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  1. #1
    dommii
    dommii ist offline
    Grünschnabel

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    einmal das ganze Programm

    Hallo Forum,

    zur Zeit plane ich meine erste Larp-Gewandung inklusive Lederrüstung, und es sind trotz ersten Erfahrung im Schneidern doch einige Fragen aufgekommen.

    Die Hintergrundgeschichte meines Chars soll einen einfachen Abenteurer darstellen der das langweilige Dorfleben satt hat und die Welt erkunden möchte. Keine toten Eltern und mit Nekromantie, Meuchelmord und dergleichen hat er nichts am Hut.

    Ich möchte die Gewandung so authentisch wie möglich halten, zumindest was die Materialien angeht. Beim Schnitt habe ich mich inspirieren lassen und mir eigene Gedanken gemacht. Als Brustpanzer dachte ich an eine dunkelbraune Lederrüstung mit elbischem Einfluss, dazu einen Vollkreismantel mit Kaputze und Kreuzriemen damit man im Eifer des Gefechts selbigen nicht auf sondern nur über den Schultern hängen hat. Im Kontrast dazu dachte ich an eine weite Wollhose mit groben 100cm Schlag pro Seite, diese wird oben an den Seiten eingeschlagen und dann mit ein bis drei (weiß ich noch nicht so ganz genau) Stoffriemen abgebunden. Dazu dann noch schöne Schultern, Armschienen, Handschuhe und ein kurz- und ein langärmeliges Gambeson übereinander. Mit einem Leinenhemd, einer Bruche und Schuhen sollte ich dann erstmal gerüstet sein.

    Nun zu den Detailfragen:


    • Als Rüstleder dachte ich an Blanklederhälse mit ~3mm Stärke in dunkelbraun. Die Trägerschicht auf der die Platten aufgenäht werden soll wollte ich aus Rind-Velourleder in ~1,2mm Stärke schneidern. Vom Farbton gefällt mir beim Velour Schoko deutlich besser als Kastanie, ich weiß aber nicht ob dieses zu dunkel ist um Nachts als schwarze Irritation wahrgenommen zu werden. Zur Not würde ich dann wohl eher auf das grün zurückgreifen.

      Hat jemand schon Erfahrung diesbezüglich gemacht? Gibt es eine einfache Möglichkeit das Blankleder partiell mit verwaschenen Konturen abzudunkeln? Welcher Stich empfielt sich für das Vernähen der Lederschichten, zwei-Nadel-Technik oder klassischer Nähahlenstich? Reicht das normale Ahlengarn von der Stärke oder sollte ich dickeres gewachstes nehmen? Die Nähte sollen versenkt werden und möglichst unauffällig sein.



    • Der Mantel soll aus schönem Lodenstoff mit entsprechendem Innenfutter genäht werden. Fündig wurde ich bei Naturtuche.de, schöner dicker Loden und ein passender Fischgratköper sähen bestimmt gut aus, wenn da nicht der Preis wäre der bei ~6 Laufmetern echt schmerzt. Solltet ihr da günstigere Alternativen kennen bitte gerne, zur Not beiße ich aber auch in den sauren Apfel. Die Hose soll aus dem Loden eine Nummer dünner entschlüpfen, die Muster der Stoffe liegen hier, ihre Qualität lässt keine Wünsche übrig.

      Um das ganze etwas aufzupeppen dachte ich an eine Batikfärbung nachdem fertig genäht wurde, hat das schonmal jemand auf dunkler Wolle oder sogar einem solchen Fischgrat ausprobiert? Ich möchte damit nur Schattierungen einbringen, als Farben dachte ich an Indigo, Krapp und Färber-Wau.



    • Die Gambesons sollen aus Leinen innen, 5mm Wollfilz und leichter ungewalkter Wolle außen genäht werden. Eines davon bekommt eine naturhelle und eines eine naturbraune Außenhaut verpasst, beide werden nach dem Vernähen entsprechend gefärbt/gebatikt. Spricht etwas gegen diesen Aufbau und das erst anschließende Färben? Als Garn dachte ich an naturhelles Wollgarn in 28/2 Nm, wäre schön wenn dieses dann direkt passend mitgefärbt wird.



    • Kann mir einer Tips für die Handschuhe und die Schuhe geben? Wo finde ich Schnittmuster und wie gehe ich das am besten an?


