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  1. #1
    Kelmon
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    Fantasy-Abenteurer

    Heute mal was "ganz anderes":

    Ursprünglich sollte mein jetziger Musketier ja ein universell einsetzbarer Abenteurercharakter sein, mit dem ich Plotjagd betreiben kann. Irgendwie wurde aus der ursprünglich als Herumtreiber im D&D-Schurkensinne geplanten Figur dann ein Barock-Musketier, und inzwischen hat er sich sogar zum Krämer weiterentwickelt.

    Dieses hier im Forum vorgestellte Konzept kommt meinem am nächsten, wenn auch nicht in allen Punkten: Wanderer (Abenteurer?) DSA Charakter

    Was Neues soll also her, entsprechend des ursprünglichen Planes. Ich versuche mal, die relevanten Themen sinnvoll zu unterteilen:

    Gruppenkonzept
    Gedacht ist, daß der Charakter in einer Gruppe bespielt wird, die sich weitestgehend aus Genre-Archetypen zusammensetzt ("Der Magier", "Der Kämpfer",...). Die Gruppe soll auf Abenteuercons unterwegs sein. Da ich vermutlich einige Anfänger in der Gruppe haben werde, wird mein Charakter vermutlich auch IT-Anführer der Gruppe werden, was mir auch insofern entgegenkäme, daß ich diesem Charakter zu keinem Experten in einem Gebiet machen will, und ihn eher als "Von allem ein bisschen" spiele. Seine "Fähigkeit" in der Gruppe wäre also lediglich "Anführer sein". (OT - eben dafür Sorgen, daß jeder Spaß hat und beschäftigt ist).

    Hintergrundwelt
    Noch unbekannt, hier muß noch was gefunden werden (idealerweise ein schon bespielter/existierender Hintergrund). Sowohl D&D oder DSA wären unter anderem möglich, bevorzugen würde ich aber einen Mittellande-kompatiblen Hintergrund.
    Recht klar ist aber, daß es kein Hintergrund mit starken historischen Anleihen sein soll, d.h. kein Lyrien, kein Ceridentum und eher "phantastische" Mode. Technischer Stand: Was auch immer nach Gondor oder Waterdeep passen würde. Magielevel: Auf persönlicher Ebene so niedrig, daß Zauber noch gut darstellbar bleiben, im Hintergrund selbst auch höher. Dito was göttliches Eingreifen angeht. Ansonsten das übliche - Feudalherrschaft, sowie hier und da freie Städte.

    Charakterliches
    Name: Ich überlege noch darüber...Yrian, Lorencio, Velasco, Dolf, Elek, Jani, Janos, Milan stehen u.A. bislang zur Auswahl. Ich wollte ein bisschen weg von meinen üblichen deutschen/französischen Namen.

    Kindheit und Vorgeschichte: X ist zweiter Sohn einer Buchbinderfamilie, die Ihre Werkstatt und Wohnung in der Hauptstadt des Landes betreiben, wo sie sowohl die Universität als auch die Tempel belieferten. Wie jeder in seiner Familie erlernte X früh das Lesen und Schreiben, doch anders als seine Brüder und Schwestern bereitete es ihm großes Vergnügen, möglichst viel von den auf das Binden wartenden Druckbögen zu lesen. Dies endete mit dem Eintritt in seine Lehre zum Schriftgiesser. Schon während der Lehre war ihm jedoch klar, daß er lieber die Orte und Wunder in der Welt sehen will, über die er bislang nur in Büchern gelesen hatte. Da auf seine Eltern als Bürgen eine Strafe zukäme, sollte er seine Lehre abbrechen, schloß er diese in drei Jahren ab und nutzte seine Gesellenzeit, um die Welt zu erkunden.
    In den zehn Jahren, die folgten, tat er alles, nur sich keinen Meister suchen. Eine Zeitlang reiste er mit Söldnern umher - und überlebte. Eine Zeitlang trank, hurte und spielte er sich durch diverse Hafenstädte - und überlebte. Eine Zeitlang reiste er mit einem Quacksalber, und half ihm, sein angebliches Wundermittel zu verkaufen. Und überlebte dank inzwischen schneller Beine. Er war mehrmals verliebt, verbrachte eine kurze Zeit als Laie in einem Tempel, arbeitete in Häfen und auf Schiffen, um Geld für Überfahrten zu verdienen, versuchte sich als Poet und Koch, als Dieb und Kundschafter.

