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  1. #11
    Rabensang
    Rabensang ist offline
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    Das mit den Rassen wurde ja schon ganz gut erklärt,auch wenn es immer Spielraum gibt. Bei Elfen gibt es z.B. die klassischen Tolkien-Elben (groß, weise, intelligent, körperlich überlegen...), aber auch wildere Versionen wie z.B. im Witcher-Universum. Aber letztendlich: Elfen sind keine Menschen mit spitzen Ohren. Sie sollten sich schon deutlich von der Darstellung eines Menschen unterscheiden (die wir nunmal sind und deswegen nicht spielen brauchen). Andere Rassen müssen entsprechend dargestellt werden, was einen Anfänger meist überforden KANN. Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt schauspielerisch begabte Leute, die aus der Kalten heraus super Darstellungen von fremden Rassen hinbekommen, für die Meisten trifft das jedoch nicht zu.

    @Schwert: Das Schwert ist in allen Kulturen stets eine Waffe der Privilegierten gewesen. Sie sind teuer, bilden die Königsklasse der Waffentechnologie im Nahkampf und sind von der Anwendung her recht speziell, was eine spezielle Ausbildung erfordert. Dazu kommt, dass sie ein reines Tötungswerkzeug sind und abgesehen vom Kampfeinsatz keinen Nutzen haben. Das sind alles Gründe dafür, dass Schwerter eigentlich selten sein sollten (und historisch auch waren) und eher von entsprechenden Personen eingesetzt wurden (also kulturübergreifend Ritter, Adelige, Eliteeinheiten...). Nun kann man sagen, dass wir Fantasy spielen und da irdische Regeln nicht gelten. Jein. Am handwerklichen Anspruch einer Schwertherstellung ändert sich ja durch Fantasy wenig, zumindest ist das meine Meinung. So kommt es schon sehr seltsam rüber, wenn Bauer X oder Streuner Y mit nem Schwert (sprich einer teuren Hightechwaffe) rumläuft.
    Speziell zu deinem Konzept: Für einen "Waldläufer", welcher genauen Profession auch immer, ist ein Schwert eine unpassende Waffe. Ein Schwert kann im Gegensatz zu ner Axt nicht als Werkzeug verwendet werden, im Gegensatz zu nem Speer nicht als Jagdwaffe. Dabei benötigt es viel Pflege im Gegensatz zu einer Axt oder einem Speer. Um bei einem Naturvolk ist die Technologie für die Schwertherstellung wohl kaum vorhanden, reicht vielleicht für Kurzschwerter. Eine Keule wäre da zum Beispiel viel stimmiger (und als Beweis, dass "Keule" nicht bloß stumpf ein grober Ast oder Holzknüppel ist, das ist die Keule meines Stammeskriegers: http://fav.me/d6lnof8).

    Du hast Recht damit, dass manche Waffen nicht so eingesetzt werden können, wie sie eigentlich sollten. Das gilt für Speere aber genauso wie für Schwerter. Von daher gibt es Möglichkeiten, mit nem Speer zu kämpfen, ohne zu stechen. Ist einfach nur eine Übungsfrage. Man kann weit ausholende Schläge genauso machen wie kurze Schläge, die man über das Durchbiegen und Zurückschnellen des Speeres erreicht. Lässt sich schwer in Worte fassen, aber da gehen schon einige Dinge. Vielleicht findest du ja paar erfahrene Larper, die dir da was beibringen können. Bei uns in der Gruppe hat jedenfalls ein Mädel nen Speer (ca. 1,70 m lang) und kann damit sehr offensiv vorgehen, ohne damit zu stechen). Beim Stabkampf setzt man aber hauptsächlich auf Schläge, so dass das Wegfallen von Stößen da nicht so ins Gewicht fällt.

    Wegen Federn, frag doch mal im Zoo nach, mache geben die gemauserten Federn gern ab.

  2. #12
    Dennis
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    Hübsche Keule Für mich nicht sehr elfisch, für einen menschlichen Charakter ist sowas aber toll!
    http://goblinbau.wordpress.com
    Manchmal blogge ich Pen&Paper Zeug

    ~zurück aus den larplosen Landen~

  3. #13
    Rabensang
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    Bin ja auch kein Elf, aber nur mal so als Beispiel. Und es gibt ja auch eher wilde und ursprüngliche Interpretationen von Elfen, wie sowas: http://th00.deviantart.net/fs71/PRE/...rt-d6ln0fa.jpg Mag zwar nicht jeder so als Idealbild der Elfen sehen, aber geht auch.

  4. #14
    Dutch
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    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    @Schwert: Das Schwert ist in allen Kulturen stets eine Waffe der Privilegierten gewesen.[...]
    Die Allgemeingültigkeit von "In allen Kulturen immer" lässt sich kaum halten und wäre für mich persönlich in einem Fantasy-Umfeld auch nicht entscheidend.
    Gerade wenn man eine historische Perspektive einnehmen wollte, kommt man zwar einerseits zu der Erkenntnis, dass das klassische europäische Ritterschwert tatsächlich nicht von jedem X-beliebigen Streiter geführt werden durfte. Dass andererseits der einfache Kämpfer in der Schlachtreihe trotzdem eine mehr oder weniger lange Klingenwaffe geführt hat. Diese "Schwerter" haben sich in ein paar entscheidenden Eigenschaften vom ritterlichen Schwert unterschieden. Was sie im Kampf aber nicht ungefährlicher machte.