    Ich entschuldige mich für den langen Eingangspost, wer es bis hier hin geschafft hat verdient meinen größten Respekt! Trotzdem freue ich mich über jede Antwort.


    Viele Grüße,

    Dominic
    Geändert von dommii (14.10.2013 um 17:53 Uhr)

  2. #2
    Gerwin
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    Und woher nimmt ein einfacher Dorfbewohner eine Lederrüstung mit elfischen Einfluss? Findet er die neben dem verwunschenen Schwert und dem Siegel der Königsfamilie am Wegesrand? Das gibt keinen Sinn. Einen Gambeson selbst nähen ist eigentlich nur eine Aufgabe für Leute mit zu viel Zeit (die dann auch ihr Kettenhemd selbst "sarwürken" ). Andere Leute können das besser, schneller und billiger. Schau dich mal auf Gambeson.pl und Aketon.pl um. Gerade als Erstlingswerk wirst du nichts besseres hinbekommen.

    Schuhe selbst machen ist so eine Sache. Auch da würde ich abraten. Es gibt Bücher in denen erklärt wird, wie man mittelalterliche Schuhe herstellt..aber dazu gehört schon eine ganze Nummer handwerkliches Geschick.

    Im allgemeinen würde ich bei einem Dorfbewohner die Rüstung auf ein Mindestmaß (nämlich einen Helm) reduzieren. Dazu eine Stangenwaffe, von mir aus selbstgenähte (weite) Kleidung, ein paar Bundschuhe, dicke Socken..und fertig ist der Charakter. Aber bitte keinen Batiklook. Batiken ist was für Hippies.

  3. #3
    Cartefius
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    Hmm, ich hätte ein paar Detailanmerkungen, würde aber erstmal mit grundsätzlichem konzeptionellen Feedback anfangen:
    Aktuell liest sich die Gewandung stark wie der typische "irgendwas-mit-Schwert-Waldläufer". Das ist keine Todsünde, wirkt aber auf mich noch etwas undefiniert und wenig überzeugend: Irgendwie ist das ganze nicht so richtig militärisch und nicht so richtig zivil, nicht wirklich dörflich und wirklich prunkvoll, und die "pseudoelfischen" Einflüsse für einen nichtelfischen Charakter finde ich auch nicht optimal. Ich finde eigentlich immer, dass ein gutes Kostüm etwas "über den Charakter erzählt", und das aktuell spricht da etwas undeutlich. ;-)
    Vor diesem Hintergrund ist auch die Vorgabe, die Materialien sollen "authentisch" sein, schwer zu erfüllen, da ich nicht genau weiß für welche Vorlage, und Lederrüstungen nach der beschriebenen Methode sind z.B. haben eigentlich nirgendwo historische Vorlagen.

    Zwei Gambesons übereinander halte ich für nicht so sinnvoll, und grundsätzlich ist Wolle als Obermaterial nicht immer optimal als "Rüstungsunterzeug", weil sie zum Durchscheuern neigt, insbesondere bei sehr lockeren und "flauschigen" Stoffen. Für die Hose würde ich keinen Loden nehmen, da reicht ein einfacherer und auch etwas dünnerer Wollstoff.

  4. #4
    dommii
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    Also irgendwie habe ich mir die Antworten etwas anders vorgestellt, ich dachte eigentlich das sich der Text entsprechend liest das man erkennt das ich mir schon einige Gedanken gemacht habe. Auch wenn eure Tips lieb gemeint waren, mir geht es hier nur um die handwerkliche Umsetzung.

    Bei den Gambesons habe ich ziemlich genaue Vorstellungen die mir ein Dienstleister so nur sehr schwer erfüllen können wird, deshalb wird eben die Nähmaschine mit ganz leichtem ZickZack-Stich geschwungen. Danke aber für den Rat mit der Abriebfestigkeit, ich werde mal gucken ob es passendes Leinen gibt.

    Batik kann je nach Ausführung ziemlich schöne Muster ergeben, durch den dunklen Stoff werden es dann eh nur Schattierungen.

    Mit authentischen Materialien meine ich wie schon gesagt nicht den Schnitt oder die Zusammenstellung, das soll individuell gehalten sein, mir geht es darum das keine Materialien verwendet werden die nicht im Mittelalter zur Verfügung standen, also keine synthetischen Stoffe oder Farben.

