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  1. #1
    Tarrant
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    Larper stinken!


  2. #2
    Alex
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    Also, hier die Fortsetzung der Diskussion in dem Kommentarverlauf zum Blogeintrag "LARPer stinken"

    Um mal auf die Frage des Begriffs "normal" zu kommen. Normal ist rein statistische Größe :wink:. Und darüber hinaus nicht so leicht zu defenieren, wenn man keine statistischen umfassende Auswertungen in die Welt schmeißen will (Laaaaaaaaangweilig). Das ist in so fern interessant und in dieser Diskussion anwendbar, wenn man sich folgendes klar macht: Wenn eine größere Gruppe ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt, dann wird es, je größer die Gruppe wird, immer schwieriger, noch von anormal zu reden. Aber genug philosophiert.

    Auch an Dich noch mal, Tohen: Tolerant in welchem Zusammenhang? Das es die allgemeine Toleranz als solche zwar geben mag, aber sie als Diskussionsgrundlage nicht dienlich ist, habe ich ja bereits in meinem letzten Kommentar ausgeführt. Hast Du wahrscheinlich nicht gelesen, weil Du Deinen zeitgleich verfasst hast.

    Ansonsten: Ein kurzes Posting in dem eigentlichen Thread welches zu dem Blogeintrag führt, wäre schön gewesen und mal ganz ehrlich: Wer liest wirklich die weiterführenden Quellen? Wenn Du einen geschichtlichen Artikel liest, schaust Du dann auch in allen Quellen nach? Der Sinn eines Eintrages ist doch unter anderem die Zusammenfassung und da verlässt man sich einfach auf den Autor. Kaum einer hat Zeit, sich zig Seiten durchzulesen. Und der Ausgangsthread ist ja nun wirklich schon was länger.

    Und, um auch etwas Sarkasmus und Humor zu benutzen:
    Du weißt, als inoffizielles Forenmonster, lokaler Bösewicht und genereller Opportunist muss ich auf sowas reagieren. Und wenn ich hier nicht mal ein bisserl meckere, kommt sowieso kein Leben in die Bude. :wink:

    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Tarrant
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    Mist, zu spät den Hinweis gesehen. Na ja, dann eben hier nochmal:

    Eigentlich kann man jedem Intoleranz vorwerfen, der irgendetwas nicht gut findet und das zu ändern versucht.

    Nein, das sehe ich nicht so. Intolerante Leute wollen nicht unbedingt ändern.

    Interessanterweise wird es aber auch Leuten vorgeworfen, die etwas nicht gut finden, egal ob sie dabei ändern wollen oder nicht.

    Nicht gut finden heißt nicht, dass ich es nicht akzeptieren kann.

    Toleranz heißt nämlich ertragen, obwohl man es nicht gut findet. Wenn ich etwas in Ordnung finde, hat das weniger mit Toleranz zu tun.

    Richtig!

    Toleranz gegenüber egoistischen Spieleinstellungen, Vergewaltigungsszenen, realen Diebstählen, Zerstörung von Zelten usw. braucht wohl niemand im LARP. Wenn es darum geht, bin ich ein intolerant, ja und finde das ziemlich in Ordnung.


    Auch hier gebe ich dir recht. Wenn andere Menschen angegriffen, verletzt, beklaut, etc. hört die Toleranz auf. Das hat aber auch nix mit Einstellungen zu tun …

    Warum bist Du so intolerant gegen meine Meinung?

    Bin ich nicht So wie ich dich einschätze lebst du Larp - ich spiele es nur. Ich fande “Larp zu leben” schon immer komisch und es ist halt einfach nicht mein Ding. Trotzdem akzeptiere ich dich. Ich bin also tolerant gegenüber dir und deiner Einstellung (Wenn ich dich falsch eingeschätzt habe - sorry )

    Das Stichwort der Toleranz wird immer wieder gerne von den Leuten überstrapaziert, die sich noch nicht genaue Gedanken darüber gemacht haben, in welchem Zusammenhang sie es gerne benutzt sehen würden. Ist ja auch so viel praktischer.

