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  1. #11
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    Du meinst Schelmenzauber, und - nein, nichts für mich. Abgesehen von der Nicht-Darstellbarkeit von praktisch jedem dieser Zauber (Backen aufblasen und wegfliegen? Doppelt so lang und halb so dick werden? Jemandem die Münzen zu Staub werden lassen?) wäre das für mich der Inbegriff von Nerv-Konzept im LARP.
    Geändert von Kelmon (28.06.2014 um 19:57 Uhr)
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  2. #12
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    Sehr interessante Idee! Angesichts der Qualität deiner üblichen Umsetzungen bin ich mir sicher, dass das Projekt in guten Händen ist, und einige Dinge hatte ich ja auch in dem anderen Thread, den du verlinkt hattest, erwähnt. Deswegen picke ich mir einfach ein paar Einzelaspekte heraus:

    -Die Anführerrolle und der eher niedrige Status bzw. handfest-abgerissene Look könnten unter Umständen Verwirrung auslösen. In der üblichen Abenteuercon-Struktur ist es ja häufig so, dass sich primär Spieler höherer Stände (Adel, Magier, Klerus) zu einem Entscheiderkreis zusammenrotten, und auch wenn diese Spieler meist von ihren Charakterkonzepten her eher egalitäre Typen sind, könnte es da schwierig werden, in diese Kreise aufgenommen zu werden. Auf der andere Seite gibt es ja oft auch einen parallel laufenden "Bauernplot" für einfachere Charaktere, und hier habe ich oft den Eindruck, dass hier ein bisschen Struktur und Initiative guttäte.

    -Aktuell versuchst du ja, einen ziemlich kräftig auf Fantasy gebürsteten Charakter zu spielen, der aber dabei eine relativ bodenständige, unphantastische Hintergrundstory hat, wie sie auch bei einem Bauergamer gut passen würde. Hast du da schonmal überlegt, ebenfalls etwas ausgefalleneres zu nehmen? Das muss ja nicht unbedingt das Dimensionsportal und der Dämonenonkel sein, aber z.B. ein Charakter, der in seiner Heimatstadt so etwas wie eine Abenteurergilde leitet, fände ich sehr lustig: Mit Dingen, wie man sie aus Baldur's Gate kennt, wie speziellen Ausrüstungshändlern, Questenvermittlern, Unterkünften und einen Trainingsparcours im Keller... ;-)

    -Was die Kleidung angeht, so finde ich das Projekt einer bewusst ahistorischen Fantasyklamotte ziemlich ambitioniert, aber reizvoll. Auch den Grundansatz mit den vielen Behältern und Verstärkungen finde ich gut, und du hast ja auch schon das Pathfinder-Artwork gefunden, das ich jetzt auch als erstes (in seiner Gesamtheit mit den diversen Archetypen) empfohlen hätte.
    Was ich hingegen nicht so gut fände wäre, wie in deiner Skizze mit sehr einfachen, geraden Grundschnitten zu arbeiten. Viele Larpschneider machen das so, wenn sie Fantasyklamotten schneidern, aber das Ergebnis wirkt meiner Ansicht nach häufig nicht überzeugend, sondern sehr modern. Ich würde da trotzdem mit komplexeren Schnitten, mit weiten gerafften und enganliegenden Partien arbeiten, das sieht auch in Kombination mit Fantasyelementen einfach besser aus. Was ich ja gerade ziemlich feiere, sind die Artworks zum "Witcher"-Computerspiel, da bin ich für ein anderes aktuelles Projekt drüber gestolpert und habe mich stark bedient. Hier gibt es eine Seite mit ziemlich vielen Bildern, bei denen sich ein Durchblättern meiner Meinung nach echt lohnt:
    http://www.the-witcher.de/gallery--catid-28-page-1.html
    Das ganze ist eine Art Spätmittelalter-Punk, und könnte damit stellenweise für dein Projekt fast schon zu historisch sein, hat aber in vielen Details sehr schöne und auch praxistauglich wirkende Lösungen.