  5. #5
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    Mit authentischen Materialien meine ich wie schon gesagt nicht den Schnitt oder die Zusammenstellung, das soll individuell gehalten sein, mir geht es darum das keine Materialien verwendet werden die nicht im Mittelalter zur Verfügung standen, also keine synthetischen Stoffe oder Farben.
    Unter dieser Bedingung gehen zwar die Stoffe, aber das Velourleder nicht, das ist eindeutig mit modernen Methoden gefärbt und zugerichtet und mit synthetischen Farben gefärbt, da solltest du auf vegetabiles Narbenleder umsteigen. Das, genau wie das Blankleder ist vermutlich in einer Grauzone, das ist wahrscheinlich modern mit nicht-mittelalterlichen Tropenpflanzen gegerbt, aber einer historischen Gerbung vom Ergebnis her nicht völlig unähnlich.

    Zur Verarbeitung der Lederteile kann ich nicht so viel sagen, da fehlt mir die Erfahrung, abdunkeln kannst du prinzipiell immer mit Lederfarbe (wobei die meisten gängigen ebenfalls nicht "authentisch" sind).

    Ich finde Batikfärbungen stilistisch auch etwas befremdlich, rein technisch sehe ich das Problem, dass sich dreilagig gesteppter Gambeson vermutlich nur schlecht für eine Batikfärbung knautschen lässt. Hast du Erfahrung im Verarbeiten von Wollgarn mit der Nähmaschine? Ich hätte da die Befürchtung, dass ständig der Faden reißt, habe aber selber noch nie damit gearbeitet.

  6. #6
    Nount
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    Hallo Dominic!

    Zunächst: Bitte keine elfische Rüstung (auch nicht elfisch angelehnt), wenn du keinen Elf spielst. Der Grund ist einfach: Auch Elfenspieler sind Menschen. Sie müssen sich optisch und durch Spiel zum Elf machen, und Kleidung/Rüstung mit elfischer Optik ist eine sehr gute Möglichkeit dafür. Wenn jetzt auch Menschenspieler elfische Rüstung tragen, weil die so schick aussieht, wird den Elfenspielern damit eine Möglichkeit der Charakterdarstellung weggenommen. Also nimm bitte eine Rüstung im "Menschendesign"


    Zu deinen Fragen:
    Es gibt natürlich günstigere Wollalternativen - die entsprechen halt nicht der Qualität des Naturtuche-Stoffs. Ich nehme ja einfachen Mantelvelour, der (mittlerweile) 15 €/m kostet.
    Wenn du dich für den schweren Naturtuche-Loden entscheidest, würde ich aber wohl gar keinen Vollkreismantel machen - und keinesfalls füttern. Bedenke, der Loden ist sehr dick und wiegt 1 kg/m! Das Futter dazu nochmal 400g/m. Möchtest du wirklich einen 7kg-Mantel tragen?! (ein bisschen Gewicht wird an den Ecken ja abgeschnitten)
    Bei diesem Stoff könnte ein Halbkreis- oder Rechteckmantel schon genügen. Maximal Dreiviertelkreis, würde ich sagen. Für einen Vollkreismantel tut's m.M.n. auch ein deutlich weniger schwerer Stoff.
    Allerdings - wenn du einen Vollkreismantel machst und er ist zu schwer, kannst du im schlimmsten Fall ja immer noch zwei Halbkreismäntel draus machen :mrgreen:

    Bei "Batikfärbung" bin ich etwas irritiert - hoffentlich ohne Batikmuster, das fände ich sehr modern und hippie-esk wobei, man kann ja einen interessanten Ombre-Effekt färben, indem man einen Stoff nur teilweise in die Farbe taucht und nach und nach immer mehr Stoff färbt, sodass er unten dunkler ist als oben. Nur würde ich das wirklich nicht mit einem 45 €-Stoff tun, wenn da was schiefläuft, ärgert man sich schwarz. Färben ist immer ein Glücksspiel. Und mit Blau oder Rot würde ich auch nicht arbeiten, sondern, wenn überhaupt, mit einem dunkleren Braun oder Anthrazit. Sonst siehts echt komisch aus.

