Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    longbow
    longbow ist offline
    Grünschnabel

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    Optimaler Schwertgriff?

    Nachdem kFkA nicht hilfreich war hier nochmal die Schilderung meines Problems.



    Variante 1:
    http://www.high-fantasy.de/LARP/Anle...Anleitung.html

    Dabei wird Bleiband und eine evtl. Schnur zur Verdickung des Griffes aufgebracht und danach mit Leder/whatever umwickelt - allerdings Frag ich mich wie hier der Übergang von Parier und Knauf zu bewerkstelligen ist, da das Zeug natürlich elendig viel dicker ist. Mit kleinen abgeschrägten Endstücken die dann unterm Leder verschwinden?

    €dit: zur Erklärung, ich habe mit 20mm Zote gebaut, d.h. das Schwert ist dementsprechend dick(trotz Klingenabschliff) - sieht also doofer aus als mit 10mm

    Variante 2:
    http://www.karinskorner.de/larp/dolch.html oder auch in der Wiki
    http://larpwiki.de/RickS./Bastelanle...fenUndBleiband

    Wobei der Typ in der Wiki ja das Glück hat die Bleischnur in den bereits vorhandenen Rillen des Schlagstockes unterzubringen.

    Also, was ist der empfohlene modus operandi? Dopppelseitiges Klebeband soll angeblich krebsen, wie also Lederband auf bereits gelatextem Stab montieren?

    TIA,
    LB - der noch ein ganzes Schwert latexen muss für den Silbergroschen am Donnerstag [/img]

  2. #2
    Kamikaze
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    Es gäbe sogar noch eine dritte Variante:

    Den Griff aus Holz machen. Da kannst du ihn dann so in Form feilen, wie er dir gefällt.


    Ich verstehe dein Problem so, dass dein Griff im Verhältnis zu Parier und Klinge sehr dünn aussieht, und du den Übergang irgendwie kaschieren willst.
    Hmmm...
    Es macht vielleicht Sinn, den Griff dann so dick zu machen, dass du ihn gerade noch gut fassen kannst, um die Relation ins günstigere zu verschieben.

    Es gibt jedoch auch Waffen zu kaufen, die sehr dünne Griffe haben.
    Da wird das so gelöst, dass der Griff einfach bis unterhalb der Griffwicklung gelatext wird (unter dem Parier wird der dann einfach entsprechend schmal abgeschnitten). Da drüber kommt dann direkt die Griffwicklung.
    Das sieht aber in meinen Augen immer etwas unglücklich aus. Außerdem kann ich mit dünnen Griffen nichts anfangen. Das fühlt sich für mich einfach nicht "richtig" an - ist aber Geschmackssache und sehr abhängig von der Handgröße.

    Ich habe bei meinen Schwertern noch ein Lederband um Parier und Griffoberseite geknüpft - allerdings im Ursprung nicht um den Übergang zu kaschieren, sondern nur als zusätzliches Detail.
    Bei Kung-Fu-Waffen wird (zumindest in Filmen) oft mit bunten Tüchern an den Griffen gearbeitet. Das lenkt die Aufmerksamkeit zuverlässig vom Rest der Waffe ab. Evtl ist das auch eine Möglichkeit für dich.

