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  1. #1
    Corfia2013
    Corfia2013 ist offline
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    The Hobbit that walked by herself

    Ich würde mich freuen, wenn ich ein Feedback zu meinem Charakter-Konzept bekommen könnte. Am wichtigsten ist mir (wie der Titel schon zeigt), ob ich überhaupt als wandernder Hobbit glaubhaft bin (dazu habe ich 2 Hintergrundideen notiert) und mein zweites Problem wäre, ob man mit einem nicht-kämpferischen Charakter, der keiner Spielergruppe zugehörig ist, überhaupt gut ins Spiel kommt.


    Ich habe schon einen Kämpfercharakter kurz ausprobiert, wollte aus diversen Gründen als ersten Charakter einen Nicht-Kämpfer kreieren. Den möchte ich auch langfristig bespielen, parallel zu einem noch irgendwann zu bildenden kämpfenden Charakter.
    Die Hobbitwahl hat weder mit der Exotik noch mit HdR zu tun, aber ich habe meinen erklärenden Absatz gelöscht, weil alles schon so lang ist (ich warte ob Fragen dazu kommen).

    Spieler-Optik:
    Ich selbst bin 1,68 m groß, wiege 55-60 kg, habe rotgefärbte Haare, das sieht aber nicht so unnatürlich aus, mich fragen oft Leute ob ich Irin bin (die Haarfarbe passt gar nicht auf Iren, aber bin eben blass und hab grüne Augen). Die Haarfarbe würde ich nur ungern mit Einmal-Farbe überfärben (mir ist zu unsicher, ob es wirklich rausgeht bei chemisch vorbehandelten Haaren, die Farbe habe ich seit mehr als 10 Jahren, die gehört zu mir und soll outtime unverändert bleiben) und Perücken tragen eher auch nicht. Aber es kann doch auch rothaarige Hobbits geben...
    Charakter-Optik:
    Kleidung wollte ich in braun, beige, creme, grün oder einem Akzent in rot wählen. Blau und schwarz kommen keinesfalls in Frage. Rock und Oberteil, keine Schuhe (ich will Füße bauen, so dass ich als Spieler Schuhe trage und als Charakter barfuss bin), Haare in einer mittelaufwändigen Flechtfrisur.

    Beruf:
    Händlerin, aber eher unfreiwillig/als zweite Aufgabe (möchte intime nicht immer mit den Handelswaren rumrennen, und die Rechtfertigung der Wanderschaft führt zu diesem „behelfsmäßigen Händlerstatus“)


    Handelswaren: Dazu habe ich mich schon im Forum erkundigt, und habe draus mitgenommen, dass ich in der Hobbit-Rolle vor allem Essen, selbstgebraute Liköre und Tee-/Kräutermischungen anbieten werde.
    Vielleicht auch einiges mit heilendem Charakter, Familienrezept der Ururoma gegen Zipperlein xyz, aber schon eher aus der Nahrungs-/Genussecke.
    Eine weitere Sache, die ich gut als Intime-Ware herstellen könnte, wären Parfumcremes. Schließlich habe ich beschlossen, das aufzunehmen, denn ich stelle mir Hobbitfrauen mit schön geflochtenen Frisuren vor, Hobbits generell als Personen, die zuhause alles gemütlich und schön machen und das fand ich dann auch noch passend...
    Eine richtige Kurzwarenhändlerin will ich nicht draus machen, aber eine Auswahl an Kurzwaren könnte ich mir auch dazu vorstellen.
    Also zusammenfassend: Dinge, die man essen & genießen kann und die man benötigt, um etwas (sich oder Ausrüstung) schön zu machen.
    Oh mann, das klingt jetzt irgendwie tussihaft

    Mein Hobbit kümmert sich nicht ständig um die Beschaffung von Handelswaren etc, das läuft so nebenbei - wie es gerade kommt (denn sie ist ja nicht zum Handeln sondern wegen etwas anderem unterwegs), deshalb hat sie von einigen Dingen nur eine kleinere Auswahl und nicht so ewig viele Dinge, wie jemand der auf das Handeln bzw. das Handeln bestimmter Dinge spezialisiert ist...