    Ich hoffe du beziehst die Aussage nicht auf mich. Wenn doch, siehst du an dem Beitrag hier das ich mich sehr mit dem Wort Toleranz und was dahinter steckt beschäftigt habe.

    Intoleranz ist erstmal eine schlechte Eigenschaft, also stempel ich die jedem auf, der nicht meiner Meinung ist und stehe auf der moralisch guten Schiene. Das das so nicht ganz richtig ist, soweit denkt man erstmal nicht.

    Intoleranz ist in der Tat eine schlechte Eigenschaft. Ach und ja, wenn ich Leute einen Stempel aufdrücke weil sie nicht meiner Meinung sind ist das eher intolerant als tolerant.

    Also, wenn Du sagst, Deine Leute seien tolerant oder eine tolerante Gesamteinstellung sollte zu einer guten Erziehung gehören, dann kann ich mich dieser Meinung nicht anschließen. Toleranz gegenüber Massenmörder etc. würde dazu nämlich auch gehören.

    Wie oben schon geschrieben: Wo andere in Ihrer Lebenweise, Gesundheit, etc. beinträchtigt werden hört Toleranz auf - da mit de Massenmörder stimmt also so nicht. Und Toleranz gegenüber Meinungen, Lebensweisen, etc. anderer sollte schon Teil einer guten Erziehung sein.

    Wenn jemand also Toleranz auf seine Fahnen schreiben will oder darüber diskutieren möchte, dann bitte auch vielleicht mal sich die Mühe machen, in welchen Bereichen. Dann gibt es auch weniger Mißverständnisse.

    Ich denke ich habe das jetzt etwas klarer gemacht, oder?

    Ach ja und LARPer die sich irgendwo hinter dem Rücken anderer das Maul zerreißen, weil sie etwas nicht akzeptieren kann man damit auch als intolerant bezeichnen. Und falsch. Und hinterhältig. Deshalb empfinde ich sie schlimmer als Leute, die “nur” intolerant sind.

    Hinterhältig ist der, der Betroffen von seinem Tun nicht in Kenntniss setzt. Wie Tohen schon geschrieben hat, waren alle Beiträge hier auch im Larpforum gelistet. Das gilt übrigens auch für “Maul zereißen” oder “Lästern”.

  4. #4
    Tohen
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    Sodale,

    fein fein schön, das wir es hierher geschafft haben. Die Sache mit der Definition von "nomal" geht sicher auf verschiedenen Wegen. Ich sage einfach mal in diesem Zusammenhang ging die Vorstellung eines einzelnen LARPers einfach ein bißchen weit weg von der Norm des hygienischen Verständnisse (und der Ästhetik) von dem Verständnis der Mehrheit. Insofern übernehme ich deine angedeutete Definition und schließe mich ebenfalls dem genut philosophiert an.

    Toleranz ... ja das ist nicht so ganz trivial zu erläutern. Vielleicht erkläre ich einfach mal welchen Sachverhalt ich im Bezug auf das LARP damit ein bißchen näher erläutern will:

    Ich persönlich schätze das LARP, weil es für mich ein sehr kreative Sphäre darstellt in der man seine Fantasien ausleben kann. Inwieweit dieses Umwelt von der realen abweicht und wie stark man sich dort hineinversetzt hängt von jedem einzelnen Spieler ab. ich mag den Facettenreichtum der mit vielen verschiedenen Spielern einhergeht. Ich mag unterschiedliche Auffassungen von "Fantasy" ich schätze unterschiedliche Meinungen und Auffassungen auch wenn sie oft nicht mit meiner konform gehen. Natürlich habe auch ich da meine Schmerzgrenze - das kann und möchte ich nicht verhehlen. Aber ich halte mich da für recht flexibel. Wenn jemadn einen Drow als Spielercharacter haben - bitte gerne. Wenn jemand unbedingt einen Dämon aus der zwölften Hölle darstellen möchte bitte sehr. Auch die Nordmänner mit Ihrer Mythologie sind willkommen. Wenn Horrorelemente auf einem Fantasy-Con miteinfließen so ist das auch ok für mich (der Westmynd-Con war da etwas gewöhnungsbedürftig).
    Aber was ich anprangere mit meinem Gemeckere über die viel zitierte "Toleranz" ist der folgende Sachverhalt:
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Spieler einfach sagen: "ich ignoriere den NSC/Spieler, weil er für micht nicht das darstellt, was ich mir unter einer Fantasyfigur vorstelle." Sprich er will nicht mit dem gegenüber kommunizieren. Das mag ich nicht. ich finde das schlicht und ergreifend unfair.
    Ich entbiete meinen Repsekt an die Ideen und die Vorstllungen anderer Speiler iden ich sie berücksichtige und mitmache - sprich darauf eingehe. Auch wenn ich ein sprechendes Hexenhaus, das Leute frisst vielleicht blöd oder unpassend finde. Im Gegenzug erwarte ich das Gleiche. Unsere Ideen und unsere Kreativität sind das, was das LARP ausmacht.

    Ich finde es auch ungeschickt, wenn beispielsweise jemand einen Hintergrund plus den Namen aus einem Buch übernimmt. Aber wenn er das tut. naja mein Gott wenn ich das Buch kenne lasse ich das einfließen und versuche seine Vorstellung mit meiner zu kombinieren.

    Aber wenn ich Sätze höre wie beispielsweise, dass jüngere, neue LARPer das Rollenspiel kaputtmachen und sich agr nicht ausdrücke können etc. Dann finde ich das unschön. Dann sollte man sie doch lieber An die Hand nehmen und Ihnen zeigen, dass das auch anders geht. Wenn jemand den ganzentag nur auf der Suche nach der nächsten Prügelei ist, dann ist das für mich genausogut wie ein einarmiger Magier, der ständig mit Ritualen beschäftigt ist. Hmm der letzte Satz ist eigentlich Unsinn aber ich bin zu faul um ihn zu löschen :-)

    Wie auch immer Toleranz ist für mich vor allem im LARP die Fähigkeit dem anderen die Chance zu geben sich selbst nach seinem Gusto einzubringen und auf den anderen einzugehen. Im Idealfall natürlich zwei unterschiedliche Auffassungen glücklich zu kombinieren und so den Synergieeffekt zu nutzen und im Ganzen mehr daraus zu machen als die Summer seiner Teile.

    Puha das war lang.

    Was das Posting im LARP-Forum betrifft hast du teilweise recht. Ein kurzer Verweis wäre angebracht gewesen aber ich war so mit Lachen über den Thread beschäftigt ....

    ich schätze natürlich die oft gerechtfertigte Kritik an meiner Schreiberei und heiße (fast) jede Diskussion willkommen. In diesem Sinn - nochmal vielen Dank für deine Antwort und die Kommentare!
    Tohen von den Latratores

  5. #5
    Alex
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    Hallo Fabian/Tarrant
    Nein, das sehe ich nicht so. Intolerante Leute wollen nicht unbedingt ändern.
    Das hat nichts mit finden zu tun, sondern mit der Bedeutung des Wortes. Wenn man etwas nicht gut finde und es eh nicht ändern will, dann erträgt und akzeptiert man es, man toleriert es. Ansonsten meckert man nur drüber, das hat mit Intoleranz dann aber nur noch entfernt was zu tun.