    Einen Gambeson-Außenstoff würde ich unbedingt vorm Nähen färben! Sonst saugen Futter und Wollfilz unheimlich Farbe auf, sodass du viel mehr Farbe brauchst als nötig und das Ganze braucht auch noch Ewigkeiten zum Trocknen.

    Handschuhnähanleitungen gibts im Larpwiki. Schuhanleitungen hab ich leider grad keine parat, aber vermutlich findet man mit ein bisschen Googeln welche

    Viel Erfolg beim Nähen!
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  7. #7
    dommii
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    Danke für die letzten Beiträge! :smile:

    Das mit dem Leder ist arg ärgerlich, da muss ich mir etwas einfallen lassen oder eben nicht ganz authentisch auftreten, eigentlich sollte das ganze ohne Mantel in etwa so aussehen:
    5.jpg

    Die Farben und die Kopfbedeckung passen natürlich nicht mehr, das war noch die Zeit in der ich Vollvermummung und schwarz cool fand.

    Man sieht den elbischen Einfluss im Schnitt der Rüstung, ist das schon zu viel des guten? Ich wollte die Rüstung eher elegant und enganliegend gestalten um einen schönen Kontrast zur Hose und zum Mantel zu haben. Ob der Mantel jetzt voll oder dreiviertel wird kann ich ja noch entscheiden wenn der Vollkreis fertig ist, abschneiden geht immer. :grrr:

    Das einzige was ich zum Abdunkeln des Leders gefunden habe ist Eisensulfat, Problem ist das damit Farbübergänge wohl nur schwer möglich sein sollen. Ob das mit Lederfarbe besser klappt kann ich nicht einschätzen. Wie sieht es denn (falls es doch nicht ganz so authentisch werden soll) mit der Farbe des Unterleders aus, ist das Schoko schon zu dunkel und fällt nachts auf?

    Natürlich sollen nicht klassische Batikkreise gefärbt werden, ich dachte da eher an Muster wie z.B. in diesem Video. Mit Krapp und Färberwau sollte das mit dem drüberschütten klappen, für die Indigofärbung müsste ich mir dann noch etwas überlegen, vielleicht ähnlich wie hier, das sollte auch in der Küpe klappen. Die Farben habe ich gewählt das sie mit dem dunklen Loden zusammen Flämisches Schwarz ergeben. Wo dann nicht alle Farben gleichzeitig gefärbt wurden dürfte das schöne Nuancen ergeben. Da das aber wohl nicht wirklich üblich ist und Erfahrungen somit rahr werde ich ein paar Probefärbungen machen.

    Das Färben der Gambesons könnte wenn fertig genäht wirklich ziemlich in Arbeit ausarten, ich wollte aber eigentlich an den Nähten keine Farbwechsel die sich durch das Fügen ergeben würden, vielleicht werden sie aber auch einfach einfarbig. Maschinennähen mit dem 28/2 klappt erstaunlich gut, man sollte es aber mit der Geschwindigkeit nicht übertreiben.

    Der Link auf LarpWiki hat mir schonmal sehr geholfen, der dort verlinkte Duello sieht machbar aus. Bei den Schuhen muss ich dann nochmal gucken.


    Viele Grüße,

    Dominic

  8. #8
    Nount
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    Auch die im Video gezeigten Batikfärbungen finde ich sehr modern und hippiesk also, Batikfarben ja, Batiktechnik nein.
    Die Rüstung finde ich hingegen ok, auch wenn ich kein Fan von Lederrüstung bin.
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  9. #9
    dommii
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    Bedenke das der Loden ziemlich dunkel ist und die Farben nur Schattierungen einbringen, es ging bei den Videos nur um ähnliche Muster. Ich werde wohl Probefärbungen machen, wenn das aber nicht ausschaut keine Angst, dann bleibt der Loden braun.

    Das mit der Rüstung beruhigt mich!


    Der EDIT hat ein deutlich besseres Video gefunden, so hab ich mir das vorgestellt...


