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  1. #11
    EricPoehlsen
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    Zitat Zitat von Abraxus Beitrag anzeigen
    ... und es werden auch 5000 Leute in die Story eingebunden? [...] Hab hier über einen Link hier im Forum zum dem ich zu Cons gefragt hatte gelesen, dass es für einige interesanter ist auf kleine Cons zu gehen, weil sie dort mehr eingebunden werden als lieber - und ich zitiere frei - "nur vor dem Zelt zu sitzen un zu kochen..."
    ist das so?
    Es liegt an jedem selbst, wie weit man sich in den Plot einbringt und beteiligt. Das kann man natürlich auch deutlich mit der Wahl seines Charakters beeinflussen.
    Ein Söldner, der mit der Überzeugung unterwegs ist: "Bevor ich kein Silber gesehen habe, tue ich nichts!" bekommt möglicherweise schlechter Zugang zur Geschichte, als der neugierige Forscher, der sagt: "Was liegt wohl hinter dieser verschlossenen Türe?"

  2. #12
    Besserwisserboy
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    Was deine Frage zum Drachenfest betrifft:
    Großcons (Drachenfest, Epic Empires, Conquest of Mythodea) haben ein etwas anderes Konzept als meinetwegen ein Con mit 100 Leuten. Auf diesen Großcons gibt es zwar auch einen Plot mit vielen kleinen Unterplots, die sind aber eher allgemein gehalten und können von jedem gelöst werden, der sich darum kümmert. Persönliche Hintergrundgeschichten, können bei der Masse an Spielern nicht berücksichtigt werden.

    Auf "normalen" Cons ist das ebenfalls so. Ein Plot der von jedem befähigten Spieler gelöst werden kann. Aber sozusagen als kleines Bonbon kann es sein, daß die SL/Orga auch noch auf einzelne Hintergrundgeschichten von Spielern eingeht. So kann es z.B. sein daß dir deine verschollene Schwester über den Weg läuft oder der Fießling XY dem du sein Schwert geklaut hast ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt hat.
    Das hängt natürlich stark davon ab was deine Hintergrundgeschichte hergibt und ob der Orga etwas passendes einfällt. Handelt deine Geschichte hauptsächlich von Drachen, wird sie einige Probleme haben Drachen auftauchen zu lassen und gar nicht auf deine Geschichte eingehen.

    Es ist auch möglich Orgas direkt anzuschreiben und gewisse Sachen abzusprechen. "Ich spiele einen Magierlehrling und möchte auf eurem Akademie-Con ein Ritual abhalten, was mich in den Stand eines richtigen Magiers befördert, könntet Ihr mir da helfen?"
    Solche Dinge fallen dann unter persönlichen Plot.

    Kann geplant und abgesprochen sein oder sehr überraschend. Auf dem letzten Con den ich besucht habe, war die Plotlösung z.B. stark mit meinem Charakter verbunden, was ich vorher nicht wusste.
    Geändert von Besserwisserboy (06.11.2014 um 16:53 Uhr)
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  3. #13
    Hana
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    Zitat Zitat von Abraxus Beitrag anzeigen
    Nochmal kurz nachgefragt: Wenn ich mir zb Videos vom Drachenfest anschaue, wo bis zu 5000 Larper dabei sind - dann spielt jeder einen Charakter, eine Rolle - und es werden auch 5000 Leute in die Story eingebunden???? Wie wird denn sowas organisiert oder sind viele Larper dabei auch "Statisten" oder "Zuschauer" um eine dichtere Atmosphäre zu erzeugen?
    Hab hier über einen Link hier im Forum zum dem ich zu Cons gefragt hatte gelesen, dass es für einige interesanter ist auf kleine Cons zu gehen, weil sie dort mehr eingebunden werden als lieber - und ich zitiere frei - "nur vor dem Zelt zu sitzen un zu kochen..."