    So wie ich dich einschätze lebst du Larp - ich spiele es nur. Ich fande “Larp zu leben” schon immer komisch und es ist halt einfach nicht mein Ding. Trotzdem akzeptiere ich dich. Ich bin also tolerant gegenüber dir und deiner Einstellung Smile (Wenn ich dich falsch eingeschätzt habe - sorry Smile )
    Ach das alte Missverständnis. Du irrst Dich. LARP nimmt gar nicht mal so einen großen Teil meines Lebens ein. Die Frau, die ich liebe, meine Arbeit, Computer und Schlaf nehmen wesentlich mehr Zeit davon in Anspruch. Aber das Missverständnis kenne ich schon. Hatte auf einer Con auch eine lustige Begebenheit, wo ich beim Abbau im OT mit ein paar Leuten ein paar sehr gute Diskussionen hatte, die sich im Nachhinein über einen Forenuser ausließen, was der denn für ein Vollidiot sein müsse. Mit dem könne man gar nicht spielen, weil der ja das ganze Con nur über Mängel meckern würde und da wäre ja nichts möglich. Da wären denen ja LARPer wie ich viel lieber, die einfach spielen. Bis ich den Jungs und Mädels erklärt habe, dass ich dieser Forenuser bin. Es gibt einen Unterschied zwischen LARPforenmeinung und LARP-Realität. Das eine ist meine ganze persönliche Meinung und Ansicht und was ich Optimal finden würde. Das andere ist das, was aus verschiedensten Umständen in der Realität bei rum kommt. Ich spiele auf Cons und diskutieren an Foren oder im OT. Es sei denn, es sind krasse Fälle (Wie Kopftreffer etc.).

    Ich hoffe du beziehst die Aussage nicht auf mich. Wenn doch, siehst du an dem Beitrag hier das ich mich sehr mit dem Wort Toleranz und was dahinter steckt beschäftigt habe. [...] Intoleranz ist in der Tat eine schlechte Eigenschaft.
    Also noch mal zum mitmeißeln: Was gut und was schlecht ist, ist erst einmal subjektiv. Dass Du Intoleranz im allgemeinen als schlechte Eigenschaft empfindest, ist nach Deinen eigenen Aussagen falsch:
    Auch hier gebe ich dir recht. Wenn andere Menschen angegriffen, verletzt, beklaut, etc. hört die Toleranz auf.
    Wenn man Worte außerhalb ihrer Bedeutung benutzt ("Ich finde dumm bedeutet, dass jemand schlecht hören kann") muss man sich nicht wundern, wenn Missverständnisse entstehen. Ich denke durchaus, dass Du Dir Gedanken über Toleranz im LARP an sich gemacht hast, aber sicher nicht über die Bedeutung des Wortes und die richtige Nutzung des selben. Ich will hier auch nicht auf etwas rumreiten, es geht mir um folgendes: Ich weiß immer noch nicht welche Intoleranz Dich stört. Intoleranz gegen was zum Geier? Gegen das Leben, die Liebe, gegen Schnürlederhosen, Powergamer, Vergewaltigungsszenen im LARP, Exoten, Politiker, was weiß ich? Gib dem Kind mal einen Namen, sonst reden wir hier nächste Woche noch um den heißen Brei. Aber weiter unten hast Du das ja schon mal getan:

    Und Toleranz gegenüber Meinungen, Lebensweisen, etc. anderer sollte schon Teil einer guten Erziehung sein.
    Dann sehe ich das Problem als nicht existent an. Ich habe noch keinen LARPer gesehen, der mit Gewalt versucht hat, einen anderen die eigene Meinung abzuerkennen. Wenn die Meinung von Person A gegenüber der Meinung von Person B völlig verschieden ist, dann ist A nicht intolerant gegenüber der Meinung von B. Er hat nur einfach selber eine andere. Wenn dann für beide Meinungen in einer Diskussion Argumente gefunden werden, hat das auch nichts mit Intoleranz zu tun. Und wenn dann einem der Diskussionsteilnehmer die logischen Argumente ausgehen und er deswegen dem anderen Intoleranz vorwirft, weil er seine kleine Traumwelt zusammenbrechen sieht, die halt eben nur eine Seifenblase war, dann hat das was mit Engstirnigkeit auf Seiten desjenigen zu tun, der in "Intoleranz" in die Welt schreit. Und nichts anderes.

