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  1. #1
    Jugendzentrum
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    Grünschnabel

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    Polsterwaffen für unser Jugendzentrum

    Hallo liebe Community,

    wir wollen für unsere Einrichtung (Jugendzentrum) Polsterwaffen selber bauen, damit die Jugendlichen mal Frust abbauen können und um Aggressionspotenzial auf verträgliche Weise abzubauen, ähnlich wie viele es beim Boxen machen. Ich habe im Internet verschiedene Bauanleitungen gefunden und mein Bedenken ist nun, dass wenn ich die Polsterwaffen mit Fiberglas-Kernstab baue, die Hiebe (auch bei ausreichender Polsterung) ordentlich weh tun könnten im Falle, dass die Jugendlichen es übertreiben. Habe leider keine Erfahrungen mit LARP und würde mich über Tips von Profis freuen. Mfg Etienne

  2. #2
    Besserwisserboy
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    Fieberglas-Kernstäbe sind zwar ein wenig hart im Vergleich zu anderen Materialien haben sich aber durchgesetzt, weil sie schwer zerbrechen und nicht splittern, den größten Gefahrenquellen.
    Beim Larp werden Kämpfe nur simuliert. Daß heißt zwar, daß es einen gewissen Wettkampf gibt, man die Schläge aber vor dem Treffer abbremst und nur so fest zuschlägt, daß der Gegner merkt, daß er getroffen wurde. Der Rest ist Schauspiel.
    Larpwaffen sind zwar Verbrauchsgegenstände, aber trotzdem gerade bei Sonderanfertigungen recht teuer. Bei richtigen "Prügelorgien" würden die Waffen nur einen Tag halten, daher achtet der Larper auch aus diesem Grund auf einen einigermaßen guten Umgang mit der Waffe.
    Des weiteren gibt es einige Regeln beim Larpkampf zu beachten. Man schlägt nicht auf den Kopf, Geschlechtsteile und auf ungeschützte Finger. Außerdem sind normale Larpwaffen nicht zum Zustechen geeignet.

    Auch wenn manche Larp-Kämpfe verbissen und hart aussehen können, ist das nur gespielt. Wer zu viel Aggressionen in den Kampf legt und zu hart kämpft, wird meist aus den Kämpfen genommen.

    Zu Aggressionsbewältigung kann man diese Polsterwaffen auch nehmen, dafür sind sie aber nicht gedacht und man muss mit großem Waffenverschleiß und kleineren blauen Flecken rechnen...
    Geändert von Besserwisserboy (13.02.2014 um 18:53 Uhr)
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  3. #3
    Serk Vastatio
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    Larpwaffen sind keine Agressionsbewältigungshelfer, meiner Ansicht nach.
    Motto: Ich larpe um zu basteln.
    Fragt nach Serk. Besucht mich auf den Cons, wenn ihr meinen Blog kennt.
    http://traumschmiede.wordpress.com/

  4. #4
    Besserwisserboy
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    Na ja, sicherlich nicht die beste Art, aber immer noch besser als sich real zu prügeln.
    Wenn man sich auf gewisse Regeln einigt und es nicht übertreibt kann man sich zumindest auspowern und dabei noch Spaß haben.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  5. #5
    Maria
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    Jede Waffe mit Kern kann verletzen, sogar die extrem stark gepolsterten amerikanischen "Boffer" - mir ist mit einer herkömmlichen Larpwaffe (Fieberglaskern, darum 4-5cm Polsterung, darum Latexhaut) die Nase gebrochen worden.
    Alternative wären zugeklebte Rohrisolierungen oder Poolnudeln, damit kann man sich zwar auch weh tun, wenn man die mit vollem Wumms ins Gesicht bekommt, aber es ist schwerer bis unmöglich, sich damit etwas zu brechen. Wir haben blaue Poolnudeln schon mal in einem Schwimmbaddungeon eingesetzt -klatscht ordentlich, sind nicht so cool wie Larpwaffen und auch nicht wie Schwerter verwendbar (also Blocken mit den Nudeln geht z.B. nicht), aber dafür sind die sicher.

  6. #6
    KarstenD
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    Larpwaffen sind keine Agressionsbewältigungshelfer, meiner Ansicht nach.

