Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Adolfo
    Adolfo ist offline
    Grünschnabel

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    Ein Abenteurer...

    ...soll es werden, aber nun ist die Frage ob ich, mit dem Hintergrund auf einen klassischen Fantasy-Larp gehen kann?

    Mir schwebt ein Charakter mit einem Sword&Planet-Hintergrund vor. Die bekanntesten Vertreter dieses Genres sind die Gor-Chroniken von John Norman oder die Barsoom-Romane (a.k.a. John Carter vom Mars) von Edgar Rice Burrough, aber auch Flash Gordon im weitesten Sinne.

    Die Hintergrundgeschichte kurz gefasst: Max Mustermann ist ein sehr normaler durchschnitts Mensch und arbeitet Nachts in einem Museum als Nachtwächter. Eines Nachts erwischt er eingie Diebe die Gegenstand X klauen möchten. Es stellt sich raus, das Gegenstand X ein Portal in eine andere Welt ist, in die Max Mustermann teleportiert wird.
    In der Welt Y wird Max erst Mitglied eines Barbarenstammes und später Mitglied einer Rebellengruppe, die gegen den bösen Imperator kämpft. Nach dem Endkampf gegen den Imperator, kehrt Mustmann nicht wie gehofft auf die Erde zurück, sondern landet im Fantasy-Multiversum...

    Ich bin auf eure Meinung gespannt.


    Gruß Adolfo


    PS: Und nein, ich werde nicht die ganze Zeit raus hängen lassen, dass ich von der Erde bin, geschweige denn die Dampfmaschiene oder so neu erfinden! Ich finde sowas würde den Spielspass und das Konzept kaputt machen!!!

  2. #2
    Scherbentoni
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    Ist das ehrlich... ich meine, willst du wirklich... ähm...puh... ja nee, klasse Hintergrund, Chapeau!
    hust*fake!*hust

  3. #3
    Adolfo
    Adolfo ist offline
    Grünschnabel

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    Ist eigentlich schon ernst gemeint, klar Namen werden natürlich noch eingefügt/ geändert.

  4. #4
    Cartefius
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    (Ich gehe mal, wie man es eigentlich immer machen sollte, davon aus, dass dieser Thread ernst gemeint ist, und antworte entsprechend.)
    Die Idee mit dem modernen (oder futuristischen) Menschen, den es in eine Fantasywelt verschlägt, ist ja in der Literatur ziemlich beliebt, vermutlich aus der Überlegung heraus, dass dies einem modernen Leser die Identifikation mit einer solchen Figur leichter machen und einen unverstellteren Blick auf die Welt gewähren soll - Beispiele reichen da von John Carter bis hin zu Harry Potter. ;-)

    Im Larp ist diese Technik nicht so häufig, obwohl ich z.B. schon Ideen gehört habe, z.B. ein Föderations-Außenteam undercover zu spielen. Alles in allem würde ich diesen Hintergrund auch aus verschiedenen Gründen nicht empfehlen:
    Erstens nimmst du dir damit selber viel Möglichkeit für Rollenspiel, nämlich den Aspekt, in die Rolle einer fremden Figur mit fremden Sichtweisen und Wertvorstellungen einzutauchen, was etwas ist, was viele Leute am Larp schätzen.
    Zweitens ist Literatur- oder Filmfantasywelt definitionsgemäß lückenlos und perfekt, eine Larpwelt ist das jedoch nicht: Cons finden oft auf Jugendherbergen mit modernen Sanitäranlagen statt, man trinkt Bier aus Flaschen mit Barcodes auf dem Etikett und der Ork trägt Bundeswehr-Springerstiefel. Als Fantasyfigur versucht man solche unpassenden Dinge zu vermeiden oder auszublenden, aber einem in diese Fantasywelt versetzten modernen Menschen müssten diese Diskrepanzen eigentlich sofort auffallen: "Das ist doch offensichtlich alles nicht echt hier!"
    Und drittens, und das ist vielleicht der wichtigste Punkt, ist in einem Buch oder Film der Protagonist der einzige, der in einer in sich geschlossenen Welt irgendwie "anders" ist. Im Larp besteht aber der überwiegende Teil der Welt, den man erlebt und mit dem man interagiert, aus anderen Spielern, und wenn jeder von denen irgendwie komisch "anders" ist bleibt von der runden, immersiven Fantasywelt nichts mehr übrig als ein Flickenteppich komischer Gestalten, die alle nicht so recht wissen, was sie hier sollen. Eine stimmige Fantasyszenerie lebt eben auch ganz gewaltig von passenden Charakteren, und die anderen Spieler haben es meist nicht so gern, wenn man die mühsam aufgebaute Stimmung dadurch kaputt macht, dass man die Immersion durchbricht und sagt: "Übrigens, ich bin gar nicht Rudolf der Ritter, sondern Bob der Buchhalter, der den Rudolf nur spielt!"

    Letztendlich kann man natürlich für jedes dieser Argumente als Gegenargument anführen: "Und was ist, wenn der Charakter sich so gut verstellt, dass es niemand merkt?" Unter diesem Umständen kann es tatsächlich sein, dass man ganz normal spielen kann und niemanden stört, aber sobald einem dies perfekt gelingt ist auch der Witz aus der Rolle raus: Dann hat man letztendlich das gleiche Spielerlebnis, das man ohne diesen "Dreh" in der Charaktergeschichte hätte.

  5. #5
    Hana
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    Du bist nicht der erste, der diese Idee hat, gerüchtehalber gab es schonmal ein Star Trek-Außenteam (natürlich in Fantasyklamotte wegen oberster Direktive) auf einem Großcon.

    Das Problem ist ... du hast nichts von dem Hintergrund. Das einzige, was du damit anfangen kannst, ist, dir während des Spiels zu denken "eigentlich bin ich ja ein 21. Jh-Mensch, hihi".
    Du wirst IT eine Coverstory brauchen, und nichts darf auf deine eigentliche Herkunft hindeuten - ansonsten wäre es spielstörend. Alles, was andeutet, dass du das Gedankengut des 21. Jahrhundert hast, wird als schlechtes Spiel verstanden - denn jeder Spieler ist ja ein Mensch der 21. Jahrhunderts und versucht, das so gut es geht zu verstecken. Anders als bei anderen Geheimnissen wäre es hier auch nicht toll, wenn andere Spieler das Geheimnis lüften würden oder Ansätze davon mitbekommen ...
    Für dich wird daher kein Unterschied bestehen, als hättest du NUR den Coverstory-Hintergrund ohne das "Eigentlich bin ich ..." dahinter.

    Ein Unterschied bestünde höchstens dann, wenn man das Konzept mit einer Gruppe Leute aufziehen würden, die dann, wenn sie unter sich sind und sicher niemand anderes etwas davon mitbekommt, untereinander noch als "Moderner Mensch" spielen könnten.

    Aber so - man kann es machen, sofern man es im Spiel nie mitbekommt - dann ist es aber mMn recht sinnlos, außer, man hat Spaß dran, wenn das Konzept nur im eigenen Kopf stattfindet.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

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