei der der fertige, verklebte "Lollipop" auf nem Schlitten liegt und an einem im korrekten Winkel gespannten Draht durchgezogen wird durchaus einiges an Frust ersparen und das Bauen deutlich vereinfachen.

    €dit:
    Ich weiß nicht welchen Schaumstoff der Typ in deinem Video verwendet hat, aber "von der Ferne beurteilt" bekommt das der ältere, russisch sprechende Herr in meinem Video weit besser hin.

  6. #6
    Sonadorexis
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    Mal ne ganz einfache Überlegung dazu:

    1. Für wen würde sich, wenn überhaupt eine Anschaffung/ein Selbstbau von so einem Teil für den Waffenbau rentieren?

    -> letztendlich für jemanden, der entweder häufig oder vielleicht sogar gewerblich Waffen baut.

    2.welche Schnitte würde es ihm erleichtern können, vorrausgesetzt, die schnittqualität ist überzeugend?

    -> 90° Schnitte, vorrausgesetzt, man hat eine der beiden Kanten als komplette Auflage und dementsprechend ohne Versätze. letztendlich würde es sich also am ehesten auf die Klingenformen bei Schwertern und Dolchen konzentrieren (bilde ich mir zumindest ein)

    3. Was bräuchtest du dementsprechend an Zusatzausrüstung?

    -> nen heißen Draht (exakte 90°-Ausrichtung), ne Arbeitsfläche, auf der das Werkstück bewegt wird und für exakte Schnitte wahrscheinlich einen konstruierten Schiebeschlitten, da selbst ein einfacher Parallelanschlag eine exakt gerade Kante benötigt.
    Achja... und Platz wo du das Teil hinstellst.

    4. Wie groß wäre dadurch die Zeitersparnis und in welchem Ausmaß bewegt sich die qualitative Verbesserung des Endproduktes?

    -> Zeit: öhm... null? Immerhin muss man jedes mal den Draht aufheizen, den Schlitten ausrichten, das werkstück auf dem Schlitten richtig ausrichten und positionieren, etc. pp.
    -> Qualität? Blah (=keine Verbesserung. Wird im nachhinein eh noch verschliffen, etc. und muss im Zweifellsfall (bei Schnittkanten wie in Kelmons Video) sogar mehr verschliffen werden, als bei nem Schnitt.

    5. Meine spontane Auswertung der ganzen Geschichte?

    -> es Kostet Geld, Zeit und Platz und bietet keine sonderlichen Verbesserungen. Des weiteren brauchst du fortan nen Stromanschluss, atmest u.U. verdampften Schaumstoffdreck ein und wirst maximal dadurch ein bisschen happy, kann aber auch rel. schnell ins Gegenteil umschlagen.


    Ne mal im Ernst. Du brauchst nen festen verplanten Platz dafür, der die für alles andere fehlt. Du kannst es nur für einige Grundschnitte anwenden, die du - vor allem, wenn du häufiger Waffen baust - wesentlich schneller mit nem Cutter geschnitten hast. Und das sauber. jegliche weitere Ausformung der Waffe musst du eh anders machen. Dementsprechnd solltest du da eh Übung mit nem Cutter haben und du ast bei dem Waffenschaumstoff auch keine Probleme mit bröselndem Styropor/-dur. Schlussendlich wird das Teil dann eh nochmal kurz über den Bandschleifer gezogen und wenn du da durch nen sich duchbiegenden Draht irgendwelche Hubbel im Schaumstoff hast, musst du sowieso noch mehr schleifen, was das ganze nicht besser macht.

    Also hast du im Endeffekt eigentlich keinerlei Vorteile dadurch, weshalb es sich mEn nicht lohnt. Außer du bringst mir jetzt das (!) Argument, das ich übersehen habe, da wäre ich mal gespannt.

    Ansonsten das was Kelmon sagt: nicht alle swas strom braucht ist gut. Meist schränkt es einen in den Möglichkeiten sogar mehr ein, als man denkt.....

  7. #7
    Jocke
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    Mal so ein paar Erfahrungen aus dem Requisitenbau für Film und Theater:
    Kein kluger Kascheur (Das sind die Leute die alles aus Styropor und Schaumstoff bauen) nutzt einen Heißdraht, wir haben alles mit einer Kontursäge und Messern (Keine Cutter) geschnitten. Die Dämpfe die durch einen Heißdraht und Schaumstoff erzeugt werden können, können höchst giftig oder sogar ätzend sein wenn man den falschen Schaumstoff damit bearbeitet, also vorsicht.

  8. #8
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    Ich muss mich da meinen Vorschreibern anschließen. Ich denke nicht, dass das wirklich sinnvoll im LARP-Waffenbau verwendbar ist und das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist miserabel.

  9. #9
    Alex
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    Ich muss meinen Vorrednern widersprechen. Ich kenne eine Orga, die für die Massenproduktion von NSC-Waffen eine ziemlich simple Konstruktion für Klingenschnitte gehabt: Autobatterie und eben ein entsprechender Heißdraht. Der wurde vorher in V-Form gebogen, so dass man die Waffen einfach drüber ziehen konnte. Hat sehr saubere Klingen ergeben. Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn die Klebestellen nicht auf der Klinge sind, also keine Sandwhichbauweise, sondern entsprechend breite Matten, in die eine Rinne für den Kernstab reingefräst wird.

    Ich hab die Konstruktion seiner Zeit nicht selber gesehen, aber die produzierten Waffen und habe mir die Konstruktion erklären lassen. Anscheinend scheint es da eine kostengünstige und einfache Lösung zu geben. Leider wollte die Orga zumindest damals keine Details preis geben.

    Viele Grüße,
    Alex

  10. #10
    Kelmon
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    @Alex: Das mag sicher sein, aber daß es objektiv praktischer ist glaube ich dann, wenn die größeren LARP-Waffenhersteller zu so etwas greifen, um besser/schneller/günstiger ihre Waffen herzustellen. Denn hier geht es dann um Geld.

    Und wenn ich die Idee schonmal hatte, dürften die Profis die auch schonmal gehabt haben.

    Bei "Hobbyisten", wozu ich auch die Waffenproduktion einer Orga zähle, kann sowas letztendlich aus verschiedenen, nicht relevanten Faktoren zum Einsatz kommen. Sei es, daß das einfach irgendwer "cool" findet, sei es, daß irgendwer einfach (fälschlicherweise?) glaubt, daß es so schneller/besser/günstiger ist.

    Und ich würde nicht einmal bestreiten, daß das für sehr spezielle Arbeitsschritte ja durchaus brauchbar sein kann - aber ganz auf's Messer verzichten wird man damit auch wohl nicht können.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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