    ist das so?
    Auf Großcons kann es gerade für Anfänger schwierig sein, viel vom Plot mitzubekommen. Je größer das Con, desto weniger werden i.d.R. die einzelnen Spieler direkt angesprochen - auf einem Großcon muss man also eher aktiv etwas dafür tun, überhaupt etwas vom Plot mitzubekommen, während auf sehr kleinen Cons der Plot eher auch mal an die Spieler herangetragen wird. Kämpfen ist meist für alle möglich - auch diejenigen, die. überwiegend vorm Zelt sitzen und kochen, nehmen dann oft an den Kämpfen teil (und betreiben ansonsten Ambientespiel abseits vom Plot)
    Das gilt auch schon in kleineren Dimensionen: Auf einem Con mit 100 Spielern wird fast nie jeder Teilnehmer etwas vom Plot abbekommen - als Beschäftigung für die Masse dienen dann eher kleine Schlachten - und wirklich intensiv in die Story "eingebunden" werden vielleicht 10-30 Personen, die sich dann sehr aktiv um den Plot bemühen (und vielleicht schon auf vorherigen Veranstaltungen der Orga waren).

    Wenn man mehr machen will als kämpfen, muss man generell von selbst aktiv werden - es kommt selten vor, dass die Orga Spieler ohne deren eigenes Zutun in den Plot einbezieht, selbst auf kleinen Cons.

    Auf Cons, die schon viele direkte Vorgängercons haben (dazu gehören die Großcons) kann es manchmal schwierig sein, sich von alten Hasen der Kampagne, die die Hintergründe und "wichtigen Personen" kennen und gewohnt sind, viel Plot abzukriegen, nicht die Butter vom Plot-Brot nehmen zu lassen.
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  4. #14
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    Zitat Zitat von Abraxus Beitrag anzeigen
    Aber aus all den Antworten erschließt sich mir einiges. Das mit den Ländereien werde ich mir mal auf der Karte anschauen, wobei ich aber fast glaube das ich da was eigenes kreieren werde. In meinem Kopf spielt auch schon eine ganze Geschichte rum. Ich will jetzt niemanden erschlagen, aber da ich beruflich als Journalist arbeite bin ich was Geschichten erfinden geht eigentlich ganz gut aufgestellt- und meine Phantasie hilft mir zusätzlich dabei. Außerdem ist der eigentliche Ausschlag aber das ganze Rüstzeug, das ich mir angelacht habe. Und damit meine ich jetzt nicht das der Super-Barbaren-Ritter-Held-Drachentöter etc bin und als solcher Auftrete.
    Erlaubt ist es schon, eigene Länder zu basteln, allerdings gibt es schon viiiiiel zu viele 1-Personen-Länder. Und das Dumme ist: Ungefähr 99,9% dieser 1-Personen-Länder unterscheiden sich eigentlich nur im Namen, weshalb es sehr schade ist, dass sich da nicht mehrere zusammengetan und etwas wirklich Eigenes entwickelt haben, was eine Bereicherung gewesen wäre.

    Ich möchte dich nicht entmutigen, aber dir raten, deine Idee mal vorzustellen - manches ist im Larp so nicht umsetzbar oder völlig uninteressant.
    (und ggf. bis zum zweiten oder dritten Con mit dem eigenen Land zu warten, wenn man mal die Larprealität und nicht nur die Larptheorie kennen gelernt hat, denn da gibt es riesige Unterschiede)
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
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  5. #15
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    dann spielt jeder einen Charakter, eine Rolle - und es werden auch 5000 Leute in die Story eingebunden???? Wie wird denn sowas organisiert oder sind viele Larper dabei auch "Statisten" oder "Zuschauer" um eine dichtere Atmosphäre zu erzeugen?
    Hab hier über einen Link hier im Forum zum dem ich zu Cons gefragt hatte gelesen, dass es für einige interesanter ist auf kleine Cons zu gehen, weil sie dort mehr eingebunden werden als lieber - und ich zitiere frei - "nur vor dem Zelt zu sitzen un zu kochen..."
    Man kann nicht Plot für 5000 Leute schreiben, schon gar nicht für jeden einzeln. In der Regel läuft das über Spielangebote der SL. Welcher Spieler es annimmt ist relativ egal für den Plot. Es sei denn die SL möchte einem ganz bestimmten Spieler ein Spielangebot machen.

