Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Sunja
    Sunja ist offline
    Grünschnabel

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    Kräuterkundler ohne Ziel

    Hallo ihr lieben, ich habe mich die letzten Tage ein wenig mit meinem Charackter gefasst und mich durch das Larpwiki gekaut um einen Grundriss für meinen Charackter zu schaffen. Es ist mit sicherheit sehr knapp verfasst, soll aber das Grundgerüst sein.

    Nun steck ich ein wenig fest, denn ich mich mir nicht sicher wie ich mein ziel definieren soll, denn meine Wanderschaft erfüllt mich voll und ganz. Kann denn in dem Fall der Weg das Ziel sein?

    Hier mal mein Gerüst:

    Sunja, Tochter von Degenar
    Streundende Kräuterkundlerin


    Vater: Degenar, Abenteurer
    Mutter: Liebgard, Bäckerin
    Geschwister: Halbgeschwister, diese sind aber unbekannt.


    Eigenschaften
    Ausgelassen, einfühlsam, entschlossen, freigeistig, gehorsam, hartnäckig, klug, leichtsinnig, leidenschaftlich, neugierig, selbstsicher, strebsam, vorsichtig, zielstrebig


    Meine Stärken
    Sozial, Hilfsbereit, Liebevoll und Enthusiastisch


    Meine Schwächen
    Naiv, Emotional, Rachsüchtig


    Meine Mutter, einst von Degenar verlassen, ist eine Bäckerin in meinem Heimatdorf. Sie arbeitete Tag aus, Tag ein um meinet willen, um mir ein besseres Leben zu geben. Was am Ende eines Arbeitstages übrig war, reichte nicht einmal um satt zu werden. Leider wurde sie oft krank, so das ich sie immer wieder pflegen musste. Unsere Hebamme aus dem Dorf zeigte mir einige Kräuter, die meiner Mutter halfen zu genesen. Interessiert wante ich mich immer wieder an diese Hebamme, wissbegierig, neues zu lernen. Leider wurde sie wegen Hexerei angezeigt und so kam es, das ich nicht weiter Ihrer Lehre lauschen konnte.


    Ich schwor mir, ihr Erbe weiter zu führen und Krankheit und Leid von dieser Welt zu bannen. Als ich alt genug war, um mein Elternhaus zu verlassen, zog ich aus um mehr über Heilverfahren zu lernen. So ging ich bei erfahrenen Kräuterkundlern in die Lehre. Ich lernte Leiden zu mildern, Tinkturen und Salben herzustellen, Kräuterauszüge für den Kraftlosen Leib und auch Schutz vor Licht. Meine Reise führte aus dem Herzogtum Holstein, über Schleswig ins Königreich Dänemark.
    So konnte ich viele verschiedene Erfahurngen sammeln. Auf meinen Reisen schloss ich mich Söldnern und Kriegern an, die mich sicher an meine Ziele brachten, selbstverständlich gegen Leistung meines Wissens. Ich stellte ihnen Wickel und Salben her, aber auch Gifte für den Kampf. Zu meinem Leidwesen habe ich auf meinen Reisen, über die Menschheit mehr gelernt, als in den Lehrstunden meiner Meister. So viel Boshaftigkeit und Niedertracht haben auf mich abgefärbt, so das ich auch heute noch oft den Gedanken hege meine Unliebsamen Weggefährten durch einen Schlummertrunk aus dem Weg zu räumen. Da ich meine Seele Gaia versprochen habe, ist dies eine sehr unliebsame Seite meiner selbst, über die ich nicht gern rede.


    Ich bin ein Streuer, bin selten lange Zeit an einem Ort, mein Wissensdurst drängt mich stets weiter. Durch meine Kontaktfreude lerne ich stets neue Menschen kennen und sitze jeden Abend an einem anderen Feuer. Dabei liebe ich Geschichten und Gesang. Ich schätze die Gegenwart anderer Personen, bin aber auch gern alleine um nachzudenken, Kräuter zu sammeln, um zu mir selber zu finden. Die Liebe hält mich nur auf, daher lasse ich Männer nicht an mich ran.

    Was fehlt, was kann besser?

    Liebe Grüße

    Eure Sunja

    EDIT: So mal am Rande, was kann ich für Waffen tragen, wenn überhaupt?
    Geändert von Sunja (10.08.2014 um 22:57 Uhr)

  2. #2
    Berodan
    Berodan ist offline
    Grünschnabel

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    Insgesamt solide.
    Vielleicht etwas zu viele Eigenschaften, aber wenn du alle auspielen kannst ok. Ich würde es auf weniger beschränken und die stärker herrausstellen.

    Was ich an der Hintergrundgeschichte ändern würde: das mit der kranken Mutter. Erst oft krank und die Tochter kümmert sich hingebungsvoll um sie, dann ist die Tochter alt genug und husch ist sie weg.
    Einfach nur Heilerlehre und weitergezogen reicht eigentlich schon. Aber könnte so bleiben wie es ist und ist auch besser als "Orks haben meine Familie erschlagen".

    Waffe.... der typische Wanderstab, Knüppel, Sax wäre auch schön.

  3. #3
    Nount
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    Ich finde, du brauchst kein bestimmtes Ziel. Gerade bei dem Beruf bietet es sich ja an, in der Welt herumzureisen - es gibt ja überall unbekannte Pflanzen und neues Heilwissen, die/das man sammeln kann. Den Job "Sammler unbekannter Pflanzen für neue Medikamente" gibt es ja sogar heute noch.

