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  1. #1
    Drogoth
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    Spielercharakter Händler: funktioniert das?

    Nachdem ich nun fast nur kämpfende Charaktere spiele, liebäugele ich etwas mit ein oder zwei Charakterkonzepten, die auch gut ohne Kampf auskommen.
    Darunter auch ein reisender Händler.
    Aber funktioniert so ein Konzept überhaupt auf der typischen Wochenendcon?
    Ein Charakter, dessen Hauptberuf es ist, Dinge zu verkaufen.
    Natürlich habe ich mir dazu ein paar Gedanken gemacht.

    Was tut so ein Charakter auf einer Con außer irgendwo zu sitzen und Waren anzubieten? Welchen Anreiz hat er, um sich an Plot zu beteiligen oder überhaupt mal aus dem Lager zu gehen und vor allem, was soll er Anbieten?
    Bisher habe ich folgende Möglichkeiten überlegt.
    Ein solcher Charakter müsste sich nicht unbedingt auf einen Warentyp festlegen, sondernvielmehr allerhand Nützliches und Krempel verkaufen. Schmuck, Zutaten, Talismane, Hilfmittel wie Verbände oder Karten z.B. ? Seine Reisen dienen nicht nur dazu wo anders Dinge zu verkaufen, sondern er ist mehr auch eine Art Entdecker und Abenteurer, der überall nach Neuem sucht, was er verkaufen könnte, nicht ungebildet oder hat ggf. Dinge dabei, die in kniffligen Situationen Nützlich sind. (vllt. vorher mit der Orga sprechen und ggf. etwas bekommen, was bei der Lösung des Plots nicht elementar aber hilfreich ist?)

    Mich würden Meinungen zu dem gesamten Thema interessieren.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  2. #2
    Spiegelberg
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    So lange bin ich zwar noch nicht im Larp, als dass ich dazu eine qualifizierte Meinung abgeben könnte, aber ich spiele einen Char, der ganz ähnlich ausgelegt ist (Händlerin mit häufig wechselndem Angebot; zB Tees, Seifen, Gewürze, Zutaten, Talismane und was ihr eben gerade so in die Finger kommt und sich zu Geld machen lässt) und ich muss sagen, für mich funktioniert das bisher ganz gut.
    Allerdings muss man dabei halt auch bedenken, dass man eben doch auf eine gewisse Art und Weise örtlich an seinen Stand oÄ gebunden ist und dementsprechend manchmal auch einfach nicht auf Plotjagd gehen kann, weil keiner da ist, der so lange auf die Ware aufpasst. Klar hat man auch immer einen Grund, auf jegliche "Expeditionen" mitzugehen (könnte sich ja was seltenes/wetvolles finden lassen), aber irgendwas muss man sich trotzdem überlegen, was man mit seinem Zeug in der Zwischenzeit macht. So etwas wie ein Bauchladen oder ein Koffer mit vielen kleinen Fächern wäre denkbar, oder aber ein Assistent, der dich in der Zwischenzeit vertritt. Oder du kaufst dir eine Wache vor Ort

    Hoffe, das war zumindest ein wenig hilfreich...
    "And so LARPing was born! Dignity died shortly thereafter."The Spoony One, reviewing "Mazes and Monsters"

  3. #3
    Besserwisserboy
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    Kommt darauf an, wie du es aufziehen willst. Ich habe bisher nur auf dem EE etwas vergleichbares gespielt, allerdings in Kombination mit einem anderen Konzept. Einen magischen Krimskramsladen mit zwei anderen Kumpels als Zauberer.
    Wobei wir das für Larpverhältnisse recht groß aufgezogen hatten und etwa 4000 Euro in das Projekt gebuttert hatten um etwas fürs Auge zu bieten. Im Nachhinein vielleicht einen Tick zu viel, aber es ist manchmal schwer aufzuhören, wenn man sich in etwas hineinsteigert und ein ideal-Bild im Kopf hat.

    Wir hatten sehr viel mit dem Verkauf zu tun, wurden dadurch aber auch n viel Speil eingebunden, da wir auch Sachen eingekauft und ausgeliefert haben. So hatten wir auch Gründe in Lager, die sich weniger für Besichtigungstouren eignen, wie Elfen, Chaos und Orks ins Spiel zu kommen.

