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  1. #1
    Ceridwen
    Ceridwen ist offline
    Grünschnabel

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    Charaktererstellung 1.0 (Vollblutanfänger)

    Hallo ihr Lieben,

    ich heiße Bianca, bin 21 Jahre und aus Bayern.
    Wie schon in der Überschrift zu erkennen ist, möchte ich mir selbst meinen ersten Larp Charakter "basteln". Ich habe mich die letzten Tage einmal komplett durch das gesamte Larp Wiki gelesen und bin somit schon mal ein paar Schritte voran gekommen, jedoch habe ich immernoch so viele Fragen und ungelöste Probleme, dass ich nun auf der Suche nach Hilfe bin und... wer hätte es gedacht, hier gelandet bin .

    Mein größtes Problem ist die Frage ob der Charakter der sich so ganz grob in meinem Kopf geformt hat zu mir passt. Im vorraus sollte man vielleicht dazu wissen, dass ich viele Piercings und Tattoos habe und kurze schwarze Haare.

    Zum Charakter:
    Es handelt sich um eine junge Frau (einen Namen habe ich noch nicht) die von ihren Eltern im Kindesalter verstoßen wurde, da sie einen Sohn und keine Tochter wollten. Ein Freund der Familie nahm das kleine Mädchen bei sich auf und gab ihm ein neues Heim und Unterricht im Schwertkampf, da er der Leiter einer Fechtschule war. Nachdem er einer Krankheit erlga, stahl sie eine Klinge und einzelne Rüstungsteile aus der Waffenkammer der Fechtschule und machte sich auf den Weg ins ungewisse um ihre Fechtkünste weiter zu entwickeln und den schmerzlichen Verlust mit neuen Eindrücken und Erfahrungen zu verdrängen.


    Ich besitze schon ein paar Rüstungsteile, da ich gerne so auf Mittelaltermärkten herum laufe (Schultern, Armschienen, Beinschienen und einen Rüstgürtel wollte ich mir bald zulegen) ebenfalls ein Schwert, eine Leinenhose und ein Leinenhemd. Da ich Schwertkampf im Verein trainiere sollte das zuaheun sozusagen, auch kein Problem darstellen

    Joaa... was haltet ihr von den Ansätzen, passt das ganze zusammen, ist es überhaupt ansatzweise so spielbar oder macht man sich damit lachhaft?
    Kann man die Geschichte als Grundgerüst nehmen?
    Muss ich auf Grund meines Aussehens irgend eine bestimmte Völkergruppe an Menschen nehmen oder ist das egal?
    Gehört jemand von euch zufällig einer Larp Gruppe im Raum Augsburg oder München an?


    Das wars fürs erste, ich freue mich über jeden Denkanstoß, Kritik oder Anmerkungen

    Lieben Gruß
    Bianca

  2. #2
    Belegond
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    Hallo Bianca,

    willkommen im Forum.
    Die Hintergrundgeschichte ist soweit schonmal ganz in Ordnung, allerdings solltest Du Dir vielleicht noch etwas überlegen, womit Dein Charakter so seinen Lebensuterhalt bestreitet. Irgendwo her muss die nächste Mahlzeit ja kommen.

    Was die Klamotte angeht: die Rüstung würde ich ehrlich gesagt eher weglassen, was Du so hast, schützt leider genau die Teile nicht, die als erstes geschützt werden sollten: Kopf und Torso. Der Rest ist dann eher Bonus, aber realistisch gesehen kannst du einen Hieb zum Arm oder zur Schulter schon überleben, zum Kopf oder in den Bauch nicht ganz so leicht.

    Meine Empfehlung: bau´ lieber erstmal die Gewandung aus, anstatt noch mehr unnötige Rüstung anzuschaffen. Zusätzlich zu dem, was Du schon hast, wäre ein Obergewand (Hemd ist Unterwäsche, ein Wams, eine Tunika oder eine Weste drüber wäre gut) und ein Hut ´ne gute Idee. Außerdem Mantel oder Gugel (Wolle, nicht Baumwolle) für schlechtes Wetter.

    Als ebenfalls Schwertkampf Trainierender kann ich Dir auch sagen, dass Dir das im Larp nicht so viel bringt, wie man meinen sollte. Viel wichtiger ist da das sichere und schöne Miteinander als das effektive Gegeneinander. Wenn Du magst und in der Gegend bist, komm gerne mal Samstag vormittag um 10 in den Münchner Hirschgarten, da trainieren einige von uns regelmäßig seit einigen Jahren. Danach kann man auch im Wirtshaus noch hervorragend über Charakterentwicklung etc. quatschen.