    Die Geschichte finde ich tauglich - bis auf einen Punkt:
    Bitte lass die realen Orte weg. Es gibt im Larp kein Schleswig, kein Dänemark und kein Holstein, weil Larp nicht in der realen Welt spielt.
    Wenn man jemandem im Spiel von Dänemark erzählt, denkt derjenige eher an den letzten OT-Urlaub als an das unbekannte, interessante Land, von dem sein Charakter noch nie gehört hat ...

    Zur Bewaffnung:
    Die wichtigste Frage ist: Möchtest du denn OT gern kämpfen?
    Wenn du nicht kämpfen möchtest und die Waffe nur willst, um deinen Charakter zu schützen: Trag keine Waffe. Mit Waffe wird man eher als Bedrohung angesehen und eher angegriffen als ein Unbewaffneter.
    Du brauchst keine Waffe, um dich zu verteidigen. Weglaufen (oder hinter Bewaffneten verstecken) ist immer die aussichtsreichere Lösung, um heil davon zu kommen. Denn i.d.R. kann man den Gegner sowieso nicht ewig abhalten oder er bekommt Verstärkung und dann ists sowieso vorbei

    Wenn du kämpfen möchtest: Ein Wanderstab würde gut passen. Wenn du Einhandwaffen bevorzugst, ein Knüppel. Bei Metallwaffen käme es sehr aufs optische Gesamtkonzept des Charakters an, ob das passend ist.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  4. #4
    Kamikaze
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    Hexerei und Magie ist in den meisten LARP-Ländern soweit verbreitet, dass es oft nur mehr ein "Handwerk" ist, wie Tischler oder Steinmetz.
    Einzelne Ausnahmen gibt es natürlich.
    Insofern ist die Geschichte mit "Der Hexerei angeklagt" oft eher unglaubwürdig im LARP.
    Sonst kann ich meinen Vorrednern bloß zustimmen:

    > Kranke Mutter verlassen, sobald du alt genug bist: eher ein "böser" Schachzug und passt nicht zur liebevollen Tochter
    > bitte keine realen Orte oder Religionen.

    Auch zum Kampfverhalten kann ich Nount nur beipflichten. Ohne Waffe steigen die Überlebenschancen im Vergleich zum "ich trage nur eine Waffe zum Schutz" extrem stark. Wenn du also nicht aktiv kämpfen willst - lass es ganz bleiben und überlass lieber den Kämpfrcharakteren das kämpfen. Soist auch das Überleben deines Charakters wahrscheinlicher, wenn du wirklich mal in feindliche Hände fällst, da unbewaffnete SC in aller Regel nicht einfach getötet werden, sondern gefangen, befragt, gefoltert, etc., bis sich eine Möglichkeit zur Flucht ergibt (teils sogar durch die Angreifer initiiert) oder die Befreier anrücken und dich raus hauen.
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  5. #5
    Cartefius
    Cartefius ist offline
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    Grundsätzlich ist die Wahl einer Kräuter- und Heilkundigen solide, das ist zwar eine sehr häufige Rolle, aber auch eine, die in viele Hintergründe passt und mit der man einigermaßen nah am Plot dran sein kann.

    Bei den Eigenschaften würde ich auch sagen, dass da weniger mehr ist, vor allem weil sich vieles widerspricht: Gleichzeitig freigeistig und gehorsam, vorsichtig und leichtsinnig zu sein, ist nicht so gut möglich, und in dieser Menge bleibt vieles davon sehr abstrakt. Ich würde mich da auf ein oder zwei Dinge konzentrieren, und vor allem überlegen: Wie setze ich das um? Was mache ich in Alltagssituationen, um diese Eigenschaft zu schauspielern?

    Die Sache mit der Giftmischerei finde ich etwas komisch: Jemand, der ursprünglich aus einem Heilberuf kommt, sich jetzt aber in täglichen Phantasien ergeht, seine Reisegefährten zu ermorden, ist meiner Meinung nach schon ziemlich starker Tobak, und ich finde das für Charaktere, die nicht gerade einen ordentlichen Knacks mitbekommen haben, eigentlich unpassend. Das Spiel mit Giften im Larp finde ich auch manchmal etwas schwierig, aber grundsätzlich geht das schon.

    Beim Gaia-Glauben fehlt mir noch ein bisschen die Umsetzung: Ich finde es völlig ok, Charaktere im Larp zu spielen für die der Glaube keine große Rolle spielt, aber bei religiösen Figuren sollte man sich überlegen, was für Auswirkungen das eigentlich auf das tägliche Handeln hat. Gibt es da eine offizielle Kirche, oder sucht sich da jeder selber seinen Weg?

    Was die Waffenwahl angeht, so würde ich mir auch die Frage stellen, ob du kämpfen willst oder nicht. Falls du kämpfen willst, gibt es da verschiedene Möglichkeiten, je nach Hintergrund, allerdings würde ich für einen Charakter, der wie beschrieben sehr dörflich und nicht-militärisch angelegt ist, tatsächlich auch eher zu improvisierten und nichtprofessionellen Waffen wie Wanderstock, Sichel oder Haumesser greifen.

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