    -Zuguterletzt, was den Hut angeht: Ein typisches Element von Fantasysettings wie D&D ist ja eine gewisse Professionalisierung des Abenteurerhandwerks, und auch das Nutzen eher moderner Elemente wie "Funktionskleidung". Das könnte ich mir auch für den Hut vorstellen, und zwar folgendermaßen: Ein "Abenteurerhut", der sowohl als leichter Helm dient, als auch als bequemer Wetterschutz auf Reisen, zum Beispiel indem man einen harten Lederhelm mit einer (abnehmbaren?) breiten Krempe aus dickem Filz versieht. Man könnte noch weitere Gimmicks einbauen, wie Halterung für Dinge, Beleuchtung (seitlich angebrachter schnörkeliger Messingdrache mit Leuchtperle im Maul?), oder sogar die steife Krempe mit einem feinen Scharnier versehen, so dass man sie an der Seite zum Bogenschießen schneidig hochklappen kann. Also quasi dieses Konzept trifft dieses hier...
    Das fände ich cool, weil es einerseits das Bild des Abenteurers mit Schlapphut aufgreift, dabei aber ziemlich weit abseits der üblichen Vorgaben wandelt.

  3. #13
    Kelmon
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    @Cartefius: Alles gute Einwände bzw. Ideen -Ich will mal Punkt für Punkt durchgehen:

    -Die Anführerrolle und der eher niedrige Status bzw. handfest-abgerissene Look könnten unter Umständen Verwirrung auslösen. In der üblichen Abenteuercon-Struktur ist es ja häufig so, dass sich primär Spieler höherer Stände (Adel, Magier, Klerus) zu einem Entscheiderkreis zusammenrotten [...] könnte es da schwierig werden, in diese Kreise aufgenommen zu werden.
    Das ist ein mögliches Problem, das mir auch schon in den Sinn gekommen ist - und auch mit Grund dafür, der Kleidung ein bisschen einen "edlen used-look" zu geben, statt auf "Gosse" zu gehen. Dazu will ich die Kleidung bzw. Ausrüstung auch so halten, daß man das "Abenteurerwerkzeug" schnell ablegen kann, und über das Ganze vielleicht die gute Sonntagskleidung ziehen kann (bzw. oben erwähnter Mantel).
    Wenn es so sein sollte, daß ich eben nicht reinpasse, muß ich wohl oder übel einfach damit leben, oder ggf. ein entsprechendes Gruppenmitglied vorschicken. Letztendlich tragisch ist für mich keiner der beiden Fälle.

    -Aktuell versuchst du ja, einen ziemlich kräftig auf Fantasy gebürsteten Charakter zu spielen, der aber dabei eine relativ bodenständige, unphantastische Hintergrundstory hat, wie sie auch bei einem Bauergamer gut passen würde. Hast du da schonmal überlegt, ebenfalls etwas ausgefalleneres zu nehmen?
    Habe ich, aber ich tue mich offensichtlich einfach schwer damit, es in der Hinsicht phantastischer zu machen, weil sowas vom Gefühl her schnell nach möchtegern-Cool und Powergamer riecht ("Zuhause bilde ich die Ninja-Löwenassassine des Kaisers aus!"). Ich hänge aber nicht an der bisherigen Geschichte.
    Ich würde mich hier durchaus auch über konkretere Vorschläge freuen. Gerne auch etwas, was mir eine bessere Erklärung für das Gruppenkonzept gibt als "man traf sich eben, und die sind gerade nützlich". Vielleicht ist man Teil irgendeiner Organisation, die...aus irgendeinem Grund gemischte Gruppen von Leuten durch die Gegend schickt?
    Vielleicht eben nicht als Leiter, aber als Mitglied einer Abenteurergilde, die dann ihre Agenten auf die Wiederbeschaffung gewisser Objekte ansetzt, von Fantasy-M gebrieft und von Fantasy-Q mit dem Nötigen ausgestattet werden. Da könnte man dann auch "Steckbriefe" mit sich führen, um vor Ort nach (sehr generisch gehaltenen) Gegenständen fragen zu können. Idealerweise spricht man sich mit der Orga ab, dann einen der (von uns mitgebrachten) Gegenstände vorab dem örtlichen Lich unterzujubeln.
    Auch in dem Fall habe ich natürlich das Problem, daß ich schon gerne den Zeitraum Kindheit bis Alter 34 mit irgendwas füllen würde. Ich könnte es natürlich so machen, gleich nach der Lehre der Gilde beigetreten zu sein.
    Wie wäre das?