    Im Spiel / Eigenschaften: -Wie aus der Vorgeschichte zu lesen, ist es ein Charakter, der "alles schon erlebt hat" - solange es um alltägliches, weltliches geht. Er war nicht in großen Schlachten, hat gewaltige Magie, Untote oder Dämonen gesehen. Das sind die Sachen, die ggf. noch folgen sollen. Als Anführer soll er aber immer eine "Das erinnert mich an damals...."-Geschichte parat haben.
    - Er ist primär an seinem Wohl und seiner Gesundheit interessiert, ohne hier notwendigerweise über Leichen zu gehen. Daß er seine Handlungen vorher sorgfältig auf ihr Risiko abwägt hat ihn bis jetzt am Leben gehalten, was er nicht ändern will. Ein "heroisches Opfer" käme für ihn nie in Frage.
    - Damit zusammenhängend bemüht er sich, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Wer weiß, wann man eine Nähnadel, ein Stück Blei oder eine kleine Tonflasche mal brauchen kann? Besser, man trägt dies alles immer am Mann.
    - Geld interessiert ihn nur begrenzt, lediglich als Mittel zum Zweck, seine Motivation sind neue Erfahrungen aller Art.
    - Seine Gruppe sieht er - trotz Freundschaften - ähnlich. Nicht Diener, aber Werkzeuge, die ihm mehr erlauben, als ihm das alleine möglich wäre. Ein guter Handwerker achtet natürlich penibelst darauf, daß seine Werkzeuge im besten Zustand bleiben.
    - "Jack of all trades, master of none". Er hat von vielem schon gehört, vieles schon getan, wird er vom Kampf bis zum Nähen, geschweige denn bei magischen Dingen, einem Profi immer den Vortritt lassen. Weswegen er entsprechende Profis auch um sich schart. Er sieht sich lieber in der Rolle desjenigen, der diese koordiniert. Zu diesem Zweck wird er auch, solange niemand geeigneteres mit ihm reist, Vor Ort den Kontakt zu "wichtigen" Personen halten und Informationen von diesen an den Rest der Gruppe weitergeben.
    Sinn hiervon soll sein, in der Gruppe all jene Rollen zu übernehmen, die gerade unbesetzt sind.
    - Zur Religion kann ich noch nichts sagen, der Charakter wird gläubig, aber nicht übermäßig.

    Ziele: Letztendlich Abenteuer des Abenteuers wegen, bis sich IT möglicherweise ein besserer Grund findet. vermutlich die ganz große Liebe oder wirklich, wirklich, wirklich großes Unheil von der Welt abwenden.


    Ausrüstung

    Grundsätzliches: Alle Ausrüstung soll stark benutzt aussehen - unauswaschbare Schmutzränder, gut geflickte Stellen, ausgeblichene Stellen, etc. Der Stil soll städtisch/bürgerlich wirken, also zwar elegant, aber aus nicht allzu teuren Materialien. Gleichzeitig soll alles deutlich robust wirken, z.B. durch die Wahl entsprechender Materialien oder (IT nachträglich angebrachter) Verstärkungen. Kleidung soll eher eng anliegen (durch Knöpfung, Haken/Ösen oder vielleicht Schnallen?), die Saumhöhe der Oberbekleidung soll im oberen Drittel des Oberschenkels liegen. Hauptfarbe soll braun sein, mit einer anderen, wiederkehrenden Farbe.

