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  1. #1
    Thomeg Atherion
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    Frage Holz auf Leder befestigen

    Hallo!

    Den DSA-Kennern unter euch wird der Buskur-Schwertgeselle mit dem typischen Hartholzharnisch ein Begriff sein.

    Ich hatte letztens mal die ehrgeizige Idee diesen Harnisch zu bauen. Ich habe mal zwei Artworks (ersteres aus offizieller Quelle) angefügt.

    Bildschirmfoto 2012-02-22 um 22.50.48.pngHartholzharnisch.jpg

    Eins meiner ersten Probleme jetzt ist: wie befestige ich Leder auf Holz (ich hab noch nix dafür, wollte nur mal ein paar Punkte klären, bevor ich überhaupt anfange ).
    Ich denke mit gebohrten Löchern im Holz und dann an das Leder genietet müsste funktionieren. Hat irgendwer damit Erfahrung?
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    - Robert Baden-Powell

  2. #2
    Schlachtross
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    Aufnähen müsste auch funktionieren. Mit einer dicken Lederschnur durch Löcher im Holz und endsprechende Löcher ggfls verstärkt mir einer zweiten Lager oder Beilagscheiben oder so im Leder.
    Nieten sehen nämlich oft ziemlich "billig" aus.
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  3. #3
    Quin
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    Wie dick soll das Holz denn sein und welche Holzsorte willst du verwenden?
    Ich bin mir nicht sicher ob Nieten da wirklich funtionieren werden. Alternativ könntest du Lederschnüre verwenden und damit das Holz aufs Leder binden. Sieht vielleicht sogar besser aus und wäre wahrscheinlich sogar flexibler. Ist aber mehr Arbeit als Nieten. Beim Nieten musst du unbedingt aufpassen und Beilagscheiben zwischen Leder und Nietenkopf zu legen, sonst rutschen dir die Nieten irgendwann durch. Das ist mir bei meinem Schuppenpanzer passiert und ich musste alle 1400 Nieten nochmal neu machen

    Edit: Schlachtross war schneller ;-)

  4. #4
    Sonadorexis
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    Ich kenne mich da jetzt nicht so wirklich aus, aber was die Befestigungsmöglichkeiten angeht bist du eigentlich relativ frei.
    Natürlich wird das nieten funktionieren, wobei sich für mich die Frage stellt inwiefern das dem Vorbild (von den Artworks ausgehend) gerecht wird und was für Nieten du nehmen würdest. Wenn du das Ding mit Nieten übersähst wirds wieder eher unschön, was bei einem doch größeren Arbeitsaufwand wie diesem Projekt doch schade drum wäre, besonders wenn es auf standart Holhnieten hinauslaufen würde.
    Weitere Möglichkeiten wären natürlich auch Nähen (ja, das braucht viele Löcher, aber es würde funktionieren ), Flechten (nicht ganz so viele Löcher, dafür größere), stumpf kleben (bei den Haushaltsmöglichkeiten wäre ich unsicher was die Länge der Haltbarkeit angeht), schrauben/Nageln (wenn dann von innen mit Beilagscheiben, so dass man es auf der Vorderseite eben nicht sieht) oder Kombinatonen aus den genannten Möglichkeiten.
    Theoretisch kannst du das Leder aber wahrscheinlich auch weg lassen und die Holzelemente einfach aneinander flechten/schnüren?
    Es kommt halt drauf an, welchen Look du haben möchtest, wie deine Möglichkeiten aussehen und wieviel Zeit und Geld du investieren möchtest. Bedenke zusätzlich, dass die Holzauswahl alles andere als unwichtig ist und die Ausarbeitung der Holzelemente nicht ganz unkompliziert werden könnte.
    Den Ansatz, bzw. das Vorhaben an sich find ich aber schon mal recht gut

  5. #5
    Cartefius
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    Ich würde dazu raten, das ganze mit Reihen bunter Kordel an- oder aufzubinden. Damit erreichst du eine Optik wie bei japanischen Rüstungen, was eigentlich optimal zu dem japanisch angehauchten Hintergrund von Maraskan passt:
    http://tokyo-samurai-armor.com/samur...i_red_140.html
    Das muss ja nicht so dicht wie bei den oberen Teilen auf dem Foto sein, eine Art wie bei der Beinrüstung müsste auch reichen.
    Eventuell würde ich auch überlegen, ob Leder wirklich optimal als Trägermaterial ist, ich könnte mir da eine leicht wattierte, textile Unterlage als komfortabler vorstellen.

    Um das ganze optisch aufzuwerten (schließlich sind Hartholzharnische ja eine recht edle Sache) könnte man auch überlegen, ob man die Löcher in den Holzplatten noch mit Lochnieten verziert, z.B. könnte ich mir messingfarbene Nieten auf mahagonifarbenem klarlackiertem Holz durchaus vorstellen.

  6. #6
    Tee
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    Das Schwarz weiß Bild sieht in meinen Augen so aus, als ob die Brustplatte aus einem Stück besteht, an das die anderen angebunden werden. Also im Prinzip wie eine Stahlrüstung nur aus Holz. Wie und ob das funktionieren kann weiß ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen dass das aufgrund der Holzstruktur zum Reißen neigt. Ein wichtiger Punkt ist sicher auch das Gewicht und die benötigte Dicke des Holzes. Wie gut kennst du dich mit Holzbearbeitung aus?