    -Was die Kleidung angeht [...] Was ich hingegen nicht so gut fände wäre, wie in deiner Skizze mit sehr einfachen, geraden Grundschnitten zu arbeiten. Viele Larpschneider machen das so, wenn sie Fantasyklamotten schneidern, aber das Ergebnis wirkt meiner Ansicht nach häufig nicht überzeugend, sondern sehr modern. Ich würde da trotzdem mit komplexeren Schnitten, mit weiten gerafften und enganliegenden Partien arbeiten, das sieht auch in Kombination mit Fantasyelementen einfach besser aus.
    Teil davon ist leider die OT-Notwendigkeit, zeitsparend zu arbeiten, da ich voraussichtlich nicht wenigen Leuten in der Gruppe bei der Kleidung kräftig helfen werden muß, und ich die kulturelle Zusammengehörigkeit auch durch eine identische Mode ausdrücken wollte. Wenn ich die Kleidung zu ausgefallen halte, wird die nie fertig.

    Ansonsten ist mein Problem, daß viele Vorlagen, die ich bislang so durchgeschaut habe mich irgendwie doch immer auf "historischer Schnitt + Gimmick" zurückbringen (z.T. eben auch die von Dir geposteten), oder eben lächerlich/unpraktisch/unmöglich sind. Letztendlich geht die Suche ja nach einem gewissen, ständeübergreifenden Stil, den ich umsetzen kann. Man soll z.B. den Magier neben mir sehen und erkennen, daß wir aus dem gleichen Land stammen. Bei der Skizze würden aktuell diesen Stil eben u.A. die Verschlussart, der eher enge Schnitt des Oberteils und v.a. die großflächigen Applikationen aus einem anderen Material ausmachen.
    Aber suche nach Schurke/Streuner/Rogue, und Du findest entweder leicht abgewandelte Barockkleidung oder Ultracool-NinjaAssasine. *seufz*

    Hast Du mal ein Bildbeispiel für "weit gerafft und enganliegend"? Nur damit ich weiß, was Du genau damit meinst.

    Ein "Abenteurerhut", der sowohl als leichter Helm dient, als auch als bequemer Wetterschutz auf Reisen, zum Beispiel indem man einen harten Lederhelm mit einer (abnehmbaren?) breiten Krempe aus dickem Filz versieht. [...] Das fände ich cool, weil es einerseits das Bild des Abenteurers mit Schlapphut aufgreift, dabei aber ziemlich weit abseits der üblichen Vorgaben wandelt.
    Ist zwar eine sehr interessante Idee, ich hätte hier nur Angst, daß es schnell zu überladen oder gar "steampunkig" rüberkommen kann (wo "Technik am Hut" ja fast schon das Markenzeichen ist). Wichtiger aber, daß ich einfach nicht den ganzen Tag mit einem Helm rumlaufen wollte - gerade wenn für meinen Charakter ja die soziale Komponente wichtig ist. Insofern würde ich da lieber Hut (zivil) und Helm (für die Grufterforschung) separat halten. Der Helm kann dann natürlich entsprechend ausgestattet werden, es würde ja zum Rest der Ausrüstung mit dem vielen Krimskrams passen.
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  4. #14
    bradley
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    Wär dann nicht eine Hirnhaube angebracht, zu der es eine drunter passende Kappe, ggf. mit vorne anbringbarem Schirm zB. aus etwas stärkerem Leder gibt? Man könnte hinten noch ein Tuch als Sonnenschutz für den Nacken annesteln und hätte so eine sehr flexibel nutzbare Kopfbedeckung. Man könnte an den Rändern ggf. mit kleinen Quasten arbeiten und auf der Fläche mit Stickereien oder Lederaplikationen um das optisch aufzuwerten.