    Tschö, Peter
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    ist in Nöten Goldes Wert.

  3. #3
    Nount
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    Hallo und herzlich willkommen!

    Zitat Zitat von Ceridwen Beitrag anzeigen
    Mein größtes Problem ist die Frage ob der Charakter der sich so ganz grob in meinem Kopf geformt hat zu mir passt. Im vorraus sollte man vielleicht dazu wissen, dass ich viele Piercings und Tattoos habe und kurze schwarze Haare.
    Kurz zum Aussehen: Es gibt natürlich kein bestimmtes (Fantasy- oder historisches) Volk, das diese moderne Optik mit Piercings und Tattoos hat. Deshalb sollte man Tattoos so weit wie möglich verstecken - einige wenige mit (historischem) Kulturbezug könnten zu einer bestimmten Rolle passen, z.B. keltische Knoten, aber die meisten sehen einfach modern aus. Ich gehe mal davon aus, dass deine Tattoos unter der Kleidung verschwinden, dann wärs ja gar kein Problem (natürlich darf man auch mit modernen Tattoos auf den Armen ärmellose Gewandung tragen, aber man sieht dann eben immer einen Störfaktor). Bei Piercings empfehle ich - soweit möglich - Rausnehmen, Retainer, Verstecken oder "archaisch" aussehenden Schmuck. Piercings an sich sind ja keine moderne Sache, aber der heutige Schmuck sieht schon sehr modern aus. Zum (europäischen) Ritter passen die 3 Labrets, die zig Ohrstecker und das Nostril leider gar nicht, der Barbar oder Stammeskrieger könnte mit Horn- oder Holzschmuck durchaus seine Piercings der Rolle anpassen.
    Das ist aber keine Pflicht; es wirft einen auch keiner vom Con, wenn man seinen modernen Körperschmuck zeigt
    [Aber gerade Piercings sind nunmal meist im Gesicht - die anderen sieht ja keiner - und wenn ich jemandem mit drei modernen Labrets mit Hufeisenringen samt auffälligen Spitzen gegenüberstehe, nützt leider die schönste Gewandung nichts mehr, dann sehe ich nur noch den 2014er Schmuck ]

    Kurze Haare sind eigentlich kein Problem. Ich hab auch kurze Haare und trage fast immer Hut oder Perücke, aber nur, weil ich für mich kurze Haare als zu modern empfinde. Bei anderen kurzhaarigen Frauen störts mich nicht, wenn sie ihre Frisur offen ziegen.

    Zum Charakter:
    Es handelt sich um eine junge Frau (einen Namen habe ich noch nicht) die von ihren Eltern im Kindesalter verstoßen wurde, da sie einen Sohn und keine Tochter wollten. Ein Freund der Familie nahm das kleine Mädchen bei sich auf und gab ihm ein neues Heim und Unterricht im Schwertkampf, da er der Leiter einer Fechtschule war. Nachdem er einer Krankheit erlga, stahl sie eine Klinge und einzelne Rüstungsteile aus der Waffenkammer der Fechtschule und machte sich auf den Weg ins ungewisse um ihre Fechtkünste weiter zu entwickeln und den schmerzlichen Verlust mit neuen Eindrücken und Erfahrungen zu verdrängen.
    Ist mir eigentlich etwas zu klischeehaft - herzlose Eltern, verstorbener Ziehvater, das ist etwas zuviel Tragik für meinen Geschmack. Allerdings fragt sowieso keiner nach der Hintergrundgeschichte.

    Etwas problematisch finde ich, dass die Geschichte danach klingt, als wolltest du damit unpassende Ausrüstung "begründen". Von Arm- und Beinschienen als einziger Rüstung rate ich ab, das sieht sehr larpoptimiert aus.
    Denn: Arm- und Beinschienen sind OT recht billig, IT relativ nutzlos (denn: Wenn dich jemand umbringen will und dein Kopf und Torso ungeschützt sind, bringt dir der Schutz für Unterarme und Unterschenkel rein gar nichts, weil der Gegner auf Kopf und Torso zielt und die Enden deiner Extremitäten sind ganz weit davon entfernt ), OT aber relativ effektiv, weil deine OT-Gegner nur Freizeitkämpfer sind und der Kopf als Trefferzone sowieso rausfällt.
    Nur ein völlig verblödeter Mensch würde sich aus der Waffenkammer also Arm- und Beinschienen mitnehmen statt Helm und Torsoschutz. Dass da ausgerechnet ausschließlich Arm- und Beinschienen rumlagen und nichts anderes, wäre doch eher konstruiert und unglaubwürdig ...