    Wanderschaft – Möglichkeit 1 – offensiv
    Meine Hobbitdame ist unterwegs um neue Siedlungsgründe zu finden.
    Als Grund wollte ich aber nichts Dramatisches wählen wie böse Wesen, die die Heimat bedrohen, denn das ist mir zu unrealistisch, diesen Privatplot zugunsten des Cons in den Hintergrund treten zu lassen. Außerdem kann man das nur eine begrenzte Zeit nutzen (irgendwann haben die das Land überrollt, es wäre nicht schön, jahrelang bei jedem Con mit derselben gerade hochdramatischen Geschichte anzukommen), und ich wollte auch einen eher unbeschwerten Charakter anlegen.
    Also habe ich mich für eine Art Bodenproblem entschieden: eine noch näher zu definierende biochemische oder klimatische Ursache, dass der Boden nichts mehr taugt, und man längerfristig umsiedeln muss. Da kann man sich als Charakter bedenkenlos auch mal vom Plot mitreißen lassen, ist ja nicht so dringend mit der Siedlungssache wie wenn die Orks vor der Türe stehen und das kann man jahrelang ausspielen, wenn man möchte.


    Wanderschaft – Möglichkeit 2 – versteckt
    Dann gäbe es noch einen zweite Möglichkeit, die Hobbitdame ist verbannt worden.
    Hierbei sehe ich die Schwierigkeit in der Verstecktheit des Hintergrundes. Erstmal ist vielleicht auf einem Con nicht unbedingt soviel Zeit oder Muße, sich mit „unwichtigen“ fremden Spielern zu beschäftigen, und dann denken sich die anderen Larper später „Das Mädel hatte ja coole Füße, nur leider hat die sich so gar keine Gedanken um den Charakter gemacht“, weil ich das anders als die Siedlungssache den Leuten ja nicht auf die Nase binde.
    Oder wenn sich mal jemand Fremdes mit mir unterhält und mir vielleicht auch anmerkt, dass ich eher frisch im Larp dabei bin, steigt der da evt auch nicht drauf ein, weil er denkt, dass ich hinter der nebulösen Geschichte einfach nichts habe.
    Ich muss meinen Privatplot nicht unbedingt jedem auf die Nase binden, aber dass bei Fremden der Eindruck entsteht, ich habe mir keine Gedanken gemacht, das möchte ich auch nicht.
    Und falls da mal ein Zusammenspiel entsteht, könnte es vielleicht abschreckend wirken, mich irgendwo mit einzuplanen, weil ich nicht vertrauenswürdig bin?
    Als Grund für eine Verbannung habe ich mir etwas eher Harmloses ausgedacht, das Schummeln in einem Wettbewerb, entweder eine Art Kochwettbewerb oder eine Anpflanzung der besten was-auch-immer-Pflanze. Mein Hobbit ist auch nicht einfach so aus Gewinnsucht auf die Idee gekommen zu schummeln, dahinter steckt noch jahrelange Rivalität mit einer Person, mit der man auch zwischenmenschlich nicht auskommt, und entsprechende Demütigungen, so dass die Hobbitdame zu dieser Möglichkeit gegriffen hat. Also nicht ein von Natur aus unehrlicher Charakter.
    Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das wählen soll, obwohl es natürlich interessantere Spielmöglichkeiten bietet.