    Zur Montage des Leders:
    Das ist im Wiki schon beschrieben - Schnürsenkel-Fädelei und zuziehen. Hat sich bei mir bisher sehr gut bewährt, und es gibt ja dutzende Möglichkeiten den Faden/die Schnur in die Löcher zu fädeln, dass man das nachher zusammenziehen kann. Siehe dazu auch die Bilder im Wiki.
    Doppelseitiges Klebeband alleine wird dir vermutlich nicht halten. Das sollte also noch irgendwie festgewickelt werden. Wenn du das gut machst, brauchst du garkeinen Kleber mehr zusätzlich. Am Griff wirken erstaunlich große Kräfte - also sorgfältig arbeiten!
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  3. #3
    Alex
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    Ich glaube jetzt habe ich das Problem verstanden und zwar genauso, wie Kamikaze. Das ist im Prinzip nicht schwer. Ich mache meine Griffe immer folgendermaßen:
    - Kenstab mit Pattex einschmieren
    - Dann nehme ich Bleiband, dass ich um den Griff wickele, bis ich auf das gewünschte Gewicht und die Gewichtsverteilung komme. In diesem Ausnahmefall lasse ich den Pattex ausnahmsweise nicht antrocknen. Da das Bleiband eh durch die Wicklungen angedrückt wird, ist das nicht nötig und ich muss mir keine Schweinerei mit Pattex am Bleiband machen, während ich das zu wickeln versuche. Je nach gewünschter Gewichtsverteilung und Bleiband musst du evtl mehrere Wicklungen machen. Dazu bei jeder neuen "Schicht" halt wieder Pattex dazwischen. Ich bevorzuge dünnes Bleiband.
    - Dann wieder Pattex drauf (Wieder nicht antrocknen lassen)
    - Als nächstes wickele ich darüber dünnes Mehrzweckseil/Band, bis ich die gewünschte Griffdicke erreiche. Das bekommst Du zum Beispiel im Baumarkt. Das tue ich vor allem deshalb, weil das Bleiband einzelne Bleisegmente drin hat, die sonst sehr unangenehm am Griff spürbar wären. Das Mehrzweckseil gleicht die "Hubbel" aus. Da ich dünnes Band nehme, kann ich das zu den Rändern hin Kegelförmig auch in mehreren Lagen hinwickeln. So kann ich die von Dir gewünschten Übergänge schaffen, wenn ich das möchte. Muss man aber auch nicht unbedingt. In erster Linie ist das eine Frage des Geschmacks. Sowohl optisch, als auch in Sachen Griffigkeit
    - Zum Abschluss kommt bei mir noch Leder drüber. Ob jetzt als Band gewickelt oder als ein Stück, das ist wieder Geschmackssache. Ich persönlich mache es gerne aus einem Stück und nähe es an den Kanten zusammen. Es gibt nichts ätzenderes, als eine sich lösende Griffwicklung während der Schlacht. Wer schon mal Blasen/Druckstellen deswegen hatte, weiß wovon ich rede. Wenn man das entsprechend zuschneidet, geht das auch mit dicker werdenden Enden. Außerdem ist Leder dehnbar, was die Sache auch einfacher macht
    - Die Lederschicht klebe ich auch an. Das tue ich bei allen Schichten, dann kann wirklich nichts verrutschen. Hier könnte man jetzt eigentlich Standardmäßig beide Seite mit Pattex einstreichen, das ganze antrocknen lassen und dann verkleben. Ich verklebe es dennoch feucht und wickele dann um das Leder noch eine Lage dünne Seil. Dadurch wird das Leder zum trocknen sauber angedrückt wird und übernimmt die Struktur der Seilwicklung, was es sehr griffig macht, Einfach trocknen lassen und das Seil über dem Leder wieder abwickeln (Wurde natürlich nicht angeklebt) :wink:

    Und ich möchte nochmal einen Satz von Kamikaze hervor heben:
    Am Griff wirken erstaunlich große Kräfte - also sorgfältig arbeiten!:wink:

    Die Abschlusslage mit der Schnürsenkeltechnik, die Kamikaze beschrieben hat, zu machen, ist einfacher, weil man damit das Leder auch schön fest spannen kann. Dann braucht man die obere Schicht auch wirklich nicht mehr kleben. Ob man das jetzt wieder so oder genäht schöner findet, ist wiederum Geschmackssache.

    Viel Erfolg wünschende Grüße,
    Alex

  4. #4
    Hana
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    Schaumstoff im Griff hatte ich einmal bei einem gekauften Schwert - habe irgendwann entnervt den Griff abgewickelt, Schaumstoff entfernt, Band drumgewickelt und wieder das Leder drum. Ging gar nicht. Mit Schaumstoff im Griff geht unnötige Kraft dadurch verloren, dass man für einen festen Handgriff immer den Schaumstoff zusammendrücken muss.

    Ich hatte übrigens noch nie Probleme mit Latexkrebs (baue seit 10 Jahren Latexwaffen) und benutze munter doppelseitiges Klebeband.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  5. #5
    Alex
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    Wäre sogar mir neu, dass der Kleber auf doppelseitigem Klebeband Latexkrebs versuchen würde. :wink:

    Schmunzelnde Grüße,
    Alex

  6. #6
    Kjeldor
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    Mir nicht, gibt solches und solches. Aber was unter dem Griff passiert iss eh egal. Was ich nicht alles unter Griffen schon gesehn habe könnt ich nen Buch drüber schreiben. Mein Favorit ist ein Geschirrhandtuch bei einer Waffe eines sehr bekannten Waffenbauers.
    Aber der allgemeine Tenor sagt alles, wichtig ist ein stabiler fester Griff. Schaumstoff nur als ganz unterste Schicht, das gibt nen bissl Gegendruck auf was auch immer man drumwickelt.
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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    http://www.Kjeldors-Arsenal.de

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