    Da ein guter Freund von mir seit Jahren LARP und LARP-Kampf erfolgreich im Rahmen von Anti-Agressionstrainings für .... Jugendliche mit großen Problemen ... einsetzt, würde ich das in der Pauschalität bezweifeln. Ähnlich wie vermutlich Boxen funktioniert es aber natürlich nicht ohne Regeln.
    Konquistadoren 1504 - PvP-LARP mit Sandbox-Elementen – 3. bis 6. Juli 2014, Utopion
    www.konquistadoren.de

  7. #7
    Sosthenes
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    Polsterwaffen sind therapeutisch älter als LARP, glaub ich. In der Paartherapie wurden die schon vor langer Zeit eingesetzt.
    Das Stichwort hier wären u.A. "Battacca Bats", gibts anscheinend auch in Deutschland.

    Das entspricht aber eher Ami-Boffern, wenn sie nicht gar ganz kernstablos sind (wie die oben verlinkten). Als reine Prügel sehe ich geformte Larpwaffen eher riskant. Larpkampf im Allgemeinen (d.h. auch Gruppentaktik) hingegen hätte ja noch andere therapeutische Aspekte. Schnell gegooglet findet sich z.B. eine Autisten-Hilfsgruppe die sowas macht.

  8. #8
    bradley
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    @Maria: Schwimmbaddungeon?

    Ich würd dem Jugendzentrum die Schwimmnudel / Rohrisolierung noch aus einem anderen Grund empfehlen: Der Preis.

    Rohrisolierung, grau, 1m nur vorgeschlitzt für 18mm Kupferrohr, kostet im Baumarkt um einen Euro.

  9. #9
    Xram
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    Ich halte Larpwaffen für den genannten Zweck als ungeeignet, es kann zu viel damit passieren, auch mit Regeln kann es ein Teilnehmer übertreiben, zu fest zuschlagen und andere verletzen.

    Pädagogisches Boxen findet in der Regel auch mit einem gelernten Boxer statt, da bekommen die Teilnehmer auch nicht einfach nur Handschuhe in die Hand gedrückt.

    Zum "auspowern" finde ich die Waffen auch ungeeignet, da man durch die Notwendigkeit der Regeln eben zurück zum "Showkampf" kommt, der zwar Spaß macht, aber einen nicht wirklich "auspowert".

    Die Schwimmnudeln wäre eine Idee, es gibt aber auch Anti-Aggressionsschläger zum kaufen.

    Wie auch Sosthenes beschreibt.

    Der Preis von Larpwaffen spielt tatsächlich auch eine Rolle.

  10. #10
    Gerwin
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    Persönlich würde ich extrem davon abraten, Larpwaffen mit Kernstab fürs "abreagieren" zu nutzen. Beim Boxtraining ist die Verletzungsgefahr (bei zwei untrainierten Kämpfern) relativ gering, ausserdem schickt man die Jungs ja nicht in den Ring und sagt "uff die Fresse" . Larpwaffen mit Kern sind aber (zumindest meiner Erfahrung nach) nicht für harte Schläge gemacht. So ein Kernstab kann durchaus mal splittern. Und eine durchgezogene Larpwaffe zieht mehr als ein untrainierter Boxhieb. Von Stichen mal ganz abgesehen.

    Die (Kurz)waffen die wir im Training ab und zu zum "abreagieren" verwenden sind eigentlich relativ primitiv. Aus Schaumstoff ausgeschnitten, sehr labbrig...und eben vom Prinzip her so, dass man auch mal härter zuschlagen kann. Generell (!) würde ich mir das pädagogische Konzept des "abreagierens am Gegner" aber, gerade bei Jugendlichen, gut überlegen. Ich bin jetzt kein (Box)trainer, aber zumindest mein Trainer schickt einen eher an den (gehaltenen) Sandsack, an die Boxbirne oder zum Pratzentraining, und nicht zum "Sparring" wenn man wütend ist. Die Verletzungsgefahr gerade bei Jugendlichen (die sich oft auch nicht soo gut unter Kontrolle haben) ist immens. Wenn man dann auch noch "verliert" (und zur Agression Frust kommt) kann dass in meinen Augen nur noch hinten losgehen.

    Boxtraining setzt eben vor allem Disziplin, Fairness und auch die Bereitschaft zur Berücksichtung von Regeln voraus. Das Sparring am Mann (egal ob nun mit Waffe oder ohne) wäre da eher ungeeignet.

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