    Nützlicher als die aktuelle Geschichte wäre eine, aus der du Verhaltensweisen, Bräuche etc. für deinen Charakter ziehen kannst, die du aktiv im Spiel umsetzen kannst. Genau dafür sollte sie nämlich eine Hilfestellung sein, keine Ausrede für Ausrüstung. Momentan ist sie aber eher keine Hilfestellung, denn wenn dein Charakter das Geschehene verdrängen will, kannst du ja nicht aktiv im Spiel darauf zurückgreifen.

    Schöner und etwas weniger abgedroschen fände ich sowieso andere Versionen, z.B.: Der Fechtlehrer war dein Vater, hat dir alles beigebracht, was er konnte (wenn du nicht wahnsinnig viel kannst - was als Larpkampfanfänger wahrscheinlich ist - Kämpfen mit Metallschwertern ist anders, weil Larpwaffen andere Voraussetzungen mitbringen - war er eben nicht der beste Fechter aller Zeiten ) und schickt dich jetzt los, um mehr zu lernen.
    Oder: Dein Charakter will Kriegerin werden und hat immer heimlich mit dem Nachbarn geübt, die Familie war dagegen und deshalb versucht er's auf eigene Faust.

    Ich weiß nicht, was ein "Rüstgürtel" ist (Ledermieder?), würde aber vom Kauf erstmal abraten. Besser wäre Wollkleidung - auch im Sommer kann die Temperatur nah an den Gefrierpunkt rücken und dann hilft dir Leinenkleidung nicht viel weiter -, mehr Charakterausstattung; wenn du Rüstung möchtest, empfiehlt sich als erstes ein Helm.

    Hintergrundgeschichte und Ausrüstung müssen für Einsteiger natürlich nicht perfekt sein, aber du wolltest ja Denkanstöße
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    Entspanne dich.
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  4. #4
    Awatron
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    Muss bei jedem Anfänger eine tragische Geschichte her? Entweder die Eltern von Orks getötet oder man wurde verstoßen. Und ein gestohlenes Schwert gehört auch dazu. Immer!
    Hier mal ein paar Ergebnise der Suche im Forum nach "Schwert" und "Gestohlen":
    Er hatte zwar kein eigenes Haus, aber er hatte mehr als nur sein Leben. Seine größte Beute war ein Schwert, welches er einem betrunkenen Soldatengestohlen hatte.
    da ich als frischer 'Ausreißer' gelte, welcher sich ein Schwert entwedet hat und sich davon gestohlen hatte.
    hauptsächlich dachte ich an einen (erbeuteten o. gestohlenen) Anderthalbhänder
    Du siehst, diese Idee ist sehr beliebt bei Anfängern.
    Was versprichst du dir von deiner Hintergrundgeschichte? Niemand wird einen auf Con fragen, wo man die Waffe her hat. Einfach nur auf Abenteuer ausziehen reicht nicht?
    Intoleranter Besserlaper (Harter Kern)

  5. #5
    bradley
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    Was bereits vorher gesagt wurde. Tragik vermeiden, gestohlene, erbeutete Ausrüstung möglichst auch. Letzteres wird gern mal genommen um unpassend zusammengewürfelte Ausrüstung zu "erklären".

    Früh kämpferisches Talent gezeigt, in Fechtschule aufgenommen, für XYZ gearbeitet und etwas Geld verdient. Fertig. In der Kürze liegt die Würze, denn nach deiner Hintergrundgeschichte fragt kaum einer und je konkreter und länger diese wird, desto unflexibler bist du später mit deinem Charakter.

    Ich lese heraus das du gern in Rüstung kämpfen willst. Schau mal das du Rüstugn für den Torso und den Kopf bekommst. Kette und Hirnhaube zB. Im Larpshop gibt es ansprechende Hirnhaube ab 40 €.

    Viel wichtiger ist allerdings die Kleidung, darüber solltest du dir zunächst Gedanken machen. Kannst du nähen?

