Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Valkiir
    Valkiir ist offline
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    Gruppeneinstieg ins Larp

    Hallo,

    ein paar Kumpels und ich wollen (angesteckt von einer Freundin die schon seit einigen jahren Larpt) uns auch mal ins Abenteuer stürzen. Wir sind alle zwischen 24 und 28 Jahre alt und werden zwischen vier und sechs Leute an der Zahl sein, zwei sind sich da noch unsicher.
    Da alle auch mal in den Larpkampf schnuppern wollten lag es nahe das wir eine kleine Kämpfergruppe machen. Was uns noch fehlt ist ein Thema, deswegen machen wir gerade alle ein bisschen Brainstorming und tragen dann unsere Ideen zusammen. Und ich dachte da fragen wir doch mal die Leute mit Erfahrung um Rat.

    Mir ist der Gedanke gekommen sich am Kleidungsstil der Schweizer Garde zu orientieren:
    Rom,_Vatikan,_Soldat_der_Schweizer_Garde_3.jpg

    Nur wird das für den Einstieg wahrscheinlich ein bisschen teuer werden - solche Klamotten bekommt man ja sicher nicht von der Stange und schneidern lassen wird da bestimmt auch nicht gerade billig.
    Könnte man da für den Anfang eine "abgespeckte" Variante im Stil der Exerzieruniform der Schweizer Garde nehmen oder ist die eher zu modern?
    Swiss_Guardsman_in_regular_duty_uniform.jpg
    Sollte vom Schnitt ja deutlich einfacher zu machen sein. Das ganze halt noch ein bisschen bunter, also nicht einfarbig. Dazu dann noch den Klassischen Mantel:
    Swiss_Guard_in_winter_cloak.jpg
    und eine einfache Waffe und man dürfte doch für den Einstieg gerüstet sein oder? Wir könnten dann praktisch einen neuen Rekrutenhaufen darstellen, der sich noch in der Ausbildung befindet. Dann hätten wir später noch alle Möglichkeiten offen in welche Richtung wir gehen wollen.
    Was haltet Ihr von der Idee? Machbar bzw auch sinnvoll oder eher nicht?

    Grüße - Valkiir

  2. #2
    Kelmon
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    Hallo Valkiir,

    Die Schweizer Garde trägt im wesentlichen eine modernisierte Variante der Kleidung der Frührenaissance. Sinnvoller wäre also eigentlich, wenn ihr euch gleich an der Vorlage orientiert: Deutsche Landsknechte und Schweizer Reisläufer. Dieser Stil wird auch im LARP öfters mal bespielt, sehr prominent zur Zeit im Landsknechtlager des Drachenfestes.

    Dazu muß ich sagen, daß auch in der vereinfachten Version diese Art der Kleidung das Nähen für einen Nähanfänger schon sehr anspruchsvoll ist. Habt ihr da jemanden, der sich damit schon auskennt? Die Vorlage für diese Exerzieruniform dürfte eben die Zivilmode der gleichen Zeit sein - Doublet und Schamlatzhose.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Sadayori
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    Wenn ihr beim Stil nicht so festgelegt seid, würde ich euch eher zum Frühmittelalter als Inspiration raten. Die dafür passende Kleidung hat gerade, unkomplizierte Schnitte und lässt sich leicht selbst machen oder auch relativ günstig von der Stange kaufen, auch passende Schwerter lassen sich für wenig Geld beschaffen. Das wäre sicher ein einfacherer und günstigerer Einstieg.

    Wenn ihr wiederum bereit seid, auch etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und den Spätrenaissance-Stil beibehalten wollt, sind die Links von Kelmon schon sehr hilfreich. Da werden aber die Klamotten und auch dazu passende Waffen sicher etwas teurer.
    "Wenn ich doch nur ein Schwert hätte!"

  4. #4
    Kamikaze
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    Zur Kleidung wurde oben schon genug gesagt. Wo wohnt ihr denn? In den meisten großen Städten gibt es bereits eingesessene Larpgruppen, und die meisten helfen Anfängern gerne.
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  5. #5
    Valkiir
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    Okay also eher am Original orientieren - macht irgendwie auch Sinn.
    Hatte Irgendwie im Kopf das die Schweizer Garde schon seid damals diese Uniform benutzt aber im wikipedia steht ja sogar das die neu sind.

    Was das Nähen angeht: Die Schwester von einer Freundin ist Schneiderin (hat letztes Jahr Ihre Meisterprüfung gemacht) bei der wir mal Anfragen werden ob sie uns da helfen kann - ich weiß natürlich nicht inwiefern man das vergleichen kann mit heutigen Schnitten aber Fragen kostet ja nichts.
    Zur Not müsste man halt wenn man es gar nicht hinkriegt es sich schneidern lassen - gibt es da Erfahrungswerte was so eine Klamotte grob kostet?
    Welche Waffe würdet Ihr denn passend dazu empfehlen für den Anfang?