    Kleidung: - Feste Halbstiefel. Vielleicht mit Klischee-Geheimfach.
    - Gegürtete Hose mit verstärkten Knien und Schienbeinen, entweder unsichtbar innen oder sichtbar außen. Zwei oder vier Seitentaschen. Ob moderne Hosenbeine oder in Stege/Füße auslaufend muß ich noch überlegen.
    - Leinenunterwäsche, geschnürt, eher knapp.
    - Leinenhemden, kleiner Stehkragen, Über Verschluss in der oberen Hälfte eng gemacht, eng anliegende Arme.
    - Weste, s. Rüstung
    - Oberbekleidung - hier muß ich noch Ideen sammeln, um sie nicht zu klassich-historisch aussehen zu lassen. Eventuell aufgenähtes Leder im Schulterbereich.
    - Mantel, vermutlich im Stil der Oberbekleidung, die nach unten und an den Armen verlängert und verbreitert ist, um sie über allem zu tragen
    - Hut - auch hier ist mir noch unklar, was ich nehmen werde, gerade wenn ich "Klassiker" (z.B. Schlapphut) vermeiden will.

    Waffen: Ein langes Messer/Säbel (einhändig), einen Parierdolch und ein Gebrauchsmesser, vermutlich auch ein Handbeil
    Rüstung: Ein Lederwams mit eingenähten (von Außen unsichtbaren) Metallplatten für den Alltag, Eventuell etwas Gambesonähnliches und einen Helm für geplanten Kampf

    Sonstiges: - Gurte, Taschen und aufbewahrungsmöglichkeiten, wo auch immer sie hinpassen.
    - Allerlei Kram, um jene Taschen zu füllen (Basis-Heilerausrüstung, Basis-Schreibwerkzeug, Bücher/Notizblock, Schärfstein, Seil, Schnur, Notrationen, etc.)



    Wer bis hierhin gelesen hat: Schonmal vielen Dank. Das Konzept wird wohl frühestens in der Winterpause ernsthaft angegangen, bis dahin wäre es schonmal gut, konzeptionelle Fehler auszumerzen, gerade da ein mehr als üblich phantastisch angehauchter Charakter für mich Neuland ist. Fragen, die sich mir hier stellen, ist, was man noch tun könnte, um dem Ganzen mehr Phantastik einzuhauchen, ohne albern zu wirken (z.B. latente, geringe und darstellbare magische Fähigkeiten, Kenntnis des geheimen Elfen-Handschlages und Besitz eines Artefaktes, das grün wird, wenn jemand in der Nähe Bohnen gegessen hat), zum anderen macht mir ein wenig der Kleidungsstil zu schaffen, da "alles schonmal da war". Hier wäre es interessant, wenn jemand passende Vorlagen hätte (Richtung DSA-Streuner/D&D-Schurke/Abenteurer).
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  2. #2
    oliverp
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    Aloha,

    da das Konzept speziell auf eine Gruppe zugeschnitten ist, finde ich es in dem Kontext einen guten Ansatz eine entsprechende Gruppe anzuleiten.

    Bei der Oberbekleidung...puh. Erste Assoziation war Lederdoublet, aber das wäre aus verschiedenen Gründen nicht der Brüller. Ich werd mal weiter überlegen.

    Als Gimmick geht bei Abenteurern immer eine alchemistische Laterne o.ä., es gibt einen älteren Bastelblog im Ning, da hat jemand leuchtende Pilze in die Laterne gebastelt, fand ich genial.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
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  3. #3
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    Also meinen elfischen Dieb (D&D) habe ich auch immer als "Sack voller Tricks" gespielt, d.h. Schnüre, Angelhaken, Vorhängeschloß, leere Flaschen, bis hin zu Seife und anderem waren im Gepäck.

    Soll das denn auch in Richtung Fallen bauen/entschärfen gehen?