    Ich habe für mich festgestellt, dass Großcons nichts für mich sind. Ich bevorzuge kleine Cons mit 30-60 Teilnehmern. Da ist das Spiel persönlicher und intensiver.

    Andererseits gibt es auch Spieler, die garnicht auf Plotjagd aus sind und denen es völlig ausreicht, wenn sie Gewandungsgrillen machen können. Jedem Tierchen sein Plaisirchen...

    Gruß,
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  6. #16
    Besserwisserboy
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    Es sind ja auch längst nicht alle Spieler auf einem Larp reine Plotjäger. Vielen ist der Plot auch reichlich egal, wenn er sie nicht betrifft.
    Geht es beispielsweise darum ein magisches Ritual vorzubereiten, werden sich Charaktere die keine Magie mögen oder sogar Angst davor haben weniger Anteil an diesem Plot haben wollen.
    Ich persönlich beteilige mich am Plot eher wenn es zu meinem Charakter passt oder mir der Plot "direkt über den Weg läuft". Ansonsten reicht mir auch das normale Spiel mit anderen Spielern und NSC ohne einer Plotlösung hinterherzujagen.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  7. #17
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    Ich glaube grundsätzlich, dass die Art, wie auf Larps Spielercharaktere miteinander agieren und in den Plot eingebunden werden, ein ziemlich deutliches Alleinstellungsmerkmal von Larp ist, und die anders abläuft, als die meisten Spieler (ich eingeschlossen) sich das vor dem ersten Larp vorstellen. Denn eigentlich ist man aus allen vergleichbaren Medien etwas anderes gewohnt: Im Film, in einem Buch, in einem Computerspiel, oder auch beim Tischrollenspiel gibt es eigentlich immer einen oder einige wenige Protagonisten, um die sich alles dreht, auf deren Hintergrund der Fokus liegt, die mit einer bestimmten Situation konfrontiert, denen Aufträge erteilt werden.
    Im Larp ist der Kreis solcher Protagonisten viel größer, und die "Welt" um sie herum, die durch Statisten und NSCs inszeniert wird, im Vergleich dazu viel kleiner. Die meisten Leute, auf die man trifft, sind andere Spieler, und die interessieren sich häufig auch eher für den Plot als für die Hintergrundgeschichten ihrer Mitspieler.
    Deswegen wäre mein wichtigster Tipp für die Charakterkonzeption und das Spiel im Larp immer, sich auf das "Machen" zu konzentrieren, und nich so sehr auf das "Sein". Wenn z.B. ein Kerl mit Kettenhemd, Tunika und Schwert durch die Gegend läuft, dann nimmt man ihn erstmal als "irgendein bewaffneter Typ" wahr, ganz egal, ob der seinem Hintergrund nach nun verstoßener Baronssohn ist, Paladin des Sonnengottes, Dämonenjäger oder verarmter Straßenräuber. Wenn da hingegen jemand zusätzlich zu Rüstung und Schwert in edler Brokatkleidung und gepflegten Umgangsformen, oder mit Donnerstimme, Gebetbuch und wallenden weißen Gewändern, oder mit Narben und unweltlichen Trophäen bedeckt, oder speckig und verlottert mit fehlenden Zähnen daherkommt, dann ist das auch für die Mitspieler eine interessante Figur, mit der man einfacher (und auf jeweils passende Weise) ins Spiel kommt.

  8. #18
    Abraxus
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    Ok,
    also nochmal für mich zum Vertändnis. Ich bin Larper und will zu einer Con fahren (unabhängig mal vom Charakterkonzept) und dann entscheide ich, ob ich mich mehr in die Story/Plot einbinden möchte oder ob ich einfach nur einer unter vielen bin und die Atmosphäre unter gleichgesinnten genieße - sei es nun kochend vor dem Zelt oder Schwert schwingend in irgendeiner Schlacht/Kampf. Richtig?