  6. #6
    Gerwin
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    Zum Thema "kurze schwarze Haare":

    Ich bin da mal ehrlich. Mich stört so etwas. Zwar nicht extrem (so schlimm ist es nicht) aber man sollte eben bedenken, dass kurzhaarige Frauen eher eine moderne Erscheinung sind und schwarze Haare bei normalen Mitteleuropäern extrem selten bis nie vorkommen (sprich, gefärbte Haare UND kurze Haare). Beides Dinge die nicht wirklich in eine mittelalterliche Fantasywelt passen. Wenn du deinen Mitspielern einen Gefallen machen willst, deck sie halt ab. Der Aufwand geht gegen null, der Mehrwert ist groß.

    Mit Tattoos habe ich zumindest meist keine Probleme. Bei Piercings sieht das anders aus. Während Tattoos halbwegs in eine Fantasywelt passen ist das bei Piercings so gut wie nie der Fall.

    Schwertkampf im Verein hat WENIG mit einer Larpauseinandersetzung und meist NICHTS mit einer realen Auseinandersetzung zu tun.

    Zur Geschichte haben die anderen schon genug gesagt .

  7. #7
    Ceridwen
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    Erst einmal vielen herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten


    zu der Kritik zur Rüstung:
    ich muss gestehen ich dachte mir, man könnte die Sachen die ich habe (in diesem Fall durch die Geschichte) iiiirgendwie einbauen, aber ich sehe ein, nicht die optimale Idee, vorallem weil das Argument der Stiche auf Kopf und Torso tödlich war. Also werde ich mich wohl mal nach etwas sinnvoll schützendem umsehen, obwohl die „Plattenpanzer“ für Frauen eher aussehen wie ein Bikini... aber man kann ja auch erst einmal mit einem anderen Material anfangen.


    Zur Geschichte:
    wie öfters angesprochen, ja die Geschichte war sozusagen eine Begründung um die Rüstung zu erklären bzw rechtfertigen wohl ein recht beliebter Fehler. Und nein die Geschichte muss nicht dramatisch sein, mit einer Geschichte die einfacher ist käme ich denke ich auch besser zurecht, das war nur der erste Ansatz der mir eingefallen wäre um zum Beispiel die kurzen Harre zu erklären, da sie als Mädchen verstoßen wurde, der Versuch wie ein Mann zu wirken sozusagen. Aber Fazit: Geschichte nicht um die Rüstung bauen, realistischer und ohne „Schicksalsschläge“ gestalten!


    Da der Schwertkampf auch öfters angesprochen wurde, ich hatte zugegebener Maßen die Hoffnung es würde etwas nützen, nun gut, dann werde ich wohl erst einmal ziemlich dicke einstecken dürfen, aber was einen nicht umbringt, nicht wahr


    Einige meiner Tattoos sind sehr gut sichtbar, trotz Kleidung,, allerdings könnte der Unterarm wenigstens ansatzweise passen, da es ein lateinischer Spruch in einer Elbenähnlichen Schrift ist und ein Schiff in schwarz weiß, bunte Tattoos habe ich eh nicht.


    Die Piercings... das hatte ich fast schon vermutet, dass sie so manchen stören würden, Plugs hab ich aus Holz das sollte nicht das Problem darstellen, aber mit dem Rest muss ich mir noch etwas überlegen, weil all zu lange heraus nehmen kann ich sie nicht wirklich.


    Weil jemand den Beruf angesprochen hat den der Charakter im Moment nicht hat, ich war mir unschlüssig was man nehmen könnte, ich persönlich kann dank meines Kunststudiums relativ gut zeichnen, Vogelfedern und Tusche habe ich auch, könnte man daraus etwas machen?


    Und @bradley nein nähen kann ich leider absolut nicht...

  8. #8
    Nount
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    und schwarze Haare bei normalen Mitteleuropäern extrem selten bis nie vorkommen (sprich, gefärbte Haare UND kurze Haare). Beides Dinge die nicht wirklich in eine mittelalterliche Fantasywelt passen.
    Klar, schwarze Haare sind in Mitteleuropa seltener als Straßenköterblond, aber von "nie" kann echt keine Rede sein (mal davon abgesehen, dass ja jede zweite Frau ihre Haare verstecken müsste, wenn "gefärbt" ein Problem wäre - richtig helllbond ist nämlich auch selten und wird sehr häufig gefärbt). Meine sind schwarzbraun (der Unterschied zu Schwarz ist nicht sehr groß) und ich kenne deutlich mehr Leute mit meiner Haarfarbe als welche mit roten Haaren.