    Viele Grüße,

    Dominic
    Geändert von dommii (15.10.2013 um 12:59 Uhr)

  10. #10
    Tee
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    Alter Hase Avatar von Tee

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    Hallo,

    bitte nicht gleich enttäuscht sein wenn die Antworten nicht so ausfallen wie man sie sich erhofft hat.
    Leider erkennen Ausstehende immer zuerst die Schwachstellen im Plan - geht aber uns genauso.
    Deshalb hoffe ich dass du meine Anmerkungen nicht irgendwie als Kritik an deiner Person auffasst, sondern zum Anlass nimmst einige Punkte deines Konzeptes zu überdenken.
    Wenn du das nicht möchtest, dann lies lieber nicht weiter, ich fürchte dass einiges vielleicht ziemlich fies klingt. Vor allem wenn man gerade voller Energie anfangen möchte.

    Zunächst einmal finde ich es gut dass du dir Gedanken um wertige Materialien gemacht hast und auch gewillt bist etwas Neues zu lernen und zu schaffen.

    Jedoch brauchst du etwas mehr, als nur hochwertige Materialien um ein tolles Outfit zu schaffen.
    Hierzu gehört das von Cartefius angesprochene Gesamtkonzept.
    Es hilft einfach in Detailfragen zu beraten, wenn man die Richtung erkennen kann, wo es hingehen soll.
    Ein unstimmiges Konzept wird durch gute Materialien nicht stimmiger.

    Dein Projekt wird mehr Zeit fressen als du es dir jetzt vorstellen kannst.
    Wenn dann am Ende viele tolle Details an deinem Werk zufinden sind, die aber irgendwie nicht zusammenpassen, hast du viel investiert ohne das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

    Wenn ich mir deine Skizze ansehe sehe ich erstmal - nichts - nur eine große schwarze Fläche. Du schreibst dass ist eine alte Skizze, und vom schwarz und der Vermummung möchtest du weg. Dann nimm dir eine Stunde Zeit und mache eine Skizze die den aktuell angestrebten Stand anzeigt.
    Auf den zweiten Blick sehe ich dann ein paar Linien in der Fläche. Auf mich wirken diese allerdings nicht elegant. Ich habe eher den Eindruck eines überdimensionierten Instektenpanzers ( Sorry, ich weiß dass ist jetzt hart).
    Setz dich hin und mache Versuche wie die Fläche besser und oder eleganter aufgeteilt werden kann. Hilfreich ist dafür Kontraste zu schaffen ( Breite Flächen/ schmale Flächen, glatte Flächen/ strukturierte Flächen)
    Orientiere dich an Zeichnungen oder guten Fotos ( möglichst nicht von Larpshops sondern vielleicht aus Filmen oder von anderen Bastlern)
    Wenn dir dass schwer fällt, dann lass dir dabei helfen. Es geht mir nicht um eine gute Zeichnung, sondern darum dass du dir Gedanken um Proportionen machst.

    Diese Skizze wird dir ganz entscheidend bei der Umsetzung helfen.
    Wenn du weißt wo es hingehen soll, besorg dir z.B. Buchbinderpappe, vergrößere die Teile und füge sie zu einem Probestück zusammen, dann siehst du eher wie die Rüstung an dir aussieht und wo es klemmt.

    Eine enge Rüstung über weiter Kleidung kann toll aussehen oder wie eine Leberwurst.
    Wichtig ist hier auch die Teile entsprechend zu formen.
    Such dir eine Grundform (Sanduhr/ V) auf die du die Form deiner Rüstung abstimmst ( durch Betonung von Taille/Brust/etc). Ziehe die weiten Klamotten an, wenn du dein Probeteil testest um die Wirkung zu prüfen.

    Hana hat dir einen guten Tipp gegeben wie du am Mantel sparen kannst, (indem du weniger von dem Material brauchst) und trotzdem ein hochwertiges Ergebnis erzielst. Und sie hat dir dazu noch gesagt dass das nicht nur eine Preis-, sondern auch eine Gewichtsfrage wird. Beides ignorierst du geflissentlich.

    Ich könnte noch einiges weiterscheiben, aber mir fehlt aktuell die Zeit dazu (Ich habe dir schon meine Mittagspause geopfert).
    Ich hoffe du wirst hier weitermachen. Tipps zur Umsetzung wirst du bekommen, keine Frage.
    Manche Antworten bekommst du aber nicht gleich und sofort ,sondern dauern einfach auch ein bischen.
    Nimm dir die Zeit für eine gründliche Planung und viel Erfolg und Freude beim Umsetzen.

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