  4. #4
    Tee
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    Klingt interessant.
    Wären z.B. Märchenfilme eine denkbare/geeignete (Kostüm-) Vorlage für dich?
    Bei Hüten denke ich mir immer es gibt so uneendlich viele spannende Hutkonzepte wenn man sich mal im Bereich Tracht (egal ob nah oder fern) umschaut, es istr nur schade dass daraus nicht geschöpft wird. Sollte der Hut irgendwie praktisch sein (Regen abhalten?) oder soll er einfach "nur" interessant sein?

  5. #5
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    @Oliverp: Keine schlechte Idee mit der Laterne. Ganz generell aber hätte ich einfach die Frage, wie gut magische Artefakte überhaupt so im Fantasy-reicheren LARP-Bereich ankommen würden (Sowohl reine Ambiente-Artefakte als auch "mächtigeres", so darstellbar). Von der EE-Kesselgasse ausgehend hätte ich ja gesagt, daß das durchaus der Fall sein kann.
    Dieses Bild gefällt mir gerade in Teilen ganz gut, der Mantel hat interessante (ok, seltsame) Schultern, und die Oberkleidung ist fernab von allem, was man im europäischen Mittelalter antrifft. So ganz kommt es für mich nicht im Stil zusammen, soll also nur mal ein Beispiel für den ungefähren Fantasy-Einschlag dienen.
    In diesem Bild kann man sowohl schön abgenutzte Ausrüstung erkennen, als auch die Wirkung von vielen sichtbaren Lagen, sowie Riemen und Schnallen, die ich gerne (in Teilen) kopieren würde.


    @Bradley: Der "Schurke"/"Streuner" ist gewissermaßen die Archetypen-Basis, von dem das abgeleitet werden soll, d.h. da dürfen auch typische Fähigkeiten einfliessen - kann man ja irgendwo mal aufgeschnappt haben. Es ist ja schon wahrscheinlich, daß ich in der Gruppe neben "dem Kämpfer" oder "dem Magier" letztendlich der zwielichtigste Charakter sein werde, und dort (neben der Führung) meine Aufgabennische finde.
    Ein Vorhängeschloss dabei zu haben ist übrigens eine prima Idee, die ich mir mal eben klauen werde.

    @Tee: Kommt natürlich auf den Film an (Die meisten Märchenfilme, gerade die alten, gehen ja eher auf schillerbunte Barockkleidung), aber es sollte schon auf praktische Kleidung hinauslaufen, d.h. eine, mit der man sich im Wald auch mal unter einem Haufen Laub versteckt, nirgendwo hängenbleibt, und nicht wie ein Pfau heraussticht. Hast Du da einen Vorschlag?
    Das Konzept soll eher auf "cool" ausgerichtet sein, was heißt, daß praktische Aspekte hier und da auch mal zweitrangig sein dürfen. Wenn es stilistisch mit dem Rest der Ausrüstung harmoniert, wäre ich da von Kopftuch bis dreistöckige Papstkrone für alles offen.
    Geändert von Kelmon (27.06.2014 um 21:22 Uhr)
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  6. #6
    bradley
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    Praktisch ist in dem Zusammenhang mit dem Schloss auch eine kurze Kette. Gittertüren, Tore lassen sich damit verschließen, Kisten am Griff an einen Baum ketten uvam.

    Ob das für dich so praktisch ist wie in P&P Dungeons weiß ich nicht. Ggf. muss man dann auch berücksichtigen das es eine möglichkeit für andere, ohne Schlüssel geben muss das zu öffenen. Da würd ich eine einfache verschweißte Kette aus dem Baumarkt nehmen und über Nacht in Essigessenz legen um die Zinkschicht zu entfernen und ggf. einen passenden kleinen Karabiner gleich mit entzinken. Also verbindet das Schloss die Kette nur symbolisch um zu signalisieren das hier ein Schlüssel her muss oder ein Dieb, geöffnet wird dann der Karabiner.