    Wie kommt der Hobbit ans Spiel?
    Es macht zwar Spaß, ein bisschen ambientig als Händler herumzulaufen, aber das möchte ich nicht die ganze Zeit machen. Irgendwie möchte ich ja auch mit anderen Privatplots oder dem Con-Plot in Berührung kommen, und da mache ich mir Sorgen, dass mich keiner „mitnimmt“ weil ich kein Kämpfer und ganz unnütz bin...
    Die Zigeunerhändlerin des Forums, Violetta?, hatte mir auch erzählt, dass sie als Kundschafterin/Spionin agiert, aber sie hat ja eine Gruppe, die sie extra dazu benutzt; ich habe keine Gruppe.
    Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Interaktion von Nicht-Kampf-Charakteren und fremden Larpern?
    Mich begleitet ein großer, schwer gerüsteter Nordmann. (Wir haben intime ein Zweckbündnis geschlossen.) Also besteht noch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ihn irgendwo hin mitnehmen will, und wenn er irgendeine Waffe aus dem Zelt holt, kann ich meinen Händlerkram abwerfen und mich dranhängen.
    Er könnte mich anfangs sogar absichtlich mitnehmen und dann als Lockvogel oder Bauernopfer benutzen, ohne dass ich es weiß. Der sagt mir „Hobbit, geh mal da und da hin und schaue/zähle/tue Folgendes“, ich mach das einfach mal ganz blauäugig, und da ich es überlebe und im Nachhinein die Bedeutung durchschaue, werde ich irgendwie als Kundschafter/Spion aufgebaut...



    Ich werde schon auch einen Kampf-Charakter spielen, aber ich möchte als Hobbit nicht ganz von plotrelevanten Aktionen ausgeschlossen sein, nur weil ich ohne Gruppe auf ein Con fahre...

  2. #2
    Kamikaze
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    Es ist auf jeden Fall schon mal schön, dass du dir über dein Konzept Gedanken machst und das ganze nicht zu arg aufbläst. Ins Spiel solltest du finden können, wenn du offen(siv) auf andere Spieler zu gehst. Ohne Gruppe wird vermutlich kaum jemand sagen: "Komm mit - wir gehen..." - du musst dich also selbst darum kümmern, zur richtigen zeit am richtigen Ort zu sein, um den Plot mit zu bekommen. Das ist mit Gruppe leichter, aber auch ohne Gruppe schaffbar. Die weltoffene Einstellung finde ich gut und ist zum ins-Spiel-finden mit Sicherheit hilfreich. Mit 1,68 bist du für einen Hobbit leider schon ziemlich groß... künstliche Füße habe ich bisher nur drei mal auf Con gesehen, und jedes mal waren die ziemlich grauenhaft (weil völlig unnatürlich). Wenn du nicht barfuß laufen willst, macht es vielleicht Sinn, wenn du dir lieber Schuhe aussuchst, die zum Hobbit-Look passen. Andererseits kannst du natürlich auch einfach einen Menschen spielen und hast dann keine rassenbedingten OT-IT-Probleme mehr. Jetzt muss ich leider zur Arbeit. Danach gibt's evtl. noch mehr Text.
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    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  3. #3
    Lieselotte
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    Idee zu Variante 1: es gibt gar keine Katastrophe. Vielmehr haben die Hobbits halt viel geschnackselt (lange Lebenszeit, lange fruchtbare Phase, generell eher familienorientiert) und es gibt jetzt viele Junghobbits. Irgendwo müssen auch Junghobbits wohnen und von irgendwas müssen die ernährt werden und bevor man jetzt die hübschen Ziergärten in Kartoffeläcker umwandelt, sucht man eben nach neuen Siedlungsgebieten.

  4. #4
    Lela
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    Ich denke, dass du dich als einzelner Spieler eher um Spiel bemühen musst. Oft löst sich bei mir das Problem dadurch, dass ich auch viel Essen dabei habe und mit anderen handle oder teile und dadurch ins Gespräch komme was aktuell passiert. Meist gesellt man sich dann doch zu einer Gruppe auf dem Con und kommt besser ins Spiel. Nach einer Weile lernt man viele Leute kennen und kommt dann auch durch die üblichen verdächtigen an Informationen

    Darf man denn fragen weshalb du dich keiner Gruppe anschließen möchtest?

  5. #5
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Corfia2013 Beitrag anzeigen
    Ich selbst bin 1,68 m groß, wiege 55-60 kg
    Hobbits werden als - im Schnitt -1 Meter groß beschrieben. Der Name "Halbling" kommt ja nicht von ungefähr. Soll nicht heißen, daß nur Kleinwüchsige eine solche Rolle ergreifen können, aber in meinen Augen strapaziert es schon etwas die Glaubwürdigkeit, wenn man als Hobbit locker die Hälfte der anwesenden Menschen, Elfen, etc. gleiches Geschlechtes überragt.