    War anstrengend, hat aber viel Spiel gebracht. Solche Projekte sind aber nur in kleinerer Runde zu bewältigen. Wenn du echte Ware anbietest machst du natürlich immer Minus. Wir haben aber auch viel Krams IT ond OT für ein paar Kupfer verkauft die wir nicht mehr brauchten (einen Helm, einzelne Rüstungsteile und Kleidung). Dazu Waren die extra gefertigt wurden und auch Zeit gekostet haben (Talismane, alchemistische Topflappen...).
    War für einen Großcon, sollte aber in kleinerer Form auch auf anderen Cons klappen.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  4. #4
    Surkan
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    Grundsätzlich kann man ja zwei Arten von Händlern unterscheiden.

    Den Krämer der immer alles dabei hat und selbst Kauft/Verkauft
    Vorteil: viele Kontakte / Anspielmöglichkeiten
    Nachteil: relativ Ortsgebunden / schlecht mobil

    Den Fernhändler der z.B. als Vertreter eines Handelshauses Verträge macht.
    Vorteil: man hat immer ein Grund dem Plot hinterher zu jagen ("ich muss doch wissen, ob dieser Wald sicher ist")
    Nachteil: kann schnell zu Aufgesetzt wirken, erfordert (imho) etwas mehr Darstellung und gutes Charakterspiel

    Beides sind Konzepte die gut Funktionieren. Den Krämer hab ich selber oft erlebt. Und den Fernhändler selbst gespielt.

  5. #5
    Drogoth
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    Also ich habe jetzt natürlich nicht vor einen Stand zu eröffnen. Der gedanke ist hier vielmehr dann und wann ein Deckenverkauf oder sowas. Ein Stand wäre ja, wenn man seine Waren und Ausrüstung transportiert, viel zu umständlich zu transportieren.
    Die Idee als Spielgeber für Söldner zu fungieren ist tatsächlich auch gut. So weit hatte ich noch garnicht gedacht. Vor allem, weil ich ja selber auch einen Söldner spiele und weiß, wie schwer es ist, ohne Vorabsprachen an Auftraggeber zu kommen.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  6. #6
    oliverp
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    Hallo Drogoth,

    ich will ja nicht überkritisch sein oder rüberkommen, aber ein Deckenverkauf?
    Das wirkt doch sehr improvisiert nach modernem Kinderflohmarkt.

    Stell dir einfach mal die niedrigste Stufe eines Händlers vor, z.B. einen jungen Schweinehirten, der unterwegs Äpfel in einer Kiepe gesammelt hat: Selbst der wird sie aus seiner Kiepe raus verkaufen und keine teure Decke auf den Boden werfen.

    Daher sehe ich folgende mögliche Grundkonzepte (ohne einen Laden/ein Verkaufszelt):

    -Krämer mit Bauchladen. Hier gehen Klein- und Kurzwaren, Süßigkeiten, etc. Oder auch IT-Kräuter.

    -Händler mit superioren Waren (Edelsteine, magischer Kram, Schmuck, seltene Alchemiezutaten), von denen eben nur wenige Mitgeführt werden, hier reicht eine handliche Präsentationstruhe.

    -Repräsentant mit Warenproben (Salz, Gewürze).

    Davon bietet die zweite Möglichkeit die weitreichendsten Spielmöglichkeiten, bis hin zu voller Plotteilnahme;n sowie die größtmögliche Charaktervarianz: Vom Goldbehängten Diamentenhändler, bis hin zum Einsidlerwaldschrat, der seltsame magische Dinge sammelt.
    Geändert von oliverp (30.11.2014 um 09:36 Uhr)
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  7. #7
    Justav
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    Ich glaub, es ging mehr um den Stand. Kein Mensch will nen Tisch auf dem Rücken tragen...

    Kiepe oder Rucksack ist aber mE ein gutes Stichwort. Meistens wird ja das Transportproblem auf Con weitestgehend ignoriert. (Und man kann natürlich sagen: Mein Zelt habe ich auch nicht hergeschleppt, wieso dann den Stand? Ist natürlich legitim, wenn man einen Stand haben will.)