    @ Tohen
    Hab ich schon mal gesagt, dass ich es schätze mit Dir zu diskutieren? Du hast einen sehr angenehmen Diskussionsstil.

    Im großen und ganzen kann ich Deinem Verständnis von Toleranz nur beipflichten. Außer dem Punkt, wo das Enden der Toleranz für Dich zum Problem wird. Das Problem sehe ich ganz persönlich da an einer ganz anderen Stelle:
    Wir alle spielen Fantasy-LARP, aber es ist beiweiten nicht das gleiche, bzw. wir verstehen etwas ganz anderes darunter. Und da fangen die Probleme einfach an. Wenn Person A unter Fantasy die Welt Mittelerde bis ins Detail versteht und Person B sich auf D&D beruft, knallt es. Beide fühlen sich vollkommen im Recht. Das Problem ist einfach das jeder von uns unter Fantasy-LARP, was wir dann auch nur "LARP" nennen, was ganz anderes versteht und auch meint. Ralf Hüls hat mal irgendwann angefangen "Die endgültige Teilung der LARP-Szene ist unser Auftrag" zu proklamieren. Er meinte das zum Teil im Spass. Es ging ihm darum, Unterschiede im Fantasy-LARP aufzuzeigen und allen begreiflich zu machen, dass wir eben nicht das gleiche Hobby haben, in der Hoffnung, dass man wieder besser miteinander klar komme, wenn man das eingesehen hat. Wen das ganze interessiert, der findet Ralf Hüls' Erläuterung hier:
    http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?TeilungDerLARPSzene

    Mittlerweile ist es aber so weit gekommen, dass einige Leute zu der Überzeugung gekommen ist, dass ein Miteinander nur innerhalb bestimmter Grenzen gibt und die "Teilung der LARP-Szene" gar kein so großer Spaß ist. Sondern teilweise wirklich nötig. Nehmen wir mal folgendes an:
    Spieler A ist ein Nordmannspieler, der historisch angehaucht spielt und dessen Fantasy im LARP sich auf Wikingerhelme mit Hörnern und ein paar gelegentlich auftauchende Magier begrenzt. Spieler B ist der traurige Abkömmling eines Dämon und einer menschlichen Frau, was sich in ein paar Hörnern auf der Stirn und ein paar seltsamen Fähigkeiten wie auch seinem Verhalten nieder schlägt. Jetzt treffen die auf einer Con aufeinander. B hat mit A kein Problem, A mit B aber sehr wohl. Wer hat jetzt was falsch gemacht? Deiner Erklärung nach müsste ich jetzt sagen: "Spieler A, da er das Konzept von B nicht toleriert."

    Das ganze halte ich aber nur für bedingt richtig. Wenn die Con nämlich eine Veranstaltung des großen Heeres war, die möglichst historisch angelehnt spielen, hat B nämlich was falsch gemacht und sich die falsche Con gesucht.

    Eine "(Ein)teilung der Fantasy-LARP-Szene", wie ich sie auch sehr ernst vertrete, müsste in den Köpfen der Leute und auf den Einladungen der Cons statt finden. Wenn A nämlich die für sich geeigneten Cons finden möchte, müssen die Veranstalter erstmal auf ihre Einladungen schreiben, was sie wollen. Und B müsste die lesen und verstehen. Es ist schon vorgekommen, dass Elfenspieler auf einer Con von historisch angehauchten Leuten kommen wollten, die eine Hexenjagd gegen alles unmenschliche veranstalten wollten. Zum Glück konnte denen klar gemacht werden, dass sie absolut falsch sind und das im Vorfeld. Das hat nichts mit Intoleranz zu tun, sondern mit dem Konzept.