  5. #15
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    Hirnhaube aus Metall? Nein, mir gefiel die Idee mit dem Lederhelm schon gut - abgesehen davon, daß ich den selbst bauen (und leicht verzieren/modifizieren) kann passt der für mich auch besser zu dem "kaum Rüstung"-Konzept. Den könnte man dann natürlich so bauen, daß er eben auf einem entsprechenden Hut aufsitzt, und diesen quasi als leichte Polsterung benutzt.

    Der Helm wäre dann auch primär als leichter Schutz vor der Umgebung (fallende Steine) gedacht statt als Schutz im Kampf. In der Theorie
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  6. #16
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    Hey Fantasy-Kurzfilm-Produzenten,
    wie wäre es damit, einen eigenen Thread zu eröffnen, statt euer nichtexistentes bzw. falsch verlinktes Video hier reinzustellen?

    BTT: Ich habe mal in der Zwischenzeit Variationen des ersten Entwurfes gezeichnet:


    Zum einen soll deutlicher rüberkommen, daß in der Kleidung eine Taillierung drin ist, zum anderen eben einmal aus dem Stoff geschnitten, und rechts mit Horizontalnaht angesetzt.
    Bei den Ärmeln die Varianten, daß sie auf der einen Seite angenestelt (bzw. angeknöpft) werden könnten, oder eben rechts eine Verzierung mit Lederstreifen bis zum ebenfalls verstärkten Ellenbogen.
    Die Verschlüsse verkleinern sich nach unten um die Wirkung der Taillierung zu betonen.

    Und hier nochmal Nummer 3 in Farbe, damit man da auch mal sehen kann, wie ich mir das Vorstelle:
    Geändert von Kelmon (29.06.2014 um 19:20 Uhr)
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  7. #17
    bogenschütze
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    Bin hellauf begeistert! Mit dem nähen wirst du dann aber erst im Wintr beginnen, wenn ich das richti verstanden habe?Was mir noch als Ergänzung in denn Sinn käme wäre ein Poncho, der nur aus Taschen besteht, also eine Unterlage in Ponchoform die über und über mit Taschen in allen Größen und Formen bedeckt ist.Wäre vielleicht einer Überlegung wert?
    Gruß, Bogenschütze

  8. #18
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    Richtig, aktuell werde ich da keine Zeit für haben, da ich mich noch auf zwei andere Cons im August und November vorbereiten muß.

    Die Taschen werde ich vorraussichtlich am Gürtel, an der Hose und an Gurten um den Körper haben, damit alles schön eng anliegt. Einen Poncho als weite, formlose Kleidung würde zu diesem schon etwas körperbetonten Kleidungskonzept nicht dazupassen, und es klingt für mich jetzt auch eher unpraktisch (Die Arme sind unter dem Poncho, und die Taschen an der Außenseite?). Oder verstehen wir unter einem Poncho gerade unterschiedliche Dinge?

    Hier nun auch einen ersten Vorschlag für die zugehörige Hose:

    Wie gehabt sind die schraffierten Flächen Lederapplikation, weiße Stellen Wollstoff. Die Hose ist weit genug zum hineinschlüpfen und wird von zwei Gürteln in 5 doppelten Schlaufen gehalten, an deren Enden zusätzlich Messingringe angebracht sind (zur Aufhängung einer Waffe und ggf. anderen Dingen).

    Auf die Hose aufgesetzt sind 3 Ledertaschen, links fehlt eine vierte Tasche um Platz für eine Seitenwaffe zu haben. Die Knie sind neben der dünnen Lederapplikation nochmal mit einem extra dicken Stück Leder in der Mitte versehen. Das rechte und linke Bein stellen zwei verschiedene Versionen der Hose dar - zu Entwurf 1&2 bzw. zu Entwurf 3 passend. Wobei man hier wohl die Lederstreifen beim Oberteil auf den Unterarm umsetzen sollte.