    Für einen Händler ist es aber nett, zumnidest den Warentransport darzustellen, schon damit Söldner was zum beschützen haben. Diese Transportkapazität ist meiner Erfahrung nach auf einem kleinen Abenteuer-Con oft hilfreich und hoch willkommen, bspw wenn die Expidition in den orkverseuchten Wald ansteht, um Blümchen für's große Endritual zu pflücken, oder die Geisel (TM) zu befreien etc. Sich hier als "Troß" anzubieten, Wasser für die Kämpfer zu transportieren oä ist eine nette Sache (va weil IT, im Gegensatz zu dme Wasser, welches die SL bereit stellt). Wenn man dann vor der Schlacht noch Kekse oder Schoki oder so verteilt ist man schnell beliebter als jeder Drachentöter...

    Die Luxusversion ist natürlich der Bollerwagen.
    So long

    Justav

  8. #8
    Paya
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    Ich habe schon folgende super funktionierende Konzepte erlebt:
    - eine Zuckerbäckerin mit Bauchladenkonzept (Kekse waren vorher gebacken, abgepackt und die Ware war nach eineinhalb Tagen weggekauft)
    - einen "Schneider", der aber auch alle möglichen Kurzwaren (Borten, Knöpfe, ...) hatte, die man so brauchen kann
    - einen Alchemisten, der sich Zelt und Stand mit einer Bortenweberin/Stickerin geteilt hat (=> abwechselnde "Wache" bei den Waren bzw. Anheuerung von "Aufpassern" o.ä.)
    - einen ... nunja ... Streuner, der wirklich ALLES verkauft hat, was gerade passend/unpassend war: OT hat er z.T. Zeug, das er nicht mehr braucht, verkauft; manchmal hat die SL ihm auch Krempel gegeben - teilweise Plotgegenständem teilweise einfach ... Krempel; manchmal hat er auch dem einen was stiebitzt und es einem anderen versucht, anzudrehen (OT hat bei dem Fall natürlich am Ende alles wieder den richtigen Besitzer gehabt)

    Meine bessere Hälfte spielt auch einen almadanischen (quasi spanischen) Likörhändler, der natürlich immer ein paar Pröbchen seines Sortiments dabei hat. Böse Zungen behaupten, dass er selbst sein bester Kunde ist... Der Charakter ist super, um mit allen möglichen und unmöglichen Leuten ins Spiel zu kommen. Auf "Plotjagd" gehen kann er genauso gut, nur mit den offensichtlichen Himmelfahrtskommandos wirds nix. Zu gesellschaftlichen Anlässen kann er als eher "reicher" Händler genauso eingeladen werden wie er bei einfacheren Charakteren ein bisschen Trinkkultur versuchen kann zu verbreiten.

    Wie schon erwähnt ist das Händlerdasein als SC meist ein Verlustgeschäft, aber der Krieger, der teilweise tausende Euros für seine Rüstung ausgibt, bekommt ja auch kein Geld auf Con zurück dafür. Wenn man mit Zeug verkaufen Geld verdienen will und mittelalterliches Ambiente mag, sollte man sowieso eher auf MA-Märkten als professioneller Händler (also auch mit Gewerbeschein etc.) auftauchen als auf LARPs.
    Der Schlaf ist wie ein kleiner Tod.
    So sterben wir jede Nacht ein wenig.

  9. #9
    Spiegelberg
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    Hab erst kürzlich aber auch eine Schmuckhändlerin erlebt, die für die jeweiligen Sachen einfach unauffällig einen OT-Preis verlangt hat (leider ist mir das Wort entfallen, dass sie benutzt hat... war aber auf jeden Fall sofort klar, was sie meinte). Wie genau sie das dann aber gehandelt hat, weil die wenigsten ja ständig OT-Geld einstecken haben, weiß ich allerdings nicht. Könnte aber mal bei jemandem nachfragen, der dort gekauft hat, falls es dich interessiert. Wobei ich glaube, dass das eher auf kleinen Cons funktioniert.
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  10. #10
    Justav
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    Wenn's nur um den Wunsch geht, einen Händler auf Con darzustellen, würde ich von OT-Handel abraten (dh OT-Geld zu nehmen). Macht viel mehr Umstände, als da an Euronen reinkommen, und lenkt einen immer vom IT (und damit dem eigentlichen Charakter-Konzept) ab.
    So long

    Justav

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