    Insofern - ja, die Frage, warum Du bei Deiner Statur einen Hobbit spielen willst, wäre schon interessant. Als Mensch könntest Du ja den gleichen bzw. einen sehr ähnlichen Charakter bespielen, und könntest Dir dazu die Fußprothesen sparen. Diese Glaubhaft hinzubekommen stelle ich mir nicht leicht vor.
    Geändert von Kelmon (10.07.2014 um 09:37 Uhr)
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  6. #6
    Dunstläufer
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    Zu deinen Bedenken, ob und wie man als Nicht-Kämpfer ins Spiel kommt, wenn man keine Gruppe hat und auch sonst für den Plot nicht relevant ist: Ich selbst war erst auf einer einzigen Con, und das mit einem Schreiberlehrling und ohne Gruppe. Ich konnte praktisch nichts außer schreiben und rennen. Das hat mich zu Beginn auch schon genug beschäftigt. Ja, ih habe zwischendurch eine Stunde oder zwei schreibend rumgesessen, war als nur fürs Ambiente gut. Dabei wure ich aber auch immer wieder zwischendurch angespielt, weil Leute mich etwas fragen oder mit mir reden wollten, langweilig war es nicht. In Kampfsituationen finde ich es durchaus unterhaltsam, sich beschützen zu lassen, da haben lle was davon. Es lief auch eine Händlerin auf der Con rum. Die hat ihre Waren ausgebreitet und war sofort von potentiellen Käufern umlagert. Außerdem hatte sie eine Kiepe, darin hat sie bei längeren Touren alles von Heilerzeug über Wasser zu Essen und Waffen transportiert, was äußerst praktisch war. Später habe ich mich dann, als die Kämpfe sich häuften, in erster Hilfe unterweisen lassen, weil wir zu wenig Heiler hatten, ich konnte dann einfache Verbände anlegen und damit kleinere Wunden versorgen, bis richtige Hilfe kam. Zusätzlich hatte mir ein Kämpfer einen Flachmann mit "Alkohol" zugesteckt, mit dem ich Wunden auswaschen und Verwundete beruhigen konnte. Bald rannte ich nur noch it dieser Flasche übers Schlachtfeld und habe teilweise auch Heilern assistiert ("Halt mal den Wundhaken so, damit ich die Ader abklemmen kann."). Es war auch ohne Kampf und fast ohne Heilerspiel sehr spannend. Du hast aber ja schon angedeutet, dass du vielleicht auch einige Tinkturen oder Heilkräuter verkaufen möchtest, spätestens damit solltest du genug zu tun haben.
    LG Schnappy

  7. #7
    Corfia2013
    Corfia2013 ist offline
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    Oh, das war ein kleines Missverständnis, kamikaze. Ich möchte schon aktiv mit Leuten ins Spiel kommen, aber ich bin ja ziemlich unnütz. Wenn da auf einmal ein paar Leute aufgeregt diskutieren, man müsse den Chronisten der Magierakademie aus dem Mörderwald rausholen o.Ä., da wird ein 2-m-Nordmann sicher eher als wertvolles Teammitglied angesehen als so ein kleiner Hobbit Darum habe ich mir Sorgen gemacht.

    Ich möchte mich schon einer Gruppe anschließen, aber ich habe noch keine passende gefunden, die sucht. Das ändert sich vielleicht, wenn ich in Niedersachsen wohne und da mal zu einem Stammtisch oder so gehe, aber das weiß ich jetzt noch nicht und deshalb plane ich erstmal ein Konzept auf den Nordmann und mich. Ich will mich auch nicht von der Existenz einer Gruppe abhängig machen, und trotzdem auf ein Con fahren, wenn ich noch keine habe, da brauche ich natürlich ein Solo-Konzeot.


    Warum ich einen Hobbit spielen möchte: zuerst war es nur ein Scherz, weil ich auf diesem Tages-Con zwischen spätem Frühstück und frühem Abendessen schon am verhungern war. Ich hab mir überlegt, was ich alles mitnehmen möchte und wie man das einigermaßen ambientig verpacken kann, und dann wurde mir irgendwann klar, dass ich mit so einer kleinen Tasche nicht hinkomme und keinen Söldner machen kann.