    Dass ein reisender Abenteurer also eine lange Klingenwaffe nicht nur besitzt, sondern damit auch umgehen kann, ist in einer Fantasy-Welt für mich persönlich realistisch.
    In der LARP-Realität bedeutet "Schwert" oder "lange Klingenwaffe" dann aber nicht selten "das preiswerte Einsteigerlangschwert im Ritterschwert-Design", weil das Budget nicht mehr hergibt. Und von diesem Holzweg kann man sich als Beginner ruhig weglotsen lassen.

    Für einen nicht-ritterlichen Kämpfer kann man z.B. nach einem sog. langen Messer, einer Bauernwehr, einem Falchion, o.ä. schauen. Das wären bodenständige aber effektive Waffen, die in der realen Geschichte massenhaft verbreitet waren. In einer Fantasy-Welt könnte man so etwas auch auf der Reise eingetauscht oder vielleicht tatsächlich auf einem verlassenen Schlachtfeld gefunden haben. Die bekannten Polsterwaffen-Anbieter haben mittlerweile ein recht breites Angebot solcher alternativen Klingenwaffen.

    Bei einer Elfin würde/sollte ein Schwert allerdings gar nicht wie das eines Ritters oder eines Kriegsknechtes aussehen. Hier sind elfischere Designs gefragt, die den nicht-menschlichen Eindruck mit unterstreichen. Genau deshalb können Fremdrassen auch das Budget eines Einsteigers übersteigen und zu einer stark kompromiss-belasteten, halbfertigen Darstellung führen. Normalerweise bringt diese leider weder dem Spieler selbst noch seinen Mitspielern im Spiel den erhofften Elfen-Effekt.

    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Speziell zu deinem Konzept: Für einen "Waldläufer" [...] ist ein Schwert eine unpassende Waffe. Ein Schwert kann im Gegensatz zu ner Axt nicht als Werkzeug verwendet werden, [...]
    Der Fantasy-Waldläufer ist hier und in anderen Communities lange Zeit als schwertloser Charakter propagiert worden, dessen Bewaffnung immer auch einen Nutzen als Werkzeug oder zur Jagd haben sollte. Ich sehe das mittlerweile anders. Eine für Holzarbeiten geeignete Axt z.B. taugt nicht zum Kämpfen, eine kampftaugliche Kriegsaxt dagegen nicht für Holzarbeiten. In einer Welt, in der überall Untote, Orks und böse Buben lauern, kann eine gute Basis-Bewaffnung mit Schwert daher passend sein, so lange man den Charakter nicht in schwerer Vollrüstung durch die Wildnis pirschen lassen möchte.

    Tschüs
    Michael
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  5. #15
    Newgreen
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    Ich hab seit einiger Zeit über ein ähnliches Konzept nach:

    Es geht prinzipiel um einen Krieger / Normaden (leicht orientalisch angehaucht) der aus einem Stamm kommt in dem jedem jungen Mann der ein gewisses Alter erreicht hat ein Geist eines gefallenen Kriegers zugeteilt wird.

    Das ist ein Carakterkonzept bei dem man einen Schamanischen Schutzgeist hat, den bewaffneten Kampf praktizieren kann aber nicht umbedingt Zaubern muss

    Auserdem kannst man das Konzept in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln (Den Schamanischen Sitten folgen/Weiter als Krieger kämpfen/...)

    Vielleicht kannst du ja etwas in diese Richtung spielen

  6. #16
    Dutch
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    Zitat Zitat von Newgreen Beitrag anzeigen
    Das ist ein Carakterkonzept bei dem man einen Schamanischen Schutzgeist hat, den bewaffneten Kampf praktizieren kann aber nicht umbedingt Zaubern muss
    Ich habe das Gefühl, zwischen den Zeilen ein Missverständnis herauszulesen. Schamanismus ist eine Religion. Um dieser Religion anzuhängen und sie auszuüben, muss der Charakter nicht selbst Schamane sein. Dementsprechend muss er auch weder "magisches Talent" haben noch "Zauber ausführen".

    Ein Schamanismus-Gläubiger glaubt an die Naturgeister und vertraut darauf, dass sie ihm helfen, wenn er sie verehrt und ihnen seinen Respekt erweist. Der Schamane ist so etwas wie sein Seelsorger, der als Mittler zwischen jener geheimnisvollen mächtigen Geisterwelt und den normalen Gläubigen fungiert.

    In dem von dir zitierten Konzept glaubt ein Krieger daran, dass ihm der Geist eines ehemaligen Kriegers beisteht. Er zaubert natürlich gar nicht, sondern kämpft. Aber er wird sicher jede Gelegenheit nutzen, den Kontakt zu seinem Geister-Mentor zu pflegen und ihm seine Ehrerbietung auf vielfältige Weise beweisen.

    Tschüs
    Michael
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