  7. #7
    Tee
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    Bester doofer Hut ever:
    http://www.geschichteinchronologie.c...h-u-reiter.jpg

    Auch schön anders
    http://www.geschichteinchronologie.c...-f-waljagd.jpg

    Die Seite hat einige ungwöhnliche Hüte
    http://www.geschichteinchronologie.c...nstickerei.jpg

    das hier dürfte irgendwas tibetisches sein, aber ok geht eher Richtung Pfau:
    Anhang 1076

    Mit Schutzamulett?
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/23878640

    Dieser Herr hier trägt zwar eher weite Sachen fände ich als Abenteurer Grundlage aber auch passend:
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/11322667

    http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/...ac227b7eb.html

    sowas könnte auch als Herrenhut funktionieren
    http://www.urlaub-und-reise-news.de/...BCbe_5828.html

    Zu Märchen: das war erstmal eine allgemeine Frage, da da ja oft alles mögliche miteinander verwurstet wird.

    Das tapfere Schneidelein könnte vielleicht als Vorlage taugen, hier mal ein Beispiel:
    http://www.kinderfilmwelt.de/index.p...eiderlein.html

    http://filmykostiumowe.blogspot.de/2...rial-2013.html
    hier sieht man ganz gut wie wenig Details man verändern muss um einen irgendwie moderneren Look zu erzielen, vielleicht geht das auch umgekehrt?

    Ich könnte mir sogar vorstellen dass man mit offenen Augen ein paar nette Sachen in Clone wars finden kann
    http://www.starwars-union.de/tvproje...7_bg_img15.jpg

    Was mir beim Suchen noch gekommen ist: irgendwie habe ich bei deiner bisherigen Beschreibung des Aussehens eher eine Mischung aus Waldläufer und Hexenjäger im Kopf als einen eher städtischen Abenteurer. Vielleicht weil du den praktischen Aspekt momentan noch sehr betonst?

  8. #8
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    @Tee: Von den Hüten reißt mich jetzt keiner wirklich vom Hocker. Das Problem ist eben, daß es für mich nicht "phantastischer" wird, wenn ich, sagen wir, irgendeinen traditionellen, türkischen Hut trage. Es muß zum Stil der Kleidung passen, der freilich erstmal noch festgelegt werden muß. Vielleicht ist es sinnvoller, wenn ich mit der Auswahl des Hutes noch warte.
    Wobei mir eben noch die Idee einer Art eng anliegenden "Bundhaube" (mit nur knapp angedeuteter Bindung) gekommen ist, die aus Lederstücken zusammengesetzt ist. Könnte für die Rolle aber vielleicht zu simpel bzw. ärmlich wirken. Auch bin ich ja ein großer Freund der Capitanesca/Pillbox-Form, von der man vielleicht einen anderen Hut ableiten könnte.

    Der erste Kleidungsvorschlag ist, wie Du ja selbst sagst, weit, also überhaupt nicht in die Richtung, die ich will. Die Tracht aus Schaumburg (die Mäntel) sind nett, aber letztendlich nichts anderes als Kleidungsstücke, wie man sie z.B. im niederländischen Barock findet. Da könnte ich einfach die alte Überkleidung meines Musketiers nehmen, die ähnlich aufgebaut ist. Auch die Filmkostüme in "Reign" sind minimal angepasste Barockkleidung - tatsächlich soll mein Musketier genau so ein Lederwams (das braune) noch bekommen.

    Interessant fand ich die Kleidung im Tapferen Schneiderlein. Die Hüte sprechen mich auch hier nicht unbedingt an, aber ich mag den dekorativen Kleidungsverschluss. Im Zweiten Bild war ich einer Täuschung aufgesessen (durch den Nähfaden im Bild), daß die Kleidung ein doppeltes, ausladendes schulterteil besitzt, was in der Form eine Überlegung wert wäre. Auch der weite Ausschnitt und das Halstuch sind eine Überlegung wert, ersteres wäre dann noch vom Stil des Hemdes abhängig.