    Ich habe mich im Laufe der letzten Jahre immer wieder eingesetzt, das Problem den Leuten klar zu machen und mit anderen zusammen angefangen ein Modell zu entwickeln, mit dem man Conreihen schon grob einteilen könnte. Wenn es interessiert, der findet den derzeitigen Stand hier:
    http://www.larpwiki.de/cgi-bin/wiki.pl?VRTModell
    Die Diskussionen und die Entwicklung findet man hier:
    larpforum.com/board3/index.php?showtopic=4195
    Die Weiterführung hier:
    larpforum.com/board3/index.php?showtopic=5353

    Wer das liest, kriegt natürlich erstmal einen Herzinfakt und die Meinung: "Ich will nur spielen und nicht erst einmal eine Doktorarbeit im VRT-Modell absolvieren." Das das ganze richtig angewendet aber sehr klein und schnell zu benutzen wäre, haben wir dann mal hier schnell zeigen können:
    http://102299.formmailer.onetwomax.de/

    Nicht wundern, dass Ding ist nur zum verdeutlichen und funktioniert nicht. Die Sache wäre einfach, dass die, die sich Gedanken machen müssten, die Orgas wären. Und die LARP-Kalender müssten es unterstützen. Dann könnten die Spieler, die es wollen, nutzen und der Rest bräuchte nur darauf zu achten, nicht völlig fehl am Platze zu sein.

    Leider ist das Modell in der ersten Stufe zwar fertig, aber wir sind einfach nie dazu gekommen, dass VT-Modell zu beenden, alles weiter zu testen und mit den LARP-Kalendern Kontakt aufzunehmen. Vielleicht schaffen wir das irgendwann. Wie gesagt, ich lebe LARP nicht und der Rest geht mir erstmal vor. Aber selbst wenn, müsste so ein Modell auch angenommen werden. Und da werden dann die Spieler interessant, die einfach "Mir ist doch alles egal"-LARP betreiben oder das, was ich gerne als Einheitsbrei bezeichne. Durch die Meinung "mir doch egal" können die alles zum Einsturz bringen und bei der Ignoranz, die ich unter LARPern oft finde, wird das wahrscheinlich auch passieren. Jetzt könnte ich diesen Leuten Intoleranz vorwerfen. Wie auch immer, hier sehe ich und eine Menge andere Leute, die sich Gedanken über unser Hobby gemacht haben, das Problem. Leider findet man dieses Problem auch erst, wenn man sich ausreichend Gedanken über das Hobby macht.

    Ergo ist das Problem der Toleranz manchmal durchaus da, aber nur im Rahmen der Ansicht unsere Hobbys. Sorry, irgendwie konnte ich das nicht kürzer erklären und ich fürchte, die meisten werden sich hier jetzt ausgeklinkt haben.

    Um noch was kurzes zum Abschluss zu bringen:
    Aber wenn ich Sätze höre wie beispielsweise, dass jüngere, neue LARPer das Rollenspiel kaputtmachen und sich agr nicht ausdrücke können etc. Dann finde ich das unschön. Dann sollte man sie doch lieber An die Hand nehmen und Ihnen zeigen, dass das auch anders geht.
    Volle Zustimmung. Die Meinung "Neulinge taugen nichts" ist meiner Meinung nach auch völliger Unsinn einer Gemeinde alter Säcke, die einer guten alten Zeit(TM) hinterhertrauern, die es so nie gegeben hat.

    Grüße,
    Alex
    Geändert von Tarrant (27.08.2013 um 22:05 Uhr) Grund: Larpwiki Links aktualisiert

  6. #6
    venia
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    Grünschnabel Avatar von venia

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    Hallo,

    Hups, nun habe ich auch auf die Schnelle "vorne" geantwortet...hoffe, das macht nichts aus:-)
    Nichtsdestotrotz...damit ihr das auch schön lest, noch mal meinen Beitrag dazu:

    Hallo,
    nun gebe auch ich noch meinen Kommentar dazu....kann es nicht lassen!:-)
    Abgesehen vom Begriff der Toleranz oder Intoleranz oder sonstigen zum Teil merkwürdigen Inhalten habt ihr alle irgendwie den Schluss des Beitrags nicht gelesen, der da lautet:


    "So jetzt fällt mir erstmal Nichts mehr ein und ich hoffe zumindest für ein wenig Kurzweil gesorgt zu haben."