    Das zweite Bild sieht sehr unvorteilhaft aus und erinnert mich eher an Michelinmänchen. Falls das Bild von dir stammt würde ich dir raten dich nochmal intensiver mit der "Funktionsweise" einer herkömmlichen Rüstung auseinanderzusetzen ( Ruhig auch zeichnerisch, durch das genaue hinschauen beim Zeichnen wird einem vieles Klarer als beim bloßen Angucken). Ich glaube dann erkennst du auch schneller wo die Knackpunkte liegen. Z.B. Übergang Arm/Schulter ist jetzt mit etwas Blattwerk vertuscht. Ich will dir damit nicht zu nahe treten, denke aber das ist wichtig um Probleme im Vorfeld zu erfassen.
    Ich finde es ist ein spannendes Projekt und hoffe dass es dir gelingt.

  7. #7
    Thomeg Atherion
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    @ Tee: das zweite Bild ist nicht von mir. Gefällt mir auch nicht so gut.
    Das offizielle Artwork (linkes Bild) besteht ja aus Holzplatten. Ich hab im Internet noch 2 weitere Bilder gefunden:
    Maraskanischer_Schwertgeselle_by_amiroteia.jpgchanyruest.jpg
    Das zweite Bild entspricht eher dem von Cartefius gepostetem Link.
    Meine Idee war es jetzt Holzplatten, wie bei einem Schuppenpanzer, zu verwenden und Löcher reinzuboren. Die einzelnen Platten werden dann durch oben-unten und links-rechts verwebte Lederbänder befestigen.
    Die Dicke der Holzplatten weiß ich noch nicht, ebenso die Holzart. Denkt ihr man kann auf einen Trägerstoff verzichten und einfach einen Gambeson darunter ziehen?

    Ich werde demnächst was aus dem Obi holen bisschen bohren und ausprobieren, mal schauen was da raus kommt
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    - Robert Baden-Powell

  8. #8
    Sosthenes
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    Achja, die variable Japan-Affinität der Maraskaner kollidiert hier gerne mit der generellen Unfähigkeit von Fantasy Illustratoren Rüstungen zu zeichnen... Ich hatte das vor Jahren mit einem Kumpel auch mal besprochen, nachdem ein paar Romane die Maraskanis etwas aus dem Vietnam/Japan Copycat Status entfernt hatten (schon ne Weile her, jedenfalls weit bevor es sowas wie "Schwertgesellen" gab).

    Das Problem ist dass du fast nicht daran vorbeikommst Holz zu formen um Rundungen zu erzeugen, und das ist nicht gerade Heimwerker Stufe 1. Mein Ansatz damals wären größere laminierte Streifen gewesen -- also etwa 2 bis 3 mal Lattenrostbreite -- die man zu einer Art Lorica Segmentata zusammenbaut. Kein Leder oder Stoff drunter, das rottet in den Dschungeln ja gleich weg... Dazu als Abschluss ein paar angebrachte Platten (so wie jap. Sodes), und viel bunter Lack. Aber wie gesagt, ohne Dampfformen ist das schwer zu machen. Dichte Lamellenrüstungen aus Mehrschichtholz wären arg dick und sperrig.

    Der "feige" Ansatz wären Kunststoffplatten, vielleicht mit etwas Holz an ausgewählten Stellen. Gut genug lackiert sollte das nicht so auffallen.

  9. #9
    Thomeg Atherion
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    Kann man sich das Holz irgendwo formen lassen? Und wie würdest du die einzelnen Lamellen aneinander befestigen?

    Mein anderer Ansatz hätte ja so eine Brigantinaoptik (http://www.larp-life.com/ebay/ebay_Brigantina_a.jpg) als Ziel. Meine Freundin hat mich jetzt darauf hingewiesen, dass dies mit Holzplatten sehr unbeweglich wäre.
    Geändert von Thomeg Atherion (15.09.2013 um 22:00 Uhr) Grund: Zusatzpunkt vergessen
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    - Robert Baden-Powell

  10. #10
    Sonadorexis
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    Wenn du Pro Platte jeweils nur vier Befestigungspnkte hast, wird das ne ziemlich holprige Angelegenheit und rel. geräuschvoll, insbesonders, wenn du die einzelnen Schichten überlappen lassen willst.
    Zum Thema Formen:
    Es gibt schlussendlich zwei Möglichkeiten. Die eine isttatsächlich das Formen, was aber bei weitem nicht jede Tischlerei/Schreinerei macht oder kann und wofür du für fast jede Lamelle ne eigene Form bräuchtest, weil die sich halt doch unterscheiden. Die andere Möglichkeit wäre von Grund auf dickeres Material und einiges an Arbeit mit nem Schiffshobel (innenseite), bzw. von mir aus irgendein gerader Hobel (Schlicht-, Doppelschlichthobel, was auch immer) für die Außenseite. Beide Seiten kann man an ner Bandsäge, für die ganz groben (ungenauer) mit ner Stichsäge vorschneiden. Schlussendlich schleifen, damit du da ne ordentliche Oberfläche draufbekommst (Feuchtigkeit und Co) Des weiteren würde ich dir dringend davon abraten, dafür Baumarktholz (dementsprechend ja Kiefer, Fichte/tanne, oder Buche) zu nehmen, da die alle eher weniger für den Job geeignet sind. Ahorn, Esche oder Eiche sind wesentlich prädestinierter.... besonders bei Eiche aber dringend darauf achten, dass du den Splint wegschneidest. Vielleicht bekommst du sowas im Sägewerk. 20mm stärke würde ich da auf jeden Fall veranschlagen also müsstest du schauen, was für ne Rundung du anstrebst und um wieviel dicker die Rohware dementsprechend sein muss.... nur mal so als Anregung
    Mit nem Trägerstoff würden sämtliche "schübe" und Co wesentlich besser laufen und weniger Geräusch von sich geben, muss nicht sein, würde ich pers. aber machen.

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