    Was mir beim Suchen noch gekommen ist: irgendwie habe ich bei deiner bisherigen Beschreibung des Aussehens eher eine Mischung aus Waldläufer und Hexenjäger im Kopf als einen eher städtischen Abenteurer. Vielleicht weil du den praktischen Aspekt momentan noch sehr betonst?
    Optisch - ja, ein wenig, einfach weil mein Charakter zwar einem städtischen Milieu entstammt, aber eben Reisender (und "Abenteurer") ist, und das dazu auch mal abseits der üblichen Wege. Der Unterschied soll hier aber eben in der Art der Ausrüstung bestehen: Weder besitzt er Dinge, mit denen er Monatelang im Wald überleben kann, noch jene, mit denen er Untotenhorden bekämpft.
    Ich werde diesen Charakter vermutlich auch so anlegen, daß er mit kompletter Ausrüstung IT anreisen kann.
    Geändert von Kelmon (28.06.2014 um 01:43 Uhr)
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  9. #9
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    Hier mal ein erster Entwurf für Oberbekleidung und Hut:

    Die Oberbekleidung besteht aus hellbraunem Wollstoff (weiß), bei dem an Ärmelsäumen, Schultern und unterem Saum Leder aufgenäht ist (Schraffur). Stehkragen und leicht angedeutete Frackschöße sollen zum eleganten Eindruck beitragen. Das Verschlusssystem würde hierbei aus Leder- oder Stoffbändern bestehen, die an beiden Enden über an der Kleidung aufgenähten Knebeln oder Knöpfen gesteckt werden. Bei der Anschrägung vorne überlege ich noch, vermutlich werde ich erstmal vorne wie hinten den Stoff bis zur Mittellinie gehend ausschneiden und dann entscheiden, ob ich etwas wegschneide. Das Futter wird lindgrünes Leinen sein.
    Ich habe aus Gewohnheit die Kleidung vermutlich ein klein wenig zu lang gezeichnet. Der Gurt der Hose soll jedenfalls ungefähr knapp über der Stelle sitzen, bei der sich vorne der Stoff zu teilen beginnt, bzw. direkt unter dem Unterem Verschluss.
    Je nachdem, ob ich das Leder am Saum umschlage oder nicht, könnte man hier an den Rändern auch verspieltere Formen ausschneiden als gerade Linien.

    Insgesamt könnte ich es mir so vorstellen, daß die Herkunftskultur Aufsätze aus anderem Material auf der Kleidung als eine Art Standes-/Statussymbol ansehen könnte. Ein Adeliger würde entsprechend die Lederteile durch Brokat o.ä. ersetzen, und den Rockteil verlängern, und statt einfacher Lederknebel/Hornknebel/Stoffknöpfe sind es dann Metallknöpfe, die die Verschlussbänder halten.

    Der Hut (ein Amalgam aus der Bundhauben- und Capitanesca-Idee) besteht aus Dunkelbraunem Wollstoff und braunem Leder, dazu ein dunkelgrünes Futter, das am unteren Rand absichtlich einen halben cm herausschaut. Das seitlich angebrachte Leder bildet tatsächlich eine den Hut umlaufende Tasche, in die allerlei Kram gesteckt werden kann. Die freie Fläche an der Stirnseite des Hutes kann nachher noch ein Gottes- oder Gruppensymbol erhalten.
    Geändert von Kelmon (28.06.2014 um 11:16 Uhr)
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  10. #10
    Kulko Asleif Eiriksson
    Kulko Asleif Eiriksson ist offline
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    Moin. Klingt nach nem interessanten Plan.
    Was die Magie angeht, grade wenns wenig/klein sein soll, fallen mir spontan die Streuner-Zauber aus DSA ein. Manche sind vielleicht lustig aber nicht darstellbar (dem Gegenüber die Klamotten runterzaubern) aber da sind kleine, feine dabei (Lach Dich gesund würde ich gerne mal auf ner Con sehen...)
    We can play it safe, or play it cool,
    follow the leader or make up all the rules.
    Whatever you want, the choice is yours,
    so choose!

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