    Aber die Hobbitidee hat mich nicht losgelassen, weil mir immer wieder Situationen in den Kopf gekommen sind, wo ich als Hobbit bessere Spielmöglichkeiten hätte. Gerade bei dem Ansprechen fremder Leute, das kam mir in meinem Kopf als Hobbit ungezwungener vor als mit einem Menschen, von Hobbits gibt es Klischeevorstellungen und ich finde, da passt es gut rein. Bei Menschen ist nie klar, ob der einfach eine solche Rolle spielt, weil er nicht spielen kann oder unkreativ ist oder weil der sich da einen entsprechenden Charakter ausgedacht hat.
    (Ja, ich hab schon schlechte Anspiel-Erfahrungen gemacht, leider die einzigen mit fremden Spielern, daher bin ich ein bisschen von dem kontaktfreudigen Menschen abgeschreckt).


    Und: Hobbits sind einfach toll! Bevor es die Herr der Ringe-Filme gab, habe ich Star Wars gesehen und irritiere meine Freunde bis heute mit einer eigentümlichen Vorliebe für Ewoks. Kleine gern essende Nicht-Kämpfer, die über sich hinauswachsen müssen, haben es mir einfach angetan! (Wenn man die Technologie der Soladaten und der Ewoks gegenüber stellt, sind die auf den ersten Blick eher Nicht-Krieger, weil man denkt, dass die einfach absolut untergehen müssen). Ich habe sogar ein Ewoks-Buch geschenkt bekommen, weil ich die so toll fand


    Also, ich mag Hobbits gerne, ich habe einige Identifikationsmöglichkeiten und ich sehe tolles Spielerpotential darin.

    Der andere Larper meinte auch gar nicht, dass ich zu groß wäre, nur zu dünn und unknubbelig. Er stellte sich Hobbits doch wesentlich moppeliger vor. Deswegen hoffe ich, dass die Größe vielleicht noch geht, wenn der Rest stimmt.



    Bin jetzt auf einem Festival und kann leider erst am Sonntag wieder antworten.
    Vielen Dank schonmal für die vielen Rückmeldungen.

  8. #8
    Kelmon
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    Wenn er sagte, daß Du gefühlt zu dünn bist, heißt das für mich auch nichts anderes, als daß Du für Dein Gewicht zu groß bist. Einem großen, voluminösen Menschen nehme ich trotz seiner Größe den Hobbit auch immer noch eben ein Stückchen mehr ab als einem dünnen, großen Menschen.

    Das bekannte Klischee von Hobbit ist für mich Essen, Gemütlichkeit, Geselligkeit, eine gewisse Naturverbundenheit, eine Scheu vor Abenteuern und eine Verschlossenheit vor allem Fremden. Ein Hobbit, der umherzieht und jeden in Reichweite anlabert ist für mich erstmal eher ein Bruch damit, d.h. dies sollte man ausgleichen, in dem man andere Teile des Klischees voll einbringt.

    Tatsächlich schlagen die Tolkien-Inspirierten D&D-Halblinge und Kender etwas mehr in diese abenteuerlustige und kommunikative Kerbe.
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  9. #9
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    Ich muss leider auch sagen, dass ich dich eher zu groß (und bei dem Gewicht vermutlich auch schlank) für einen Hobbit finde.

    M.M.n. sollte man für kleine Rassen unterdurchschnittlich groß sein (und am besten nicht zu schlank, sondern eher gedrungen), das bist du leider nicht.
    Künstlich rotgefärbte Haare unterstützen das vermutlich auch nicht gerade (sind sie in dem typisch orangen "Karottenrot" gefärbt, das natürlich rote Haare haben, oder in dem so modernen kühlen Rot?) ...
    Beispiele:
    natürliches Rot, braucht man nicht zu verstecken
    Künstliches Rot, würde ich verstecken

    Wenns sein muss, empfehle ich dir, richtig in die Klischeekiste zu greifen: Ggf. Perücke (wenn deine Haare kein oranges Rot haben), viele Kleidungsschichten und auspolstern, um weniger schlank zu erscheinen.