    Kurzweil ist in etwa das Gegenteil von Langeweile, soll heißen, der Beitrag soll der Unterhaltung dienen, eventuell lustig sein und daher wurden dann eben die sogenannten "Bildzeitungsschlagzeilen" möchte ich sie mal nennen, in den Vordergrund genommen, jedoch stets verlinkt zum selber nachlesen und sich eine Meinung bilden, selbst wenn eigene Kommentare dabeistehen. Genau diese Kommentare belustigen das Ganze zum Teil auch, was ja der Sinn der Sache war, äh..denke ich zumindest, oder aber ich habe das vollkommen falsch verstanden....hehehe.

    Ich wurde zumindest amüsiert OHNE irgendetwas schlechtes über andere Foren zu denken und kann nur sagen
    für mich wurde für Kurzweil gesorgt!
    Danke!:-)

    Also seht das mal lockerer, Jungs! :-)


    Grüße,

    Venia.
    *************
    Venia von den Latratores

  7. #7
    Tohen
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    Administrator Avatar von Tohen

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    Hallo Alex,

    das VRT-Modell wurde ja bereits in einem anderen Zusammenhang im Forum erwähnt.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich seit gestern nicht genug Zeit hatte mich damit eingehender damit zu beschäftigen. Ich habe es lediglich durchgelesen.

    Prinzipiell halte ich das für eine gute Idee. Ich begrüße vor allem die Möglichkeit Cons nach dem Fantasylevel einzuteilen. Das erhöht die Chancen ein Con nach meinem Geschmack zu finden beträchtlich.
    Wie man allerdings schon an der Diskussion im LARP-forum.com sehen kann und wie du es selbst ja bereits angedeutet hast ist das Modell ein guter Ansatz aber es bedarf noch einiger Arbeit um das Modell so weit auszuformulieren. dass es eine genügend große Anzahl an Orgas nutzen kann. Das Problem ist glaube ich rundsätzlich dass solch ein Modell möglichst einfach sein muss damit man es sofort einsetzen kann und auf der anderen Seite so viele Details klären können muss um möglichst viele Aspekte abzudecken und Regelstreitigkeiten zu vermeiden.

    Das ist ein Gratwanderung, die nicht allzuleicht zu bewältigen ist.

    Dennoch Respekt davor, dass sich eine Reihe an Leuten die Mühe machen da etwas zu erstellen.

    Grüße,
    Tohen von den Latratores

  8. #8
    Alex
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    Das schlimme ist, dass es schon de verkürzte Fassung ist. Und genau da sehe ich das Problem: Es ist zu komplex und die meisten Orgas werden einfach keine Lust haben, sich mit dem Ding die Mühe zu machen und eine halbe Seite ihres Flyers dafür verwenden. Deshalb hoffe ich noch immer auf die LARP-Kalender.

    Ein gutes hat das Ding aber schon für Spieler wie mich: Wir wissen schonmal, was für Fragen wir an Orgas stellen können, wenn eine Con in die engere Wahl fällt. Das ist auch schon anderen positiv aufgefallen.

    Was mir außerdem aufgefallen ist: Wenn ich auf eine Con gehe und vorher weiß, was mich erwartet, habe ich auch kein Problem ein paar Abstriche von dem von mir favorisierten Spielstil zu machen. Die Erwartungshaltung ist geringer und ich kann mich vorher entsprechend einstellen, gehe auch anders an die Con ran.

    Grüße,
    Alex

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