    Zum Konzept/Charakter:
    Hallo Nount - in der Tat muss ich Dir da recht geben. Wenn ich mir das Larp-Wiki anschaue und dann die Ländereien, Graf- und Honschaften etc die es schon gibt, dann finde ich das eine beachtliche Menge. Und ich finde es ebenso in der Tat doof, ein Land darzustellen, aus dem nur EINER kommt. Das macht - auch wenn es nur Fantasie ist - auch auf mich einen befremdlichen Eindruck. Das habe ich mir schon vorher gedacht. Und eigentlich ist es ein Gedanke mit dem ich mich nicht anfreunden möchte.
    Was mich aber vor mein nächstes Problem stellt. Wenn ich jetzt also einem bereits existierenden Lande angehören möchte - wie mach ich das? Behaupte ich das einfach oder gibt es jmd den ich dazu fragen muss? Und muss ich dann alles annehmen, was es bereits wissenswertes/Regelwerk über dieses Land gibt? Bin ich dann an andere "Bewohner" des Landes gebunden?

    Oder suche ich mir Lieber noch andere Larper und versuche sie von meinem Land zu überzeugen?

    Ganz schön viel Aufwand für ein "Fantasy-Hobby" *haha*
    ...unser Ehr gehört dem Kampfe...

  9. #19
    Abraxus
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    ach so.... - und Charaktervorstellung kommt noch. Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinung.
    ...unser Ehr gehört dem Kampfe...

  10. #20
    Nount
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    Zitat Zitat von Abraxus Beitrag anzeigen
    Ok,
    also nochmal für mich zum Vertändnis. Ich bin Larper und will zu einer Con fahren (unabhängig mal vom Charakterkonzept) und dann entscheide ich, ob ich mich mehr in die Story/Plot einbinden möchte oder ob ich einfach nur einer unter vielen bin und die Atmosphäre unter gleichgesinnten genieße - sei es nun kochend vor dem Zelt oder Schwert schwingend in irgendeiner Schlacht/Kampf. Richtig?
    Genau

    Was mich aber vor mein nächstes Problem stellt. Wenn ich jetzt also einem bereits existierenden Lande angehören möchte - wie mach ich das? Behaupte ich das einfach oder gibt es jmd den ich dazu fragen muss? Und muss ich dann alles annehmen, was es bereits wissenswertes/Regelwerk über dieses Land gibt? Bin ich dann an andere "Bewohner" des Landes gebunden?

    Oder suche ich mir Lieber noch andere Larper und versuche sie von meinem Land zu überzeugen?
    Wenn du ein interessantes Land findest, in dem du deinen Charakter ansiedeln möchtest, solltest du mit den Landesspielern bzw. der Orga (wenn dort Cons veranstaltet werden) sprechen. Nicht nur aus Höflichkeit, sondern auch, um abzustimmen, ob dein Charakter überhaupt in das Land passt.
    Ein Beispiel: In "meinem" Larpland Danglar ist der Wald von einer Art bösem Gott besessen, dem Waldfürst. Wenn du einen Danglarer Charakter bespielst, der noch nie vom Waldfürst gehört hat, wäre das wirklich seltsam. Oder wenn du ein Katzenwesen aus Danglar spielst - dort gibt es sowas nämlich nicht.
    Oder wenn du z.B. einen Meuchler spielst, der auf jedem Contag willkürlich zehn Charaktere umlegt, fällt das negativ auf Land XY zurück und die Landesspieler wären davon wohl nicht so begeistert.

    Und ja, du bist dann an das gebunden, was über das Land feststeht. Aber: Mit Absprache geht vieles. Man darf auch Eigenes hinzuerfinden, z.B. eine Stadt oder einen Landesteil, in denen die Dinge etwas anders laufen oder wo es bestimmte Eigenheiten gibt. Man sollte schon die Orga fragen, ob das zum Land passt, aber viele freuen sich auch, wenn man sich an ihrem Land aktiv beteiligt.

    Wenn du ein gutes Landeskonzept hast, kannst du auch versuchen, Mitspieler dafür zu finden. Das ist allerdings als Einzelperson schwieriger als mit einer Gruppe. Möglich ist es aber. Besonders, wenn es eben kein 08/15-Konzept ist, sondern etwas Innovatives und Interessantes.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

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    Sie ist so schön.
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