    @Sadayori: Werde ich in der Gruppe auf jeden Fall ansprechen - wie gesagt im Augenblick werden Ideen gesammelt. In zwei Wochen wenn alle aus dem Urlaub wieder da sind setzen wir uns dann alle zusammen und besprechen alles.

    @Kamikaze: Wir sind alle aus dem Kreis Stuttgart - Ich werde mal suchen ob es da was gibt in der Nähe.

  6. #6
    Nount
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    Ich würde fürs erste Con nicht unbedingt spezialisierte Kleidung empfehlen, sondern eher Dinge, die man universell für alle möglichen Charaktere weiterverwenden kann (so die Hose+Tunika+Gugel+Hut-Richtung).
    Vielleicht will nicht jeder aus der Gruppe weiterlarpen, vielleicht wollt ihr dann doch eine andere Richtung einschlagen (oder Teile der Gruppe - mein Larpeinstieg war mit einer Freundin zusammen, und wir haben uns larpmäßig in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelt und larpen nicht mehr gemeinsam), und dann ist es sinnvoller, entweder auf den vorhandenen Sachen aufbauen oder die für andere Rollen oder NSC-Einsätze nehmen zu können, was bei zu spezieller Kleidung schwierig ist.

    Bei der Bewaffnung empfehle ich, vielleicht mal ein Kampftraining zu besuchen und verschiedene Sachen durchzuprobieren. Geht ggf. auch auf dem ersten Con, wenn ihr nette Leute in eurer Nähe oder auf dem ersten Con findet, die euch Waffen leihen.
    Pauschale Waffenempfehlungen sind nicht so sinnvoll, weil jedem andere Waffen liegen. Ich persönlich kämpfe z.B. überhaupt nicht gern mit Schwertern (die bei den meisten beliebt sind), sondern bevorzuge Äxte. Das muss man einfach ausprobieren.
    Geändert von Nount (07.07.2014 um 13:48 Uhr)
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  7. #7
    Kelmon
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    @Valkiir: Zu Landsknechten passen typischerweise Stangenwaffen (Spieße, Hellebarden,...), dazu als Seitenwaffe der obligatorische Katzbalger (Eine Art kurzes Schwert für Handgemenge). Gutbezahlte "Spezialisten" tragen auch zweihändige Schwerter oder Feuerwaffen (Hakenbüchsen) statt einer Stangenwaffe.

    Dazu sei aber das Gleiche gesagt, was Nount schon sagte: Bis auf einige der Stangenwaffen ist das schon sehr spezialisierte Ausrüstung, die man nicht ohne Weiteres für andere Charakterkonzepte weiterverwenden kann. Und, sofern das für euch wichtig ist, mit vielen dieser Waffen ist man 90% der anderen Leute vor Ort unterlegen, einfach weil man diese nicht wie im realen Leben einsetzen kann (Spieße, die nicht zustechen dürfen). Das *kann* bei einem ersten LARP vielleicht demotivierend wirken. Aus dieser Sicht ist die Kombination Schild und Einhandwaffe vermutlich die Anfängerfreundlichste. Aber das passt dann nicht mehr gut zum Konzept.

    Ich freue mich zwar über neue Leute im Landsknechts-Stil, aber für die erste Con habt ihr euch da eine hohe Einstiegshürde gesetzt. Bei der Kleidung kannst Du mal hier reinschauen, um ein bisschen einen Überblick zu haben, was ihr da brauchen würdet. Meiner Schätzung nach kann man bei einer guten(!) Landsknechtkleidung, komplett, vom Profi, gerne mal von 700-1000€/Stück ausgehen. In LARP-Shops werden dagegen oft viel günstigere Kombinationen angeboten, die aber im wesentlichen aus deutlich einfacher gehaltener Kleidung in meist schlechter Qualität bestehen. Verwechslungsgefahr mit der "guten" Kleidung besteht da allerdings kaum, weswegen ich davon abraten würde. (Siehe hier und hier)

    Mein Rat, wenn ihr nicht gerade Ressorcen (Geld + Zeit) im Übermaß habt, wäre darum auch, euch erstmal an etwas einfacher darstellbarem zu versuchen.
    Geändert von Kelmon (10.07.2014 um 10:55 Uhr)
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  8. #8
    Lela
    Lela ist offline
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    Leider sind gerade Stangenwaffen (die super zu einem solchen Konzept passen würden) eher in einem oberen Preissegment und auch als gebrauchte Waffen sehr teuer zu verschicken weil da Sperrgut Zuschlag drauf kommt.

    Fürs erste würde ich wie Nount ein Kampftraining empfehlen oder zumindest empfehlen sich zuerst gebrauchte Waffen zu kaufen. Diese sehen meistens einfach nicht mehr so schick aus, sind aber safe und vor allen Dingen meist deutlich günstiger. Hierfür eignet sich alles, was eine Länge unter 1,2m hat auch wieder wegen dem Sperrgutzuschlag.

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