    Generell bräuchte man aber ein Bild, um beurteilen zu können, wie es wirkt.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  10. #10
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    Aber die Hobbitidee hat mich nicht losgelassen, weil mir immer wieder Situationen in den Kopf gekommen sind, wo ich als Hobbit bessere Spielmöglichkeiten hätte.
    Welche denn? Ich habe bisher noch (abgesehen von Tierwesen) keinen Spielansatz gefunden, der mit einem menschlichen Charakter nicht ebenso möglich gewesen wäre.

    Gerade bei dem Ansprechen fremder Leute, das kam mir in meinem Kopf als Hobbit ungezwungener vor als mit einem Menschen, von Hobbits gibt es Klischeevorstellungen und ich finde, da passt es gut rein.
    Wenn ich mir die Hobbits aus Herr der Ringe als Vorlage nehme ist das genau nicht der Fall, da sie (wie Kelmon auch schon festgestellt hat) neuem und fremdem gegenüber als eher ablehnend und bisweilen sogar eigenbrötlerisch und starrsinnig dargestellt werden. Ein Paradebeispiel ist dafür auch in den Filmen zu sehen - nämlich als die Zwerge und Gandalf an Bilbo herantreten und ihn zur Reise überreden wollen. Bilbo lehnt dies sofort und ohne nachzudenken ab. Schon zuvor ist er sehr erbost über die vielen Fremden in seinem Smial. --> Ein weltoffener Hobbit ist da ein gewisser Klischeebruch, der durch möglichst alle anderen rassentypischen Klischees ausgeglichen werden sollte, um als das was der Charakter sein soll (hier: ein Hobbit) erkannt und wahrgenommen wird.
    Nun bist du zudem noch überdurchschnittlich groß (unter den Spielerinnen), was wieder einen Klischeebruch bedeutet. Dann auch noch schlank (was einen großen Kostümaufwand erfordert, um das zu kaschieren). Dann hast du noch rote Haare, die ebenfalls für Hobbits untypisch (bzw. womöglich nichtmal "natürlich" aussehend) sind. Zu den Füßen habe ich meine Meinung oben bereits kund getan.
    Du siehst - das Bild des Hobbits passt immer schlechter auf dich. Um so größer wird also der Aufwand, den du für deine Darstellung bestreiben musst.

    Im Vergleich dazu ein Charakter mit den gleichen Spielmöglichkeiten, jedoch als Mensch:
    > du kannst Schuhe tragen
    > du brauchst deine Figur nicht künstlich dick zu machen
    > deine Größe ist irrelevant (du bist ja ein Mensch, also kannst du da garnicht daneben liegen
    > deine Haare kannst du entweder (bei natürlich wirkender Farbe) problemlos zeigen, oder (bei unnatürlicher Farbe) unter einem beliebigen Hut verstecken.
    > du kannst offen und unbefangen auf andere Spieler zu gehen, da du nicht an Rassentypische Verhaltensmuster gebunden bist

    Bei Menschen ist nie klar, ob der einfach eine solche Rolle spielt, weil er nicht spielen kann oder unkreativ ist oder weil der sich da einen entsprechenden Charakter ausgedacht hat.
    Diesen Satz verstehe ich nicht. Wenn du einen anderen Spieler anspielst, reagiert er in irgend einer Form. Dies ist die Reaktion seines Charakters, mit der du weiterspielen kannst. Ob das nun schlecht gespielt, unkreativ oder ausgedacht ist, ist dabei primär egal. Wenn dir (IT oder OT) die Reaktion nicht taugt, kannst du ja jederzeit mit anderen Leuten spielen.

    Zum "wertvoll sein": Wenn dein Spiel den anderen Spielern spaß macht, werden sie dich gerne dabei haben (und dafür irgendwelche Gründe finden). Wenn nicht - tja dann solltest du dein Spiel überdenken oder (wie oben) mit anderen Leuten spielen. So zumindest meine Erfahrungen als Weichei-Charakter-Spieler.
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