    Frauen-Plattenpanzer müsste man sich maßanfertigen lassen, das wird dann leider nicht so billig wie bei Männern. Wäre ein Kettenhemd eine Option? Das passt sich gut der weiblichen Figur an und ist nicht soo teuer.
    Für den Anfang ist übrigens Gambeson+Helm eine ganz nette Kombination, weil es mit relativ geringem Geldeinsatz deutlich gerüstet wirkt.

    Das Zeichnen/Malen könnte man prima einbauen, ob als Hauptberuf oder Nebenbeschäftigung, und kommt meist richtig gut an!
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  9. #9
    Awatron
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    Frauen-Plattenpanzer müsste man sich maßanfertigen lassen, das wird dann leider nicht so billig wie bei Männern.
    Das halte ich für ein Gerücht.
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  10. #10
    Gerwin
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    Das könnte dann allenfalls daran liegen, dass Frauen für Männerrüstungen nicht selten zu klein und schmal sind. Oder dass man eine Rüstung mit Körbchen will .

    Und es ist doch egal ob 50 Prozent aller Frauen ihre Haare abdecken sollten. Schwarze (nicht dunkle) Haare habe ich in Naturform bei Mitteleuropäern übrigens nur ganz selten bisher wahrgenommen. Ob es so etwas gibt ist aber irrelevant. Die Haare der Threaderstellerinnen sind offensichtlich gefärbt. Und das sieht man in den allermeisten Fällen. Ist jetzt kein superwichtiger Punkt, aber in meinen Augen stört eine gefärbte Kurzhaarfrisur deutlich mehr als ein neutrales Tattoo (keine Sternchen, Autos oder Kindernamen).

    Erklären musst du kurze Haare übrigens nicht. Der Grund dafür ist ganz einfach. Zwar fände ich eine Larpwelt ohne kurzhaarige Frauen deutlich ansprechender, am Ende machen sich da aber die wenigsten Frauen Gedanken drüber. Daher laufen extrem viele kurzhaarige Frauen im Larp rum (oder sagen wir, genauso viele wie die, die den OT-Kurzhaarmoden hinterherrennen). Daran ist jeder Charakter gewöhnt. Das ist ungefähr wie mein Lieblingsthema, kämpfende Frauen. Die wenigsten Frauen im Mittelalter oder der Antike haben gekämpft. Das wäre auch dumm gewesen. Im Larp haben sich kämpfende Frauen aber derartig durchgesetzt, dass mein Charakter zwar vielleicht sagen wird "nein in meiner Heimat ist das anders, ich kämpfe nicht an der Seite von Weibern/lasse mich nicht von einer Frau befehligen"). Er wird aber sicher nicht fragen "Weib woher habt ihr eigentlich das Schwert?" Dafür laufen einfach zu viele Weiber mit Schwertern rum .



    Und es geht nicht darum dass du im Kampf am Anfang "einsteckst". Bei sportlichen Larpkämpfen kann dir dein Schwertkampf evtl. sogar helfen. Du musst dann aber auch damit rechnen, dass der böse Angreifer sich eben realistisch verhält. Sprich, dich einfach mal packt und 100 Meter weiter wieder abstellt . Die wenigsten Larpkämpfe sind aber wirklich "sportlich". Das merkst du schon daran, dass viele Dinge die in einer sportlichen Auseinandersetzung wichtig sind einfach fehlen (Gewichtsklassen, Schiedsrichter die sich auskennen (!), feste Regeln die automatisch und für alle gelten, Geschlechterdifferenzierung). Im Larpkampf prallt halt der 42 jährige E-Sportler auf den 23jährigen Rugbyprofi. Das funktioniert nur, so lange niemand die Sache zu sportlich (oder ernst) sieht und alle nen Gang runterschalten.

    Mein Tipp aber am Ende: Probier es aus. Nimm dir halt die Sache die du vom MA-Markt hast, besorg dir eine günstige Larpwaffe und schau es dir einfach mal an. Auch Tattoos an den Unterarmen kann man verdecken..muss man aber nicht. Alle anderen Ratschläge sind extrem von deiner Larpumgebung abhängig. Es mag durchaus Larpumgebungen geben, in denen kämpfende Frauen noch nicht angekommen sind. Wenn du eine findest, gib mir Bescheid .
    Geändert von Gerwin (21.09.2014 um 00:56 Uhr)

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