    Nicht eigentlich Teil der Hose ist eine Dolchscheide, die am Rechten bein festgeschnallt ist.
    Geändert von Kelmon (30.06.2014 um 00:06 Uhr)
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  9. #19
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    Ich würde mich hier durchaus auch über konkretere Vorschläge freuen. Gerne auch etwas, was mir eine bessere Erklärung für das Gruppenkonzept gibt als "man traf sich eben, und die sind gerade nützlich". Vielleicht ist man Teil irgendeiner Organisation, die...aus irgendeinem Grund gemischte Gruppen von Leuten durch die Gegend schickt?
    Eine Möglichkeit wäre z.B. so etwas wie eine Gewerkschaft bzw. Gilde, die nicht selber beauftragt, aber für einen Anteil an den Einnahmen oder eine monatliche Gebühr Dinge wie Unterkunft, Auftragsvermittlung und medizinische Versorgung sicherstellt und Ausrüstung bereitstellt. Das finde ich eigentlich gut umsetzbar, und es passt auch zum rollenspieltypischen "Berufs-Abenteurer". Beim "Divinity-Original Sin"-Computerspiel bin ich, als ich das neulich angespielt habe, auch auf eine Abenteurergilde gestoßen, die sich verdächtig nach einem Schneeballsystem anhörte, bei dem einige berühmte Abenteurer mit ihren Namen als Gallionsfiguren dienten, die gefährlichen Aufträge aber immer gegen Provision an die nachfolgenden Rekruten weitergereicht wurden, das fand ich auch ein lustiges Konzept.
    Auch in dem Fall habe ich natürlich das Problem, daß ich schon gerne den Zeitraum Kindheit bis Alter 34 mit irgendwas füllen würde. Ich könnte es natürlich so machen, gleich nach der Lehre der Gilde beigetreten zu sein.
    Wie wäre das?
    Das wäre die eine Möglichkeit, klassisch ist aber natürlich auch der Abenteurer, der sich zur Ruhe gesetzt hat (wobei die natürlich üblicherweise Tavernen aufmachen). Jetzt kann ja durchaus wieder ein Ereignis eingetreten sein, dass ihn zurück in den "Außendienst" versetzt hat: Schulden, Werbung, Wette verloren...

    Das taillierte Wams finde ich schonmal gut als Grundidee. Ich habe z.B. neulich ein ähnliches Modell von meinem Medieval-Design-Wams abgenommen und nachgenäht, bei dem habe ich die Ärmel zweiteilig gemacht, mit weitem Schnitt am Oberarm und engem am Unterarm, das ging recht gut und sieht meiner Meinung nach gar nicht schlecht aus. Hier wäre ein Beispiel für ein ähnliches Prinzip von der oben erwähnten Seite, das in der Form mit den Rockschößen und den eng-weit gestalteten Ärmeln ein bisschen Spätmittelalter- und Renaissance-Formen aufgreift:
    http://www.the-witcher.de/images/screenshots/3126.png
    Das ganze hat für mich auch viele Elemente, die in die von dir beschriebene Richtung gehen, beachtenswert finde ich z.B.:
    -Viele Lederelemente in Form von Gurten und Taschen, allerdings größtenteils als separate Elemente. Das finde ich eigentlich auch sinnvoller als Teile, die auf die Kleidung aufgenäht werden, denn erstens sitzt das meiner Erfahrung nach besser und schlabbert und verrutscht nicht so leicht, zweitens entspricht das für mich eher einer "unmodernen" Optik (während die auf die Hose gesetzten Taschen für mich irgendwie nach moderner Cargohose aussehen), drittens kann man so besser mal Sachen dazunehmen ober ablegen, und zuguterletzt (was nicht unwesentlich ist) lässt sich das alles so viel besser waschen.
    -Die Asymmetrie auf dem zweiten Bild finde ich ziemlich schick.
    -Die Gestaltung der Stoffoberflächen mit Mustern finde ich auch gut, selbst wenn dir die Schlitzung zu historisch ist, so könnten z.B. eingewebte oder genähte Streifen- oder Schachbrettmuster sehr schön wirken. Das ist auch ein Element, das man oft auf Fantasyartworks sieht (gerade wenn es etwas verspielter und märchenartiger sein soll).

  10. #20
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    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Eine Möglichkeit wäre z.B. so etwas wie eine Gewerkschaft bzw. Gilde, die nicht selber beauftragt, aber für einen Anteil an den Einnahmen oder eine monatliche Gebühr Dinge wie Unterkunft, Auftragsvermittlung und medizinische Versorgung sicherstellt und Ausrüstung bereitstellt. Das finde ich eigentlich gut umsetzbar, und es passt auch zum rollenspieltypischen "Berufs-Abenteurer". Beim "Divinity-Original Sin"-Computerspiel bin ich, als ich das neulich angespielt habe, auch auf eine Abenteurergilde gestoßen, die sich verdächtig nach einem Schneeballsystem anhörte, bei dem einige berühmte Abenteurer mit ihren Namen als Gallionsfiguren dienten, die gefährlichen Aufträge aber immer gegen Provision an die nachfolgenden Rekruten weitergereicht wurden, das fand ich auch ein lustiges Konzept. [...]
    Das wäre die eine Möglichkeit, klassisch ist aber natürlich auch der Abenteurer, der sich zur Ruhe gesetzt hat (wobei die natürlich üblicherweise Tavernen aufmachen). Jetzt kann ja durchaus wieder ein Ereignis eingetreten sein, dass ihn zurück in den "Außendienst" versetzt hat: Schulden, Werbung, Wette verloren...
    Ich sehen beim erneuten Nachlesen gerade, daß ich mich schlecht ausgedrückt hatte - ich meinte letztendlich genau das, was Du im ersten Abschnitt beschreibst - eben eine Organisation, die von wohlhabenden Leuten direkt oder indirekt damit beauftragt werden kann, Dinge zu finden, und dann diese Aufträge nur weiterreicht, und für logistische Dienste (Hintergrundforschung, Heilung, magisches und weltliches "Abenteurerwerkzeug") dann einen Teil des Finderlohns einstreicht.
    Der reaktivierte Abenteurer ist eine nette Idee (und eignet sich natürlich hervorragend für "Damals, als ich noch im aktiven Dienst war..."-Geschichten), erschwert die Hintergrundfindung allerdings auch mit zusätzlichen Fragen - warum hat er aufgehört? Was hat er in der Zwischenzeit getan? Und eben "warum gerade er"? Und was hält ihn davon ab, wieder aufzuhören, wenn die Schulden abbezahlt/die Wette gewonnen ist?...und bislang bin ich ja immer noch unschlüssig für "wie kam er überhaupt zu dieser Gilde?".
    Um die Frage vielleicht mal zu klären: Er könnte von einem Bekannten an ein aktives Gildenmitglied empfohlen worden sein, weil er sich eben mit X auskennt, und so auf einer Mission als Berater fungiert hat. Und das Geld, das dabei für ihn rausgesprungen ist, hat ihn dann dazu bewogen, der Gilde beizutreten - wo er dann erstmal in Y und Z ausgebildet wurde.


    Das taillierte Wams finde ich schonmal gut als Grundidee. Ich habe z.B. neulich ein ähnliches Modell von meinem Medieval-Design-Wams abgenommen und nachgenäht, bei dem habe ich die Ärmel zweiteilig gemacht, mit weitem Schnitt am Oberarm und engem am Unterarm, das ging recht gut und sieht meiner Meinung nach gar nicht schlecht aus.
    Oben puffig, unten eng - da sind wir aber eben wieder beim Standard-SpäMi-Doublet.
    Ich denke, ich werde einfach die Dekorationselemente (z.B. Streifen) auf den Unterarm konzentrieren, und den Oberarm "blank" lassen, um dann entweder auch Taschen o.ä. daran festzuschnallen. oder evtl. ein Kleidungsstück mit halblangen Ärmeln drüberzuziehen. Entsprechend könnten an der Schulter auch auf beiden Seiten noch Laschen mit Ringen eingearbeitet werden.

    -Viele Lederelemente in Form von Gurten und Taschen, allerdings größtenteils als separate Elemente. Das finde ich eigentlich auch sinnvoller als Teile, die auf die Kleidung aufgenäht werden, denn erstens sitzt das meiner Erfahrung nach besser und schlabbert und verrutscht nicht so leicht, zweitens entspricht das für mich eher einer "unmodernen" Optik (während die auf die Hose gesetzten Taschen für mich irgendwie nach moderner Cargohose aussehen), drittens kann man so besser mal Sachen dazunehmen ober ablegen, und zuguterletzt (was nicht unwesentlich ist) lässt sich das alles so viel besser waschen.
    Jetzt wo Du's mit der Cargohose sagst - ja. Aber zumindest bei den Taschen kann man da einfach Abhilfe schaffen, indem man sie seitlich an Gurte um die Beine hängt, und oben an den schon vorhandenen Ringen vor dem Abrutschen sichert.
    Ich habe das mit dem Verrutschen aber leider genau umgekehrt wahrgenommen - meiner Erfahrung nach ist man bei allem Kram, den man sich um Gliedmaßen schnallt, die Hälfte der Zeit damit beschäftigt, alles an seinen rechten Platz zurückzuschieben. Das Problem hat man nicht, wenn's festgenäht ist. Mindestens brauche ich "Anker" in der Kleidung, wie eben diese Ringe, um alles bombenfest zu halten. Bei jedem Schritt an mir herumschwingende Ausrüstung ist leider ein gutes Mittel, um mich massivst zu nerven. Gerade am Knie, habe ich festgestellt, ist es schwer, etwas über Schnallen unverrutschbar anzubringen, und gleichzeitig noch Blutzirkulation im Bein zu haben. Hier könnte man zweigleisig fahren - einerseits eine leichte verstärkung durch Leder, wie schon zu sehen, und dann eine gepolsterte Lederbeinschiene mit Knieteil zum zusätzlichen umschnallen.
    Aber möglichst alles abnehmbar gestalten - check.

    -Die Asymmetrie auf dem zweiten Bild finde ich ziemlich schick.
    Das ist aber lediglich an der Rüstung zu sehen, oder? Das typische "ich schütze mich nur vor Schlägen auf die eine Schulter"? Für reine Kleidung würde ich es eher symmetrisch halten.
    Ein Ähnliches Bandolier, wie es auf dem Bild zu sehen ist (mit Taschen und Aufhängungen) habe ich mir auch schon gedacht, wenn auch nicht in Verbindung mit einer Rückenscheide. Das Segment mit den überkreuzten Lederstreifen ist ein herrlich sinnbefreites, aber gleichzeitig gut aussehendes Detail.

    -Die Gestaltung der Stoffoberflächen mit Mustern finde ich auch gut, selbst wenn dir die Schlitzung zu historisch ist, so könnten z.B. eingewebte oder genähte Streifen- oder Schachbrettmuster sehr schön wirken. Das ist auch ein Element, das man oft auf Fantasyartworks sieht (gerade wenn es etwas verspielter und märchenartiger sein soll).
    Schachbrettmuster empfinde ich für den Charakter vielleicht dann doch etwas zu verspielt. Das würde ich dann eher an der Kleidung gleichen Stils bei Gruppenkameraden sehen, vielleicht einer Heilerin? Streifen - mal sehen. Ob jetzt auf- oder eingenäht gibt sich ja nichts.



    Mal noch ein gewagter Schritt ins Phantastische: Wie würdet ihr die Darstellbarkeit davon bewerten, wenn o.g. Gilde ihren Agentengruppen Artefakte zur Verfügung stellt, die sie per Portal in der Nähe des vermuteten Zielortes ankommen lassen würden? Selbstverständlich braucht dieses Artefakt gemäß lokalen magischen Potentials genau so lange zum Wiederaufladen, wie die Con maximal dauert. Interessant wäre hieran zwei Dinge für mich:
    1. Die Herausforderung, einen Effekt zu bauen, der es vorgaukelt, daß da Leute aus einem Portal purzeln.
    2. Der Auftritt im Sinne von "Japp, das hier ist eine High-Fantasy-gruppe.".
    Ein paar Ideen hatte ich da schon zusammengetragen - von "Man baue ein Fantasy-Stargate" über "Holztür auf freiem Feld" zu "Beleuchtete Plane mit gummiartiger Öffnung, aus der man sich rauszwängt", alles ergänzt mit Licht, Sound und/oder Rauch.

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